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Weltwirtschaftskrise
Der freie Welthandel ist die Wunderwaffe zur Globalisierung der neoliberalen „Werte“. Ginge es wirklich nur um „Integration“ (und sei es bloß die europäische), so könnten Nationen und Staaten in wechselseitiger Achtung problemlos zusammenarbeiten. Doch der eigentliche Zweck der Übung ist der zivilisatorische Kahlschlag aller sinnvermittelnden Identitäten. Erst in der grenzenlosen und kulturell eingeebneten „one world“ sind Finanzströme zu jonglieren und Distributionswege zu leiten, die alleine der gewinnmaximierenden Perspektive ihrer machthungrigen Manipulanten folgen (für welche wieder immune Parlamentarier „Verantwortung“ tragen). Ganz nach den momentanen Erfordernissen der multinationalen Konzerne positioniert, verlagert oder schließt man Produktionen. Eine austauschbare, amerikanisiertes Pidgin-English radebrechende, „flexible“ und „mobile“ Arbeitnehmerschaft lässt sich nach Belieben „heuern“ und „feuern“ und dem Lohndumping unterwerfen.
Nicht die armen Fabrikanten sind die vom Marxismus perhorriszierten Ausbeuter, vielmehr werden sie selbst unter erbarmungslosem Konkurrenzdruck gesetzt und von ihren Kreditgebern in ständiger Abhängigkeit gehalten, ja ausgebeutet. Willkürlich werden Kredite fällig gestellt, die Existenzen der bisherigen „Partner“ vernichtet, die Produktionsanlagen selbst übernommen und dann filetiert oder im ganzen verhökert. Die Herren des Geldes, seine Verleiher, Verteiler, Manipulatoren und Erzeuger, die Geldhändler sind die wahren Kapitalisten.
Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Die Finanzwirtschaft, also der Handel mit Geld, überflügelt die Realwirtschaft (mit Gütern und Dienstleistungen) um ein Vielfaches. Nur mehr 10 % der täglich gehandelten Dollars beziehen sich auf Güter und Dienstleistungen, die restlichen 90 % auf Derivate, Futures und ähnliche Börsewetten. Auf diese Weise sind heute 75% aller Geldquantitäten der Welt Dollar, und 80% aller Dollar befinden sich außerhalb der USA. Zwei Drittel aller Währungsreserven der Welt basieren auf dem Dollar.
Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht schon längst zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden und zum Dollarabsturz geführt hat, ist keiner „unsichtbaren Hand“ der freien Marktwirtschaft, sondern kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Hochfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China u.a.) die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.
Die Hochfinanz hat mit den faulen Dollar vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen. Sie hat rechtzeitig ihr faules Geld in werthaltiges Vermögen umgeschichtet. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.
Nicht die armen Fabrikanten sind die vom Marxismus perhorriszierten Ausbeuter, vielmehr werden sie selbst unter erbarmungslosem Konkurrenzdruck gesetzt und von ihren Kreditgebern in ständiger Abhängigkeit gehalten, ja ausgebeutet. Willkürlich werden Kredite fällig gestellt, die Existenzen der bisherigen „Partner“ vernichtet, die Produktionsanlagen selbst übernommen und dann filetiert oder im ganzen verhökert. Die Herren des Geldes, seine Verleiher, Verteiler, Manipulatoren und Erzeuger, die Geldhändler sind die wahren Kapitalisten.
Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Die Finanzwirtschaft, also der Handel mit Geld, überflügelt die Realwirtschaft (mit Gütern und Dienstleistungen) um ein Vielfaches. Nur mehr 10 % der täglich gehandelten Dollars beziehen sich auf Güter und Dienstleistungen, die restlichen 90 % auf Derivate, Futures und ähnliche Börsewetten. Auf diese Weise sind heute 75% aller Geldquantitäten der Welt Dollar, und 80% aller Dollar befinden sich außerhalb der USA. Zwei Drittel aller Währungsreserven der Welt basieren auf dem Dollar.
Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht schon längst zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden und zum Dollarabsturz geführt hat, ist keiner „unsichtbaren Hand“ der freien Marktwirtschaft, sondern kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Hochfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China u.a.) die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.
Die Hochfinanz hat mit den faulen Dollar vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen. Sie hat rechtzeitig ihr faules Geld in werthaltiges Vermögen umgeschichtet. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.
Kommentare und Meinungen unserer Leser:
Weltbank-Präsident Robert Zoellick warnte auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 3.2.2012, dass sich in Europa eine antideutsche Stimmung ausbreiten könnte. Grund sei der anhaltend strenge Sparkurs, den die Bundesregierung anderen EU-Staaten vorschreibe. Also auf mit Amerika in die Inflation!
In den USA wurde die Deutsche Bank auf Milliarden Dollar geklagt. Der Grund sind ihre scheinbar kriminellen Spekulationsgeschäfte. Die Bank verkaufte ihren Kunden Wertpapiere, auf deren Verfall sie gleichzeitig wettete. In großem Stil wurde in wertlose Baracken investiert, die als Wohnhäuser ausgegeben wurden. So verdiente sie gleich doppelt: Einmal beim Verkauf der Produkte und nochmals an den Verlusten der Anleger. Vom Berufsethos ordentlichen Bankgeschäftes oder gar der kaufmännischen Sorgfaltspflicht hat sich die Chefetage der Bank anscheindend weit entfernt.
Frankreich hat die Führungsrolle im Kampf gegen die Spekulation übernommen. Präsident Nicolas Sarkozy hat angekündigt, im August eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Mit diesem und weiteren Schritten will er die Grande Nation aus der Krise führen. Notfalls im Alleingang und ohne Europa. Spekulative Geschäfte haben die Weltwirtschaft an den Rand des Untergangs getrieben. Bisher ist es seitens der Regierungen Europas jedoch zu keinerlei ernstzunehmenden regulatorischen Maßnahmen gekommen. Das Treiben an den Börsen gleicht jenem vor dem Beginn der Krise im Jahr 2008. In Österreich schwätzen unsere Sozialisten lieber von der "Reichensteuer" und dem Neuversteuern von bereits Versteuertem, der Vermögens- und Erbschaftssteuer.
Die ganz große Panik an den Märkten blieb nach der Herabstufung mehrerer Euro-Länder durch Standard & Poor’s aus). Aber die Verunsicherung bei den Banken ist groß. Erneut erreichten die Übernachteinlagen bei der EZB einen Rekordwert. 493,2 Milliarden Euro wurden gleich danach bei der EZB geparkt. Auch die kurzfristigen Notkredite der EZB stiegen auf 2,38 Milliarden Euro an.
Der frühere Präsident der Bundesbank, Axel Weber ist ab sofort Mitglied der Group of Thirty (G30). Diese Gruppe ist ein internationaler Think Tank, der Auswirkungen von Finanz- und Wirtschaftsentscheidungen im öffentlichen und privaten Sektor analysiert und wurde 1978 auf Initiative der Rockefeller-Stiftung gegründet. Schon jetzt ist Weber als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Wirtschaftsinstituten tätig, einschließlich des Center for Economic Policy Research in London und des Center for Financial Research in Köln. Der Group of Thirty gehören auch EZB-Präsident Mario Draghi, Mervyn King - Gouverneur der Bank of England, Paul Volcker - Vorsitzender des Überwachungsausschusses und ehemaliger Vorsitzender des Federal Reserve Systems, Abdulatif Al-Hamad - Vorsitzender des Arab Fund for Economic and Social Development, Gerald Corrigan – Generaldirektor von Goldman Sachs, Andrew Crockett – Präsident von JP Morgan Chase, Stanley Fischer – Gouverneur der Bank of Israel, Sir David Walker – Beirat von Morgan Stanley und weitere hochrangige Größen aus dem öffentlichen und privaten Sektor sowie der Wissenschaft an. Jetzt geht´s bergauf!
Dieselben Kreise und Personen mit ihren lokalen Handlangern, die schon in ihren regionalen Bereichen wie EU oder NAFTA ihre Unfähigkeit gezeigt haben, wollen sich nun an die Spitze einer Weltregierung der "world democracy" setzen. Es sind Mythen und Lügen, die dazu dienen, der Weltbevölkerung die sogen. “neue Weltordnung” als unabdingbar erscheinen zu lassen.
Unser System ist krank und zwar totkrank. Nicht nur moralisch, sondern auch ökonomisch. Das eine geht nämlich mit dem anderen Hand in Hand.
Glückliche Griechen: Die Wirtschaftskrise in Griechenland führt zu einem Massenexodus hochqualifizierter Arbeitskräfte. Weil junge Studienabgänger in ihrem Heimatland mit einer beispiellosen Arbeitslosenquote von 42,5 Prozent konfrontiert sind, flüchten viele nach Australien, um sich dort der weltweit größten Gemeinschaft von Auslandsgriechen anzuschließen.
Wenn ein Unternehmer eine kostenintensive Investitionsentscheidung fällt, die sich dann nach einigen Jahren als Flop herausstellt, muss er sein aufgewendetes Geld abschreiben. Sein eigenes Geld.
Anders ist das (noch!) bei unseren Politikern. Durch ihr Abstimmungsverhalten den europäischen Parlamenten transferieren riesige Geldsummen in Richtung Griechenland, wissend, dass Griechenland „de facto“ pleite ist und die ihm gewährten Kredite nie zurückzahlen kann. Das (aufzunehmende!) Geld ist weg und muss abgeschrieben werden. Alle maßgebenden Wissenschaftler haben rechtzeitig davor gewarnt. De facto bezahlen alle Stuerzahler das Spielchen mit ihrem Geld.
Udo Ulfkotte: "Die Europa-Befürworter befinden sich derzeit in einer Lage wie die Kommunisten nach dem Fall der Mauer – sie wissen, dass es bald mit ihnen zu Ende geht. Und sie wissen, dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Selten hat in der Geschichte der Politik eine Bewegung einen so überwältigenden Sieg genossen wie die Europa-Skeptiker. Sie hatten nicht nur Recht hinsichtlich der Euro-Einheitswährung, sie sahen den Verfall voraus. Ihnen gehört zukünftig das Feld."
Laut Adam Smith sollte eine Regierung in den Hintergrund treten, damit die "unsichtbare Hand" die Menschen zu produktiven und ertragreichen Leben führen könne. Smith dachte, dass der Arm, der zu dieser "unsichtbaren Hand" gehörte, welcher der Arm Gottes sei. Andere glaubten, dass noch nicht einmal Gott notwendig war. Die Menschen würden auch ohne zentrales Planen oder die Führung Gottes eine spontane Ordnung schaffen. Und genauso sieht "unsere Ordnung" heute aus.
Laut John Stuart Mill und Jeremy Bentham sollte eine Regierung wiederum den "größten Nutzen für die größte Zahl von Menschen" liefern. Eine dumme Idee. Wer weiß, was "nützlich" ist und was nicht?
Ein Vorbild für die freie Welt: Japan und China haben vereinbart, den Handel zwischen beiden Ländern direkt in Yen bzw. Yuan abzuwickeln und nicht länger in US-Dollar abzurechnen. In weiterer Folge wollen die asiatischen Wirtschaftsmächte einen speziellen Markt für Unternehmen schaffen, die auf den zwischenstaatlichen Austausch spezialisiert sind. Die regionale Vereinbarung zwischen zwei Volkswirtschaften, die zu den größten der Welt zählen, hat offensichtlich zum Ziel, diese aus der Herrschaftszone des US-Dollars zu befreien, um sich vor Gefahren der Spekulation der globalen Finanzmärkte zu schützen.
Peter Sloterdijk: "Rezessionen haben wenigstens eine begleitende Tugend, nämlich dass sie den Sinn für Maßverhältnisse wieder einüben. Nicht Maßhalten im Sinne von Den-Gürtel-enger-Schnallen, sondern Maß nehmen im Sinne von Das-Gefühl-für-die-Proportion-nicht-Verlieren. Seit Jahrzehnten leben wir in einer gespenstischen Atmosphäre, in der ständig verrückt machende Doppelbotschaften auf die Menschen einprasseln: Sie sollen zugleich sparen und verschwenden, sie sollen zugleich riskieren und solide wirtschaften, sie sollen hoch spekulieren und mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Auf die Dauer führt das zu einer absoluten Zermürbung. Derselbe demoralisierende Effekt geht auch von der Tatsache aus, dass die leistungslosen Einkommen rasend schnell wachsen. Das vergiftet die jungen Leute, weil sie anfangen, sich in Scheinkarrieren hineinzuträumen. Das Ganze hat einen hässlichen psychologischen Namen: der Traum von der Überbelohnung."
Die internationalen Großfinanziers arbeiten nicht mit den Spargeldern der kleinen Anleger, sondern mit zinspflichtigem Schuldgeld. Gehört vollends die Zentralbank ihnen (vor allem die FED), können sie Geld aus dem Nichts beliebig schöpfen und damit wieder Kredite gegen Zinsen verleihen. Unsere weltweite Finanzkrise ist damit eine künstliche Krise, gewachsen aus dem pertetuum mobile.
Fachleute sprechen von einer drohenden finanziellen Apokalypse: Durch Mehrfachbesicherungen hat ein undurchsichtiges System von Schattenbanken die vielleicht größte Kreditblase aller Zeiten aufgebaut. Das erklärt, weshalb Regierungen, Zentralbanken und internationale Finanzinstitutionen gigantische Summen einsetzen, um den Bankrott von Staaten zu verhindern. Den Schuldenbergen steht eine Pyramide mit Pseudo-Kreditsicherheiten gegenüber.
Laut jenem internen EU-Strategiepapier, das im Oktober 2011
bekannt wurde, werden die pivaten Haushalte mit einer
Verdoppelung der Kosten füt Strom und Heizung für den sogenannten Klimaschuz zahlen müssen. Derzeit wenden die privaten Haushalte in der EU sieben bis acht Prozent ihres Einkommens füt die Energieversorgung auf, bis 2030 sollen es 15 Prozent sein.
Wir erinnern uns: 2008 kollabierten einige US-Investmentbanken,
Lehman Brothers ging sogar in Konkurs, was das Welt-Finanzsystem sehr nahe an den Rand des Untergangs brachte. Jetzt sind wir wieder in einer solchen Situation: Die Banken trauen sich untereinander nicht mehr, bekommen kein Kapital mehr. Allerdings spielt es sich dieses Mal primär in der Eurozone ab. Eine riesige Kapitalflucht läuft etwa aus italienischen und französischen Banken. 2008 konnten überall die Staaten als Retter ihrer Banken
einspringen, das geht jetzt nicht mehr, weil die Staaten selbst pleite sind oder kurz davor. So sind etwa die halben Staaten der Eurozone pleite und leben nur mehr mit Hilfe der diversen
„Euro-Rettungsschirme“ und durch Gelddrucken durch die EZB.
2011 war der Vorhof der Hölle, 2012 werden wir die Hölle sehen. Zumindest alle jene, die noch in Papierwerten sind oder beruflich davon abhängen. Nicht nur der Euro wird crashen und sich auflösen, auch Dollar, Pfund und den anderen Papiergeldern wird es kaum besser gehen.
Dann sollte man lieber nicht Politiker sein und dem Volk erklären
müssen, warum die Ersparnisse weg sind und jetzt richtig beim Staat gespart werden muss. Mit richtig Sparen ist natürlich der Abbau von mindestens dem halben Staatsapparat gemeint, inklusive Kahlschlag beim Sozialstaat. Dann kommt auch zu uns, die richtige Depression, deren Ansätze wir derzeit etwa in Griechenland sehen.
Die Politik, die Banken, die Machtelite – alle sträuben sich gegen ein Ende des Fiat-Geldsystems, denn was danach kommt, ist für sie unkalkulierbar. Ganz besonders müssen sie die Bürger in dem Glauben lassen, sie hätten das Geschehen noch einigermaßen
unter Kontrolle und vor allem müssen sie die Bürger vor „dummen“ Aktionen abhalten - wie höhere Bargeldabhebungen und Geldtransfer in Länder außerhalb Europas, Flucht in andere Währungen, Kauf von
Edelmetallen und Sachwerten. Natürlich sind das genau die angesagten Aktionen!
Um den Schein aufrecht zu erhalten, ziehen sie alle Register und zeigen jetzt in einer echten Notlage ihr wahres Gesicht. Wer noch immer denkt, dass „Demokratie“ als eine gerechte Herrschaft des Volkes installiert wurde, der muss sich nur genau umsehen, um seinen Irrtum zu gegenwärtigen. Sie dient zur Verschleirung der eigentlichen Machthaber, und nicht mehr das gelingt mer so richtig.
Das Weltfinanz-System ist schwerkrank und mit der Methode der Geldverschleuderung nicht mehr zu heilen. Es sind nun 3 Jahre seit "Lehmann Brothers" vergangen, und nicht einmal im Bankensektor hat sich etwas geändert. Die Inflation wird weiter zunehmen, die Weltmacht Nummer eins ist seit langem in einer genauso prekären - wenn nicht noch schlimmeren - Situation als Europa. Während sich im EU-Raum viele Banken in keinem guten Zustand befinden und teilweise in ihrer Existenz gefährdet sind, geht das Bankensterben in den USA munter weiter und immer breitere Bevölkerungskreise rutschen in die Armut ab. Es wird wie anno 1929 (und bereits zuvor) eine Deflation mit allen ihren bösen Folgen geben.
In diesem Jahr sind 92 amerikanische Banken Bankrott gegangen, im letzten Jahr waren es 157 Institute. Von der weiter steigenden Staatsverschuldung und der Uneinigkeit über die Konsolidierung des Haushalts der USA ganz zu schweigen. Dennoch kämpft das mächtigste Imperium der Welt um seine Vormachtstellung und um seinen Vorteil, der Weltleitwährung US-Dollar.
Finanzkollaps und Kriegsgefahr sind historisch Teil derselben Dynamik - der Zusammenbruch des Wirtschafts- und Finanzsystems muß gelöst werden, damit die Kriegsdynamik aufgehalten werden kann.
Gorbatschow warnt vor Dritten Weltkrieg:
http://www.youtube.com/watch?v=n0miPUdO3hs
Die IWF-Chefin Christine Lagarde ruft zum globalen Schulterschluss im Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise auf. Die Französin vergleicht die Situation mit dem Vorabend des zweiten Weltkrieges.
Die Politik hat uns in die Krise geführt. Jetzt will sie da wieder
heraus. Doch der Preis ist hoch - in Geld und in Vertrauen,
Welche Politiker haften eigentlich für den Schaden? Und wie? Durch Gang in die Opposition oder gar Nichtwiederwahl - furchtbar!
Jetzt kam der Befehl aus den USA, unlimitiert Euros zu drucken und damit die Pleitestaaten und Pleitebanken in Europa zu retten. Diesem Befehl wurde insofern Nachdruck verliehen, indem die Ratingagentur S&P allen Eurostaaten mit einem Downgrade gedroht
hat. Die Amerikaner und Briten drucken auch Dollars oder Pfunde, wie es notwendig ist.
Nur, in Europa sperrt sich Deutschland gegen unlimitiertes
Gelddrucken. Die Hyperinflation der 1920er Jahre lässt grüßen.
Es wird sich zeigen, wie viele Wochen oder Monate man damit
das Finanzsystem noch am Leben erhalten kann. Vermutlich nur mehr solange, wie man den Goldpreis unten halten kann.
In seinem Buch "Economic Hit Men" beschreibt John Perkins genau,
wie Wirtschaftsexperten "angesehener" Firmen in Entwicklungsländer geschickt werden, um dort, basierend auf völlig
überzogenen Annahmen, riesige Infrastrukturprojekte anzuschieben,
die nur einen Zweck hatten: Das jeweilige Land in die Schuldknechtschaft zu treiben. Dabei macht man eine kleine Oberschicht märchenhaft reich, die dann indirekt von den USA korrumpiert und abhängig ist. Die Masse der Leute hat davon gar
nichts, außer sinkenden Wohlstand, höhere Steuern und nicht selten Diktatur und Tod. Das absolute Gegenteil der Versprechungen ist das Endergebnis. Es gibt zahlreiche Beispiele aus Südamerika, Indonesien, Irak etc.
Nun spannt sich der Bogen der Blutsauger zum Europrojekt, das ebenso als nutzenstiftend und wohlstandsmehrend für alle angekündigt wurde, aber jetzt genau das Gegenteil erreicht. Die Schuldknechtschaft wird zementiert und die Länder werden gezwungen, ihr Vermögen (im Buch waren es Rohstoffe, besonders Öl!) zu Billigpreisen zu verramschen. Und das alles passiert, um den gefräßigen Moloch der "Korporatokratie" der USA zu füttern. Wenige Firmen, die aufs engste mit der Regierung verflochten sind, sahnen märchenhaft ab.
In Europa ist es ganz genauso - bis auf einige Großkonzerne hat die Masse der Leute nichts gewonnen, ganz besonders nicht in Deutschland und Österreich. Der Club-Med hatte einige fette Jahre und wird jetzt auf ein viel niedrigeres Niveau gestoßen als das, von wo aus das ganze Projekt begann. Es gibt nur einen Ausweg für die Nationen. Sie müssen sich dem Diktat konsequent widersetzen und sich weigern, die Schulden zu bezahlen, und dürfen ihre Länder nicht den gefräßigen Parasiten öffnen.
Viele Bürger und Steuerzahler beschleicht mittlerweile eine ungute Ahnung, was unter der fortwährend propagierten "Einbindung" genauer zu verstehen ist: Nämlich die "Weginflationierung" der Schuldenstände mittels "Bonds", die weitere Aufgabe nationalstaatlicher Souveränität zum Zwecke einer Fiskal- und Transferunion, die in einen gigantischen Länderfinanzausgleich münden soll, der eigenverantwortliches politisches Handeln auf nationalstaatlicher Ebene unmöglich macht.
Der alte Goldman-Fuchs Mario Monti scheint nun maßgeblich mit seinem Goldman-Buddy Mario Drahi bei der EZB die Führung bei der Lösung der Staatsschuldenkrise zu übernehmen. Und die bewerkstelligt man am leichtesten mit sogenannten Round-Trip-Geschäften: Irgendeine Ware wird von Buddy zu Buddy gereicht – und am Ende sind alle Sieger.
Da es der EZB gesetzlich verboten ist, selbst Staatsanleihen zu kaufen und sie diese nur am Sekundärmarkt erwerben kann, werden die Banken nun mit so viel Kreditmöglichkeiten ausgestattet, dass sie auch vor Risikopapieren wie die italienischen und spanischen Anleihen nicht mehr zurückschrecken. Hinzu kommt außerdem, dass die EZB ankündigte, weiterhin Staatsanleihen zu erwerben, und die Banken so im Umkehrschluss notfalls sicher sein können, dass sie die gekauften Anleihen auch wieder auf dem Sekundärmarkt bei der EZB loswerden. Der Deal: Wir (EZB) versorgen euch (Investitionsbanken) mit ausreichend Liquidität und ihr (Banken) kauft weiter Staatsanleihen, die euch (Banken) nun auch nicht mehr als waghalsige Investitionen erscheinen müssen.
Der Zinseszineseffekt in Kombination mit der Derivaten-Spekulation ruiniert das Weltwirtschaftssystem.
Die westlichen Demokratien beruhen auf einem einfachen Vertrag. Staat und Bürger haben vereinbart: Die Bürger zahlen Steuern, der Staat verwendet das Geld für Infrastruktur, Sozialsysteme und Renten. Diese Vereinbarung wurde vom Staat gebrochen, weil er mit dem Geld die Banken rettet. Daher wer-den die Sozialsysteme geschliffen und die Bürger müssen zehn Jahre län-ger arbeiten. Dieser Zustand ist unhaltbar, sagt die Asset Managerin Pippa Malmgren im Interview mit den "Deutschen Mittelstands Nachrichten" am 16.10.2011. "Was jetzt auf Europa zukommt, hat viel einschneidendere Folgen als Versailles" für seinerzeit in Deutschland. "Das Problem ist Europa als Ganzes: Die kombinierte Schuldenlast der gefährdeten Staaten ist für den Rest zu groß – die können das nicht tragen."
Das Ende aller Illusionen: In unseren Demkratien regieren nicht die Völker, sondern die Ratingagenturen und "Finanzmärkte", also das Ostküstenestablishment.
Fast alle westlichen Industriestaaten (allen voran die USA) sind zu wahren Schulden-Junkies mutiert. Nur noch immer gigantischere Geldspritzen können sie weiterhin am Leben erhalten. Gleichzeitig sind sie aber nicht bereit, etwas von ihrem Lebensstandard aufzugeben. Bis irgendwann der „goldene Schuss“ kommt, der sie von ihrer Sucht endgültig erlöst. Während die Staaten ins Nirwana hinüber gleiten und irgendwann eine Währungsreform durchführen, zahlen die Sparer und Anleger die Zeche!
Die öffentlichen Gelder sind für die Öffentlichkeit da und nicht für die Banken. Dazu müssen wir wieder Vertrauen in unsere Demokratie gewinnen. In diesem Bereich gab es in den vergangenen Jahren die größten Versäumnisse. Nicht die Politik kontrolliert die Banken, sondern die Banken "beraten" die Politik und Regierungen. Mit tollem Ergebnissen!
Es ist eigentlich vollkommen egal, ob die Verschuldung durch einen Krieg (wie nach dem 1. Weltkrieg) oder durch ungebremste Schuldenorgien eines Staates verursacht wurden. Wenn jemand Privatinsolvenz beantragt, fragt ja auch niemand danach, ob er sich mit einem Autokredit oder einer Hypothek für das Haus finanziell übernommen hat. Irgendwann muss die Zeche beglichen werden.
Verlieren die Bürger das Vertrauen in Geld als Zahlungsmittel, wird damit der gordische Knoten durchschlagen. Plötzlich kann es gar nicht mehr schnell genug gehen, Bargeld in reale Werte umzutauschen, um nicht ihr gesamtes Vermögen zu verlieren.
Jedes Papiergeldsystem bricht zusammen, wenn die Preise für Güter und Dienstleistungen explodieren. Am Ende einer solchen Katastrophenhausse bleibt nur noch eine Lösung: das Schreckgespenst der Währungsreform, sprich die Enteignung und Verarmung der Bürger.
Als beim Beginn der Finanzkrise 2008 Banken wie Lehman Brothers oder Bear Stearns Pleite gingen, fungierten noch ganze Staaten als "Auffangbecken"
Aber was passiert, wenn die Staaten selbst Pleite gehen? Wer bürgt dann noch für die Schulden? Die Antwort ist ganz einfach: Die Bürger dieser Staaten! Und zwar in Form von konfiszierter Altersvorsorge, von beschlagnahmten oder wertlosen Wertpapieren oder Renten. Danke, liebe Demokratur!
Die Frage ist nicht, ob eine Währungsreform kommt, sondern nur noch WANN!
Die großen Zentralbanken haben ein gemeinsames Programm zum Stützen der Finanzmärkte aufgelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken von Kanada, den USA, Japan, der Schweiz und Großbritannien einigten sich auf ein Programm, um "dem globalen Finanzsystem Liquidität zuzuführen". Auf zur fröhlichen Inflation und keine Angst, einige Ostküstler verdienen auch daran!
Aus Sicht des deutschen Bankenverbandes ist die Kreditwirtschaft in der aktuellen Schuldenkrise auch Leidtragender falscher Signale aus der Politik. "Manche Banken haben 2008 ihre Staaten in Schwierigkeiten gebracht, jetzt aber bringen manche Staaten ihre Banken in Probleme", sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, dem Anlegermagazin "Börse Online". "Wir wurden im vergangenen Jahr von der Bundesregierung dazu aufgefordert, unsere Griechenland-Bonds zu halten. Es heute als Spekulation zu bezeichnen, dass Banken stark in diesen Staatsanleihen engagiert sind, ist unfair", kritisierte Schmitz.
Die Finanzkrise erschüttert das allzu blinde Vertrauen in das herrschende wirtschaftliche und politische System. Das Gute daran ist freilich, daß sie zum Denken anregt.
Die Schuldenkrise ist und bleibt ungelöst. Die Euro- und Schuldenkrise spitzt sich beinahe im Stundentakt weiter zu. Sämtliche Sparprogramme und Reformen führen mit ihrer meist wachstumshemmenden Wirkung ab sofort zu einer Verstärkung eines Teufelskreises! Weniger Wachstum, noch mehr Vertrauenverlust, noch höhere Zinsunterschiede.
Gelebte transatlantische Solidarität: Die Vereinigten Staaten wollen sich an Notkrediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) wie im Fall Griechenlands nur noch beteiligen, wenn eine Rückzahlung des Geldes völlig gesichert ist. Diesen Beschluss hat der amerikanische Senat mit 94 zu 0 Stimmen als Ergänzung der Finanzmarktreform gefasst. Wenn das Finnland will, werden die Euromaniker böse.
Die Entscheidung spiegelt die Verärgerung darüber wider, dass die Vereinigten Staaten als größter Anteilseigner des IWF indirekt auch zum 30-Milliarden-Euro-Kredit an Griechenland beitragen. "Amerikanische Steuerzahler sollten nicht daran beteiligt sein, ausländische Regierungen herauszupauken", sagte der republikanische Senator John Cornyn. Es ist unklar, wie viel Geld Amerika zu dem Kredit an Griechenland beitra-gen wird. Der Beschluss ist vor allem symbolischer Natur, der IWF hat bis auf seltene Ausnahmefälle sein Geld immer zurückbekommen. (FAZ, 19.05.2010, S. 11)
Rabulismus: Wie die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ mit Bezug auf informierte Kreise in Washington berichtete, könnte der IWF Rom mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro unterstützen, um die neue Regierung von Mario Monti bei der Durchsetzung der notwendigen Reformen mit einer stabileren Finanzlage zu entlasten.
Dem Bericht zufolge könnte der IWF jedoch nicht in der Lage sein, die Hilfskredite aus seinen aktuellen Mitteln zu bewältigen, weshalb verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung geprüft würden. Demnach sind beispielsweise Zahlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Gespräch, für die der IWF garantieren könnte. Mit einer Unterstellung der EZB-Hilfen unter die Kontrolle des IWF solle auch Deutschland beruhigt werden, das eine stärkere Einbindung der EZB in die Euroret-tung ablehnt und auf eine möglichst große Unabhängigkeit der Notenbank dringt, zi-tierte die Zeitung einen IWF-Vertreter. (Spiegel.Online, 27.11.2011, 19:31)
Wir werden bei jeder offiziellen Erklärung der Finanzkrise erneut für dumm verkauft. Zunächst hieß es, die Finanzkrise wurde durch die Immobilienblase in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Dann waren die Wallstreetbanker und Hedgefondsmanager die Bösen. Danach die hiesigen Banken und gierigen Manager. Glaubt man verschiedenen Politikern, dann sind es die freien und ungezügelten Märkte und am Schluss kommt sogar jeder Einzelne an den Pranger, weil wir als Konsumenten nicht genügend Geld ausgeben. Daher ist es angebracht, die wirklichen Ursachen beim Namen zu nennen. Die weltweite Finanzkrise wurde und wird von vier Faktoren ausgelöst:
* Eine Clique superreicher Familien (Rockefeller, Rothschild, Morgan und weitere) arbeitet seit Generationen daran, die Welt unter ihre Kontrolle zu bringen und hat dieses Ziel dadurch erreicht, dass es ihr gelang, sich das weltweite Finanzsystem unter den Nagel zu reißen.
* Die Notenbanken, die den Zins und die verfügbare Geldmenge diktatorisch festlegen und die Welt mit unendlichen Summen zu günstigem Geld fluten.
* Die Regierungen, die immer mehr Geld ausgeben als sie zur Verfügung haben und somit immer Mittel und Wege suchen, neues Geld zu bekommen und dabei billigend in Kauf nehmen, dass sie sich über die nächste Währungsreform zu Lasten ihrer Bürger entschulden.
* Das heutige Geldsystem mit dem Zinseszinseffekt.
Weltdiktatur ist programmiert, alles läuft nach Plan: Der Bilderberger Mario Monti als Berlusconis Nachfolger. Ebenfalls Bilderberger sind die Chefin des IWF Christine Legarde, der Präsident des Europäischen Rats Herman Van Rompuy, der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi (Drachen), der Kanzlerkandidat der SPD Peer Steinbrück, der Oberbankster Josef Ackermann und so weiter. Das Ziel ist nicht den Euro zu retten, sondern genau das Gegenteil. Es soll noch mehr Zentralismus stattfinden, noch mehr Zerstörung der Souveränität der Länder, mit dem Ziel einer Weltdiktatur, mit einer Weltwährung und einer Weltregierung. Es läuft alles genau nach Plan ab.
Die deutsche Finanzagentur stieß mit der Versteigerung einer neuen zehnjährigen Bundesanleihe auf eine unerwartet geringe Nachfrage und konnte einen guten Teil dieser Anleihe nicht am Markt platzieren. Medien, Politiker und Finanzmarktexperten lieferten hierfür verschiedene, wenig schlüssige Erklärungen.
Dr. Paul Craig Roberts - er war stellvertretender US-Finanzminister während der ersten Amtszeit von Präsident Ronald Reagan und damit zuständig für die Wirtschaftspolitik der USA in dieser Zeit - hat eine andere Erklärung: Aus seiner Sicht handelte es sich um eine fein abgestimmte Aktion seitens des
US-Finanzministeriums, der Europäischen Zentralbank (EZB), EU-Behörden und jener privaten Investmentbanken, die faule Staatsschulden in ihren Büchern führen. Sie wollen Deutschland in die Knie zwingen und dazu bringen, den Widerstand gegen das Anwerfen der Geld-Druckmaschine seitens der EZB aufzugeben. Damit soll das Übergreifen der europäischen Staatschuldenkrise auf die USA verhindert werden, was ansonsten wohl die Chancen von Präsident Barack Obama auf Wiederwahl bei den Wahlen im nächsten Jahr vermindern würde.
Die privaten Spekulationsbanken, die offenbar den größten Teil der faulen Staatsschulden in ihren Büchern tragen, wollen jeden Verlust vermeiden. Entweder können ihre Bilanzen – die ohnehin schon von den betrügerischen Derivaten der Wall Street ruiniert wurden – keine weiteren Verluste verkraften. Oder diese Banken
fürchten den Rückgang ihrer Aktienkurse, die eine Folge der Gewinnrückgänge wären, die wiederum eine Folge der Abschreibungen auf die faulen Staatsanleihen wären. Mit anderen Worten: Für diese Banken geht es um das große Geld. Angesichts der Folgen für ihre Gewinnaussichten haben sie einen enormen Anreiz, die deutsche Regierung aus dem Weg zu räumen.
Wer nicht haushalten kann und überschuldet ist (Beispiel Griechenland), kriegt noch mehr Geld. Wem das Zahlen nicht möglich ist, der braucht erst in 30 Jahren ans Rückzahlen zu denken, wenn die Kapitalien durch die Inflation entwertet sind.
Kommunistisches Manifest: "Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben." Der deutsche Bundesfinanzminister dürfte daher in seiner Ablehnung souveräner Nationalstaaten ein wackerer Adept von Karl Marx und Friedrich Engels sein.
Waren es 2008 Hypotheken auf amerikanische Häuser, die eine globale Finanzkrise ausgelöst und zahlreiche Banken in oder kurz vor den Ruin getrieben haben, so sind es heute ähnliche Geschäfte mit den Anleihen europäischer Staaten, die ihrerseits kurz vor der Pleite stehen. Es gibt eine ansteckende Krankheit, die mitten in Europa stattfindet, aber die "Ansteckungsgefahr" ist beileibe nicht diejenige, die uns unsere Medien und Politiker einreden wollen. Die Ansteckung, vor der die Märkte Angst haben, ist diejenige der Banken. Der dringende Bedarf der Staaten nach Kreditaufnahme ist das radioaktive Material, aber die Bombe selber sind die Banken.
Die großen Investment-Banken wissen jedenfalls, was los ist. Jede von ihnen kennt genau die Risiken und Verluste, die sie versteckt hält und weiß somit auch, dass es bei den anderen Banken genauso zugeht. Dies sind die wirklichen Gründe, warum sich die Banken in absoluter Panik befinden und ein Geschrei darüber anstellen, dass die EZB mehr und mehr Geld nachschießen soll und warum jegliche Wahlen und Abstimmungen jetzt unter keinen Umständen stattfinden dürfen, um nicht die reibungslosen Abwicklung des von den Banken angestrebten Planes zu stören.
Wie schnell es gehen kann, haben wir jetzt bei der UniCredit gesehen. Im letzten Quartal verzeichnete die Ein-Billionen-Euro Bank plötzlich einen "überraschenden" 10,6 Milliarden-Euro-Verlust innerhalb eben diesem letzten Quartal! Die Anleihen gelten jetzt als Schrott, während die Bank allein im kommenden Jahr weitere 51 Milliarden Euro zur Refinanzierung ihrer Schulden aufbringen muss.
Eine Deflation, also sinkende Preise aufgrund mangelnder Nachfrage, würde zu mehr Entlassungen, Firmenpleiten und zu geringeren Steuereinnahmen führen. Einer möglichen Deflation müsste also vonseiten der Politik sofort entgegengewirkt werden. Wie? Durch Flutung der Märkte mit noch mehr Geld, also durch Hyperinflation. Eine Deflation würde eine Hyperinflation also nicht verhindern, sondern nur verzögern. Da ist die Inszenierung eines Krieges zur Ablenkung und Sanierung der Weltwirtschaft schon besser, z.B. gegen Iran oder Venezuela.
Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise ist immer noch keine Entwarnung zu geben, sondern im Gegenteil eine Verschärfung zu beobachten – und das trotz Hunderter Milliarden an Notkrediten. Da muss man schon ein ausgewiesener Schönfärber sein, um das alles noch positiv zu sehen.
Die von Finanztechnokraten ins Spiel gebrachten „Special Purpose Vehicles“, die mit Ablaufdatum 2013 versehene „European Financial Stability Facility“ und der noch zu schaffende, permanente „European Stability Mechanism“, konnten die Finanzmärkte nicht beruhigen. Mit ihrer Hilfe wird „bloß Zeit gekauft“, die grundlegenden Pro-bleme –Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum – werden jedoch nicht behoben. Die Aufstockung des EFSF von ursprünglich 500 auf 780 Milliarden Euro erwies sich schon nach wenigen Tagen als unzureichend, die „Hebelung“ auf die von der Finanz-industrie geforderten 3 Billionen als undurchführbar. Die Öffnung der Schleusen für einen unbegrenzten Geldfluß aus der EZB zwecks Finanzierung von Staatsschulden scheint deshalb nur noch eine Frage der Zeit. Die Inflation zeigt bereits ihre Krallen. (Doz. Friedrich Romig)
Marcus Jauer in der FAZ: "Das Interessanteste an der Schuldenkrise ist inzwischen womöglich gar nicht mehr die Schuldenkrise selbst, sondern vor welche neuen Fragen sie die Demokratie als solche stellt. Anders gesagt: Lässt sich ein Problem, das derartig kompliziert, dynamisch und folgenschwer ist, überhaupt auf dem Weg einer Volksherrschaft lösen?...
Es ist der Eindruck scheinbarer Ausweglosigkeit, den man bisher von der Demokratie nicht gewohnt war. Die Probleme zu komplex, sie zu verstehen, die Lösungen zu fragil, sie zu hinterfragen, die Alternativen ignoriert. Als bestätige sich die Gegenwart, einfach indem sie der Fall ist. Es ist, wie es ist, und weil es so ist, kann es nicht anders sein."
Als der deutsche Bundestag im September 2011 über den Rettungsschirm abstimmte, befragten Reporter des Fernsehmagazins „Panorama“ einzelne Abgeordnete, ob sie wenigstens wüssten, mit wie viel Geld Deutschland bürgen müsse, wenn die Lösung, für die sie sich nun entscheiden, nicht funktioniere. Das konnte kaum einer sagen.
Zur Neiddiskussion: "Damit alle Chinesen zu Wohlstand gelangen, müssen zunächst einige reich werden." (Den Xiaoping). Oder Zhang Jung Pu (Mitglieder des Staatsrates der Volksrepublik China): "Reiche bringen mehr für den Staat und helfen den Armen. Wir unterstützen die Reichen, denn dann können sie den Armen helfen."
Es gibt ca. 45 Mal mehr Papiergold als reales Gold. Keine gute Aussichten für die Grundlage der neuen Weltwährung.
FOCUS-Redakteur Uli Dönch: Deutschland und die anderen solide wirtschaftenden Euro-Staaten – wie Österreich und die Niederlande – werden nicht ewig Widerstand leisten können. Zu groß ist die Stimmen-Übermacht der Südeuropäer in den Gremien der EU. Diese Defizit-Sünder werden aber nicht nur bisweilen von Frankreich unterstützt. Sondern zu allem Überfluss auch noch von den Mega-Schulden-Monstern USA und Großbritannien, wie der aktuelle G20-Gipfel zeigte.
Selbst in der Europäischen Zentralbank ist Deutschland inzwischen weitgehend isoliert. Nur einige wenige der 16 anderen Notenbanken würden im Streitfall mit der Bundesbank stimmen. Das ist umso ärgerlicher, weil die EZB ursprünglich nach dem Vorbild des resoluten Stabilitätswächters Bundesbank geformt wurde.
Der wahre Skandal verbirgt sich aber in der unfairen Gewichtung der Stimmrechte der 17 nationalen Notenbanken. Im Klartext: Deutschland stellt mit 27,1 Prozent den größten Teil des Kapitals der EZB, hat aber nur wenig zu sagen (zwei von insgesamt 23 Stimmen im EZB-Rat). Über genauso viele Stimmen verfügen gemeinsam schon die beiden Zwergstaaten Malta (eine) und Zypern (eine), sie haften aber nur für 0,3 Prozent des Kapitals der EZB. Noch deutlicher wird dieses Missverhältnis, wenn man die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich betrachtet: Diese beiden Länder stemmen fast die Hälfte der Finanzmittel der EZB, haben aber zusammen nur vier Stimmen – sie könnten al-lein schon von Griechenland, Malta, Zypern, Slowenien und Estland (jeweils eine Stimme) an die Wand gedrückt werden.
Deutschland erlebte den ersten Kapitalschnitt nach der Mega-Inflation 1923, den zweiten durch die Währungsreform 1948 und den dritten mit der Umstellung der D-Mark auf den Euro. Und die vierte Währungsreform? Sie wird kommen, da ist sich der Brite David Marsh ausdrückt, einer der weltbesten Kenner der Deutschen Bundesbank, ziemlich sicher: „Ohne ein Wunder scheint die alte, von der stabilitätsorientierten Bundesbank geprägte Währungsunion am Ende zu sein.“
Das große Vorbild USA: Laut Zensus-Behörde lebt jeder 15. US-Amerikaner in großer Armut.
Die 1% reichsten Amerikaner besitzen über 50% des volkswirtschaftlichen Reichtums. Die Summe der US-Vermögenswerte
liegt etwa beim 5-fachen des US-Bruttoinlandsprodukts, so daß 1% der amerikanischen Bevölkerung also über das 2,5-fache des US-Bruttoinlandprodukts besitzt.
Die Welt wimmelt voller selbstgefälliger Vordenker, die genau wissen wie die Welt sein sollte. Es gilt aber: Vor dem Vordenken, kommt das Nachdenken.
Nicht weniger als 110 Parteien mit 1.600 Listen wurden in Tunesien zur Wahl angemeldet. Über 10.000 Kandidaten bewerben sich für die 217 Abgeordnetenplätze. Man kann die Tunesier nur bewundern und beglückwünschen, wie sie sich für den demokratischen Aufbau ihres Landes engagieren. Von soviel Demokratieenthusiasmus kann man bei den trägen, politisch inaktiven Deutschen nur träumen. Böse Zungen behaupten allerdings, daß dieser Ansturm auf das Parlament nicht bloß der demokratischen Idee gewidmet sei, sondern daß sie wieder nur den Fleischtöpfen gilt, an die nun alle heran möchten.
Die Banken kommen deswegen so ungeschoren davon, weil sie die Politik am Nasenring durch die Manege führen und der Politik vorschreiben was sie zu tun hat. Daher wird sich das solange nicht ändern, solange die Politik nicht das Zepter wieder in die Hand nimmt und der Finanzwirtschaft die Regeln vorgibt und nicht umgekehrt.
Aus den sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen für Unternehmen erwächst jedenfalls das singulär größte Risiko für den mittelfristigen Konjunkturverlauf: Eine geringere Selbstfinanzierungskraft in Verbindung mit sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen - sowohl hinsichtlich der Kreditverfügbarkeit als auch der Konditionen – droht, als Investitionsbremse zu wirken. Das würde das Potenzialwachstum der
Wirtschaft nachhaltig schwächen.
Die Katastrophe der Finanzkrise 2008 hat den Einsatz von Billionen zur Aufrechterhaltung der Liquidität im Finanzsystem erforderlich gemacht. Doch es hat sich gezeigt, dass trotz dieser massiven Liquiditätsspritzen die Banken Ende 2008 nicht mehr in der Lage gewesen wären, positiv zu bilanzieren ohne auch buchmäßige (bilanzielle) Unterstützung. Daher wurden im Herbst 2008 in aller Eile (mit Rückwirkung auf den 30. 6. 2008!) Bilanzierungsregeln für Banken erlassen, die es ihnen ermöglichten, bereits eingetretene wirtschaftliche Verluste von ihren Vermögens- und Erfolgsrechnungen fernzuhalten.
Bei diesen Regeln (Internationale Rechnungslegungsgrundsätze – IFRS) handelte es sich im wesentlichen um die Möglichkeit, bilanzielle Aktiven nicht zu ihrem (geringeren) Marktwert, sondern zu ihren ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu einem Quasi-Marktwert anzusetzen, der auf Basis künftiger Erwartungen von den Banken selbst errechnet wird. Passivposten werden nicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, sondern reduziert oder überhaupt nicht, wenn z. B. die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Zahlungsverpflichtung mit unter 50 Prozent angenommen wird.
Ein Einblick in die tatsächliche Lage einer Bank ist also einem Externen verwehrt. Es kann daher auch seriöserweise keine Abschätzung über die Krisensicherheit oder die Kapitalisierung der Bankenlandschaft gegeben werden. Eigenkapital ist bekanntlich auch bei einer Bank nicht als Sicherheitspolster vorhanden, sondern nur die rein rechnerische Differenz zwischen Aktiva und Passiva. Diese Differenz - also das bilanzielle Eigenkapital - ist in dem Maße verzerrt, wie die Banken mit den erwähnten Gestaltungsmöglichkeiten den Wert ihrer Aktiva und Passiva gegenüber einem realistischem Marktwert verändert haben
Klaus-Peter Willsch, MdB: "Das einzige wirksame Mittel zur Bekämpfung der Schuldenkrise ist das Durchbrechen der Schuldenspirale. Alle anderen Modelle erkaufen nur Zeit. Das Scheitern der Strategie, kurzfristige Marktberuhigungen mit Milliardenbürgschaften und ohne tatsächliche Aussicht auf nachhaltige ökonomische und haushalterische Solidität der Krisenländer zu erkaufen, ist offensichtlich und wird auch durch eine Hebelung oder eine Aufstockung des Garantierahmens, die früher oder später auf die Agenda kommen wird, nicht aufgehalten. Wenn man auf dem falschen Weg ist, hilft es nicht, aufs Gas zu drücken, man entfernt sich so nur immer weiter vom richtigen Weg....
Die Insolvenz von Griechenland wird unausweichlich kommen. Sie
wird derzeit nicht abgewendet, sondern verschleppt. Die Troika hat kürzlich einen mehr als ernüchternden Bericht über die
Schuldentragfähigkeit des Landes geliefert. Die anstehende Tranche wurde dennoch ausgezahlt. Es sollte jedem ein Warnsignal sein, dass der IWF künftig nicht mehr an vermeintlichen Rettungsaktionen beteiligt werden muss, sondern nur noch kann. Der IWF bereitet sich auf das Verlassen des sinkenden Schiffes vor. Und die Euro-Gruppe steuert weiter volle Kraft in Richtung Eisberg."
Das uralte Modell: Erst selber ein Problem schaffen, dann die Reaktion durch ihre Medien steuern und am Schluss das Kaninchen aus dem Hut der vorbereiteten Lösung präsentieren.
Mit jeder "Rettung" wird die Lösung des Problems nur noch weiter hinausgeschoben. Jetzt wollen uns die Gleichen "retten", die alles angerichtet oder wenigstens zugelassen haben. Wenn es nicht zum Weinen ist, wäre es zum Lachen.
Die Staaten und die EU befinden sich in der Geiselhaft der Großfinanz. Noch mehr EUropa hilft da keineswegs, sondern bloß der Grundsatz: Das Hemd ist mir näher als der Rock!
Sinn und Zweck der gegenwärtigen Krisen ist es, den Ruf nach einem Wallstreet-EU-Zentralismus erschallen zu lassen. Dank solchem Internationalismus lassen sich die Gewinne und Aufkäufe der Hochfinanz noch besser lukrieren. Die Realwirtschaft und die Bürger dürfen dafür zahlen, zahlen, zahlen ....
Prof. Eberhard Hamer: "Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet.
Die US-Hochfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Hochfinanz, von niemandem außer von ihr garantiert, aber nach Kräften Missbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt missbraucht.
Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Hochfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann. Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration
einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.
Die US-Finanz kauft mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis. Und nicht nur die US-Hochfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein,
sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit
politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven einzustellen.
Da gibt es etwas, von dem wohl kein nicht-französischer Abgeordneter innerhalb der EU auch nur den leisesten Schimmer hat. Die ärmsten Länder Afrikas mit der höchsten Analphabetenquote und den korruptesten Regierungen sind seit vielen Jahren schon über Frankreich an den Euro gebunden. Die EU-Staaten haben dabei nicht viel mitzureden, denn die sogenannte CFA-Zone wird von Frankreich dominiert. Es ist ein offenkundig in der Öffentlichkeit völlig unbekanntes weiteres Pulverfass für die Euro-Währungsunion. Es geht dabei wieder einmal um einige hundert Milliarden Euro. Doch in 16 von 17 Staaten der Euro-Währungsunion ahnt man wahrscheinlich noch nicht einmal in Fachkreisen, was da auf uns zukommt. Nur in Paris weiß man Bescheid. Denn dort nahm das nachfolgend beschriebene Unheil seinen Anfang.
Wenn es um den Krümmungsgrad von Bananen oder um die vermeintliche Gefährlichkeit von Glühlampen geht, dann erweist sich Brüssel als äußerst mitteilungsbedürftig. Man produziert Papierberge mit Bestimmungen und Verordnungen, die im Grunde keiner braucht. In anderen Angelegenheiten, die den Wohlstand der Menschen und die Stabilität ihrer Währung bedrohen könnten, hüllt sich die EU hingegen in Schweigen. Ein besonders brisantes Beispiel hierfür, das durch die Euro-Krise jetzt aktueller ist denn je, stellt ein 1998 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichter Rechtsakt dar. Durch ihn wurden rund 130 Millionen Menschen in Afrika mit dem Euroraum verbunden. Seither ist das Geld der Mitgliedsländer der Westafrikanischen Währungsunion (UEMOA) und der Zentralafrikanischen Währungsunion (CEMAC) sowie der Komoren zu einer festgelegten Parität in Euro konvertierbar. Das vom damaligen EU-Ratspräsidenten, dem ehemaligen österreichischen Finanzminister Rudolf Edlinger (SPÖ), unterschriebene Dokument hat es durchaus in sich: Einige der ärmsten Staaten Afrikas, allesamt einstige Kolonien Frankreichs, wurden an die Eurozone gekoppelt, ohne dass die Europäische Zentralbank irgendeinen nennenswerten Einfluss darauf hätte. Dummerweise wurde die afrikanische Währungsunion nicht nur an den Euro gekoppelt. Es flossen auch Milliarden in die französische Zentralbank. Und genau da liegt ein Problem für die Zukunft des Euro, von dem offenkundig wohl noch kein Politiker oder Wirtschaftsjournalist die geringste Vorstellung hat.
Wo um Himmels Willen soll das hinführen? Der Berater des
Internationalen Währungsfonds, Robert Shapiro, gab BC-Journalisten
darauf jetzt eine mehr als erschreckende Antwort. Wenn sie (die
Politiker) nicht in der Lage sind, die Finanzkrise auf eine
glaubwürdige Art anzugehen, dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird. Wir sprechen hier nicht nur von einer relativ kleinen belgischen Bank, wir sprechen von den größten Banken der Welt, den größten Banken in Deutschland, den größten Banken in Frankreich. Das wird auf Großbritannien überspringen, es wird überallhin springen, weil das weltweite Finanzsystem so stark miteinander vernetzt ist.
Die Politik braucht einen überzeugenden Plan, sagt Shapiro und drückt damit indirekt das aus, was die meisten befürchten. Dass nämlich die Politik in Wahrheit keinen Plan hat, wie sie diese Krise in den Griff bekommen soll. Weil dies so ist, können "unsere" Politiker von den Finanzmärkten unter Druck gesetzt werden.
Die meisten sind zu faul sich damit zu befassen und/oder zu dumm das Problem zu verstehen! Sonst würde unser Volk dagegen Sturm laufen! Der derzeitige Versuch, einen europäischen Superstaat durch das Schüren der Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems und durch den kollektiven Rechtsbruch der No-Bail-out-Klausel in den Europäischen Verträge zu gründen, wird katastrophale Folgen zeitigen.
Die sogenannten Volksvertreter der "freiesten Demokratie aller Zeiten" haben mit dem Geld der arbeitenden Deutschen über Jahrzehnte hinweg sozusagen die ganze Welt finanziert. Allen voran die Holocaust-Industrie, dann die" ausländischen Mitbürger", die Hollywood-Schundfilmproduktionen, die EU mit den sogenannten Rettungsschirmen für Banken und Länder, die Siegermächte, Amerikas Kriegspolitik, Israels Vernichtungspolitik und neuerdings die Wall-Street. Diese "Pisa-Politiker" der Lizenzparteien richten ein Volk zugrunde, wie man schlimmer ein Volk nicht zugrunde richten kann.
Große Teile des im Bundestag sitzenden Menschenmaterials protzen mit dem Bildungsstand von Hilfsschülern (Hilfsschüler waren früher jene, die den Lehrstoff der Grundschule nicht schafften). Diese Pisa-Abgeordneten sind spezialisiert auf drei Dinge: Abzocken für sich selbst, antideutsche Lobbys bedienen und Nationalmasochismus betreiben.
Die Intelligenz der Pisa-Politiker wurde bereits im Oktober 2003 von "Panorama" (Nr. 633) getestet. Die Abgeordneten wurden gefragt, ob sie wüssten, wie hoch der BRD-Schuldenstand sei. Die allermeisten wussten es nicht. Noch schlimmer: Auf die Frage, wie viel Nullen denn ein Billion habe, wussten die meisten keine richtige Antwort. Hier ein paar Beispiele von vielen:
"Wie viele Nullen hat da so eine Billion?"
Dr. Günter Rexrodt:
"Machen Sie eine Witzsendung? Na dann. 'Ne Billion hat immer neun Nullen."
Interviewerin:
"12?"
Dr. Günter Rexrodt:
"Ne Milliarde – und das – sechs, neun, zwölf – stimmt."
Dr. Rolf Bietmann, (CDU-Abgeordneter):
"Ich denke, es dürften neun sein, kann das sein?"
Cajus Julius Caesar, (CDU-Abgeordneter):
"Also, ich würd‘ schätzen 16."
Norbert Schindler, (CDU-Abgeordneter):
"18, glaub‘ ich."
Uta Zapf:, (SPD-Abgeordnete):
"Oh, oh, oh. Ich glaub‘, es sind so viele, dass ich das gar nicht mehr zählen kann."
Tanja Gönner, (CDU-Abgeordnete):
"Acht, glaube ich."
Interviewerin:
"Wie viele Nullen hat eine Billion?"
Hans-Ulrich Klose, (SPD-Abgeordneter):
"Das weiß ich nicht - das ist mir zu viel. Das ist mir zu intelligent!"
Am 29. September 2011 sendete "Panorama" eine erneute Befragung der Pisa-Abgeordneten. Diesmal wurde gefragt:
"Wie hoch ist denn der deutsche Anteil an den Kreditbürgschaften?"
Die meisten Antworten lauteten wie folgt:
Aydan Özoguz, türkische SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Na ja, wir haben im Moment, äh..., nein, ich möchte dazu lieber nichts sagen."
Günter Gloser, SPD-Bundestagsabgeordneter:
"Kann ich jetzt momentan nicht genau sagen."
Kathrin Vogler, Die LINKE, Bundestagsabgeordnete:
"Das hab' ich jetzt nicht auf dem Schirm."
Gabriele Fograscher, SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Nee, kann ich Ihnen jetzt im Detail nicht sagen."
Gabriele Fograscher,
SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Nee, ...Milliarden?" (lacht)
"Pisa-Politiker" der Lizenzparteien richten ein Volk zugrunde, wie man schlimmer ein Volk nicht zugrunde richten kann. Eine Rettung kann es für die Bundesrepublik bei diesem Pisa-Niveau der meisten Politiker nicht mehr geben!
Einige sprechen von einer staatlichen Fehlgeburt der Alliierten, die nicht überleben wird.
Merkel ist der Idealfall für die Lobby. Sie versteht von nichts etwas. Sie ist leicht erpressbar wegen ihrer Stasi-Vergangenheit, was jetzt der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kacynski in einem Buch ziemlich offen anspricht. Ja, sie war bei der FDJ Chef-Propagandistin, also Mauermord-Propagandistin. Sie war bei der Überwachung von Robert Havemann eingesetzt. Wäre sie Hilfsschullehrerin, wäre sie wegen Stasi-Verstrickungen schon längst entlassen worden.
Die sogenannten Volksvertreter der BRD-Demokratie haben mit dem Geld der arbeitenden Deutschen über Jahrzehnte hinweg sozusagen die ganze Welt finanziert. Allen voran die Holocaust-Industrie, dann die" ausländischen Mitbürger", die Hollywood-Schundfilmproduktionen, die EU, die Siegermächte, Amerikas Kriegspolitik, Israels Vernichtungspolitik und neuerdings die Wall-Street mit den sogenannten Rettungsschirmen für Banken und Länder.
Für diese Ausgabenposten mussten die Nachkriegsdeutschen schuften und nebenbei das von den "Befreiern" dem Erdboden gleichgemachte Land wieder aufbauen, damit bis heute etwa 40 Millionen Ausländer aufgenommen und mit viel Geld bei Laune gehalten werden können. Die Aufbauarbeit konnte man den Ausländern nicht zumuten. Die Trümmerfrauen sorgten dafür, dass sich die lieben Asylanten und Migranten ins gemachte Nest setzen konnten.
Die Folgen für diese Weltbeglückung liegen in der nie mehr zu bewältigenden Verschuldung der Bundesrepublik und in der bevorstehenden Hyperinflation – ein Leib Brot für eine Trillion Euro. Merkel, Steinbrück, Schäuble, Trittin, Seehofer, Rösler haben der BRD schon jetzt eine Schuldenlast aufgebrummt, die das Volk existentiell vernichten wird.
Kein Wunder, denn große Teile des im Bundestag sitzenden Menschenmaterials protzen mit dem Bildungsstand von Hilfsschülern (Hilfsschüler waren früher jene, die den Lehrstoff der Grundschule nicht schafften). Diese Pisa-Abgeordneten sind spezialisiert auf drei Dinge: Abzocken für sich selbst, antideutsche Lobbys bedienen und fehlerfrei aussprechen können: "Wir haben sechs Millionen Juden umgebracht".
Die Pisa-Abgeordneten wissen weder wie hoch die Verschuldung des Landes ist, das sie repräsentieren, noch kennen sie den Unterschied zwischen Millionen, Milliarden und Billionen. Und sie wissen nicht, wenn sie über sogenannte Euro-Rettungsschirme abstimmen, um was es eigentlich geht. Sie nicken einfach ab, was Merkel und Konsorten ihnen vorlegen – bis auf wenige Ausnahmen. Als über den ESFS-Tribut-Transfer am 29. September 2011 abgestimmt wurde, beschimpfte Merkels Adlatus, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla im Vorfeld seinen Kollegen Wolfgang Bosbach (CDU), weil dieser aus Gewissensgründen sein NEIN zum ESFS-Tribut zum Ausdruck brachte. Pofalla keifte dann in einer gemeinsamen Sitzung Bosbach an: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen." Als dieser erwiderte, dass er gemäß Grundgesetz seinem Gewissen folgen darf, schrie Pofalla erneut: "Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe." Merkel gefiel es, sie grinste und schwieg dazu.
Also, das von diesen Kriminellen immer wieder bemühte Grundgesetz, das sogenannte heilige Buch der BRD-Lobbydemokratie, ist ihnen in Wirklichkeit nicht mehr wert als ein Haufen Scheiße.
Ägypten hatte seinen "arabischen Frühling", das Volk wurde hierzulande als Helden der Demokratie gefeiert - doch die Entwicklungen nach dem Sturz des relativ westlichen Diktators Mubarak künden von einer viel tiefgreifenden Form des Terrors. Bereits jetzt sehen sich die ägyptischen Christen mit einer Feindseligkeit und religiösen Verfolgung konfrontiert, die in Europa bereits als unvorstellbar gilt: So bei brach einer koptischen Demonstration, bei der sich zehntausende Kopten gegen den zunehmenden Islamismus aussprachen, bisher unvergleichbare Gewalt aus - Augenzeugen berichteten nicht nur von Zivilisten, die die Christen mit Steinen und Schüssen attackierten, sondern auch vom Militär, das laut Berichten mit Panzern in die Menge raste. 22 Christen verloren an diesem Tag ihr Leben.
Was sind diese „Cascading Defaults“? Eine Bank geht pleite und reißt über ausfallende Kredite an sie oder Derivate andereBanken um. Dann kommt noch die absolute Kapitalflucht aus allen Banken und der Währung der betroffenen Region. Im Fall der Eurozone führt das zum Welt-Finanzkollaps.
Der Euro ist unrettbar verloren: Mit diesen ganzen „Rettungsschirmen“ hat die Politik nur die eigenen Wähler gegen sich aufgebracht. Ein noch größerer Schirm jagt den nächsten. Inzwischen versucht man Hebelkonstrukte, um auch noch Italien
und Spanien auffangen zu können. Aber das reicht laut Think Tanks auch nicht mehr aus, eine Summe von 4000 Mrd. Euro wäre erforderlich. Wer soll das bezahlen oder dafür haften, unsere Politikaster?
Betrachtet man sich den Blätterwald der letzten Wochen, dann fällt einem die zunehmend widerwärtige Europropaganda auf. Der Tenor ist bekannt: Scheitert das Europrojekt, drohen Zerfall
und Chaos, wenn nicht schlimmeres. Es wird vergessen, dass es OHNE Euro vorher gut lief und man MIT Euro jetzt diese Malaise bekommen hat. Ursache und Wirkung werden verdreht.
Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien: "Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozeß Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern läßt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell."
Die alten Elite wurden verdrängt, nun kann die herrschende Ochlokratie so richtig zeigen, was sie alles noch viel schlimmer machen kann. Und sie tut es!
Was manche Experten für die nächste Zeit, das heißt innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre voraussehen, könnte die große Depression der dreißiger Jahre noch übertreffen. Mit massiver Geldentwertung, Bürgerkriegen rund um den Globus, organisierten Banden Verzweifelter und zu jeder Gewalttat entschlossenen Bürgern, z. B., sei es nur um in den Besitz einer Lebensmittelration zu kommen, müsse gerechnet werden, meinen einige.
Man werde auf anarchische Zustände zusteuern, denen die Regierungen nur mehr mit der Ausrufung des Kriegsrechts begegnen werden können, wohl auch um frustrierten, hungernden Bürgern einigermaßen Ordnung und Sicherheit zu garantieren, heißt es. Nahrungsmittel- und Wasserrationierungen werden weit verbreitet sein und Energiepreise in schwindelnde Höhen steigen. So die schlimmsten Befürchtungen.
Martin Armstrong, Gründer von Princeton Economics, meint hinischtlich Europas, daß die Politiker nur an der Einführung des Euro interessiert waren und jetzt so lange wie möglich daran festhalten wollen. Spekulant George Soros beklagt zudem, daß die EU-Politiker die Kontrolle über die aktuelle Lage verloren hätten. Für Attila Szalay Berzeviczy von der UniCredit (Italien) bleibt nur mehr die Frage offen, wie lange Brüssel und die EZB Griechenland noch stützen können. Nur mehr einige Wochen meint etwa Carl Weinberg von High Frequency Economics.
Kein Politiker in den betroffenen Ländern möge sagen, er habe dies nicht ahnen können. Über Jahrzehnte haben die Verantwortlichen durch eine falsche und fahrlässige Politik ihre Länder in eine Ecke manövriert, aus der nur mehr schwer herauszukommen ist. Was Politiker und Währungshüter jetzt tun, kommt dem Versuch gleich, mit einer Gießkanne ein brennendes Haus zu löschen. Wer versucht, Schulden mit neuen Schulden (Krediten) zu bekämpfen, steht auf verlorenem Posten.
Die Europäer dürften sich ein Vorbild nehmen: Seit Tagen halten Demonstranten die Wall Street in Atem. Sie blockieren die Straßen und protestieren gegen die Macht der Banken und gegen die Kluft zwischen Arm und Reich. Hunderte werden festgenommen. Auch in Los Angeles, Albuquerque und New Mexico gab es Anti-Wall-Street-Proteste. Derweil verschanzt sich die Finanz-"Elite" sich hinter den Absperrungen und macht sich damit selbst das Leben schwer. Eine revolutionäre Situation könnte sich nähern. Ein Wunder wäre sie nicht.
Die weltweite Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Insbesondere die Situation Griechenlands droht Europa und den Euro - imgrunde unnötiger Weise - in den Abgrund zu reißen. Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg, son-dern führten ganz im Gegenteil dazu, die Krise zu prolongieren. Der Euro-Rettungsschirm EFSF verfügte über einen Haftungsrahmen von 440 Milliarden Euro. Auf Österreich entfielen 12,24 Milliarden Euro. Nunmehr soll der Haftungsrahmen auf 779 beziehungsweise 726 Milliarden Euro erhöht werden. Österreich übernimmt damit Haftungen in der Höhe von 21,64 Milliarden Euro.
Mit einer Fülle von Rettungspaketen wurden Billionen in den Wirtschaftskreislauf gesteckt. Die in der Bankenkrise auf Kosten der Bürger notverstaatlichten großen Banken – die trotzdem Milliardenboni auszahlten – werden jetzt wieder privatisiert und schütten Milliardengewinne an die wenigen Kapitaleigner aus. Und eben jene Staatsanleihen, die ausgegeben wurden, um die maroden Banken zu retten, werden nun von den Ratingagenturen als „Schrott“ eingestuft. Von den Milliarden und Abermilliarden die zur Stopfung der Finanzlöcher in der Schuldenkrise locker gemacht werden, hat die Bevölkerung im betroffenen Land rein gar nichts. Dafür aber wird die Finanzkraft der wirtschaftlich gesunden Staaten aufs Spiel gesetzt.
Auf europäischer Ebene wurde überdies festgelegt, einen zusätzlichen und dauerhaften Euro-Rettungsschirm unter dem Namen „Europäischer Stabilitätsmechanismus“ (ESM) einzurichten. Dazu hat man unter dem Titel „Pakt für den Euro“ eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die den Euro angeblich stabilisieren sollen. Der neue Stabilitätsmechanismus (ESM) soll ab 2013 eingerichtet werden und mit einer Kapitalbasis von 700 Milliarden Euro ausgestattet sein. Das Grundkapital soll 80 Milliarden Euro betragen, weitere 620 Milliarden Euro sollen an Garantien dazu kommen. Österreich wird 2,2 Milliarden Euro zum Grundkapital und 17,3 Milliarden Euro an Garantien beisteuern.
Angesichts der bisherigen – wenig erfolgreichen – Bilanz der Sanierungsmaßnahmen muss bezweifelt werden, dass der aufgestockte EFSF und der ESM nachhaltige Wirkungen entfalten werden. Die europäische Finanzpolitik hat sich seit 2009 völlig verselbstständigt und Entscheidungen fallen nur mehr bei Krisensitzungen und Telefonkonferenzen. Die Bevölkerung wird in die Meinungsbildung überhaupt nicht mehr eingebunden.
Was uns jetzt aus den Kopf fällt, ist der Geburtsfehler des Euro: Der Vertrag von Maastricht von 1992 markiert mit der Gründung der EU eine wesentliche Zäsur in der historischen Entwicklung der europäischen Integration. Während bis dahin die wirtschaftliche Komponente im Vordergrund stand – die vormaligen Bezeichnungen "Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl" oder "Europäische Wirtschaftsgemeinschaft" brachten dies klar zum Ausdruck – steht das Kürzel EU für die Schaffung einer politischen Union. So definiert sich der Maastricht-Vertrag selbst als „eine neue Stufe bei der Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas“. Sämtliche Politikbereiche, von der Innen- über die Sicherheitspolitik, von der Außen- bis zur Währungspolitik wurden ab diesem Zeitpunkt zur EU-Zuständigkeit erklärt. Die gemeinsame Währung Euro war vielmehr ein politischer Wunsch, als eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist jedoch in der Realität nicht jeder politische Wunsch umsetzbar.
Der Euro ist das beste Beispiel dafür. Er musste scheitern, da die einzelnen Volkswirtschaften der Mitgliedsländer viel zu unterschiedlich waren bzw. es immer noch sind. Den positiven Handelsbilanzen im Norden stehen starke Handelsbilanzdefizite der südlichen Euro-Staaten gegen-über, die zu Spannungen innerhalb des Euro-Raums führen. Eine gemeinsame Politik etwa durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist für den Gesamtraum daher schlicht unmöglich. (Andreas Mölzer, MdEP)
Zuerst ruinieren die USA die Weltwirtschaft, nun versuchen sie die EUropäer mit ihren eigenen "Sanierungen" und "Rettungen" noch zu übertreffen.
Den windigen Levantinern wäre es nie gelungen, die EU an der Nase herumzuführen, wenn ihnen nicht internationale Interessen des Establishment die Stange gehalten hätten.
Selbst Jean-Claude Trichet sagte öffentlich, dass das Vertrauen in
die Banken und viele Staaten verloren gegangen ist. Das Großkapital flüchtet schon aus Banken, die zu viele PIIGS-Staatsanleihen halten. Das ist normalerweise das Ende.
Anstatt dass der Systemkollaps schon jetzt gekommen wäre, kommt er eben einige Wochen, spätestens einige Monate später, denn die reale Situation hat sich nicht geändert. Solange müssen Obama, Geithner, Merkel, Schäuble, Sarkozy, Faymann etc. noch nicht den Aufstand der betrogenen Sparer fürchten.
Nach kleinen Staaten wie Griechenland und Irland droht jetzt der größten Volkswirtschaft des Euroraumes der Verlust ihrer Bonität. Die Ausweitung des Rettungsschirmes wird nicht folgenlos bleiben. Nun droht sogar der Bundesrepublik der Verlust ihrer Bonität. Der Experte und Rater bei Standard & Poor’s, David Beers, warnte die Bundesregierung vor diesem gewagten Schritt. „Im Augenblick lasten Garantien in Höhe von acht Prozent der Wirtschaftsleistung auf Deutschland. Aber wenn noch mehr Garantien draufgesattelt werden, dann werden irgendwann auch die breitesten Schultern schwach", warnt der Ökonom und Banker Carsten Brzeski.
Die Folgen einer Abstufung der deutschen Bonität für den Euroraum wären nicht vorherzusehen. Die Gemeinschaftswährung würde auf den Märkten unter erheblichen Druck kommen und Vertrauen einbüßen. Die Refinanzierungskosten der Bundesrepublik würden rapide ansteigen. Auch Effekte auf die Zinsaufschläge anderer Mitgliedsländer der Gemeinschaftswährung wären sehr wahrscheinlich. Namhafte Ökonomen haben vor den möglicherweise schädlichen Folgen der Haftungen und Hilfszahlungen für den Euro und den europäischen Wirtschaftsraum gewarnt. Durch milliardenschwere Transfers wurde gegen deren Rat ein schwer zu durchblickendes Dominosystem aufgebaut.
Die Situation ist verfahren: Der US-amerikanische Finanzminister Timothy Geithner und die chinesische Regierung drängen die EU darauf, den EFSF auszuweiten. Mit Ausnahme der Slowakei wurde diese Aufstockung schon in allen Euro-Staaten ratifiziert. Doch während die Politik sich gegenseitig mit Zahlungen stützt, reagieren die Finanzmärkte darauf skeptisch. Es wird sich zeigen, wessen Gewicht schwerer wiegt – jenes der Ratingagenturen oder jenes der Politik. Allerdings ist das Primat der Politik über die Wirtschaft schon längere Zeit Geschichte. Es ist nun einmal furchtbar (!) schön, Super-EUROpäer zu spielen!
Prof. Hankel: "Ich zweifle und verzweifle an den volkswirtschaftlichen Grundkenntnissen unserer Euro-Retter."
Die Börsen reagieren auf schlechte Nachrichten unberechenbar. In jüngster Zeit stammen Hiobsbotschaften meist von Ratingagenturen. Unbarmherzig bewerten Analysten die Bonität und damit die Natürlich NÜTZEN die Ostküstenhaie JEDWEDE CHANCE, woimmer auf der Welt PROFIT zu schöpfen.
IN GOLDMAN SACHS WE TRUST war das Motto vor der Superkrise 1929. Der Secretary of Commerce Poulsen war vormals CEO von Goldman Sachs UND DAHER der unmittelbare heisse Konkurrent von Lehman Bros. Und daher ist es auch naheliegend, daß er Letztere in die Pleite gehen ließ, ohne wohl nur im entferntesten zu ahnen, was er damit auslöste.
So ist die Lage. ÜBRIGENS gehört die DEUTSCHE BANK schon lange NICHT MEHR den DEUTSCHEN, sondern mit weit über 80 % den internationalen FUNDS. Daher MUSS sie geradezu das Spiel VOLL MITMACHEN, detto die GROSSEN SCHWEIZER BANKHÄUSER, mit bekanntlich unterschiedlichen Erfolg. Sorry
Qualität von Staatsanleihen - objektiv und fundiert, oder sind die Agenturen lediglich der verlängerte Arm der US-amerikanischen Finanzpolitik? Ihre Verflechtungen mit Investoren und der Bankenwelt sind evident. Das erforderliche Maß an Objektivität scheint dadurch in einigen Fällen gefährdet.
Europas Polit-"Eliten" wissen sich nicht mehr zu helfen. Trotz aller Bemühungen, den Euro zu retten, waren die Analysten der drei großen Ratingagenturen nicht gnädig zu stimmen. Weder der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) noch der Rettungsschirm schienen die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor‘s oder Fitch zu beeindrucken. Mit Italien wurde zum ersten Mal eine der bedeutendsten Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit herabgesetzt.
Monsanto ist der weltweit größte Hersteller genmanipulierten Saatgutes. Durch Änderung des Erbgutes sollen die Pflanzen nach Angaben des Herstellers selbsttätig Giftstoffe produzieren, welche den Einsatz von herkömmlichen Pestiziden obsolet machen und hohe Ernteerträge sichern. Mit vehementem Druck sorgt Monsanto weltweit für die Zulassung seiner Produkte. Zuletzt wurde das französische Genmaisverbot nach einer Monsanto-Klage durch den "Europäischen" Gerichtshof gekippt.
Ungeachtet aller Unbedenklichkeitserklärungen der beamteten Prüfer und Politiker stellt sich immer mehr heraus, dass genetisch veränderte Pflanzen sowohl ökonomisch als auch ökologisch enorme Schäden anrichten können. So berichtet die Nachrichtenagentur Novopress über den famosen Monsanto-Mais: Im Jahr 2003 brachte der Konzern eine Maissorte auf den Markt, die gegen die Hauptschädlingsart, den Chrysomeles-Käfer, immun sein sollte. Im Jahr 2009 brachten in den USA bereits 45 Prozent aller Bauern diese Maissorte zum Einsatz. Laut einer Studie der Universität Iowa, haben diese Schädlinge aber innerhalb von nur 6 Jahren eine Resistenz gegenüber den Toxinen der Pflanze entwickelt. Um ihre Ernte zu retten, sind die Bauern nun gezwungen, trotz des Anbaus der kostspieligen High-Tech Pflanzen zusätzlich hochgiftige Pestizide einzusetzen. Ein schlagendes Doppel!
1 Dollar 1913 = 83,91 heutige Dollar - 1 Goldmark 1913 = 14,84 Euro.
Geld gehört unter die Matratze und nicht auf eine marode Bank. Denn Geld besteht aus kleinen runden Scheiben, aus Gold und Silber. Papier hingegen verrottet und wird von Mäusen zerfressen.
Aktien-Gedicht aus dem Jahr 1929:
An der Börse hat’s gekracht
Da hab ich aus den Aktien meinen Kindern Drachen gemacht.
Ich zog mit ihnen zu Felde wo sanft die Lüfte wehen:
Dort konnt´ ich meine Aktien noch einmal steigen sehen.
Wie genial, unbestechlich und unbürokratisch einfach war in manchen Dingen doch das gute alte System des klassischen Goldstandards, das via Bretton Woods immerhin im Außenhandel noch bis 1971 konserviert worden war. Und wie schwierig ist dagegen die hohe Kunst der Makroklempnerei Makrosteuerung im Außen- bzw. EU-Binnenhandel anno 2011. Heute bedarf es einer EU-Kommission mit Zehntausenden von Zuarbeitern, Lobbyisten und internationalistischen Beratern sowie eines EU-Parlaments mit fast 1000 MdEUPs und ebenfalls zehntausendköpfigem Wasserkopf, um im Außenhandel etwas Stabilität hereinzubekommen und so einfach Dinge wie ausufernde Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite in den Griff zu bekommen.
Über lange Strecken des 19. und 20. Jahrhunderts bis eben zum 15. August 1971 stellten Verschiebungen der Staatsgold-Vorräte unter
ungleichen Handelspartnern immer sehr schnell wieder die heute im Euro-Raum oder auch zwischen zB. China und den USA scheinbar so unendlich schwer herzustellende Stabilität her! Niemand konnte
lange über seine Verhältnisse leben, keine administratven Wasserköpfe mussten sich sinnlose Gedanken zur Verzögerung des Unvermeidlichen machen, keine großen Geithner-Brüder gar noch den
weisen Rat der Weltregierung persönlich nach Brüssel tragen: Wie durch ein dauerhaftes Wunder blieben die Leistungsbilanzsalden selbst zwischen ökonomisch unterschiedlichsten Ländern immer nahe
Null, was heutzutage selbst bei so einfacher Kontenführung wie zB. den EZB-Transferkonten namens Target2 nicht mehr gelingen will.
Mit dem ganzen Rattenschwanz an Folgeproblemen eines unnatürlichen Eingriffs in sonst marktwirtschaftlich ablaufende Vorgänge, der dann in EUlitärer Denke wiederum nur durch weitere
planwirtschaftliche Eingriffe entschärft werden kann. Das ist das, was als Teufelskreis der sozialistischen Makroklempnerei die Gesetze der Synergetik völlig außer Acht lässt. Endpunkt solcher Regelungswut ist immer die totale Demotivierung aller Leistungsträger, so dass ein planwirtschaftliches System im Endstadium nur noch Mangel verwalten kann, weil niemand ohne
persönliche Gewinnaussicht mehr etwas produzieren will. So ein System muss letztlich sogar Leistungsnormen einführen und deren Erfüllung erzwingen, damit überhaupt noch jemand arbeitet.
Der liberale britische Soziologe Colin Crouch zur Ideengeschichte des Neoliberalismus: "Nach der Chicagoer Deregulierungslehre wurde der Wettbewerb nicht mehr als Prozess betrachtet, der eine Vielfalt konkurrierender Anbieter, nahezu perfekte Märkte und reichhaltige Wahlfreiheit für die Konsumenten garantiert. Vielmehr sollten Gesetzgeber und Ökonomen ihn ergebnisorientiert betrachten: An die Stelle der liberalen Idee der Wahlfreiheit des Konsumenten trat damit die paternalistische Sorge um seinen Wohlstand, der zufolge er vor allem von sinkenden Preisen profitiere, die natürlich eher von Großkonzernen als von kleineren und mittleren Unternehmen gewährleistet werden können."
Dieser grundlegende Wandel sei in der Öffentlichkeit allerdings bis heute kaum bemerkt worden. Vielmehr haben gerade die neoliberalen Theoretiker, die immer für eine strikte Trennung von Staat und Privatwirtschaft optiert haben, zu einer verstärkten Verflechtung beider Bereiche beigetragen. Nur große Konzerne, schreibt Crouch, seien mächtig genug, um auf den Staat nachhaltig Einfluss zu nehmen und sich - das ist ihm besonders wichtig
- mit ihm gegen den Markt zu verbünden.
Weil ein solches Bündnis zwischen Konzern und Staat nach Crouch
auch leicht zu einem Bündnis gegen die pluralistische Demokratie
werden kann, ist eben das System, welches die Finanzkrise zuließ bzw. verursachte, in der Folge nicht nur nicht untergegangen, sondern wurde gefestigter denn je zuvor.
An den amerikanischen Glass-Steagall-Act des Jahres 1931 sei erinnert: Präsident Roosevelt reagierte damit auf den Börsenkrach am berühmten Schwarzen Freitag. Ein Drittel des US-amerikanischen Bankensystems schlitterte in Konkurs. Um die Folgen zukünftiger Krisen für die Realwirtschaft und den Sparer abzufedern und die Märkte zu stabilisieren, verfügte das Gesetz ein Bankentrennsystem. Institute durften sich entweder dem Einlagengeschäft oder spekulativen Investments widmen. Beide Geschäftsfelder abzudecken, war verboten. Natürlich wurde dieses Gesetz im Interesse der neoliberalen Großspekulaten beseitigt. Es wird Zeit, sich auch in Euroa daran zu erinnern. Großbritannien beginnt als erstes Land und will seine Einheitsbanken wieder aufgliedern. Spekulatives Investment soll strikt vom Einlagengeschäft getrennt werden. Geschäftsbanken sollen über Eigenkapital in Höhe von 20 Prozent ihrer Bilanzsumme verfügen. Damit wären die Spareinlagen britischer Bürger abgesichert, und die Rolle der City of London als bedeutendstes Finanzzentrum Europas wird aller Voraussicht nach bestehen bleiben.
Sobald die Cross-Defaults unter den Banken beginnen und diese schließen müssen, werden überall Währungsreformen erforderlich,
bei denen die Sparer ihren „Haircut“ bekommen, also den Großteil der Geldvermögen verlieren. Eine neue Währung mit neuen Geldscheinen wird erforderlich. Die selben Politiker, die heute noch die Euro-Rettung als „alternativlos“ darstellen, werden dann alle Schuld auf den Euro schieben, um selbst möglichst heil davonzukommen – wie sie hoffen.
Vermutlich wird man die Sparerschafe damit betrügen, indem man
einen Teil der Euros, etwa bis EUR 3:000 1:1 in die neue Währung umstellt und den Rest auf ein Sperrkonto gibt. Die endgültige
Schur erfolgt dann später, indem man die Gelder auf den Sperrkonnten verfallen lässt. So hat man es in Österreich zwischen 1945 und 1947 gemacht. Die Wut der Sparer wird enorm
sein. Retten kann sich nur, wer aus dem Geldsystem aussteigt und etwa in Immobilien, Gold und Silber geht.
Der erste Erfolgsgrundsatz beim Zustandebringen von Regierungsanleihen beruht in der "Erzeugung von Bedarf", was bedeutet, daß man sich an der Schaffung von Finanz-paniken, an Wirtschaftskrisen, Hungersnöten, Kriegen und Revolutionen beteiligt. Der Reichtum der Großkapitalisten beruht aus dem Bankrott der Nationen. Sie machen ihr Geld bei den großen Zusammenbrüchen und den großen Kriegen der Geschichte, in eben genau den Zeiten, wenn andere ihr Geld verlieren.
Der Pfad, der mit dem Euro-Experiment eingeschlagen wurde, und all seine „Randerscheinungen“ beginnen, gravierende Auswirkungen
auf Wirtschaft, Gesellschaft und jeden einzelnen Bürger zu entfalten. Ohne „Goldfessel“ mit der Aufgabe der Einlösepflicht von US-Dollars in Gold im August 1971 war der zügellosen Verschuldung überhaupt keine Grenze mehr gesetzt. Ein beispielloses Experiment der Turbo-Umverteilung begann damals. Das Nicht-Verstehen des fraktionalen Banksystems ließ die wundersame Wohlstandsmehrung durch Kredit und damit Asset-Blasen zur Gewohnheit werden.
Die Entmündigung fiel im materiellen Überfluss leichter und die Spiegelfechterei der Blockparteien wahrte zumindest den Anschein von Demokratie. Im Zuge der Euro-Krise pfeifen die vorgeblichen
Demokraten jetzt auf das Wohl des Volkes, sie vertreten ausschließlich ihre eigenen Interessen. Was im „Grundgesetz“ steht, spielt plötzlich keine Rolle mehr, selbst europäische Verträge, die regelmäßig undemokratisch zustande kamen, werden noch gebrochen. Die Staaten (es wird ein weltweites Phänomen sein) werden sich über ihre Notenbanken finanzieren, so wie zu Kriegszeiten. Staatliche Transferempfänger erhalten real immer weniger, die Sparguthaben werden vernichtet.
Es bedarf einiger grundlegender Maßregeln
1. Das Fiat-Papiergeldsystem muss als Wurzel des Übels erkannt
und beseitigt werden.
2. Auch die Geldschöpfung der Privatbanken muß unterbunden bzw. auf einen Anteil ihrer Einlagen beschränkt werden.
3. Der Staat ist auf seine grundlegenden Aufgaben zurück zu schneiden und Kompetenzübertragungen an Dritte finden
nicht statt.
4. Oberster Souverän ist das Volk, der Bürger. Alle Macht geht
von ihm aus. Von ihm gewählte Vertreter haben seinem Willen zu entsprechen und falls nicht, werden sie umgehend zur Rechenschaft
gezogen. Die Hürden für Volksentscheide werden dazu niedrig angesetzt.
5. Presse, Forschung und Wissenschaft sind frei.
Wird das umgesetzt, dann erledigt sich fast sämtlicher Wahnsinn, der uns heutzutage auf allen Ebenen des täglichen Lebens begegnet, wie von selbst.
Die Brüsseler Politik hat sich das Ziel gesetzt, um jeden Preis den Euro in seiner derzeitigen Form aufrecht zu erhalten. Dieses Ziel kostet Geld. Überschuldete Länder wie Griechenland, Portugal und Irland müssen mit Liquidität versorgt werden. Der Sektor der herzensgut spekulierenden Investitionsbanken muss stabil bleiben. Schon partielle Ausfälle von Staatsanleihen könnten das Bankengefüge gefährden. Also wird weiteres Luftgeld erzeugt, trallala!
Auch Brüssel benötigt immer weitere Milliarden, um die Eurozone in ihrer derzeitigen Gestalt aufrechterhalten zu können. Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, kritisiert jetzt die gewählten Regierungen für ihre - aus seiner Sicht - mangelhafte Zahlungsbereitschaft. Soll er doch mit seinem eigenen Tiritara aushelfen!
Nach der Krise ist tatsächlich vor der Krise. Was hat sich von 2008 bis 2011 gebessert? Außer Sprüchen und Zuschuss von weiterem fiat money nichts, jedenfalls nichts Gutes! Das System und viele Staaten sind lädiert, da Ursachen wie Symptomatik dieselben blieben.
Im schlesischen Breslau, heute Polen, trafen sich die Euro-Finanzminister und Notenbankchefs, um über die Schulden- und Bankenkrise in Europa zu beraten. Die Ergebnisse der wertvollen Zusammenkünfte waren trotz amerikanischer Ermunterungen jedoch dürftig: Es wird regelmäßig noch mehr Probleme als vorher geben.
Es ist eigentlich ungeheuerlich. Zuerst lösen die USA eine Weltwirtschaftskrise aus und dann wollen sie noch Anweisungen geben, wie man aus ihr herauskommt. Nun laden die EUropäer noch den US-Finanzminister Geithner zu ihren Sitzungen ein und sind auch selber mächtig stolz darauf, wenn er als Spezial-Guru wirklich kommt und ihnen Ezzes gibt.
Christine Lagarde und Timothy Geithner hatten wenig Hemmungen. Sie forderten mehr oder weniger offen, die EZB zur Badbank Europas umzufunktionieren: "Der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatten vor dem Gipfeltreffen gefordert, dass die stärksten Länder des Euroraums mehr für die Konjunktur tun sollten." (FAZ.de, 10.09.2011)
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ/BIS) ist satzungsgemäß ein Forum der internationalen Zusammenarbeit in Geld- und Finanzfragen, fungiert als Mutter aller Zentralbanken und verfügt somit über eine unvorstellbare Macht, wobei sie die Methoden zu deren Erhaltung niemals offen legt. Regelmässig treffen sich in Basel die Vertreter der globalen Notenbanken und des weltweiten Finanzwesens zu ihren Meetings in abhörsicheren Räumlichkeiten. Die daraus resultierenden Massnahmen und Ergebnisse sind geheim – man vermutet bei der BIZ deshalb auch zu recht zahlreiche, ominöse Geschäfte. Die BIZ wurde 1930 für einen beschränkten Zeitraum gegründet um die Reprationszahlungen Deutschlands aus dem Krieg abzuwickeln, jedoch beibehalten und ist heute mächtiger denn je. Die BIZ verwaltet heute die Währungsreserven sämtlicher Zentral- und Notenbanken und ist formal eine schweizerische Aktiengesellschaft handelt, doch gilt die BIZ nach dem Haager Vertrag als eine internationale Organisation und ist damit dem Völkerrecht unterworfen.
Die BIZ steht mitten in der Stadt Basel auf sog. exterritorialem Boden und bietet den Schweizer Behörden dadurch keinerlei Zugriffsmöglichkeit. Weder untersteht die BIZ EU-Recht, noch wird sie von sonstigen, demokratischen Strukturen in die Pflicht genommen – ist also ebenfalls gegen Strafverfolgung immun. Der TAGESSPIEGEL schreibt am 5.9.2011 hierzu ziemlich ernüchternd: „Die Organisation erzielt Milliardengewinne. Aber sie zahlt keine Steuern. Ihre Manager handeln mit Wertpapieren und Gold über alle Grenzen hinweg. Aber kein Gericht kann sie belangen und keine Regierung ihre Geschäfte kontrollieren. Und wer ihre Zentrale gleich neben dem Bahnhof von Basel aufsucht, der betritt exterritoriales Gebiet. Die Schweizer Polizei hat hier nichts zu sagen.“
Motto der Isländer: „Wir, das isländische Volk, haben keine Schulden gemacht – und wir zahlen auch keine fremden Schulden zurück!“ Tatsächlich hatten ja die britische und die niederländische Regierung – jeweils kurz vor Wahlen – ihren eigenen Spekulanten, darunter auch Kleinanlegern, die Verluste aus dem isländischen Bankenzusammenbruch ersetzt und wollten anschließend das Geld vom isländischen Volk zurück.
Die Isländer weigerten sich per Volksabstimmung, den internationalen Interessen des Finanzsektors nachzugeben, und hatten den Mut, ihre Unabhängigkeit mit aller Deutlichkeit auszudrücken - was zu einer Befreiung des Staates aus den Klauen des Schuldensystems führte. Die Isländer konnten nicht davon überzeugt werden, dass ein ganzes Volk für die Fehlinvestitionen des Finanzmonopols zu bluten hatte - selbst die Führungsriege stellte sich auf die Seite des Volkes: Das Staatsoberhaupt Olafur Ragnar Grimsson weigerte sich, das Gesetz zu ratifizieren, das Islands Bürger für die Schulden der Banker haftbar machen würde. Dass diese Entwicklung in den Medien hierzulande völlig unterdrückt und vernachlässigt wurde, ist bezeichnend - und gut verständlich angesichts der Angst, die viele europäische Politiker vor den Entscheidungen der eigenen Bürger haben.
Es gibt von Natur aus keinen natürlichen und keinen anthropogenen Treibhauseffekt. Die Erde ist nicht als „Treibhaus“ konzipiert. Der „nackte Affe“ musste sich Kleider schaffen und Häuser bauen, um auf Erden überleben zu können. Für die Pflanzen hat er gläserne Häuser, Gewächshäuser erfunden, um im Frühjahr junge Pflanzen vor Spätfrösten zu schützen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kamen beheizbare „Palmengärten“ hinzu, um im kühlen Europa mit Orchideen und Palmen ein Gefühl von Tropenwärme künstlich zu erzeugen.
An der Wende zum 16. Jahrhundert zog der Dominikanermönch Johann Tetzel durch die deutschen Lande. Er verkaufte Ablaß. Man konnte sich mit Geld von den Sündenstrafen freikaufen, bekam dafür einen Ablaßzettel und die Versicherung, daß man damit gleich in den Himmel fahren könne, wenn es einmal so weit sein sollte.
Auch heute ziehen die Tetzels wieder durch die Lande. Sie verkaufen Ablaßzettel. Der Schwindel heißt aber heute nicht mehr Hölle und Fegefeuer. Er heißt Klimawandel - der frechste Betrug seit Tetzel. Damals hat man an die Hölle und an das Fegefeuer glauben müssen. Tat man das nicht, lief man Gefahr, als Ketzer auf dem Scheiterhaufen zu landen.
Das hat heute Parallelen. Der Klimaschwindel ist zum modernen Glaubenssatz erhoben worden. Jedermann hat daran zu glauben, sonst geht es ihm schlecht. Die Kanzel der Prediger sind heute die Medien geworden und die sogenannten Wissenschaftler haben für alles eine Erklärung. Prüfen kann man das nicht, man muß daran glauben. Und alle glauben daran. In die Kassen der Ablaßprediger fließen Milliarden. Bis ein neuer Matin Luther kommen wird.
Die konservativ-liberale Koalition will den Londoner Bankensektor zu radikalen Änderungen zwingen: Die Großbanken müssen systemrelevante Bereiche wie das Privatkundengeschaäft und Firmenkredite durch einen Firewall vom riskanten Investmentbanking schätzen. Die Notwendigkeit ist schon längst bekannt. Warum hat man so lange gezögert? Aber immerhin - nur Kontinentaleuropa hinkt amerikahörig nach. Einige Ostküsten-Haie müssen noch rasch Reibach machen!
Der Wirtschaftsjournalist der FAZ, Holger Steltzner, befürchtet folgende Entwicklung der Euro-Zone: Von der Währungsunion über die Transferunion und Haftungsunion zur Inflationsunion.
Um 2001 sagte ein kompetenter Euroskeptiker: „Maastricht ist Versailles ohne Krieg“ und Deutschland wird „Zahlmeister“ auf Lebenszeit. (Prof. Hankel, damals HeLaBa).
2011 stellt sich heraus, daß
· die USA mit 15 – 16 Bio $ verschuldet sind,
· die Euro-Staaten (zus.) mit 10 Bio und
· Deutschland allein mit über 2 Bio Euro verschuldet ist (Bundesbankbericht Juli 2011: 2,088 Bio).
Deutschland zahlt aus seinem Staatshaushalt (388 Mrd Euro) 60 Mrd für Zinsen, 8 Mrd (nto) für die EU und ca. 200 Mrd Euro für verschiedene „Rettungsschirme“. Wie soll das wohl von 2011 bis 2021 weitergehen?
Diese Transfer-Union zur Rettung des Euro und der EU würde die jährliche Zahllast Deutschlands und der Deutschen auf 75 Mrd Euro pro Jahr steigern (Max-Planck-Institut f. Steuerrecht und Öffentliche Finanzen).
Ein (seriöser) Wirtschafts-Historiker (H. Meiser) hat vorsichtig ermittelt, daß Deutschland seit 1918 (Versailles) 18 Bio Euro (!) freiwillig und unfreiwillig an Nicht-Deutsche gezahlt hat, ohne daß ein Ende abzusehen ist.
10 Bio Staatsschulden in Euro-Land belasten jeden Euro-Staatsbürger (330 Mio) mit 30.000 Euro.
1948 (nach Bretton Woods) wurde die Unze Gold (31.1 g) auf 35 US-Dollar festgesetzt. Heute (11.8.2011) kostet sie 1.760 $, also das 50-fache von 1948.
Die Transfer-Union transferiert die Staatsschulden auf die Schultern der EU-Bürger: Die privaten Einkommen und Vermögen werden sozialisiert – die Staatsschulden werden privatisiert.
Prof. Eberhard Hamer: "Längerfristige Ursache unserer derzeitigen Finanzkrise ist die Tatsache, dass die US-FED (Federal Reserve Bank) mit staatlichen Vollmachten (Geldhoheit) ausgestattet, aber doch Privatinstitut von 13 Eigentümerbanken ist, von denen die meisten den beiden weltführenden Hochfinanzgruppen zuzuordnen sind. Diese haben über ihr Instrument der FED praktisch die Möglichkeit, Geld zu schaffen (Geld zu drucken) und haben die Dollar-Menge in den letzten 35 Jahren vervierzigfacht, obwohl die Gütermenge sich nur vervierfacht hat.
Mit diesem selbstgeschaffenen Geld konnten sie die Rohstoffe der Welt aufkaufen (Öl, Metalle u.a.), die meisten Mehrheiten an den großen Kapitalgesellschaften erwerben, Monopole in ganzen Produktions-, Dienstleistungs- und vor allem Mediensektoren zusammenkaufen, mit dem eigenen Geld und der Macht der US-Regierung die meisten Zentralbanken der westlichen Welt regieren – notfalls erpressen –, die Politik in den Satellitenländern lenken und Aufstände zur Beseitigung
widerspenstiger Regierungen durchführen lassen (Südafrika, Ukraine, Georgien, jetzt Nordafrika)."
Wechselreiterei: Die Wechsel wurden immer mehr, immer höher, immer weiter verbreitet, aber nie eingelöst. Vielleicht bekannt?
Als die grosse Finanzblase in den USA an ungedeckten Immobilienkrediten aufzureissen begann und die erste Bank (Lehman Brothers) daran 2008 zugrunde ging, hat der amtierende US-Finanzminister Paulson, der vorher 10 Jahre Chef der dubiosen Bank Goldman-Sachs war, seinen Bankster-Kollegen die Abschreibung der dubiosen Finanzpro-dukte dadurch erspart, dass er das größte US-Hilfspaket (700 Milliarden Dollar) zu Gunsten seiner Banken verkündete und damit die Bankenkrise in Staatsgarantie nahm, also zur Staatsfinanzkrise werden liess.
Die Reichensteuer im Klassenkampf: Österreich ist bekanntlich pleite, daher fordert die SPÖ eine Reichensteuer von den 80.000 Vermögenden mit über € 1 Million Privatvermögen. Sie soll zwischen 0,3% und 0,7% betragen und zwischen 300 Millionen und 2 Milliarden Euro im Jahr bringen. Ausgehend von den 80.000 über 1 Million Euro Besitzenden und inklusive einem Freibetrag von 80 Milliarden Euro bräuchte man, um auf 2 Milliarden Euro zu kommen, bei einem Steuersatz von 3% insgesamt Privatvermögen der Höhe von 740 Milliarden Euro und bei einem Steuersatz von 0,7% immerhin noch Privatvermögen der Höhe von 365 Milliarden Euro. Doch leider belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte 2009 zusammen nur auf 470 Milliarden Euro!
Dabei werden Erträge aus Vermögen bereits jetzt ganz normal versteuert, sodass Substanzsteuern an Enteignung grenzen. Dagegen steht, dass 44% der Einkommensbezieher von der Lohn- und Einkommensteuer überhaupt befreit sind, während die obersten 10% ganze 60% der Lohn- und Einkommensteuer zahlen. Die sozialistischen Klassenkampfparolen gründen also auf unrealistischen Zahlen und sind nichts als Populismus und Vorwahlkampf. Wenn aber Andere aufgrund besserer Berechnungen auch "populistisch" argumentieren, z.B. in der Immigrationsdebatte, dann ereifern sich aber dieselben Sozialisten ob solcher Unseriosität.
Österreich ist bereits ein extrem stark umverteilendes Hochsteuerland mit der vierthöchsten Steuer und Abgabenquote in der EU und über 50 Prozent Staatsquote. Die Sozialquote ist mit 30,8 Prozent ebenfalls extrem hoch. Dass das Schröpfen der Reichen die Budget-Not lindern würde, ist Unfug.
Franz Schellhorn in der "Presse": „Solange der Staat seinen Ausgabenrausch nicht unter Kontrolle bringt, hat kein Regierungschef das Recht, die Bürger mit neuen Steuervorschlägen zu belästigen.“
Der hochgepriesene so genannte Freie Markt, der in Afrika zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion sowie zu mehr Armut und Hunger (auch Bürgerkriege) geführt hat, in den Industrieländern Masseneinwanderung fördert und Arbeitsplätze wegrationalisiert, das Wirtschafts- Sozial- und Kulturleben weltweit bestimmt und der Umwelt den Garaus macht, dieser Freie Markt ist heute der große „Führer“ von ihm abhängigen „freien“ Menschen und Gesellschaften.
Wer sich ihm nicht unterwirft, wird vom Arbeitsmarkt wie von allen sozial und gesellschaftlich relevanten Bereichen wie ein veraltetes, nicht wettbewerbsfähiges Produkt ausgeschieden. Der Mensch hat also die Freiheit, sich zu unterwerfen. Dieser Freie Markt hat selbstverständlich seine eigenen Regeln und Gesetze, deren Auslegung sich mit dem Recht des Stärkeren begründen ließe. Im Konkreten also:
Staat und Politik haben nur mehr die Aufgabe die Entscheidungen, die von anderen getroffen werden, mit entsprechend marktfreundlichen Normen und Prinzipien zu versehen und den globalen Unternehmen das für sie gedeihlichste Umfeld zu schaffen. Die diesen Vorgaben und Fakten innewohnende Logik besagt, nicht die Schaffung von Arbeitsplätzen, Arbeit oder gar Bedürfnisbefriedigung für alle, sondern einzig und allein eine stete Umsatzsteigerung und die Auffindung neuer Profitmöglichkeiten ist das Ziel dieses Freien Marktes, dem sich längst auch die Europäische Union unterworfen hat.
Trotz der weiter andauernden Schrottanleihen-Käufe der EZB ist keine Beruhigung eingetreten. Bis jetzt hat die EZB schon für über 115 Mrd. € diesen Müll im Bestand, Tendenz weiter schnell wachsend. Dass das Rettungspaket (besser "Verschleppungspaket")
durch Rechtsbruch zustande kam, steht außer Zweifel. Die Linke, schon immer bestrebt, Deutschland zu schwächen, kann es gar nicht erwarten, Eurobonds einzuführen. Für SPD und Linke besser gestern als morgen. Viele dieser Scheindemokraten werden sich insgeheim die Diktatur herbeiwünschen. chtbar sein und kommt bald.Der Crash-Countdown läuft.
Die diversen Euro-Rettungen zerfallen derzeit politisch. So warnen etwa Europäische Bankenaufsicht und IWF bereits öffentlich vor einer Bankenkrise wie 2008. Damals konnte das System nur mit größter Mühe und enormen Bailout-Summen von Zentralbanken und Staaten gerettet werden. Heute sind die vielen Staatsanleihen von Pleitestaaten in den Bankportfolios die Hauptursache der Bankenkrise. Eine Bankenrettung wie 2008 wird daher 2011 nicht mehr möglich sein. Dann kommen Währungsreformen, die zur Folge haben, dass in der Eurozone neue, nationale Währungen eingeführt werden. Die Sparerschafe sind dann geschoren. Die Wut der betrogenen Sparer wird furchtbar sein.
Auch „Rettungsvehikel“ wie Eurobonds oder eine „Europäische
Wirtschaftsregierung“ kommen nicht weiter. Das Einzige, das derzeit den Euro noch rettet, sind die Marktmanipulationen
und die Urlaubszeit. So sind die Finanzmärkte derzeit nicht voll besetzt, das wird sich Anfang September wieder ändern. Der Euro-Zerfall kommt bald. Was fällt dann Schäuble und Co. dazu ein: Zentralismus und EU-Regierung! Mit welchen Leuten? Erraten, mit denselben, die jetzt schon versagen! Nicht die formellen Strukturen sind schuld, sondern die Personen, die selbst diese Strukturen schufen, sich auf an ihre Spitzen setzten und noch verstärkt weitermachen wollen.
Urs Schmidlin, Riehen/Schweiz: "Ich kann es nicht mehr hören, dass die Politik in Sachen Euro-Krise "hilflos" reagiere. Hier wird ganz gezielt eine Notstandssituation beschworen, um unter Umgehung sämtlicher demokratischer Regeln und der Verfassung die Souveränität des Landes an der Garderobe abzugeben. Hier putscht sich eine europäische Funktionärskaste an die Macht, etwas, was ihr ohne die sogenannte Euro-Rettung niemals gelingen würde."
Die geschichtlich einprogrammierten, fehlerhaften Vorgehensweisen bei der Gründung der Währungsunion entwickeln nunmehr eine zerstörerische und vor allem irreversible Eigendynamik, die bald das Grübeln über das Dilemma ersparen wird.
Die Tageszeitung El País meldete, dass Spanien Rechnungen von kleinen Betrieben im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro nicht bezahlt sind. Das seien jetzt schon fünf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts (PIB). Die 50 Milliarden Euro unbezahlter Rechnungen von spanischen Unternehmern gingen für fällig gestellte CDS-Wetten drauf, deren Bezahlung vom IWF verlangt wurde. Ob Bauunternehmen, Apotheken, Arzneilieferanten, Müllbeseitigungsunternehmen, Straßenreinigungsunternehmen usw., alle warten auf die Bezahlung ihrer Rechnungen. Sie werden Konkurs anmelden müssen, dadurch kracht die Wirtschaft des Landes in wichtigen Bereichen völlig zusammen.
Die Rathäuser des Landes lassen sich mit der Bezahlung von Rechnungen am längsten Zeit. Im Schnitt dauert es 238 Tage, wie der Bauunternehmerverband Seopan errechnet hat, bis Baufirmen, die für einen ausgeführten Auftrag von der jeweiligen Stadt bezahlt werden. Wenn überhaupt. Dazu kommt, dass die Banken diesen Unternehmen keine Überbrückungskredite mehr gewähren, und wenn doch, dann zu konkurstreibenden Zinsen, da die normalen Überziehungskredite spätestens nach 75 Tagen fällig werden. Somit hat sich die Lage in Spanien dramatisch zugespitzt. Ein Unternehmer, der chirurgisches Material in der Region Murcia an Krankenhäuser liefert, klagt: "Von den Banken bekommen wir keinen Kredit mehr, und die Mehrwertsteuer müssen wir vorab bezahlen, obwohl die Rechnungen nicht beglichen sind", so El País. Er fügte dann noch an: "Im September werden einige das Handtuch werfen."
Bruno Bandulet, Deutschland-Brief, September 2011: "Seitdem Angela Merkel die Rettung des Euro für alternativlos erklärt hat, ohne die Kosten benennen zu können, wird sie manchmal auch als Tina verspottet ("There is no alternative"). Wie sehen denn die Alternativen aus? Die erste: Überschuldete Länder vedassen die Währungsunion, streichen einen Teil ihrer Schulden, kehren zu ihren nationalen Währungen zurück und werten ab. Dann könnte die Euro-Zone auf einen relativ stabilen Kern schrumpfen.
Die zweite Alternative: Deutschland scheidet aus, entweder alleine oder zusammen mit den Niederlanden, Österreich und Finnland, legt sich eine neue Währung zu, die sofort gegen den
Euro aufwerten würde, behält aber die aufgelaufenen Schulden
in Euro, die damit real sinken würden und leichter zu bedienen wären. Eine schwierige, aber machbare Operation, die den Vorteil hätte, dass die romanischen Länder die Abwertung, die sie brauchen, bekommen, ohne selbst abwerten zu müssen.
Erst die dritte Altemative ist die von Angela "Tina" Merkel. Sie enthält wiederum zwei Yarianten, die bereits ausprobiert werden: Die immensen Kosten einer Euro-Rettung um jeden Preis können entweder vom EFSF oder vom ESM und damit von den Regierungen und damit von den Steuerzahlern geschultert werden. Oder aber von der Europäischen Zentralbank, indem sie die Anleihen der Pleitekandidaten aufkauft und in ihre Bilanz schiebt. Praktziert
wird schon beides. Allerdings mit dem Unterschied, dass das Kapital der Rettungsfonds - vorerst jedenfalls - nach oben begrenzt ist, der Spielraum det EZB jedoch nicht. Theoretisch kann sie, sofern das im EZB-Rat durchsezbar ist, Billionen von Euros drucken und damit auch noch die italienischen und spanischen Staatsschulden übernehmen, allerdings um den Preis eines Euro-Crashs und einer Hyperinflation."
Während die politischen Betonköpfe nichts anderes tun, als Geld hin- und herzuschieben und die Deckstühle auf der Titanic noch einmal anders arrangieren, hat sich die implizite Staatsverschuldung in Deutschland wegen der künftigen
Sozialverpflichtungen auf schätzungsweise fünf bis sechs Billionen Euro aufgetürmt, beginnt die deutsche Bevölkerung
zu schrumpfen, stammen nur noch ein Drittel der zuwenigen neugeborenen Kinder aus traditionellen deutschen Ehen, leistet sich der außer Kontrolle geratene Umverteilungsstaat ein kafkaeskes Sozialgesetzbuch mit über 1.500 Seiten an Gesetzen und Richdinien, plagen sich die Sozialgerichte mit jährlich mehr als 800.000 Einsprüchen gegen Harz-IV-Entscheidungen, gehen die Jungen in Länder, wo sie mehr Frefüeit suchen und finden. Aus dem Steuerstaat wird ausgewandert, in den Sozialstaat eingewandert.
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise
lösen, durch die sie entstanden sind", sagte Albert Einstein.
Das passt genau auf die Versuche der Politik seit 2008, zuerst der Finanzkrise und dann der Euro-Krise Herr zu werden. Aber niemand hört auf ihn - vielleicht aus Antisemitismus?
Im Jahr 1976 entstand der Film "Network", der als Botschaft an die Insider verstanden werden sollte. Kaum jemand der normalen Kinogänger nahm diese in dem Film enthaltene Botschaft wahr. Der Hauptakteur des Films, der Globalist und Chef eines Medienkartells, Arthur Jensen (Ned Beatty), verkündete folgende Kernbotschaft: "Es gibt keine Araber. Es gibt keine Dritte Welt. Es gibt keinen Westen. Es gibt nur das geheiligte System aller Systeme. Die gewaltige, verwobene, ineinander-greifende, multistrukturelle, multinationale Herrschaft des Dollar. Die Welt ist ein einziges Unternehmen, Mr. Beale."
Da die EZB nicht auf die Dauer die Anleihekurse der Mittelmeerländer-Anleihen durch (geldmengenerhöhende) Aufkäufe stützen kann, muß ein neuer Rettungsschirm (EFSF), der nach einem Geheimpapier Schäubles eine Nahezu-Verdoppelung des bisherigen Rahmens von 440 Mrd. € auf 780 Mrd. € vorsieht (entspricht dem Fünffachen der deutschen jährlichen Lohn- und Einkommensteuern), die Anleihen (kursstützend) aufkaufen. Ende September soll dieses Instrument in Deutschland vom Parlament abgesegnet werden. Eine Frage ist allerdings, ob andere Geberländer von Finnland bis zu den Niederlanden einen solchen Blankoscheck der Neuverschuldung und am Ende voraussichtlich des Gelddruckens unterschreiben werden. Es geht also letztlich nicht nur um die Frage, Euro-Spaltung (z.B. Nord-Euro, Süd-Euro) einerseits oder Deutschland zahlt andererseits, sondern auch darum, ob die Parlamente die Zustimmung zu einer wahrscheinlich drastischen Inflationserhöhung in den nächstenJahren geben werden. Fazit: Die Rettungdes Euros (bzw. die Finanzierung von hohen Defiziten in den schwächeren Euro-Ländern) wirdzu einer massiven Steigerung der Inflation führen.
Die Luftangriffe der NATO auf seine Truppen brachten Muammar al-Gaddafi schließlich zu Fall. Sechs Monate dauerte der Bürgerkrieg, der das ölreiche Libyen in ein Trümmerfeld verwandelt hat. Die Opposition und deren Ausrichtung wurden von westlichen Berichterstattern oberflächlich als „Rebellen“ bezeichnet. Sie wurden als Befreier ihres Volkes aus den blutverschmierten Fängen eines gewalttätigen Despoten dargestellt. An der Wahrheit geht dieses künstlich erzeugte Bild meilenweit vorbei.
Kaum haben sie den Sieg errungen, zeigen die Rebellen ihr wahres Gesicht. Anstatt Demokratie halten Fundamentalismus und die Scharia Einzug im Wüstenstaat. Artikel eins des Verfassungsentwurfes erklärt den Islam zur Staatsreligion und die menschenverachtende Scharia zur Grundlage der Justiz. „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet“, würde Winston Churchill die Situation wohl zusammenfassen.
Luftwaffe und Marine besorgen die großen Aufgaben, die infanteristische Drecksarbeit am Boden dürfen die einheimischen "Rebellen" als neue Gurkas und Femdenlegionäre erledigen. Luttwaks Strategie wird jetzt ernstgenommen und umgesetzt.
Militärisch ist die Operation "Unified Protector“ für die Nato ein beachtlicher Erfolg. Die Allianz hat den Einsatz innerhalb weniger Tage von der Anfangskoalition übernommen und mit großer Professionalität fortgeführt. Keine andere westliche, geschweige
denn internationale Organisation wäre in der Lage gewesen, die
Feuerkraft von Gaddafis Truppen so systematisch und zielgenau aus der Luft zu zerstören. Und die Nato hat in ihrer Operationsführung geschickt alles vermieden, was nach Besatzung
oder Bevormundung ausgesehen hätte. (Nikolas Busse in FAZ vom 31.8.2011)
Prof. Hankel: "Was auf Europa mit dem Euro zukommt, ist weder Immanuel Kants „ewiger Frieden“ noch Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“. Mit der Fortführung des Euro-Projektes droht Europa die Ausuferung der Wirtschaftskriege aller gegen alle und die gemeinsame Verarmung von Euro-Rettern und –Geretteten."
Während im deutschsprachigen Raum alle Medien wie gebannt auf Libyen und einen Hurrikan an der amerikanischen Ostküste starren, zieht in Griechenland gerade der schwerste Sturm auf, den das Land jemals erlebt hat: Die griechischen Banken leiden durch den Kapitalabzug der vergangenen Monate unter Liquiditätsmangel. Die jüngsten Börsenturbulenzen haben die dramatische Lage weiter verschärft. Den griechischen Banken ist das letzte Geld ausgegangen. Als allerletzter Rettungsanker blieb ihnen jetzt nur noch, in den Not-Topf der sogenannten »Notkreditlinie« (Emergency Liquidity Assistance, ELA) zu greifen. Der GAU für den Euro ist damit wohl unabwendbar. Und jeder nach Athen überwiesene Cent ist rausgeworfenes Geld.
Unterdessen gibt es in Griechenland eine boomende Branche mit unglaublichen Zuwachszahlen, allerdings auf einem Gebiet, das deutschsprachige Medien über Griechenland schlicht verschweigen: Kriminalität. Banküberfälle, Raubüberfälle, Betrug, Fahrzeug- und Viehdiebstähle, Wohnungseinbrüche und Vergewaltigungen weisen horrende Zuwachsraten auf. Im Athener Stadtzentrum verbreiten derweil Asylanten-Banden Angst und Schrecken. Und im Bezirk Monastiraki bilden sich täglich vor der Polizeistation lange Schlangen von Touristen, die selbst als Gruppenreisende von großen Banden überfallen und komplett ausgeraubt werden.
Dafür "regieren" in "Hellas" die roten Dynastien der Papandreous und Venizelos´ ungeniert weiter. Also kein Grund zur Aufregung.
Offenbar geht es den Banken schlechter als bisher angenommen. IWF-Chefin Christine Lagarde sendet einen dramatischen Appell. Die Staats- und Regierungschefs müssten umgehend handeln!
Europas Banken bräuchten dringend finanzielle Unterstützung, sonst drohe ein zweites Lehman-Brothers-Desaster. Falls man dafür in der Wirtschaft kein Geld zusammen bekäme, sollte Europa Gelder aus dem EU-Rettungsschirm darauf verwenden. Andernfalls drohe ein Kollaps!
Es gehe darum, die überlebenswichtige Liquidität der Banken zu sichern. „Die Entwicklungen in diesem Sommer haben gezeigt, dass wir uns in einer gefährlichen neuen Phase befinden“, sagte Lagarde. „Wir laufen Gefahr, dass die fragile Erholung zum Erliegen kommt. Deshalb müssen wir jetzt agieren.“ Die Schuldenkrisen auf beiden Seiten des Atlantiks haben das öffentliche Vertrauen in einen weltweiten Aufschwung erschüttert. Die hochentwickelten Volkswirtschaften müssten langfristige Pläne schmieden, um ihre Schulden unter Kontrolle zu bringen, ergänzte Lagarde.
Napoleon soll einmal gesagt haben, wenn eine Regierung hinsichtlich des Geldes von den Banken abhänge, dann kontrollierten diese und nicht die Führer der Regierung die wahre Lage. Seither wurde diese Erkenntnis gewiß hundertfach bestätigt.
„Was als zyklische Finanz- und Wirtschaftskrise ausgegeben wird, ist in Wahrheit eine regelrechte Konterrevolution des globalisierten Kapitals“, schreibt der Politologe Guido Carandini in der italienischen Zeitung La Republica. Und weiter: „Das Kapital hat die Macht zerstört, welche die Revolutionen der vergangenen Jahrhunderte den nationalen Demokratien verliehen hatten…“. Die weltweite Krise zeige, „wie aggressiv und übermächtig die Wirtschaft" geworden ist.
Carandini spricht von einer Götterdämmerung der demokratischen Politik, die vom Bollwerk der sozialen Rechte zum passiven Instrument einer neuen kapitalistischen Macht ohne Grenzen geworden ist. Carandini fordert eine demokratische Kulturrevolution, „um der Religion des Profits die Vorherschaft über jeden anderen ethischen Wert wieder zu entziehen“.
Aufgrund der Globalisierung konzentrieren sich nun einmal Geld und Macht in wenigen Händen, die über Industrie-, Banken- und Versicherungskonzerne, ja über ganze Länder herrschen. Da bleibt für Politiker fast kein Gestaltungsraum mehr, ja Politiker anerkennen in Wirklichkeit von sich aus längst das Kapital bzw. die Wirtschaft als erste Steuerungsinstanz. Damit ist in wenigen Jahrzehnten die so genannte parlamentarische Demokratie durch bloße Machterhaltungsinstitutionen des Parteienstaates überwuchert und verschlissen worden. Der programmierten Pleite des Staates kann daher nur jene des politischen Systems folgen.
Der keineswegs rechte Georg Orwell schrieb einmal: „Sämtliche Linksparteien in den hochentwickelten Industrieländern beruhen im Grunde auf einem Schwindel, weil ihre Tätigkeit darin besteht, gegen etwas zu kämpfen, das sie in Wahrheit gar nicht zerstören wollen.“
Der Zustand unserer heutigen Welt ist krank und pervers; alles ist verkehrt und auf den Kopf gestellt: Mediziner und Ärzte zerstören Gesundheit und Leben; Lehrer und Professoren zerstören Bildung; Wissenschaftler zerstören Wissen; Richter zerstören Recht und Gesetz; Banker zerstören Währung und Geld; Politiker zerstören Freiheit und Staat; Journalisten zerstören Information. Die Welt ist so, weil die Mehrheit der Menschen es zuläßt.
Wenn der „Despotismus der Geldmächte“, wie der christlich-soziale Theoretiker Karl von Vogelsang ihn einmal nannte, nicht gebrochen wird, werden wir wieder einmal in eine der schwersten Katastrophen schlittern.
Anleger haben weltweit hunderte Milliarden, wenn nicht mehrere Billionen Euro an den Börsen verloren. Doch es wäre nicht diese Welt, gäbe es nicht auch in diesem Fall Ausnahmen von der Regel. Die als „Heuschrecken“ übel beleumundeten Hedgefonds haben durch die Krise märchenhafte Gewinne eingefahren. Beispielsweise lukrierte allein ein einziger Fonds, der in den USA angesiedelte namens „Bridgewater Associates“ binnen einer Woche drei Milliarden Dollar. Dessen Analysten hatten auf den Zusammenbruch der Weltwirtschaft gewettet und enorme Gewinne eingefahren.
Wenige Wochen nach der umstrittenen Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's tritt der Präsident der Ratingagentur zurück. Deven Sharma werde seinen Stuhl zum 12. September räumen und Platz für Douglas Peterson machen, den bisherigen Geschäftsführer der Citibank, teilte der S&P-Mutterkonzern McGraw-Hill am Dienstag mit. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf Insider, der Abgang von Sharma stehe in keinem Zusammenhang mit der jüngsten Herabstufung der US-Staatsanleihen durch S&P. Herzig, wer´s glaubt wird selig.
Mit dem Vertrag zur Transferunion, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sollen wir den ESM ermächtigen,
über unser Einkommen und Vermögen zu verfügen, zunächst über 700 Mrd. Euro, aber diese Summe kann jederzeit und unbegrenzt durch den ESM selbst angehoben werden. Damit ist unsere staatliche Souveränität faktisch beendet. Es dürfte unbestritten sein, daß, wenn der Betrag angehoben werden kann, auch angehoben werden wird. Wieso eigentlich 700 Milliarden. Woher kommt diese Zahl? Wer hat sie aufgrund wessen eigentlich errechnet?
Prof. Dr. Starbatty: "Das vornehmste Recht aller nationalen Parlamente ist die von absolutistischen Herrschern erstrittene Budgethoheit: Die demokratisch gewählten Parlamentarier wachten über die von den Bürgern aufgebrachten Steuern. Dieses Budgetrecht wird nun auf zweierlei Weise ausgehebelt und abgeschafft: Die Parlamente der Schuldnerstaaten tanzen nach der Pfeife der Troika-Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds - und die Parlamente der Gläubigerstaaten werden zu immer weiteren Krediten und damit zur Schuldenanhäufung gezwungen. Ihnen wird eingeredet, dass ansonsten der Euro und damit das gesamte europäische
Aufbauwerk zerbrechen würden."
Diplom-Meteorologe Klaus-Eckart: „Die meisten der Profiteure (ich habe mit einigen gesprochen) sind weder von der Effektivität und Wirtschaftlichkeit noch von der Begründung (CO2-Vermeidung, Welt-Klima-Rettung....) überzeugt. Sehr wohl aber sind sie der Ansicht, dass sich damit gut und schnell Geld verdienen lässt. Steuer-Mittel, d. h. Subventionen, sprudeln derzeit wie neue Öl-Quellen!! Der ‚Dumme’ – will meinen: der Zahler und der Benachteiligte – ist der unmündige, ideologisch verbrämte, häufig
(leider!!) auch uninteressierte und somit insgesamt meist schlecht bis gar nicht über die Hintergründe informierte Steuerzahler/Bürger.“
Auf den Deflationsschock folgt der Inflationsschock. Vorausschauendes Handeln einer Regierung ist nicht möglich. Denn Politiker können nicht wie Individuen antizyklisch handeln (siehe auch das Keynes-Dilemma), da die Mehrheit des Volkes ihr Handeln in keiner Weise verstehen oder gar akzeptieren würde. Das Leid eines antizyklischen Vorgehens ist immer, niemals mehrheitsfähig zu sein. Die Zeiten werden rauer und sowohl ökonomische als auch politische Turbulenzen liegen vor uns. Da der Mensch seinen mühsam gefundenen Seelenfrieden durch eine selektive Wahrnehmung
überaus gern verteidigt, hört man warnende Botschaften ungern.
Die Bedrohungslage für das Weltfinanzsystem und die Weltwirtschaft
ist heute sogar noch wesentlich kritischer als 2008 ist. Das Finanzsystem ist auf Sand gebaut. Gleiches gilt für den „Aufschwung 2010/11“.
Noch 1995 lagen die „Weltwährungsreserven“ unter 1.400 Mrd. Dollar, und entsprachen weniger als 5 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Heute reden wir über mehr als 10.136 Mrd. Dollar und fast 16 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft. Diese Reserven sind aber in Wahrheit keine, denn jede größere Verwendung dieser „Währungsreserven“ seitens Chinas oder anderer Staaten würden das gesamte Papiergeldkartenhaus zum Einsturz bringen. Sie waren der Treibsatz für die weltweitere Liquiditätsschwemme. Sie resultieren aus ungeheuren Ungleichgewichten und sind nicht mit der Zunahme des Welthandels zu erklären (wie von Schönrednern gern angeführt).
Die gigantische Aufblähung der Anleihenblase auf fast 95.000
Milliarden Dollar ruft nach einem Platzen. 2008 handelte es sich
um eine Vertrauenskrise in die Banken. Die Menschen glaubten
noch an das Geld, also den Dollar und Euro. Die heutige Krise ist
deshalb weitaus bedrohlicher, da es nunmehr nicht mehr um das
Vertrauen in die Banken, sondern um die Bewertung der Solvenz
ganzer Staaten geht. Wir stehen kurz davor, in die finale Phase des heutigen Papiergeldsystems einzutreten!
Für die Bewältigung der Verschuldungskrise stehen im Prinzip vier Lösungen zur Verfügung.
(1) Durch Verringerung der Staatsausgaben und Wirtschaftswachstum wird der Schul-denstand verringert und damit das Vertrauen der Anleger in die Bonität der staatli-chen Schuldner langfristig wiederhergestellt.
(2) Durch Steuererhöhungen wird die Einnahmesituation der Staatshaushalte verbes-sert und werden die Schulden reduziert.
(3) Die staatlichen Schuldner stellen den Schuldendienst ein und verhandeln mit den Gläubigern über einen Zahlungserlass.
(4) Die Staaten geben das Ziel der Geldwertstabilität auf und betreiben eine Inflationspolitik, durch die ihre Schulden entwertet werden.
Varianten 1 und 2 sind nahezu ausgeschöpft, bliebe alo nur mehr 3 und 4. So zeigt sich, dass die Lösung der Schuldenkrise wesentlich eine Verteilungsfrage ist. Wer zahlt für Ausgaben, die längst getätigt wurden, ohne je abgegolten worden zu sein, in einer Situation, in der die Gläubiger das Vertrauen verloren haben und ihr Geld zurückverlangen ?
Die Rettungsversuche haben die Krise verstärkt. Letztendlich haben die hektischen Feuerwehraktionen der EU zu einer ständigen Ausweitung und Verteuerung der Krise beigetragen. Wenn eine disziplinierte und ausgewogene Haushaltspolitik unmöglich ist,
dann soll an ein europäischer Rat für Haushaltskonsolidierung
mit weitreichenden Befugnissen als zentrale „Wirtschaftsregierung“ den Karren aus dem Dreck ziehen. Völlig überschuldete Volkswirtschaften sind jedoch unmöglich in der Lage, ihre Haushalte zu sanieren, ohne nicht völlig in Rezession und Depression abzugleiten.
Damit scheidet „disziplinierte Haushaltspolitik“ aus, es ist zu spät dafür. Also bleibt ein diktatorischer EU-Staat, der drakonische Maßnahmen durchzusetzen hat. Aber wie und wodurch legitimiert? Mit denselben Leuten, die schon vorher auf dem Holzweg waren? Damit bleibt als Lösung des Problems nur die Währungsreform übrig. Währungsreformen werden im Allgemeinen nach dem Zusammenbruch einer Währung durchgeführt und diesen Weg hat der Euro eingeschlagen.
Die Lüge: Österreich ist von der Griechenland-Krise vergleichsweise wenig betroffen.
Die Wahrheit: Allein Österreichs Banken halten knapp fünf Milliarden Euro an griechischen Staatsanleihen. Das »Exposure« ist bezogen auf die Größe des Landes also deutlich größer, als jenes des zehn Mal so großen Deutschlands, dessen Banken mit 35 Milliarden engagiert sind.
Die Lüge: Die Griechenland-Hilfe ist »nur« ein Kredit und kann durch die Zinsen zum Geschäft werden.
Die Wahrheit: Formell ist das so, in der Praxis erwartet aber niemand, dass dieses Geld je zurückkommt. Im Gegenteil: Es wird noch mehr »nachgeliefert« werden müssen.
Die Lüge: Der Euro unterliegt strengen Stabilitätskriterien und ist deshalb eine stabile Währung.
Die Wahrheit: In ihrer Not überlegt die Europäische Zentralbank gerade, ein absolutes Tabu zu brechen und Staatsanleihen direkt anzukaufen. Damit wird, bildlich gesprochen, die Notenpresse angeworfen. Am Ende einer solchen Entwicklung steht immer hohe Inflation.
Die Lüge: Ohne neue Steuern lässt sich das Budget nicht sanieren.
Die Wahrheit: Österreich hat in vielen Bereichen strukturelle Probleme, das Sparpotenzial ist hier selbst bei vorsichtigster Betrachtung wesentlich höher als der Konsolidierungsbedarf des Staates. Es ist allerdings leichter, mittels Neideffekts (»Die Reichen bzw. die anderen sollen zahlen«) Steuererhöhungen in der Bevölkerung durchzubringen, als gegen die Großverschwender in den eigenen Reihen (beispielsweise die Landeshauptleute) vorzugehen.
Die Lüge: Es geht wieder aufwärts, die Budgetprobleme lassen sich durch Wachstum lösen.
Die Wahrheit: Die Euro-Zone hat (nicht ganz ohne Grund) das langsamste Wachstum aller Weltregionen. Das wird die kommenden Jahre so bleiben. Um Arbeitslosenraten zu verringern und positive Budgeteffekte zu erzielen, ist ein Realwachstum von 2,5 bis drei Prozent erforderlich. Das wird die Eurozone in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht sehen.
Die Lüge: Die Banken sind saniert und erwirtschaften wieder hohe Gewinne.
Die Wahrheit: Interessant ist nicht, was in den Bankbilanzen steht, sondern das, was man darin nicht findet: den ausgelagerten Schrott in den außerbilan-ziellen Zweckgesellschaften von Zypern bis Dublin. Der Inhalt solcher »Special Purpose Entities« könnte der Grund dafür sein, warum es manche mit Fusionen gar so eilig haben.
Klaus Weber: "Eigentlich ist in der gegenwärtigen „Fiat-Money-Krise“ nur eine Frage noch offen: Wer macht den Anfang bei der Kartenhausimplosion, der Dollar oder der Euro? Und was dann? Weder eine reine Goldwährung wie bis zum Ersten Weltkrieg, noch eine reine Papierwährung wie heute kann die Erfordernisse einer Marktwirtschaft im Industriezeitalter erfüllen. Lediglich als Wertaufbewahrungsmittel für das Volk wäre die Wiedereinführung einer Goldwährung in Anbetracht der Erfahrungen im 20. Jahrhun-dert das Gegebene. Eine Währung ist aber auch der Blutkreislauf einer Volkswirtschaft und wir leben nicht mehr im handwerklichen Manufaktur - sondern seit 150 Jahren im Industriezeitalter. Es bedarf endlich einer grundlegenden Währungsreform, die beiden Erfordernissen einigermaßen genügt und die wird es politisch wohl erst geben können, wenn das derzeitige System kollabiert ist."
Keynes warnte schon bei Kriegsbeginn vor den monetären Folgen einer Kriegsfinanzierung durch Kreditschöpfung. „How to pay for the War“ war der Titel seiner damaligen Veröffentlichung. Doch sein Vorschlag, im Handel zwischen den Nationen Güter nicht mehr mit der nationalen Währung einer privilegierten Nation zu bezahlen, sondern als Verrechnungseinheit eine supranationale und gütertausch-gedeckte Währung (der sogenannte Bancor) einzuführen, war auf der Konferenz von Bretton Woods, einem amerikanischen Luftkurort, wohin Churchill ihn im Sommer 1944 als Vertreter Großbritanniens zur großen Währungskonferenz (1. - 22. Juli 1944) entsandt hatte, nicht einmal Konferenzgegenstand. Stattdessen drangen die Amerikaner mit ihrem Proposal durch – u. a. aufgrund Unverstand der Konferenzteilnehmer, Politiker in der Mehrzahl. Es spielte bei einigen Ländern aber kriegsbedingt auch ihre finanzielle Abhängigkeit von den Amerikanern eine Rolle. Der Keynes’sche Alternativvorschlag von damals kümmert im übrigen heute unter dem Namen Sonderzie-hungsrechte vor sich hin – im Liliputformat.
Die unterschiedlichen Vorstellungen in den Plänen von Keynes und den Amerikanern lassen sich allerdings auch durch die wirtschaftlich unterschiedliche Ausgangslage zwischen Großbritannien und den USA im Jahre 1944 erklären. Die Briten waren durch die Kriegsfolgen in eine ausgeprägte Schuldnerposition mit starkem Handelsdefizit geraten. Daher waren sie an einem supranationalen Währungssystem, das durch keine nationale Währung dominiert war, interessiert. Auf die Amerikaner als Gläubigernation traf genau das Gegenteil zu.
Keynes Unglück sind bis heute seine Jünger, denn sie waren es, die der Politik weltweit die scheinwissenschaftliche Legitimation für unendliche Verschuldung und Haushaltsdefizite lieferten, für Ozeane aus Scheingeld (Fiat-Money) und für unablässige Inflation sorgten.
Nach Joseph A. Schumpeter (1883-1950) folgt jeder Inflation auch der Kater, demzufolge die derzeitige Riesenschuldenblase der westlichen Nationalökonomien in einem Zusammenbruch apokalyptischen Ausmaßes enden wird und enden muss, dem dann auch die Nationalstaaten selbst zum Opfer fallen könnten – und das nicht von ungefähr: die Realisierung des amerikanischen Traumes von einer Weltregierung unter US-Führung, den schon US-Präsident Woodrow Wilson (1856-1924) im Jahre 1916 träumte.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgrund Auszehrung ihrer volkswirtschaftlichen Kräfte im Rahmen des Wettrüstens im Kalten Krieg geht es den Amerika-nern um ihr geostrategisches Endziel, Erringung der Weltherrschaft – und die setzt die Herrschaft über den eurasischen Doppelkontinent voraus. Das Zeitfenster steht für die Amerikaner hierfür aber nicht unbegrenzt offen. Das Fundament seiner Macht, Emittent einer Weltleitwährung und dadurch in der Lage zu sein, den Gläubigerländern durch Inflationierung des Dollar praktisch eine Steuer aufs Auge drücken zu können, bröckelt. Der inzwischen völlig überschuldete Dollar ruht nur noch auf den Säulen militärischer Macht und – nicht zu vergessen – der Herrschaft über das Öl (es kann nur gegen Dollar gekauft werden) sowie seiner Transportwege.
Nach Spanien und Italien kommt auch Frankreich unter Druck. Große US-Geldmarktfonds ziehen gerade aus den Banken dieser Staaten riesige Summen ab. Die Kunden der Fonds wie Konzerne, die dort
ihre Cash-Reserven parken, haben wohl kalte Füße bekommen. Daher gibt die EZB diesen Banken wieder einmal unlimitiert Liquidität. Die Luftgeschäfte gehen also weiter - und werden immer teuret.
Gerald Braunberger: "Die laufende Überforderung der Geldpolitik ist unverkennbar. Die Notenbanken in den Vereinigten Staaten, im Euroraum, in Großbritannien und in Japan haben erhebliche Bestände an Staatsanleihen angekauft, obgleich die Staatsfinanzierung durch die Notenbank in jedem Lehrbuch aus gutem Grunde als Ursünde gilt.
Die Grundidee der Anhänger einer höheren Inflationsrate lautet wie folgt: Als Folge der Krise ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage eingebrochen. Dies liegt nicht an fehlendem Geld, das vorhanden ist, aber gehortet wird. Um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anzukurbeln, müssten die Menschen mehr Geld ausgeben. Wie bringt man sie dazu? Indem die Notenbank eine höhere Inflationsrate von zum Beispiel 5 Prozent ankündigt. Weil die Menschen diese Ankündigung ernst nehmen, geben sie tatsächlich mehr Geld aus, da dieses in der Inflation Wert verlieren würde. Die später einsetzende Inflation besitzt den zusätzlichen Vorteil, dass sie bei starren Nominallöhnen die Reallöhne senkt, was die Beschäftigung anregen dürfte. Außerdem kann eine höhere Inflationsrate dazu beitragen, die reale Last der angehäuften Staatsschulden ein Stück weit zu reduzieren.
Geradezu erschütternd ist die Bereitwilligkeit, mit der die Anhänger einer Inflationsstrategie den damit verbundenen weiteren Verlust an Reputation der Notenbanken in Kauf nehmen. Wer glaubt, Menschen mit Inflationsangst würden heimische Güter und Dienstlei-stungen kaufen und damit die Wirtschaft ankurbeln, sollte einen Blick in das Deutschland des Jahres 2011 werfen:" Hier legen Menschen, die um den Werterhalt ihrer Währung fürchten, ihre Euro-Guthaben möglichst rechtzeitig in Immobilien, Schweizer Franken, Gold, Immobilien oder norwegischen Kronen an.
Prof. Hankel: "In ihrer Panik lassen die sogenannten Euro-Retter nichts unversucht, der Gemeinschaftswährung die letzte Überlebenschance zu rauben. Mit der Währungsunion zwischen 17 die multikulturelle Vielfalt Europas wiederspiegelnden und zugleich auslebenden Teilnehmerländern haben die Euro-Politiker den Experimentalbeweis erbracht, daß es ein für alle EU-Staaten gleich gutes und stabiles Geld nicht geben kann. Jede der europäischen Gesellschaften und Kulturen verbindet mit dem Geldwesen andere Lebensvorstellungen und -träume, die jeweilige nationale Politik reflektiert diese Mentalität."
Ein Gutteil der galoppierenden Inflation in Österreich hat ihre Ursache in der heimischen Steuer- und Abgabenbelastung. Insgesamt sind die Steuereinnahmen im ersten Halbjahr 2011 um 6,8 Prozent auf 31,85 Milliarden Euro gestiegen. Allein die Mineralölsteuer ist in diesem Rahmen um 12,5 Prozent im 1. Halbjahr auf 1,8 Milliarden gestiegen. Bedenkt man, dass sich allein bei den Mineralölprodukten die Konsumentenpreise zu mehr als 50 Prozent aus Steuern und Abgaben zusammensetzen, erkennt man den Anteil der heimischen Steuerpolitik an der Inflation. Und mit der Inflation entschuldet sich der Staat, also ist er sogar an ihr interessiert.
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat einen Rückruf der Goldreserven des Landes aus dem Ausland angekündigt. Goldreserven im Wert von elf Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro), die derzeit in europäischen und US-Banken lagerten, sollten nach Venezuela gebracht werden. Der Rückruf diene dem Schutz des Landes vor den wirtschaftlichen Problemen in den USA und Europa. Zentralbankpräsident Nelson Merentes sagte im Fernsehen, der Schritt erfolge als Vorsichtsmaßnahme. Chavez zeigt Cohones! Man würde sich sehnlichst etwas ähnlich Resolutes auch von unseren Politikern wünschen.
Statt zusammenzuwachsen, haben sich die Mitgliedsländer wirtschaftlich auseinandergelebt. "Im Zeichen der Globalisierung ist die ganze Welt ein mieses Geschäft geworden." (Rudolf Augstein, ehemaliger Spiegel-Herausgeber. Spiegel,7/1998, S. 24)
Die laufenden Schwierigkeiten ist eine Krise „des Westens“, nicht nur einiger Länder allein. Und die „Finanzkrise“ ist eine Krise des bestehenden Geldsystems und insofern eine Systemkrise. In "unserem" System wird Geld durch Kreditvergabe geschaffen (Buchgeld) und auf diese Weise die Geldmenge ausgeweitet, ohne dass entsprechende Werte dahinterstehen. Die Geldmenge wächst damit stärker als die Gütermenge. Das Aufblähen der Geldmenge heißt Inflation. Sie erleichtert es dem Staat, sich zu entschulden, und ist damit zugleich eine schleichende Enteignung der Sparer. (Dr. Klaus Peter Krause, viele Jahre bis 2001 in der F.A.Z. verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung und bis 2004 Geschäftsführer der Fazitstiftung)
"Die Vertreter der fünf größten Investmentbanken der Wall Street bastelten die Formel für den Boom bei Hypothekenanleihen - und für den Subprime-Zusammenbruch, der aktuell die Finanzmärkte mächtig durcheinander wirbelt.... An der ersten Sitzung der 'Gruppe der Fünf' im Februar 2005 im Büro der Deutschen Bank an der Wall Street nahmen rund 50 Personen teil. Sie entwarfen das neue Produkt und legten die Handelsregeln fest. Diese Treffen wurden zu einem Wendepunkt für die Geschichte der Wall Street und der Weltwirtschaft.... 'Wer ist der Idiot?' Und Lippmann antwortet: 'Düsseldorf. Blöde Deutsche. Sie nehmen die Rating-Agenturen ernst. Sie glauben an die Regeln'." (Welt, schon am 19.12.2007, S. 19)
Sind die Euro-Gegner „Feinde Europas“? Mit „Europa“ ist natürlich das alternativlose Europa gemeint, das sich die europäischen Eliten im Dienste und im Dunste von Brüssel ausgedacht haben. Andere Europas gibt es nicht, hat es nie gegeben. Das heißt: Doch, hat es. Aber da war immer Krieg, denn: „Die Alternative zum Euro lautet Krieg!“ Aha? Schweden und Großbritannien sind nicht im Euro. Haben wir Krieg mit England oder den Schweden?
Europas Regierungen haben sich und ihre Staaten durch jahrzehntelange Schuldenpolitik in eine gefährliche Situation manövriert. Den Ton geben weniger gewählte Volksvertreter, als Banken und Ratingagenturen an. Der Politik kommt lediglich die Rolle zu, auf deren Einschätzungen zu reagieren. Haftungsübernahmen, ein intransparenter Rettungsschirm und gesetzeswidrige Anleihekäufe durch die EZB ließen ein Dominosystem entstehen, das die Wirtschaft Europas gefährdet.
Die Altverschudung in Europa ist um 20 % niedriger als die der USA, und die Neuverschuldung ist in den USA um 10 % höher als in Europa. Die Verschuldenssituation ist in den USA insgesamt also deutlich drmatischer als in Europa.
Der Prozentsatz der Amerikaner im arbeitsfähigen Alter, die tatsächlich eine Arbeit ausüben, ist auf 75 % gefallen. Die offizielle Arbeitslosenraten ist also reliter höher als die offiziellen 9,1 %.
Warum sollen die Pleitestaaten aus dem Euro aussteigen und nicht der finanzstärksten Mitglieder des Währungsverbundes? Diese könnten sich in einem "Stark-Euro" nach D-Mark-Vorbild vereinen, während jene im "Schwach-Euro" abwerten und sich so retablieren könnten. Weil der "Stark-Euro" dann gegenüber dem "Schwach-Euro" aufwertet, würde sich die übernommene Schuldenlast der Starkländer relativ zum BIP reduzieren. Beiden Seiten wäre so geholfen.
Die USA haben sich festgelegt: Bis 2013 wollen sie an der Nullzinspolitik festhalten. Außerdem fluten sie seit Jahren den Geldmarkt mit frischen Dollars, die allerdings vielfach im Ausland angelegt werden. Weltinflation pur!
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: «Um den Schuldenabbau zu unterstützen, bräuchte es über mehrere Jahre hinweg eine Inflation von vier oder sechs Prozent», sagte der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff und derzeit an der Harvard-Universität lehrende Wirtschaftsprofessor der französischen Tageszeitung «Libération». «Ich weiß, dass ich einen ungezogenen Vorschlag mache, aber wir erreichen einen Punkt, an dem die politischen Entscheidungsträger nur noch in den Giftschrank greifen können.» Eine moderate Inflation wäre in der derzeitigen Situation eine große Hilfe.
Der europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) löst den EFSF-Fonds (European Financial Stability Facilities) ab. Der EFSF sollte den Euro gegen spekulative Attacken schützen und war daher nur für eine befristete Dauer (zwei Jahre) eingerichtet worden. Jetzt wird er auf die finanzielle Unterstützung konkursreifer Staaten umgestellt, und zwar dauerhaft. Aus ökonomischer Sicht ermöglicht der ESM ein längeres Überleben konkursreifer Schuldnerstaaten, ohne sie wirklich sanieren zu können. Es handelt sich also um hoheitlich betriebene Konkursverschleppung.
Für den Tabubruch der EZB, der neuerliche Ankaufprogramm von Staatsanleihen, gibt es keinen geldpolitischen Grund, sondern nur das fiskalpolitische Ziel, die Zinsen für die Staatsschuldner Italien und Spanien zu reduzieren. Indem die EZB auf diesem Weg Staaten finanziert, wird sie zum finanzpolitischen Handlanger der Politik. Das ist ein Rückfall in die geldpolitische Steinzeit, als Zentralbanken politisch gesteuert wurden und der fehlende Sparwille der Politik durch das Anwerfen der Notenpresse ersetzt wurde. Weil dieses Vorgehen stets zu steigender Inflation und damit zu der Entwertung von Renten, Lebensversicherungen und Spareinlagen führte, achtet fast die ganze Welt die Unabhängigkeit einer Notenbank. Ausnahmen u.a. die FED und jetzt auch die EZB.
Jetzt zeichnet sich folgende bedrohliche Lage ab: Irgendwann ab Mitte September werden Italien und Spanien als Geldgeber für Griechenland ausfallen. Und das wird für die Deutschen beim Euro-Rettungsschirm extrem teuer. Denn wir Deutschen bürgen ja für jene, die nicht mehr in die Euro-Rettungsschirme zahlen können
(oder nicht mehr zahlen wollen). Je weniger Länder in den Rettungsfonds einzahlen, umso größer wird die finanzielle Belastung Deutschlands.
Der ESM-Vertrag zur “Rettung des Euros" steht, wenn nicht noch in einer kurzfristig anberaumten Sitzung während der Sommerpause, so zumindest kurz nach der Sommerpause, zur Abstimmung. Der Vertrag sieht vor, daß faktisch statt des Parlamentes eine neue EU-Behörde, der sog. “Gouverneursrat”, unbeschränkt über unseren Haushalt beschließen kann. Wir können die Gouverneure weder wählen, noch abwählen, nicht verklagen, nicht kontrollieren - gar nichts. Und wenn der Gouverneursrat beschließt, daß wir zahlen müssen, dann müssen wir das und zwar innerhalb von 7 Tagen (!), “bedingungslos und unwiderruflich”. Das ist das Ende der Demokratie, wie wir sie kannten!
Auch die neue „Rettung“ vor der Zahlungsunfähigkeit der USA erfolgte nach bekanntem Muster. 2,4 Billionen Dollar mehr Schulden darf die Regierung machen. Folge: Die nächste Schuldenkrise kommt bestimmt, und diese ist dann noch kritischer und womöglich nicht mehr lösbar. In den USA sind – wie in fast allen anderen westlichen Industriestaaten – immer neue Schulden der Kitt, mit dem die Macht der Eliten gesichert werden soll.
Warum geschieht so etwas in einer Demokratie, in der angeblich die Bürger über gewählte Politiker die Regierung kontrollieren. Liegt es daran, dass nur Personen, die selbstbewusst auftreten, ihren Weg in die Chef-Etagen der Führungsgremien finden? Sie können deshalb so selbstbewusst auftreten, weil sie weder von Zweifel noch Skrupel geplagt werden. Sie sind Spezialisten des Imponier-Geschäfts mit wenig Ahnung von dem, um was in der Politik real gepokert wird. Genau deshalb eigenen sie sich als Handlanger der Hochfinanz.
Sich immer weiter Geld zu leihen, anstatt einzugestehen, dass man falsch wirtschaftet und deshalb zahlungsunfähig ist, ist immer ein Desaster und verhindert eine Lösung. Satrap Europa – wie immer weder Fisch noch Fleisch – sagt beim griechischen Schuldenproblem „Jein” und nennt das „Lösung”. Es häuft weitere Milliarden neuer Schulden auf Griechenland, auf denen bald Deutschland alleine hängen bleibt, weil die anderen nicht mehr bürgen wollen oder können. Aber es stutzte auch den Gläubiger-Banken um 20% ihre falsch investierten Forderungen. Über die unglaublichen Insider-Betrügereien der Elite schweigen sich Politiker und Medien wie gewohnt aus.
Deutschland hat 70 Prozent seines Bundeshaushaltes im europäischen Rettungsfonds verpfändet, obschon die Griechenlandhilfe verpuffte. Wenn das nicht ein Ausweis für die Kompetenz unserer repräsentativen Demokraten ist?!
Es rächt sich, daß es zum guten Intellektuellenton gehört, von Wirtschaft und Finanzen wenig verstehen zu dürfen und über sie abschätzig zu urteilen. In den Medien und Verbänden vollführen Meinungsmacher ihre täglichen Wendeübungen. Den Eurolobliedern folgen Klagen.
Was machen Staaten, die keine Ahnung von solider Haushaltspolitik haben und Geld ausgeben möchten, dass sie nicht haben? Richtig, sie bedienen sich beim Volk. Auf diese private Altersvorsorge haben es die Regierungen abgesehen und fünf EU-Länder haben sich schon daran gemacht, sich diese Gelder einzuverleiben. In Ungarn, Polen, Irland, Frankreich und Bulgarien haben die Regierungen angekündigt, die privaten Gelder ganz oder teilweise zu "verstaatlichen" und damit zu beschlagnahmen, damit die Haushaltslöcher zumindest ein bisschen gestopft werden können.
Daniel Haase: "Vor knapp 2.300 Jahren soll König Pyrrhus nach einem verlustreichen Sieg über feindliche, römische Heerscharen verkündet haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren.“ 2011 könnte erneut ein Schicksalsjahr für das ´römische Reich´ werden. Gerungen wird heute allerdings mit gigantischen Schuldenbergen. Noch so eine Rettung und die Euro-Zone ist verloren.“
Schon läuft eine Kapitalflucht aus Spanien und Italien. Deren Zinsen auf 10-jährige Staatsanleihen sind bereits über 6% und nahe der „Todesgrenze“ von 7%, wo bisher üblicherweise der Hilferuf nach dem Rettungsschirm erfolgte, weil das Land ab da von den Kapitalmärkten ausgeschlossen wurde. Nur sind Italien
und Spanien richtige Schwergewichte im Vergleich zu Griechenland
oder Portugal.
Es ist vorbei. Eine Rettung von Spanien oder gar Italien durch
die diversen Euro-Rettungsschirme ist wegen der Größe unmöglich.
Jetzt kommt auch noch Frankreich in Bedrängnis und wird als Euro-Retter bald ausfallen, sobald das AAA-Rating verloren
geht. Jedes Euro-Huhn wird sich selbst zu retten versuchen - oder diese Staaten kapitulieren und treten ab zugunsten der EU-Kommission. Das dürfte auch der Zweck der Übung sein, nur dort sitzen wieder dieselben, welche alles angerichtet haben.
Am Ende soll der Sparer für die Verluste der Banken und Staaten bezahlen. Das wird er aber nach dem Zusammenbruch des Systems nicht wollen - fröhliche Revolution! Die größte Finanzkatastrophe aller Zeiten wird uns bald erreichen.
Jede Woche eine neue "Rettung". Toll, wie gut es der EU geht! Da hilft nur, daß diejenigen, welche alles eingebrockt haben, auch die "Rettungen" leiten. Wir Europäer haben wirklich eine hervorragende "Elite".
Die Euro-Profiteure sind die Konzerne, die denn auch laut für die Gemeinschaftswährung werben. Man erinnere sich an die Konzernethik: Hunderttausende ›Gastarbeiter‹ holten sie einst ins Land und entließen sie nach Bedarf in die Sozialsysteme, für die der Steuerzahler aufkommen muß.
Lange wurde über den kommenden Crash der Papierwerte geschrieben, jetzt steht er vor der Türe. Er kommt in Form einer globalen Währungskrise mit der Flucht aus Papier und Währungen primär in Gold. Genau das ist es, was das Finanzsystem am meisten fürchtet und was gerade passiert: die Flucht aus Geld und Wertpapieren in das Gold – dem Feind des Fiat-Money-Systems. Dann können die Dollar-Gauner nicht mehr die halbe Welt und alle Rohstoffe aufkaufen sowie überall kostenlose (den Blutzoll rechnen sie ja nicht mit) Kriege führen.
Die Politik unterwirft sich privaten Mächten. Und diese sind keineswegs neutral. Erstens wirtschaften die Ratingagenturen profitorientiert als kapitalistische Grossunternehmen. Und setzen damit Milliarden um. Allein das disqualifiziert sie als neutrale Richter. Zweitens arbeiten sie im Auftrag und auf Kosten der Banken, deren Papiere sie bewerten. Dieses anrüchige Insidergeschäft war mitverantwortlich für die Finanzkrise 2008. Die Ratingagenturen hatten Bestnoten an die windigsten und
kompliziertesten Finanzprodukte erteilt, die sich bald als faul
herausstellten. Die guten Ratings hatten überall in der Welt Käufer dazu veranlasst, sich auf Märkten mit Papieren einzudecken, von deren Funktionsweise und Qualität sie keine Ahnung hatten. So sind die "Subprime"-Immobilien-Papiere aus den USA in die Tresore unserer Banken gelangt.
Obwohl Europa relativ solider wirtschaftet als die USA, fühlt man die Wirtschaftskrise am alten Kontintent stärker, da nich der Euro, sondern der Dollar die Weltleit- und reservewährung ist.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann war noch bis vor kurzem engster Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Doch nun kommt harsche Kritik zum zweiten Finanzprogramm für Griechenland und zu Merkels Europapolitik: Weidmann lehnt die Pläne der Kanzlerin für weitere Finanzhilfen für das bankrotte Griechenland als eine "Schwächung der Grundlagen der auf fiskalischer Eigenverantwortung bauenden Währungsunion" ab.
Dr. Bruno Bandulet in der "Jungen Freiheit" vom 29. Juli 2011:
"Die Erkenntnis, daß das Euro-Experiment gescheitert ist und abgebrochen werden sollte, liegt jenseits des Horizonts der politischen Klasse. Zur deutschen Realitätsverweigerung paßt auch, daß Regierung und Bundestag monströse Verpflichtungen
eingehen, ohne über die letztendlichen Kosten überhaupt
nachzudenken."
Die (US-)Republikaner bieten zum 2. August 2011 eine Erhöhung der Schuldenobergrenze um 900 Milliarden Dollar und die (US-)Demokraten lehnen ab. 900 Milliarden Dollar, das ist mehr Geld als das Manhattan-Projekt (Bau der Atombombe), das Apollo-Projekt (Mondlandung) oder der zweite Weltkrieg gekostet haben. Nominal, jedenfalls, denn das, was heute 900 Milliarden sind, waren damals, vor Aufgabe der Goldbindung von 1971, gerade einmal 19,38 Milliarden Dollar - das Manhattan-Projekt wird mit 150 Milliarden veranschlagt. (Über den Goldpreis gerechnet)
Die Umwandlung Europas in einen Zentralstaat scheint das Fernziel, auch wenn das für Transferzahlungen z.B. an Griechenland geforderten „Mitspracherecht“ der Geberländer, vertreten durch EU-Gremien, erstmal nur als „abgestimmte Wirtschaftspolitik“ oder doch schon als „einheitliche Wirtschaftsregierung“ daherkommt.
Die Art und Weise der Einführung der Transferunion ist eindrucksvoll. Mit der Schaffung des sog. „Europäischen Rettungsschirmes“ (ESFS) haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gemeinsam geschaffenes und von allen Staaten der EU ratifiziertes Recht kollektiv gebrochen. Die Halbwertzeit von Aussagen zur Durchsetzung der neuen Ordnung ist kurz: Dem ersten „Rettungsschirm“ werde keinesfalls ein weiterer folgen!
Der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ermöglicht den unlimitierten Zugriff auf die nationalen Haushalte durch demokratisch nicht kontrollierbare, rechtlich immune und von den Bürgern nicht überprüfbare EU-Funktionärseinrichtung. Der letzte verbliebene Bereich nationaler Souveränität, das Haushaltsrecht und im Ergebnis auch die Verfassung werden damit ausgehebelt.
Die bisherigen Machtverhältnisse zwischen EU und Mitgliedsländern kehren sich um. Nicht mehr die EU-Funktionäre müssen für Programme werben, sondern die Mitgliedsländer müssen um Rückflüsse betteln und dafür die willkürlichen Vorgaben der nicht belangbaren und nicht demokratisch kontrollierbaren EU-Funktionäre akzeptieren und bei den Bürgern durchsetzen. Damit ist die Souveränität der Mitgliedsländer obsolet bzw. ausgehebelt.
In Zukunft wird es unbedeutend sein, wen die Bevölkerungen als Vertreter wählen. Über die Politik in den Ländern entscheiden willkürlich nicht demokratisch kontrollierbare und rechtlich nicht belangbare EU-Funktionäre.
Griechenland importiert mehr als es exportiert, hat nur eine schmale industrielle Basis und die Direktinvestitionen sind im Vergleich zu anderen Staaten dieser Größe eher mäßig. Die öffentlichen Leistungen und die Einkommen stehen in keinem Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der griechischen Wirtschaft. Ohne eine weitreichende Verbesserung der Wettbewerbsposition und der Reduktion der öffentlichen Ausgaben kommt das Land nicht mehr auf die Beine. Die Rettungspakete können den Offenbarungseid unter diesen Umständen hinauszögern, aber nicht verhindern.
Standard & Poor's, Moody's und Fitch. Diese drei Namen grassieren nach spektakulären und folgenschweren Abwertungen der Bonität europäischer Staaten in aller Munde. Diese drei amerikanischen Ratingagenturen vereinen auf sich einen Marktanteil von 95 Prozent. Ihr Urteil hat an den Finanzmärkten Gewicht.
Der legendäre Börsenguru Warren Buffet etwa hält, wie NEWS in seiner Nummer 28 dieses Jahres berichtet, über die Berkshire-Hethaway-Holding 12,5 Prozent der Anteile von Moody's. Zudem ist Buffet auch an der gleichermaßen berühmten wie berüchtigten Investmentbank Goldman Sachs beteiligt. Eine eigenwillige Konstellation. Das Problem an der Sache ist, dass Ratingagenturen etwa von Banken dafür bezahlt werden, deren Produkte zu bewerten. Haben beide – Analyst und Auftraggeber – denselben Eigentümer, ist diese Verbindung der beste Nährboden für gefährliche Intransparenz und persönliche Seilschaften.
Standard & Poor's gehört dem Medienverlag McGraw-Hill, dessen größter Aktionäre wiederum die Investmentfirma Capital World Investors ist, die auch eine Beteiligung an Moody's hält. Der Franzose Marc Ladreit de Lacharriere kontrolliert Fitch Ratings über deren Mutter Fimalac (er soll über Jahre hinweg Vorsitzender der französischen Bilderberger-Sektion gewesen sein). Der Vorstand von Fimalac weist enge Beziehungen und Überschneidungen zu weltweit agierenden Konzernen wie Coca Cola und großen Banken auf.
„Was wir da machen, kostet den Steuerzahler nicht einen Cent“. Stimmt, es kostet ihn nur seinen Wohlstand und seine Zukunft sowie die seiner Kinder und Kindeskinder. Entweder wird kaputtgespart oder kaputtinflationiert. Geschehen wird wohl beides.
Prof. Sinn: "Wenn etwas die finanzielle Stabilität der Euro-Zone gefährdet, dann sind es die neuen Programne zu einem Schuldensozialismus in Europa, denn wir schaffen die Möglichkeit für neue Ansteckungswege über die Staatsbudgets."
Staatsbankrotte kommen viel häufiger vor, als die meisten Leute dachten. Spanien allein ging im 19. Iahrhundert siebenmal in Konkurs. Bis zum Zweiten Weltkieg waren diese Staatsbanhotte
sehr häufig. Sie passierten a]le 60 bis 80 Jahre.
Felix Zulauf: "Nie wurden Schuldenprobleme durch noch mehr Schulden gelöst. In Griechenland spielt sich ein episches Drama ab. Die Politiker wollen den Euro retten.... Das geht aber nur über eine schwache Währung und hohe lnflation."
Die Staatsverschuldung bildet den Grund für die Krise, in der nicht nur die EU, sondern beinahe jede entwicklete Industriestaat der Welt steckt. Wir leben in einem Umfeld explodierender Staatsverschuldung bei gleichzeitiger Steuerbelastung auf Rekordniveau.
Die Beschlüsse der Brüsseler EURO-Chaostruppe vom 21. Juli 2011 liegen nun auf dem Tisch: Wer nicht haushalten kann und überschuldet ist, kriegt noch mehr Geld. Wem das Zahlen nicht möglich ist, der braucht erst in 30 Jahren ans Rückzahlen zu denken, wenn die Kapitalien durch die Inflation entwertet sind. Vereinbarte Zinsen werden ermäßigt oder und auf Jahrzehnte gestundet. Banken, die sich verspekuliert haben, bekommen neues Kapital vom „Stabilitätsfonds“ der EU. Wenn das Steuersäckel zu viele Löcher hat, wird es aus der unerschöpflichen EU-Quelle vorsorglich gespeist. Der Markt wird außer kraft gesetzt. Geld entsteht aus dem Nichts.
"Wir" behandeln derzeit keine Eurokrise, sondern beschäftigen uns vielmehr damit, wie eine Totgeburt zum Leben erweckt werden soll!
Prof. Schachtschneider: "Wir nähern uns noch schneller dem Zusammenbruch der Währung, also der Währungsreform, die alle Deutschen, ob arm oder reich, teuer zu stehen kommen wird. Die Vermögen werden minimiert, die Löhne, Renten, Sozialleistungen werden stark gekürzt. Das wird zur politischen Instabilität führen. Bürgerkriegsähnliche Kräfte bereiten sich längst auf diese Lage vor. Sie nennen sich Antifa."
Prof. Gerhard Schöpfer: "Das weltwirtschaftliche System ist unproportioniert und durch die ungebremste Aufblähung des Finanzmärkte, deren Volumen ein 1ofaches der Güter- und realen Dienstleistungsmärkte ausmacht, in Unordung geraten. So ist die derzeitige Weltwirtschaftskrise ohne Zweifel aus dem Innersten einer Finanzkrise entstanden."
Von den grundlegenden Reformen an den Finanzmärkten, die im Zuge der Finanzkrise versprochen worden waren, fehlt nicht nur in den Bilanzen der Bankenwelt jede Spur. Anstatt auf nachhaltige Investments setzten Manager nach wie vor auf schnelles Geld und damit verbundende Boni-Zahlungen. Den Preis für resultierende Rezessionen bezahlen freilich nicht sie, sondern die Bevölkerung.
Die Kompetenzen des Rettungsschirmens werden ausgeweitet. Er kann jetzt auch Schulden, die Euro-Staaten bei Banken haben, übernehmen. Damit wurde er von einer Notfalllösung zu einer Finanzierungseinrichtung. Dotiert wird der Fonds mit Geld der Mitgliedsstaaten der Währungsunion. Durch die Umwandlung des Rettungsschirmes zu einer Finanzierungagentur wurden die Eurobonds – wenn auch in beschränktem Maß und unter einem anderslautenden Etikett – Realität.
Früher wurden Rechtsbrüche dann besonders heftig geahndet, wenn sie besonders schwer waren. Heute ist es genau umgekehrt: Je feister der Verstoß, desto gnädiger der Rechtsstaat. Beispiele gefällig? Wenn Sie tausend Euro Steuern hinterzogen haben, dann machen Sie sich mal auf was gefasst! Sollte es dagegen ruchbar werden, dass es sich um hundert Millionen handelt, dann können Sie damit rechnen, dass Ihnen der Bundesfinanzminister eine gütliche Einigung anbietet. Oder: Machen Sie eine unangemeldete Demo mit 50 gut erzogenen Freunden, bei der Sie ein kleines Plakat hochhalten, dessen Inhalt fünf Zentimeter weit in den vermeintlichen „Rechtspopulismus“ hineinlappt, können Sie gar nicht so schnell gucken, wie die Polizei ihre Zusammenrottung auflöst. Marschieren Sie hingegen mit 500 gewalttätig aussehenden „Autonomen“ unangemeldet gegen das „Schweinesystem“, wird die Polizei sie freundlich durch die Stadt geleiten und „deeskalierend“ um Ihr Verständnis buhlen.
Ein Euro ist immer ein Euro, gleich ob er aus Griechenland bzw. von den anderen Pleite-Kandidaten stammt, oder von disziplinierten Währungspartnern wie Deutschland, den Niederlanden, Finnland oder Osterreich. Dies musste zwangsläufig dazu führen, dass erstere ohne geringstes Zutun etwas wurden, was sie zuvor niemals waren: international kreditwürdige Länder. Die „beschissenen” Fondsmanager haben sich auf diese Garantie verlassen und kräftig zugelangt, denn sie brachte, was sie brauchten: saftige Gewinne aus den sich von Griechenland bis Irland bildenden „Blasen” aus boomendem Immobiliensektor, explodierenden Aktienkursen und ins Kraut schießenden Inflationsgewinnen zufriedener Investoren.
„Dabei ist das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat und jetzt schon wieder dabei ist, alles genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat”, schrieb, der zorniger Altkanzler Helmut Schmid in der "Zeit".
Die Mitglieder des Euroraumes sollten nicht mehr länger eigene, staatliche Anleihen ausgeben. In Zukunft sollen Schulden solidarisch aufgenommen werden, geht es nach dem Willen mancher Brüsseler Bürokraten. Für Länder mit Triple-A-Rating wäre das ein teures Abenteuer. Hoch verschuldete Volkswirtschaften wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien würden in die Bewertung dieser neuen Bonds ebenso einfließen, wie die Bonität Deutschlands, der Niederlande und Österreichs.
Nicht das wirkliche Kapital, sondern das real nicht existente Kapital, das Giralgeld, das fiat money, bringt die höchsten Zinsen. Das künstliche Kreditgeld bringt Zinsen für nichts, für Luft.
Die Finanz auf ihrem Gipfelpunkt, als Selbstzweck, die Internationale Finanz verneint die Nationalität und erkennt sie nicht an. Sie erkennt auch den Staat nicht an - daher ist sie,
objektiv gesehen, kosmopolitisch und anarchisch, und würde es restlos sein, wenn sie, die jeden nationalen Staat verneint, nicht notwendigerweise selbst ihrem Wesen nach ein Staat wäre.
Unter der Bedingung marktwirtschaftlicher Verhältnisse kann eine schlechte Wirschaftspolitik eine gute Währungspolitik nur unwesentlich stören, aber umgekehrt kann keine noch so gutgemeinte Wirtschaftspolitik die Mängel einer Währungsordnung kompensieren.
Rakowski-Protokolle: "Der Widerspruch, mehr verbrauchen als erzeugen zu wollen, wird durch einen anderen ausgeglichen: die Geldinflation..... Die Finanz auf ihrem Gipfelpunkt, als Selbstzweck, die Internationale Finanz verneint die Nationalität und erkennt sie nicht an. Sie erkennt auch den Staat nicht an - daher ist sie, objektiv gesehen, kosmopolitisch und anarchisch, und würde es restlos sein, wenn sie, die jeden nationalen Staat verneint, nicht notwendigerweise selbst ihrem Wesen nach ein Staat wäre..... Geld ist Macht. Geld ist heute der Mittelpunkt der
Gravitation in der Welt..... Zu wissen, wie die Internationale der Finanz dazu kam, Herr des Geldes zu werden, dieses magischen Talismans, der bis in unsere Zeit für die Menschen in steigender Entwicklung das geworden ist, was einst Gott und Nation waren, das ist etwas, das an wissenschaftlichem Interesse sogar die Kunst der revolutionären Strategie übertrifft - denn es ist auch Kunst und auch Revolution."
Unser Wirtschaftssystem ist auf permanentes Wachstum aufgebaut, aber unendliches Wachstum kann es auf einem endlichen Planeten nicht geben. Das System ist so gestaltet, dass die Wirtschaft nur wachsen kann, indem Personen, Firmen und Staaten sich verschulden. Durch diese Aufnahme von Schulden wird neues Geld erzeugt, Geld das zuvor nicht existierte – das nennt man dann „Geldschöpfung.“ Das Geld, das als Kredit vergeben wird, wird von den Banken quasi aus dem Nichts heraus erfunden. Dieses Geld existiert nicht wirklich, es ist nicht physisch vorhanden, sondern existiert nur auf dem Papier. Durch die steigende Geldmenge wird das Geld wertloser, es kommt zur Inflation. Irgendwann steigen die Preise stärker als die Einkommen, dann können die Menschen sich wieder weniger leisten, die Wirtschaft gerät ins Stocken. Gleichzeitig sind die Schulden so hoch geworden, dass die Zinslast die Menschen, die Kommunen und ganze Staaten erdrückt.
Das zweite Hilfspaket für Griechenland ist über die Bühne. Nach intensiven Verhandlungen und Beratungen hat die Politik am Ende dem Druck der Märkte nachgegeben. Weitere 109 Milliarden Euro an europäischem Steuergeld finden ihre Bestimmung in Griechenland. Die Steuerdisziplin im alten Hellas muss wesentlich gehoben werden – bisher blüht die Schattenwirtschaft in dem ansonsten so sonnigen Land. Die Privatisierung der staatlichen Industrie müsste ebenso gelingen. Doch ob diese Unternehmen tatsächlich Käufer finden werden, steht bei eingehender Betrachtung der Vermögenswerte in den Sternen. Vorerst gönnte sich die Eurozone eine 109 Milliarden Euro teure Verschnaufpause.
Sollte es Griechenland und seinem Premier Papandreou nicht gelingen, den Haushalt nachhaltig zu sanieren, stünde Europa tatsächlich vor einem – dann allerdings 219 Milliarden teuren - Scherbenhaufen, und wir dürfen kräftig in die Tasche greifen. Der Steuerzahler wird dann die Zeche im griechischen Restaurant alleine zahlen.
Seit die Banken es im Jahre 1914 geschafft haben, das Geld vom Gold zu trennen − seit unser Geld also nicht mehr durch wahre Werte gedeckt ist −, können die Banken mit uns allen machen, was sie wollen, und fast niemand scheint es zu begreifen.
Im Wesentlichen werden die Börsenentwicklungen nur noch von Politiker-Entscheidungen und Veränderungen der Markttechnik beeinflusst. Die Realwirtschaft erscheint vernachlässenswert. Die Stamokap-Theorie feiert fröhliche Urständ´ und bewahrtheitet sich in den "fortgeschrittenen" Gesellschaften - der finanz-politische Komplex bestimmt das soziale Leben!
Prof. Wilhelm Hankel: "Der Offenbarungseid Griechenlands steht bis heute aus. Die meisten Banken und Versicherungen könnten die Schäden, die ihnen durch ihre leichtsinnige Kreditvergabe entstanden sind, aus eigenen Mitteln tragen. Die Warnung vor einer Kettenreaktion ist nur eine Schutzbehauptung, die dazu dient, die privaten Gläubiger aus ihrer Verantwortung zu entlassen....
Die aufgezwungenen Sparmaßnahmen in Griechenland werden keinen Erfolg haben. Griechenland kann seine Schulden nicht mehr bezahlen, das Land ist pleite. Hinzu kommt, dass alle Antriebskräfte der griechischen Wirtschaft zunichte gemacht werden. Griechenland hätte gar nicht erst den Euro bekommen dürfen, das Land hat falsche Zahlen vorgelegt. Griechenland ist nur noch ein Protektorat der Troika."
Hat ein Staat Schulden, tritt der Staatsbankrott in endlicher Zeit ein, sobald die Zuwachsrate der Staatsschuld (Zinsen + zusätzlicher Haushaltsabgang, das Defizit!) größer ist als die Wachstumsrate.
Die Institutionen des Westens sind zu Karikaturen der Scheinheiligkeit verkommen. Der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Europäische Zentralbank (ECB) verstoßen gegen ihre eigenen Statuten, um französischen, deutschen und niederländischen Banken aus der Patsche zu helfen. Der IMF ist nur ermächtigt, Darlehen für den Zahlungsausgleich zu
gewähren - aber er gibt der griechischen Regierung Geld für verbotene Budgetausgaben, damit die griechische Regierung die Banken bezahlen kann.
Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt hat scharfe Kritik an der Finanzbranche und an der dort vorherrschenden Internationalisierung geübt. In einem Kommentar in der von ihm herausgegebenen Wochenzeitung Die Zeit teilte Schmidt die Menschheit in drei Kategorien ein: 98 Prozent seien normale Menschen, die zweite Kategorie seien die mit einer kriminellen Ader, die vor Gericht und ins Gefängnis gehörten. Die dritte Gruppe, die Schmidt als Letzte erwähnte, seien die Investmentbanker und Fondsmanager.
Dabei, so der 92jährige Altkanzler weiter, sei „das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat und jetzt schon wieder dabei ist, alles wieder genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat.“
Kein Parlament, auch nicht das deutsche, darf unter Zeitdruck und dem Zwang einer „behaupteten, aber nicht bewiesenen Notsituation“ seine Kontrollpflichten vernachlässigen, so Dietrich Murswiek, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht an der Uni Freiburg und Prozeßvertreter des in Sachen Euro-Rettung klagenden CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechtfertigt seinen Aktionismus in dieser Sache damit, man habe im Mai 2010 vor der „Notsituation“ gestanden, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren zu müssen – eine mögliche Kettenreaktion, gefährlicher als die nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Er verpfändet eine dreistellige Milliardensumme fast in der Größenordnung des Bundeshaushaltes auf Jahre hinaus für Hilfsaktionen, von denen er noch nicht einmal darlegen kann, ob diese Reparaturen am Haus Europa überhaupt notwendig sind und wem sie konkret nützen: Griechenland, dem Finanzsektor, der sein in Griechenland verzocktes Geld dadurch wieder erhält, oder dem Euro.
Ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprengt, Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa unbegrenzt festschreibt, seine Mitbürger um den Gegenwert ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prellt, indem er es ermöglicht, daß europäische Pleitestaaten die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus der EU „ersetzen“ können und diese Generation und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken belastet – ein solcher Finanzminister wäre in jedem anderen Land politisch ein toter Mann. (Prof. Wilhelm Hankel)
Ein edles Wettrennen: Wer ist schwächer, der Euro oder der Dollar?
Früher ging der unseriöse Geschäftemacher in den Konkurs, um sich zu sanieren. Heute reicht die bloße Drohung mit der Insolvenz.
Wer ist nur gegen die heilsamen Staatsbankrotte? Die Bankenlobby und ihre Hilfstruppen in Politik und Ökonomie! Die Banken haben in verantwortungsloser Weise – statt die reale Wirtschaft mit Krediten zu angemessenen Zinsen zu versorgen – mit wesentlich höher verzinsten Staatsanleihen fallierender Staaten ihre guten Geschäfte gemacht. Das brachte den Bossen „Boni“. Auch unseren „Bankstern“.
Die Sparer werden ihr gutes, hart erarbeitetes und versteuertes Geld gegen eine Buchungszeile getauscht haben. Das Geld ist dann weg! Da die Staatsschulden samt und sonders (bis auf die Konkursquote!) uneinbringlich sind, werden auch die entsprechenden Guthaben allesamt auf Null gestellt. Dann kann der Zauber von Neuem losgehen.
Ein verantwortungsloses Management gefährdete Bestand und Gesundheit von Unternehmen, um kurzfristig hohe Gewinne einzufahren. Es wäre Aufgabe der Justiz, die Sachlage zu klären und verantwortliche Entscheidungsträger zur Rechenschaft zu ziehen. Doch in diesem Bereich mahlen die Mühlen der Justiz bestenfalls langsam, in vielen Fällen gleich gar nicht.
Sobald die hohe Finanzwelt im Spiel ist, scheint die Justiz jegliches Interesse an Aufklärung zu verlieren. Unsere Justiz sperrt dafür Leute, die das falsche Wort am falschen Ort sprechen, sonst aber niemanden ein Haar krümmen, geschweige denn auch nur einen Cent wegnehmen, für Jahre hinter Gitter.
Nachdem die EZB sich an Pleitebonds aus Griechenland und anderen
Pleitestaaten der Eurozone vollgesogen hat, herrscht dort die totale Panik vor dem Default dieser Papiere, was den eigenen Bankrott besiegeln würde. Normalerweise nimmt eine Zentralbank nur Papiere, die zumindest ein Investment-Rating haben. so ist die Panik im EZB-Turm unendlich groß. Real ist die EZB pleite und ihr Euro ist es auch. Kein Wunder, dass sogar schon große Zeitungen wie die Welt ihren Lesern laufend empfehlen, endlich aus dem Euro zu flüchten. Diesem Rat kann man nur zustimmen und jedermann empfehlen, sich in Rohstoffe (Gold usw.) oder Immobilien zu retten.
In den letzten Jahren erlebten wir neben wirtschaftlichem Wohlstand eine unglaubliche Welle von Globalisierung, EU-Gläubigkeit, Political Correctness, Abwertung der eigenen Nation, usw. Jetzt mit der überall einsetzenden Wirtschaftskrise geht es wieder zurück in die andere Richtung – zum eigenen Stamm. (Walter K. Eichelburg)
Katastrophen und Finanzkrisen haben einen neuen Typus von Spekulanten geschaffen: Sie setzen auf Horror-Szenarien und zocken ab, wenn der Ernstfall eintritt. Der kalifornische Hedge-Fondsmanager Mark Spitznagel freut sich, wenn andere leiden. Er freut sich, wenn Griechenland der Pleite näher rückt. Er freut sich, wenn die US-Konjunktur einbricht. Er freut sich, wenn der Nahe Osten im Chaos versinkt. Spitznagels Universa Investments, beheimatet im kalifornischen Santa Monica, bewegt insgesamt mehr als sechs Milliarden Dollar. Aber nichts für arme Kirchenmäause: Nur rund 15 Privatinvestoren sind dabei, mit je mindestens 50 Millionen Dollar. Sie setzen nicht auf einen Boom, sondern auf den nächsten Crash. Ihre Hoffnung: dass die Weltbörsen von einer neuen Katastrophe erschüttert werden.
Das Rettungspaket ist nicht nur ein Milliardengrab für die Geberländer. Die Vorgänge rund um das neue "Hellas" mutierten allmählich zur Bestattung von Demokratie und Mitbestimmung. Abgehoben und als wären sie ihren Völkern in keiner Weise verpflichtet, werden gewaltige Vermögenswerte quer durch Europa transferiert. Banken und Ratingagenturen haben begonnen, demokratisch legitimierte Regierungen in die Knie zu zwingen. Die Tradition der öffentlich-demokratischen Debatte wird durch unkontrollierte Mächte untergraben.
"Nicht weniger, sondern mehr Europa ist die Lösung der gegenwärtigen Stabilitätsfrage", so tönt es von Seiten unserer Euromaniker. Bis 195 tönte unsere Staatspropagande, daß Österreich so lebensfähig sei und keinerlei "Anschluß" brauche. Seitdem rufen dieselben für alles und jedes nach der EU. Welche Propadanga wahr jetzt war und welche lügt? An den Rahmenbedingungen kann es jedenfalls kaum liegen, daß wir jetzt um 180° anders "informiert" werden, denn diese haben sich nicht wesentlich geändert.
Die neoliberale Geldmengenvermehrung jenseits aller realistischer Deckung hat die Bedeutung des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel völlig ausgeblendet. Der Dollar hat seit der Gründung des US-Zentralbankensystems (FED) im Jahre 1913 rund 97 % seines Wertes verloren. Das vom Staat verliehene Privileg zur Teilreservehaltung der Banken (zuletzt nur 2 % der Verleisumme) heizt die Inflation oder vornehmer den "allgemeinen Preisauftrieb" an. Die Eigendynamik des Zineszins verschärft das weltweite Schuldgeldsystem, das nur solange weiter funktioniert, als das gläubige Vertrauen an das Fiat Money (Kunstgeld) aufrecht erhalten bleibt. Dieses schwindet aber zusehends.
Erst haben Staaten ihre Banken gerettet, jetzt sind Staaten selbst unterm Rettungsschirm. Aber über dem Rettungsschirm ist nur noch der blaue Himmel. Die Rettungsmaßnahmen haben die Krise bisher immer weiter verschärft. Hätte man sich im vergangenen
Jahr an den Lissabonner Vertrag gehalten, der Beistandszahlungen verbietet, dann hätte Griechenland umgeschuldet, genauso wie das Uruguay, Argentinien, Russland und andere Staaten in den letzten 15 Jahren getan haben.
Etliche Banken und Hedgefonds profitieren von folgendem Geschäftsmodell. Schritt eins: Sie verkaufen die Anleihen des betreffenden Landes. Schritt zwei: Sie bringen das Land ins Gerede. Schritt drei: Nachdem die Kurse derAnleihen gesunken sind, kaufen sie billig zurück. Und zuletzt jagen sie die Regierungen mit dem Unsinn ins Bockshorn, eine Insolvenz werde verheerende Folgen haben.
In der Marktwirtschaft geht es bis hin zum Klempner, dessen Kunde die Rechnung nicht bezahlt, nie um eine Beteiligung der Gläubiger, sondern darum, dass die Gläubiger im Ernstfall ausschließlich und allein auf ihren Forderungen sitzenbleiben. Nur dann haben sie einen Anreiz, ihre Schuldner sorgfältig auszuwählen. Marktwirtschaft kann ohne eigene Haftung nicht
funktionieren, Die staatlichen Rettungsmaßnahmen setzen Fehlanreize, die die Finanzmarktprobleme immer weiter verschärfen.
Würde eine Insolvenz des kleinen Griechenlands tatsächlich eine weltweite Finanzkrise auslösen, dann könnten neue Rettungsprogramme das Problem nicht lösen. Sie würden es vielmehr intensivieren, denn wenn kein Staat und keine Bank mehr pleite gehen darf, weil sonst eine Finanzkrise droht, sind wir am Ende. Dann schaukelt sich das Problem immer weiter auf und endet in
einer noch viel größeren Krise.
Die Finanzökonomie hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von der Logik eines funktionierenden Marktes gelöst. Sie ist keine Triebkraft der Realwirtschaft mehr und ist zum Parasiten geworden, der die Realwirtschaft überwuchert und zu ersticken droht. Ist die Finanzwirtschaft also, in der es dem Anspruch nach rational zugehen soll, selbst zum Ausdruck des Irrationalen geworden? (Das Philosophische Quartett, ZDF 19.6.2011)
Die Erfahrungen in Griechenland, Irland und Portugal haben gezeigt, dass ab 7 Prozent Zinsen für Staatsanleihen der Absturz nicht mehr aufzuhalten ist. Dann wäre auch Spanien bald reif für den Rettungsschirm.
Das alles wird jetzt noch ergänzt durch die am Fronleichnamstag 2011 verkündete und von der Öffentlichkeit kaum bemerkte Übernahme der Garantien für die Beiträge des IWF durch die EURO-Mitgliedsländer, die am alten und neuen Griechenlandrettungspaket mitmachen. Ohne deren Haftung, so verlangt es der IWF, werden weitere Tranchen schon vereinbarter Kredite nicht ausbezahlt, geschweige denn wird sich der IWF an irgendwelchen Aufstockungen beteiligen.
Wiederum trifft das ganz besonders Deutschland, aber auch Österreich, die, so scheint es Absicht, an den Haftungsübernahmen ersticken sollen. Ihnen werden jetzt Horrorszenarien vorgespielt, die angeblich eintreten werden, wenn sie die Pleitestaaten nicht mehr unterstützen sollten. „Germany must perish“ und Österreich muss kuschen. Brüssel und Berlin werden regiert von Brüssel, Brüssel von Washington und Washington von der Wallstreet.
Der EURO sei nur zu retten durch einen „Europäischen Währungsfonds“ nach Muster des IWF, Begebung von Eurobonds, für die alle Mitgliedsländer haften und eine EZB, die „Geld aus dem Nichts“ in unbeschränktem Ausmaß schaffe und damit die Banken mit frischem Geld für die Staatseinleihen versorgen könne. Gewünscht wird also die Umwandlung der Europäischen Union in eine Transfer-, Haftungs- , Schulden-, Fiskal- und Sozialunion, geleitet von den „Hohen Kommissaren“, die wie einst der Oberste Sowjet mit einer Art Wirtschaftsregierung die Brüsseler „Gospläne“ durchsetzen. So also sieht Marktwirtschaft, europäische Kultur und humanistische Freiheit aus, jubilate!
Schäuble lässt sich von Herrn Ackermann vorschreiben, was er zur Rettung des EURO zu tun hat und wie er sich in Brüssel verhalten soll. Trichet wird jetzt durch Herrn Mario Draghi aus Italien ersetzt, der bei Goldmann & Sachs lernte, wie man in Brüssel trickst.
"Das Griechenretten nützt nichts. Es schadet nur. Der Rechtsstaat erodiert. Aus aufrechten Europäern wird eine Bande von Bestechern und Erpressern." (Aus einer Analyse von Rainer Hank in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung").
Kein müder Pfennig fließt in Wirklichkeit nach Portugal oder Griechenland. Das Geld geht an die Banken. Wir sind Zeugen eines fortgesetzten Raubzuges der Investmentbanken gegen die Steuerzahler der EU-Mitgliedsländer.
Jeder in Griechenland weiß, dass die ganzen "Rettungs"-Schulden, alle diese Milliarden, nicht in die wirkliche Wirtschaft Griechenlands fließen. Alles, was die Griechen an Schuldendienst aufbringen, geht für Wucherzinsen drauf. Das ist Raub und Diebstahl.
Die USA konnten in der Vergangenheit ihre Weltmacht mit ihrer militärischen Überlegenheit leicht sichern. Die enormen Kosten für die weltweiten Unterwerfungskriege der USA finanzierte der Rest der Welt durch den Zwangskauf von US-Dollars im globalen Handel. Als Weltleitwährung musste jedes Land im internationalen Handel mit US-Dollar bezahlen, somit dieses Papier ständig neu kaufen. Dadurch konnte Amerika beliebig viele Dollars drucken und alle seine verbrecherischen Militäraktionen somit auf den Rest der Welt abwälzen. Diese Situation hat sich geändert.
Geldumlauf: Das Geld läuft von den Arbeitenden zur Bank und in den Staatssäckel, vom Staatssäckel zur EU, von der EU nach Griechenland und von Griechenland zur Bank zurück. Es gibt sogar einen Rundenzähler, die Staatsverschuldung. Der ist so fleißig und steigt und steigt und steigt.
Wenn alle fleißig drucken, bleibt der Wert zwischen Dollar und Euro relativ stabil. Höchstens ein paar Störwährungen, wie Schweizer Franken, Kanadischer und Australischer Dollar oder Renminbi, die werden immer teuerer.
Die fast 4.000 Tonnen Gold der Deutschen Bundesbank lagern sicher in New York und London. Dort sind sie so sicher, daß wir selbst niemals mehr herankommen werden. Dieses Gold wird im Rahmen des Crash enteignet, ganz legal, natürlich, wie damals nach den Weltkriegen. Deutsche Firmen, die von den beliebten Heuschrecken gegen grüne Krätze, also Verfalldollar, gekauft wurden, sind natürlich weg. Die bleiben in fremden Händen, wie einstmals Opel. Und natürlich werden auch die Knebelverträge mit den dummdreisten Demokraten in deutschen Stadtparlamenten eingehalten, das "Cross-Border-Leasing".
Das Zinseszins-System verhält sich unerbittlich - es benötigt immer neue Schuldner, um ein bißchen weiterzulaufen und die Illusion des Reichtums ein wenig länger aufrechtzuerhalten. Unsere gute Oma Tüttelbek haftet als Bürgerin für jene Kredite, welche die Nettozahler bei der Deutschen Bank aufnehmen, um Geld nach Griechenland zu schicken, das postwendend bei der Deutschen Bank von Josef Ackermann ankommt.
Unsere Banken sind stockseriöse und vertrauenswürdige Firmen, da ging auch 1923 kein einziger Pfennig verloren. Alles Geld, wirklich alles, war noch da. Das einzige, was ein bißchen gelitten hatte, war die Sekundärtugend des Geldes, genannt "Kaufkraft". Diese regelte, ob ein Ei fünf Pfennig oder fünfzig Milliarden Mark kostet. Ururoma Tüttelbek mußte feststellen, daß ihre Lebensersparnisse von 2.134,63 (vormaligen Gold-)Mark leider nicht mehr ausreichen, um auch nur ein Streichholz zu bezahlen. Die Bank hat schließlich das Konto aufgelöst, wegen Wertlosigkeit.
Der Euro ist ein Verschnitt aus 17 Landeswährungen und dient als Prokrustesbett für 17 Volkswirtschaften. Dieses Esperanto-Geld paßt keiner Volkswirtschaft wirklich, es ruiniert alle Volkswirtschaften gleichermaßen.
In der Physik ist das Perpetuum Mobile als unmöglich bewiesen worden, in der Finanzwirtschaft scheint es wunderbar zu funktionieren: Deutschland leiht sich Geld, um damit die EU, die USA, Israel und sonstwen zu unterstützen. Dieses Geld ist verschenkt (auch wenn die offiziellen Posten "Beitrag", "Stationierungskosten" oder "Wiedergutmachung" heißen mögen) und damit weg. Die aufgenommenen Schulden hingegen bleiben.
Udo Ulfkotte: »Verschwörungstheorien« werden wahr. Armageddon als wirtschaftliche Kernschmelze: Die britische Bank Lloyds hat ihre Kunden gerade darüber informiert, dass Europa nun das finanzielle Armageddon drohe. Im Klartext: der Totalverlust von Bankguthaben und Lebensversicherungen. Denn es geht nicht mehr nur um Milliarden, es geht jetzt um Billionen.
Sahra Wagenknecht: "Die Währungsunion wird uns um die Ohren fliegen, wenn Sie Zockerbanken und Hedgefonds weiter spekulieren lassen, wenn Sie weiter zulassen, dass ganze Staaten in die Pleite spekuliert werden und wenn Sie die aberwitzigen Finanzinstrumente, die das alles ermöglichen, nicht endlich verbieten." Sogar die Linken haben es verstanden, nur die "Liberalen" stellen sich dumm (oder sind es).
Länder wie Griechenland sind aus der Eurozone auszuschließen, anstatt auf der einen Seite Milliarden Euro in marode Staaten zu pumpen und auf der anderen Seite über die Hintertür eine europäische Wirtschaftsregierung einzuführen. Dadurch würden die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gezwungen sein, ihre Budgets der demokratisch nicht legitimierten Europäischen Kommission zur Genehmigung vorzulegen.
Kaum ein Tag vergeht, an dem die Finanzminister Europas nicht eine Hiobsbotschaft für den Steuerzahler verkünden. Gestern (20.6.2011) wurde verfügt, dass weitere Milliarden nach Griechenland fließen. Einzige Bedingung: Das griechische Parlament muss nächste Woche Einsparungen und ein Privatisierungspaket beschließen. Die "Griechenland-Rettung" unserer Spekulationsbanken wird zusehends zu einem finanzpolitischen Abenteuer. Man darf gespannt sein, wohin diese abenteuerliche Reise geht und wie sie enden wird. Die zahlreichen manipulativen Eingriffe in die Märkte werden sich rächen. Das Geflecht aus Schulden, Haftungen und Krediten zwischen Geber- und Gläubigerstaaten wird immer undurchsichtiger – und gefährlicher.
Prof. Hankel: "Ein Ende mit Schrecken immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende. Es hat sich nach zehn Jahren Experiment, ich könnte auch sagen Abenteuer, gezeigt, dass eine Währungsunion gar nicht funktionieren kann, selbst wenn man sie politisch gesund betet. Eurokritiker werden im Fernsehen und auch in der Presse totgeschwiegen. Die einfachen Leute merken den Ernst der Lage und sie merken ihn viel direkter und viel kompetenter als unsere Regierenden."
Die EZB hatte bis vor wenigen Monaten einen griechischen Vizepräsidenten. Dieser hat, wenn man den offiziellen Bekundungen glauben darf, nicht Bescheid gewusst, was in seinem Heimatland vorgeht. Dies überzeugt nicht, er muss es gewusst haben. Und so wissen natürlich die EZB-Direktoren aus Griechenland, Spanien, Italien oder wo immer sie herkommen, genau, was in ihren Ländern los ist. Ganz offenkundig haben sie mit ihrer Stimmenmehrheit diesen statutenwidrigen Beschluss der Mitwirkung der EZB an den Rettungsaktionen bewirkt. Dass das keine bloße Vermutung ist, zeigt der Rücktritt des früheren Bundesbankpräsidenten von seiner Kandidatur für den Vorsitz des Präsidentenamtes der EZB. Er sagte: Ich möchte mich nicht pausenlos überstimmen lassen. Die ganze Konstruktion der EZB ist schief und garantiert weder Unabhängigkeit noch stabiles Geld.
In der aktuellen europäischen Schuldenkrise arbeitet man nach dem Prinzip: Schonung der privaten Gläubiger-Banken und Haftung bzw. Zahlung durch die solventen Staaten, das heißt durch die Steuerzahler. Nach dieser Methode gehen die Staaten der Euro-Gruppe bei dem überschuldeten Griechenland vor.
Um den Milliardenbetrag des Euro-Rettungsschirmes zu verdienen, müßten zwanzig Millionen Menschen ein Jahr lang arbeiten.
US-Hypothekenbanken verkauften ihre Schrott-Kredite mit Abschlägen an Investmentbanken wie die Bankrottbank ‘Lehman Brothers’. Diese Institute „verbrieften“ die faulen Kredite und verkauften sie als Hochglanz-Finanzprodukte an renditegierige Kunden. Zugleich traten die Rating-Agenturen als Fälscher auf, indem sie den Plunder als hochwertige Produkte zertifizierten. Dies "ehrlichen Makler" gehen noch heute ihrem Handwerk nach.
Griechenland, das kleine Fass, dem leider der Boden fehlt, mag die EU in eine tiefe, existenzielle Krise stürzen. Der deutsche Sonderweg beim Atomausstieg könnte Ähnliches bewirken. Und es wird ein Rätsel bleiben, warum man das in dem mit klugen Beraterstäben reich gesegneten Berlin partout nicht hat sehen wollen.
Plötzlich aber, seit Fukushima genau genommen, ist es aber nicht mehr, wie es eben noch war. Denn nun hat die Politik Siebenmeilenstiefel angezogen und sich in nur knapp drei Monaten in das größte energie- und damit industriepolitische Abenteuer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gestürzt.
Für künftige Historiker wird es eine so lohnende wie spannende Aufgabe sein herauszufinden, was in den Tagen nach dem 11. März 2011 - dem Tag, an dem Japan von einem Tsunami geschlagen wurde und das Wort Fukushima um die Welt ging - in der Herzkammer der Berliner Politik geschehen ist, was da ins Rutschen und Fallen kam. Heute kann man schon feststellen, dass es - entgegen den Beteuerungen einer ganz großen, parteienübergreifenden Koalition - wenig mit Vernunft, Nachhaltigkeit und geordnetem Verfahren zu tun gehabt hat. Dafür aber viel mit Stimmung, Hektik, nicht ökologischer, sondern parteipolitischer Konkurrenzangst.
Der Sachstreit füllt ganze Bücherregale, alle Argumente sind längst entwickelt, ausgetauscht und erwogen. Jede Eventualität ist durchdacht worden, jedes apokalyptische Szenario ist ermessen worden, jedes Restrisiko ist auf seinen realen Gehalt abgeklopft worden. In Fukushima - das die Deutschen im Übrigen weit mehr beschäftigt hat als der furchtbare Tsumani, der mindestens 20 000 Menschen das Leben gekostet hat - ist nichts geschehen, was man nicht vorher schon als Möglichkeit hat wissen können. Es gibt nicht die Spur eines vernünftigen Grundes, Fukushima zum Saulus-Paulus-Moment zu erhöhen. Wie umgekehrt die Katastrophe von Fukushima, die in dem regelmäßig von Erdbeben heimgesuchten Japan stattfand, nichts über die Verträglichkeit und Zulässigkeit von Kernkraftwerken in Deutschland aussagt. Dem plötzlichen Atomschwenk der Bundesregierung fehlt der rationale Kern.
Noch nie zuvor wurde in der Bundesrepublik ein Gesetzespaket, das zudem außerordentlich umfangreich ist, derart im Schweinsgalopp auf den Weg gebracht wie das zur Energiewende. Es konnte gar nicht schnell genug gehen, ein wahrer Überbietungswettbewerb im Ausstiegstempo kam in Gang. Da musste die Sorgfalt auf der Strecke bleiben - wie inzwischen und leider zu spät viele Sachkenner offen aussprechen.
Die Regierungspolitik nahm ihre Geiselnahme durch einen unterstellten Volkswillen bereitwillig, ja geradezu begeistert hin. Endlich einmal konnten große Linien gezogen werden, endlich einmal schien es legitim zu sein, Alternativen auszuschließen.
Es klingt fast ein wenig nach DDR, wenn jetzt beschlossen wird, dass der Ausbau erneuerbarer Energien bis 2020 von 17 auf 35 Prozent steigen soll. Nichts gegen kühne Ziele - viel aber gegen den Übermut von Politikern, die gesellschafts- und wirtschaftsfern verbindliche Planvorgaben machen. Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow hat nicht unrecht, wenn er sagt, dieser Atomausstieg sei "ein Fall von Planwirtschaft".
Deutschland verstößt mit seinem Sonderweg auf elementare Weise gegen ein EU-Prinzip, dessen Hüter in der Vergangenheit stets vor allem Deutschland gewesen war. Dieses Prinzip besagt, dass es in der EU keine Politik der Überrumpelung und unabgesprochener Sonderwege geben darf. Man hat die Langsamkeit und die klebrige Komplexität der Europäischen Union hingenommen, weil man - eine böse Geschichte im Rücken - mit Macht verhindern wollte, dass die alte und mörderische Staatenkonkurrenz der nationalistischen Epoche Europas wieder zurückkehrt. Es hätte daher bei einem derart säkularen Projekt wie der Energiewende alles dafürgesprochen, sie strikt im EU-Verbund anzugehen, Trippelschritt um Trippelschritt.
Der neue Bundesbankchef Jens Weidmann ist erst einige Wochen im Amt – doch er vollzieht den Rollenwechsel vom Top-Berater im Bundeskanzleramt zum Chef der Bundesbank mit aller Konsequenz. Würden die Hilfen für Griechenland eingestellt, wäre dieser Staat faktisch pleite: Er könnte sich die hohen Zinsen, die er an den Finanzmärkten für seine Schulden zahlen müsste, nicht leisten. Die deutsche Bundesregierung und andere EU-Länder fürchten dieses Szenario. "Der Euro würde auch diese, keinesfalls wünschenswerte Belastungsprobe überstehen", schreibt der Bundesbankchef in einem Gastbeitrag für die "SZ". Die Folgen einer Staatspleite wären allerdings weitreichend, räumt Weidmann ein.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann am 16.November 2009 auf der Euro Finance Week im Frankfurter Bankenviertel: "nicht zuletzt könnte solch ein Fonds, wenn man ihn auf europäischer Ebene errichtete, ein wesentlicher Baustein zur Lösung des `ewigen` Problems der innereuropäischen Lastenteilung sein – und uns somit dem Ziel einer wahrhaft europäischen Aufsichtsstruktur näherbringen." Das also ist des Pudels Kerner, der Bankster als Aufsichtsorgan!
J.W. McAllister, ein Kenner der Erdölindustrie mit Verbindungen zum Hause Saud, schrieb in The Grim Reaper, nach Informationen, die er von einem saudischen Banker erhalten habe, gehörten 80 Prozent der New Yorker Federal Reserve Bank, der bei Weitem einflussreichsten der zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken, nur acht Familien, von denen vier in den USA lebten. Dabei handelte es sich um Goldman Sachs, Rockefeller, Lehman und Kuhn Loeb aus New York, die Rothschilds aus Paris und London, die Warburgs aus Hamburg, die Lazards aus Paris und Israel Moses Seif aus Rom.
Der Wirtschaftsprüfer Thomas D. Schauf bestätigt McAllister Behauptungen und fügt hinzu, zehn Banken kontrollierten alle zwölf Federal-Reserve-Regionalbanken. Er nannte N. M. Rothschild aus London, die Bank Rothschild aus Berlin, das Hamburger Bankhaus Warburg, das Amsterdamer Bankhaus Warburg, die Bankhäuser Lehman Brothers aus New York und Paris, die Bank Kuhn Loeb aus New York, das Bankhaus Israel Moses Seif aus Italien, die Bank Goldman Sachs aus New York und die Bank JP Morgan Chase ebenfalls aus New York. Schauf nennt William Rockefeller, Jacob Schiff und James Stillman als Einzelpersonen, die erhebliche Anteile an der Federal Reserve besitzen. (3) Die Schiffs sind Anteilseigner bei Kuhn Loeb und die Stillmans, die um die Wende zum 20. Jahrhundert in die Familie Rockefeller einheirateten, bei der Citigroup.
Das Mindestreservesystem erlaubt den Banken, das x-fache an Geld, welches sie selber haben, zu verleihen. Der Mindestreservesatz im Eurosystem beträgt derzeit zwei Prozent. Das heisst, für einen Kredit von 100'000 Euro muss die Bank nur 2'000 Euro an tatsächliche Geld bei der Zentralbank hinterlegt haben.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Absturz des Finanzmarktes ein Vermögenstransfer von den Armen und der Mittelschicht zu der regierenden Elite bedeutet. So eine Vermögensumschichtung passiert nicht einfach so, sie ist auch nicht das Resultat von Unfähigkeit und mangelnder Voraussicht. Ganz im Gegenteil, es ist bewusst gemacht und gut geplant. Im Zentrum des Vermögenstransfers liegt eine verbrecherische Korruption auf höchster Ebene des wirtschaftlichen und politischen Systems.
Wenn Griechenland seine Hausaufgaben gemacht hat, kann es eine Neuaufnahme in die EU beantragen. Dann sollte aber nichts blauäugig als wahr unterstellt, sondern alles genauestens geprüft werden. Noch einmal einen Betrügerstaat aufzunehmen, wäre fatal!
"Alternativlos" heißt ihre Devise. Wie viele Milliarden Euro bereits versenkt sind, einfach futsch, wissen sie nicht so genau. Was es noch kosten wird, wissen sie auch nicht. Und wie lange es noch dauern wird, natürlich auch nicht. Die "Geretteten" haben Verträge und Versprechen gebrochen. Aber unsere Politikaster wollen weiter "helfen" und "helfen" und "helfen". Immer noch. Den lieben Spekulationsbanken und levantinischen Betrügern. Wider besseren Rat der Ökonomen. Diese sprechen längst von gravierenden Fehlentwicklungen. Doch die Euromaniker sind beratungsrestistent. Stur.
Mit welchem Recht ist es "unseren" Politikern eigentlich erlaubt, so ungeniert mit unseren Steuergeldern umzugehen? Nur weil wir einmal eine clique als vermeintlich geringeres Übel aus einem sehr beschränkten Anegbot gewählt haben? Haben "unsere Politiker" vielleicht im Wahlkampf angekündigt und versprochen, unser Geld zu verschleudern?
John Adams, 1735-1826: "Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven - entweder durch das Schwert oder durch Schulden."
Einige Länder müssen aus der Euro-Gemeinschaft austreten, die auch ihren zunehmend zu Widerstand neigenden Bürgern immer mehr Lasten aufbürden.
Sobald nur einer der realen Pleitestaaten auch offiziell den
Staatsbankrott anmelden muss, ist auch die EZB offiziell pleite,
real ist sie es heute schon. Im Fall von Griechenland müssten
diese Papiere in der EZB auf vermutlich unter 10% des Nennwertes
abgeschrieben werden. Das bei einem Eigenkapital der EZB von nur 10 Mrd. Euro! In der Zwischenzeit sitzt die EZB sicher schon auf über 200 Mrd. an absolut faulen Papieren aus griechischen Banken und vom griechischen Staat.
Eine Mega-Zentralbanken-Pleite. Kein Wunder, dass Trichet nicht als der EZB-Präsident in die Geschichtsbücher eingehen möchte, der die EZB in die Pleite geführt hat. Sobald Panik einsetzt, wird dann beginnen eine Flucht aus allem Papier, egal ob Euro, Dollar, Pfund, Yen oder Franken draufsteht. Diese Run geht in die Realgüter, primär aber in Gold, dem neuen Geld.
Der Publizist Jürgen Elsässer warf Brüssel vor, eine „Diktatur
der Kommissare“ errichtet zu haben und immer mehr gutes Geld
in das Faß ohne Boden, den Euro, zu werfen. Durch Rettungsschirm und Bürgschaften für EU-Staaten habe Deutschland 170 Milliarden „vermeintliche Hilfen“ an die Großbanken „Goldmann Sachs, GP Morgan, Commerzbank, Deutsche Bank und die Betrüger der HRE“ gezahlt.
Jan Kneist: "Politik bedeutet heute Lügen, Gesetzesverletzung, das Zuschanzen von Milliarden an die Banken aus dem Beutel des Steuerzahlers, die Plünderung der eigenen Nation, den Weg in einen neuen Sozialismus! Hatte Erich Honecker doch recht, den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf? Es kann nur noch Ekel hervorrufen, von welchen Individuen dieses Land regiert wird. Von selbst werden diese Leute ihre Politik nicht ändern oder zurücktreten."
So ist es also passiert, was jeder längst wusste. Das Klatschvieh im deutschen Bundestag hat artig die Hände gehoben und dem fortgesetzten Rechtsbruch zum Schaden der eigenen Nation zugestimmt. Neue Milliarden werden bewilligt und die Bürgschaften werden gezogen.
In dieser ganzen Versammlung von Rechtsbrechern blieb nur eine buchstäbliche Hand voll echter Demokraten um FDP-Mann
Schäffler übrig. Er veröffentlichte eine bemerkenswerte Erklärung:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/7987-schaeffler-aufdem-
weg-in-die-knechtschaft. Deutschland als Kraftpaket wird einer Energie beraubt und die "Elite" reibt sich die Hände. Die Frage ist jetzt, ob auch wir warten wollen, bis das Geld über Nacht um die Hälfte abwertet, wie die Weißrussen? Politisch ist keine Hilfe zu erwarten, wir brauchen ein neues 1989, wo der Bürger seinen selbsternannten Zertretern zeigte, dass ihre Zeit abgelaufen ist.
Prof. Anton Zeillinger, Physiker: "Die aktuelle Hysterie gegen Kernenergie ist nichts anderes als kollektive Irrationalität."
Der Erwerb griechischer Anleihen ist zum steuerzahlergarantierten und -finanzierten Geschäftsmodell geworden. Die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells steht uns demnächst bei Schuldtiteln aus Zypern bevor. Doch Zypern ist klein. Wir werden die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells anschließend bei Anleihen aus
Italien und Spanien erleben. In allen drei Ländern sinkt die Sparquote. In Zypern und Italien ist sie bereits negativ. In allen drei Ländem existieren hohe Leistungsbilanzdefizrte. Fallende und schließlich negative Sparquoten bei hohen Leistungsbilanzdefiziten gingen jeweils dem Bankrott in
Griechenland und Portugal voraus.
Der Krug geht so oft zum Brunnen, bis er bricht. Doch bitte keine Krokodilstänen. Gewarnt wurde rechtzeitig und oft genug. Allein die herrschenden Parvenus wußten es ja besser!
Das ist der Fluch der bösen Tat: Zuerst auf Schulden Wahlgeschenke verteilen, dann pleite gehen und zuletzt die eigenen Bürger und dann noch die der "solidarischen Partner" für das Versagen der politischen "Demokraten"-Klasse zur Kasse rufen. Die Unfähigkeit des herrschenden Systems kann gar nicht besser demonstriert werden!
Griechenland sei Dank: Die laufenden Finanzhilfen und immer wieder nachgeschobenen Rettungsschirme führen den Euro zu Ende. Manche meinen sogar die EU. Was den Amis die Derivate, sind uns die PIIGS. Die "word democracy" wickelt sich selber ab!
Das Hotel Suvretta House in St. Moritz steht ab 9.6.2011 im Fokus der ganzen Welt. Drei Tage lang diskutieren dort rund 130 hochrangige Politiker und führende Köpfe aus Industrie, Finanzwelt und Akademie über die wichtigsten globalen Herausforderungen. Laut dem kanadischen Bilderberg-Experten Andrew Marshall versuchen sich die Teilnehmer im Engadin auch
auf einen Nachfolger von Dominique Strauss-Kahn an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einigen. «Das wird an der diesjährigen Bilderberg-Konferenz in St. Moritz entschieden
werden», sagt Marshall. Ach die Guten, sie werden die Welt noch einmal retten!
Österreich ist ein unheimlich reiches Land. Für Griechenland werden wir 2,3 Milliarden € spendieren, jetzt wird eine weitere Milliarde dazukommen. Unter diesen Summen kann sich keiner mehr was vorstellen. Das ist gut – für unsere Politiker. Würde nämlich einer der Steuerzahler begreifen, was wir hier den Griechen in den Rachen schmeißen, gäbe es wohl einen Volksaufstand. Vor allem dann, wenn man weiß, daß dieses Geld verloren ist. Weg – auf immer. Das kriegen wir nie mehr wieder zurück.
Durch die nächste Portion des Milliardenkredites an Griechenland wurde ein Staatsbankrott ein weiteres Mal hinausgezögert. Doch dieses Geld entlastet nicht etwa die griechischen Bürger - im Gegenteil: Die Aufgabe, das Geld zurückzuzahlen, das man für die Spekulantenrettung ausgibt, wird mittels drakonischer Sparmaßnahmen auf deren Rücken abgelegt. Das neue Sparpaket zweigt das Geld von Gehältern, Löhnen und Renten ab, zuerst das der Griechen und dann das aller Europäer. Die lachenden Gewinner sind die Plutokraten, die sich als Demokraten tarnen.
Die wirtschaftlichen Daten der USA müssten auf dem Rücken eines jeden Betriebswirtes einen kalten Schauer verursachen. Die Verschuldung des Landes hat sich innerhalb von acht Jahren auf hohem Niveau verdoppelt. 14 Billionen US-Dollar zählt der stattliche, staatliche Schuldenstand. Obamas Wahlkampfpopulismus kommt den Steuerzahler teuer zu stehen. Von einem strukturellen gesellschaftlichen Wandel – einem „Change“ – kann dennoch keine Rede sein. Zumindest nicht zum Guten.
Der "Krieg gegen den Terror" und seine imperialistischen Begleiterscheinungen übersteigen die Leistungskraft der Vereinigten Staaten. 60 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben werden von der letzten verbliebenen Supermacht bestritten und in angebliche Sicherheit investiert. Sein Versprechen einer friedlichen Außenpolitik hat Barack Obama jedenfalls glänzend gebrochen.
Bei der Verleihung des Aachener Karlspreises will sogar Trichet als scheidender Chef der EZB die Souveränität von Krisenstaaten beschränken. Besser als eine europäische Finanzregierung wären aber verantwortungsvolle nationale Regierungen. Wir brauchen keine internationale Interventionen, denn was hilft es schon, wenn in den internationalen Gremien dieselben Gauner sitzen wie zuvor in ihren nationalen? Wirtschaftsethik ist gefragt, sonst nichts!
Eugen Böhm-Bawerks Prophetie, inzwischen hundert Jahre alt, hat sich wieder einmal erfüllt: Politische Macht vermag das ökonomische Gesetz niemals außer Kraft zu setzen. Noch mögen die Staats- und Regierungschefs des Euroraums das Wort „Staatsbankrott“ nicht in den Mund nehmen, technisch vornehm spricht man lieber von „Schuldentragfähigkeit“. Sehenden Auges haben Europas Staaten die eigenen Verträge gebrochen, wonach wechselseitige finanzielle Hilfsaktionen („Bail-out“), für die man das Wort Solidarität lieber nicht strapazieren sollte, strikt untersagt sind: ein flagranter Rechtsbruch, der offensichtlichste und gravierendste in der Geschichte der europäischen Integration. Dass fast alle Politiker bis heute diesen Rechtsbruch leugnen und die Gerichte feige schweigen, ist nicht nur schändlich, sondern trägt auch bei zur wachsenden Entfremdung zwischen Eliten und Bevölkerung in Europa. Eine kriminelle politische Klasse vom Schlage „Nach mir die Sintflut“ bestimmt EUropas Geschicke.
Es gibt auch ein Euroshima: Die europäische Gemeinschaftswährung hat Deutschland bislang mehr als 2500 Milliarden gekostet. Österreich zieht mit. Wir schenken unsere im Außenhandel erzielten Überschüsse den „Südflanken-Minderleistern“, die es bis heute nicht geschafft haben, Überschüsse im Außenhandel zu erzielen. Wir bezahlen ihnen (über die EZB) ihre ungedeckten Importe.
Die wesentlichen systemischen Probleme sind in ihren Grundzügen schon längst erkannt. Der Widerstand der Profiteure des gegenwärtigen Systems ist jedoch so groß und ihr Einfluss so mächtig, dass sie die Meinungsbildung domminieren. Dabei haben wir auch heute mit dem Phänomen zu kämpfen das die akademische Wissenschaft immer „das Lied der Mächtigen singt“.
Wolfgang Hetzer, Europas oberster Korruptionsbekämpfer. Seit 2002 leitet Hetzer die Abteilung „Intelligence: Strategic Assessment & Analysis“ im Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) in Brüssel: "Diese Krise ist jedenfalls keine Naturkatastrophe. Sie ist kein Gottesurteil. Sie ist keine satanische Verfluchung, sondern hat ihre Wurzeln in menschlichem Handeln und in menschlichen Unterlassungen. Zu diesem Handeln gehört etwa, vereinfacht ausgedrückt, die Freigabe von Wetten mit hochspekulativen Finanzprodukten wie Derivaten. Und zu den Unterlassungen gehören neben vielen anderen Dingen, die fehlerhafte Aufsicht bzw. die Unterlassung eine wirksame Aufsichtsstruktur zu etablieren.
Da sind die Täter in der Finanzindustrie, die diese Wetten abschließen. Und da sind ihre Helfer in der Politik, die ihnen diese Wetten ermöglichten und nichts unternehmen, um die Investmentbanker in die Schranken zu weisen. Die Liste der Verfehlungen der Politik ist lang. Die Politik hat zugelassen, dass Finanzunternehmen nicht alle ihre Geschäfte in der Bilanz aufführen, sondern verheimlichen. Sie hat zugelassen, dass Banken ihre Risiken nicht mit ausreichend Eigenkapital unterfüttern mussten. Sie hat den Eigenhandel der Finanzinstitutionen mit Finanzprodukten nicht so eingeschränkt, wie es erforderlich gewesen wäre. Sie hat zugelassen, dass Kreditrisiken bis zu 100 Prozent weitergegeben wurden. Und oft genug überlässt sie die Gesetzesarbeit gleich den Finanzinstitutionen.
Die Politik hat sich von der Finanzwirtschaft am Nasenring über die Weltbühne ziehen lassen. Die Finanzwirtschaft hat ihre Interessen in Milliarden-Höhe bei der Politik durchgesetzt. Zu diesem Ergebnis kam schon die vom US-Kongress eingesetzte Kommission zur Aufklärung der Umstände, die zur Finanzkrise geführt haben." (Welt-Online, 01.06.2011)
Neues vom "homo oeconomicus": In europäischen Großkonzernen ist Bestechung üblich. Etwa jeder dritte Angestellte ist bereit, Geschäftsaufträgen mit Geld oder großzügigen Geschenken nachzuhelfen, zeigt eine Erhebung von Ernst & Young. Besonders ausgeprägt ist laut Studie die Bereitschaft zu „Geldgeschenken“ in Griechenland und Russland.
Am ehrlichsten geht es dagegen in Frankreich und Norwegen zu. Rund zwei Drittel der 2365 befragten Angestellten in 25 europäischen Ländern gaben an, dass Bestechung und Korruption in ihrem Geschäftsfeld weit verbreitet seien. Mehr als 40 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass die Bestechung mit Geld oder anderen Geschenken während der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Jahren zugenommen habe. In Portugal, Irland, Spanien und Griechenland forderten mehr als 80 Prozent der Befragten mehr Kontrollen durch Behörden, so die Umfrage. Das also ist aus Treu und Glauben geworden - es lebe der Neoliberalismus!
Im Frühjahr 2010 wurde bereits darüber berichtet, dass die griechische Postbank (TT Hellenic Postbank) Kreditausfallversicherungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro auf den Staatsbankrott Griechenlands gekauft hatte. Es wirkte ein wenig seltsam, dass ein griechischer Staatsbetrieb auf die Pleite des eigenen Landes setzte. In diesen Tagen stellt sich aber heraus, dass das erst die Spitze des Eisberges war. Premierminister Papandreou scheint in einen schier unglaublichen Skandal verwickelt zu sein. Über Umwege sind diese Credit Default Swaps in den Besitz seiner Familie und seines Freundeskreises geraten – und angesichts des tatsächlich drohenden Staatsbankrotts mittlerweile etwa 23 Milliarden Euro wert.
Dass die Postbank sich gegen eine Insolvenz Griechenlands schützen wollte, ist ja noch durchaus nachvollziehbar. Im August 2009 – zu der Zeit war Kostas Karamanlis Premierminister – wurden diese Papiere gekauft und mögen durchaus als Absicherung für den schlimmsten Fall gedacht gewesen sein. Mit dem Regierungswechsel zu den Sozialisten wechselten die CDS auch den Besitzer. Der neue Eigentümer war die Privatfirma Informed Judgement Partners in Genf, die die Papiere für 1,3 Milliarden um einen Gewinn ca. 35 Millionen für die TT Hellenic Postbank erwarb. Im Vergleich zu dem, was die CDS heute wert sind, aber ein verdammt schlechtes Geschäft. Die Kreditausfallversicherungen haben inzwischen eine Wertsteigerung von aktuell 2.700 Prozent erfahren, im Angesicht des in greifbare Nähe gerückten Staatsbankrott Griechenlands.
Jetzt könnte Griechenland so viel Geld gut brauchen. Das wäre eine ungeheure Hilfe, wo es an allen Ecken und Enden brennt. Doch, wie gesagt, die Sicherheitspapiere sind in der Hand von IJ Partners. Wer ist denn diese glückliche Eigentümerin des 23-Milliarden-Schatzes?
Das Genfer Unternehmen kümmert sich um eine erlesene Kundschaft von Millionären, und wie man sieht, mit Erfolg. Und erstaunlicherweise befinden sich viele Griechen darunter, griechische Banker und Exporteure und auch die Ökonomin Miranda Xafa, die in den griechischen Verhandlungen mit dem IWF vermittelte. Der Vizepräsident von IJ Partners, Jose-Maria Figueres, ist ein sehr guter Bekannter von Herrn Andreas Papandreou, dem Bruder von Premierminister Papandreou, unter dessen Ägide eben jene CDS an IJ Partners verkauft wurden. Besonders pikant ist der Zeitpunkt dieses an sich schon sehr merkwürdigen Geschäftes. Genau zu dieser Zeit nämlich verhandelte Papandreou mit dem IWF, genauer Dominique Strauss-Kahn (!), hinter verschlossenen Türen über ein Hilfspaket, das später als das berühmte »alternativlose« 110-Milliarden-Bailout-Paket zur Rettung Griechenlands durchgepeitscht wurde und in die Geschichte einging.
Der sozialistische (!) Premierminister Papandreou hat nicht nur den Verkauf dieser CDS an eine fremde Privatfirma geduldet bzw. sogar arrangiert, obwohl er bereits um die verzweifelte finanzielle Lage seines Landes wusste und als Inhaber des höchsten politischen Amtes diese immens wichtigen Sicherheiten hätte unbedingt zum Wohl des Landes einsetzen müssen. Dieses ungeheure Staatsvermögen wurde auch noch an eine Firma verkauft, zu der er und seine Familienmitglieder enge Beziehungen pflegen. Er hat nicht nur astronomische Profite für sich und die Seinen mit diesen Papieren erlangt, er hatte auch das Amt inne, die Geschicke seines Landes zu lenken. Da lässt sich gut Sozialismus spielen!
Es gehört keine Seherkunst dazu vorherzusagen, dass in Athen die Lunte am Pulverfass brennt. Die wütenden Griechen halten nicht mehr nur Transparente und Pappschilder hoch. Sie recken kleine Galgen mit baumelnden Henkerschlingen in die Luft. Daran steht: »Papandreou, Du bist fällig!«
Die Kreditversicherungsverträge werden anschließend von fünf bis neun Wall-Street-Instituten untereinander bis zum Tausendfachen der ursprünglichen Kreditsumme nach oben getrieben, als Wetten. Die Wetten werden am Markt für Kreditausfallversicherungen angenommen, der nur Profitanlegern zugänglich ist. Die Buchmacher sind fünf Investmentbanken. Selbst Aufsichtsbehörden dürfen ihnen nicht in die Bücher schauen, gehandelt wird außerhalb der Börse. Solange man sie gewähren lässt, wissen also allein die Buchmacher, wer welche Werte laufen hat.
Mit dem Fall der Investmentbank Lehman Brothers kamen Kreditausfallsversicherungen in aller Munde. Ökonomen bezeichneten sie gar als Massenvernichtungswaffen. Sollte ein mit CDS (Credit Default Swaps) besicherter Kredit ausfallen, erhält der Besitzer der Papiere Geld. So können Gläubiger sich und ihr Vermögen einerseits absichern, andererseits kann damit der Konkurs eines Betriebes aber auch zu einem lukrativen Geschäft werden. So macht man Geschäfte - eine gefährliche Pervertierung wirtschaftlicher Zusammenhänge.
Bruno Bandulet: Nachdem die PIGS von 1976 bis 2008 (netto) 287 Milliarden Euro geschenkt bekamen und damit in heutigen Preisen 430,5 Milliarden (mehr a1s die Hälfte davon aus Deutschland), und nachdem ihnen der
Euro jahrelang beispiellos tiefe Zinsen bescherte und dadurch die Bedienung der alten Sraatsschulden massiv verbilligte, hatten sie die einmalige Chance, ihre Finanzen zu sanieren. Sie haben davon keinen Gebrauch gemacht. Sie persönlich oder ihr verrottetes politisches System waren zu blöd dazu und haben schlecht gewirtschaftet. Sie haben die staatliche oder die private Verschuldung oder beide hochgefahren. Mit dem Ergebnis, dass sie jetzt zusäzlich zu den regulären Haushalnhilflen auch noch die Kredite des Rettungsschirms benötigen.
Der Binnenmarkt, eine der großen Errungenschaften der europäschen Einigung, kommt allen zugute, weshalb nicht einzusehen ist, warum dafür auch noch extra gezahlt werden muss. Ausgerechnet in die Länder, die den Euro nichr haben, hat Deutschland 2010 weitaus mehr als 2009 exportierr: plus 43,9 Prozent nach China, plus 27,8 Prozent nach Russland, plus 20,6 Prozent in die USÄ und nach Japan, plus 17,5 Prozent in dre Schweiz, die den Euro haben könnte, ihn aber nicht will. Die deutschen Ausfuhren in die Euro-Zone hingegen schrumpften sowohl 2008 wie 2009 und nahmen erst 2010 weit unterdurchschnittlich um 14,3 Prozent zu.
Selbst im Vergleich mit der Zeit vor 1914 hat sich an der Struktur des deutschen Außenhandels nichts Wesentliches geändert. In Wahrheit ist der Unterschied ein ganz anderer: Vor 1999 kamen die Exportüberschüsse Deutschland zugute, seit 1999 verschwinden sie im schwarzen Loch des Euro-Systems.
110 Milliarden Euro zinsgünstigen Kredits für die Griechen
(die Hälfte davon ist inzwischen vergeben) haben ihren Zweck
nicht erfüllt - verschenktes Geld der Steuerbürger, das sie aller
Voraussicht nach nicht mehr wiedersehen. Geld, das noch
nicht einmal etwas genützt hat. Sehenden Augus haben Europas Staaten die eigenen Verträge gebrochen, wonach wechselseitige finanzielle Hilfsaktionen ("Bail-out") strikt untersagt sind: eine flagranter Rechtsbruch, der offensichtlichste und gravierendste in der Geschichte der europäischen Integration.
Dass fast alle Politiker bis heute diesen Rechtsbruch leugnen
und die Gerichte feige schweigen, ist nicht nur schändlich,
sondern trägt auch bei zur wchsenden Entfremdung zwischen
Eliten und Bevölkerung in Europa. Wahrscheinlich wird jetzt einfach nur neues Geld schlechtem Geld nachgeschmissen, ohne dass dies das Elend lindern würde. ("Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am 29. Mai 2011)
Der Gipfel der acht stärksten Industrienationen sendet erneut Botschaften der Machthaber in die Welt. Die aktuellen weltpolitischen Geschehnisse wurden erschöpfend behandelt, mit dem Ergebnis, dass die "Weltgemeinschaft" ihre Macht auf andere Systeme ausbauen müsste. Konkret wurden die weiteren Handlungsschritte bezüglich des arabischen Raumes, der weltweiten Atompolitik sowie der Bewältigung der Finanzkrise festgelegt. Eine gefährliche Drohung. Sich selber können sie nicht helfen, aber ihr System wollen sie trotzdem weltweit verbreiten, also die Weltherrschaft erobern. Andere sind wegen angeblich denselben Absichten hingerichtet worden.
Prof. Dr. Wilhelm Hankel: "Die entscheidende Bedrohung der Euro-Währung kommt aus dem Starr-, oder richtiger: Wahnsinn der EUPolitiker. Sie wollen die Eurozone zusammenhalten und sogar noch erweitern, obwohl längst der Beweis erbracht ist, daß dieses Konglomerat aus Industrieund (De-facto)-Entwicklungsländern nicht funktionieren kann. Letztere werden immer versuchen, ihren Rückstand durch Verschuldung auszugleichen." Einzige Nutznießer sind die tonangebenden Geldverleiher, -erzeuger und -spekulanten.
Für seine Verdienste um die Gemeinschaftswährung und deren Stabilität soll Jean-Claude Trichet den internationalen Karlspreis erhalten, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. Worin die Verdienste des scheidenden Präsidenten des Präsidenten des Europäischen Zentralbanksystems bestehen sollen, bleibt freilich zweifelhaft – zumindest was Währungspolitik anlangt. Seine Entscheidung, auf den Märkten unveräußerliche Staatsanleihen fast bankrotter Euroländer zu kaufen, könnte dem Euro den Todesstoß versetzt haben.
Die Lage innerhalb des Euroraumes bleibt angespannt. Durch Transferzahlungen, Barüberweisungen an Staaten und Haftungsübernahmen entstand ein undurchschaubares Finanzgeflecht. Schon der ungeordnete Ausfall eines volkswirtschaftlich gesehen unbedeutenden Landes wie Griechenland könnte den gesamten europäischen Wirtschaftsblock gefährden. Unverantwortliche Politik sowohl der Zentralbanken als auch der politischen Entscheidungsträger hat zum Entstehen eines milliardenschweren Dominosystems geführt, das ganz Europa umspannt und zum Wohle aller Beteiligten langsam entflochten werden muss. Das Primat der Politik ist ein für alle Mal gebrochen. Selbst Rettungsschirme, die mit hunderten Milliarden Euro dotiert werden, vermögen die längst übermächtigen Finanzmärkte nicht mehr zu beruhigen.
Nachdem die Finanzwirtschaft nun Griechenland in die Enge getrieben hat, kann das große Geschäft des Ausverkaufs (Privatisierung!) ja beginnen. Die Ausbeutung entwickelt sich vom Rande (in den Entwicklungsländern ist nichts mehr zu holen!) schön langsam ins Zentrum. Der parasitäre Finanzkapitalismus muss systemimmanent exponentiell wachsen (Geldschulden und Geldvermögen) und würgt daher wie ein Krebsgeschwür die Realwirtschaft ab, da er selbst keine Leistungen erbringt aber einen ständig steigenden Anspruch die die volkswirtschaftlich erbrachten (Real-)Leistungen stellt.
Bis zum 28. März 2011 waren alle deutschen Kernkraftwerke - so die Auffassung der Bundesregierung -sicher; sie genügten in jeder Hinsicht den strengen gesetzlichen Bestimmungen. Plötzlich nicht mehr! Fukushima und die desaströsen Wahlergebnisse für CDU/FDP in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen sollen neue physikalische und ethische Erkenntnisse gebracht haben? Was, wenn ein Flugzeug auf ein voll besetztes Fußballstadion fällt? Werden die jetzt auch geschlossen?
Danke, danke an unsere großartige Systempresse. Wenn wir sie nicht hätten, wäre der eine oder andere Bürger vielleicht schon auf die Idee gekommen, sein Geld von der Bank zu holen, so wie es die Griechen aktuell tun. Aber zum Glück werden wir zur Zeit umfassend mit EHEC, amerikanischen Tornados und auch mal wieder mit der japanischen Atomkatastrophe unterhalten. Sicherlich hat alles davon ein Recht auf mediale Verarbeitung, aber im Vergleich zu den aufziehenden Volksaufständen in den Mittelmeerländern, den drohenden Staatsbankrotten und den neuerlichen kriminellen Militäraktionen der NATO in Libyen ist das nur eine zu leicht durchschaubare Ablenkung.
Vergegenwärtigt man sich, dass die FED im Durchschnitt 75 Mrd. USD im Monat an Staatsanleihen aufkauft, dann ist sie zum Hauptfinancier (ca. 80 %) der laufenden US-Schulden geworden. Wie eine Kriegswirtschaft.
Also, was soll jetzt passieren ab Juli? Glauben Sie ernsthaft, dass die Amerikaner 80 Mrd. pro Monat einsparen werden, ihre wahnsinnige Kriegsmaschine zurückstutzen oder die Steuern für die Superreichen erhöhen? Oder die Chinesen wieder überreden, in US Papiere zu investieren? Sicher nicht!
Der IWF, im Allgemeinen Vollstrecker der Härtemaßnahmen, weigert sich, die nächste Tranche der Rettung auszuzahlen, wenn die EU Staaten nicht bürgten. Der Bürger weiß indessen, dass es keine Rettung gibt. Die nötigen „brutalen Opfer“ werden die Griechen nicht erbringen wollen.
Inzwischen melden die Medien, dass der schon seit Monaten laufende Bank Run in Griechenland sich in den letzten Tagen intensiviert hat. Man flüchtet aus den Banken und wenn es geht mit dem Geld ins Ausland. So bieten etwa deutsche Banken ihre Dienstleistungen schon in griechischer Sprache an. Dass die griechischen Banken so bald zusammenbrechen, dürfte klar sein. Der Staat wird sie nicht rekapitalisieren können, da er selbst bald nicht mehr Gehälter und Pensionen bezahlen kann.
Jede gebetsmühlenhafte Beteuerung der EU-Kommission, "Griechenland sei auf einem guten Weg" kann man getrost als Lüge abhaken und vom Gegenteil ausgehen. "Wie unendliche Mühsal wirkt Europapolitik heutzutage, weil von Sondergipfel zu Sondergipfel klarer wird: Was bisher unternommen wurde, wird schon wieder nicht reichen." (welt.de, 07.05.2011)
Griechenland, Portugal und auch Spanien lebten zumindest seit Einführung des Euro über ihre Verhältnisse. Die Zinssätze auf die Staatsanleihen der genannten Länder sanken erheblich. Der zusätzliche finanzielle Spielraum wurde nicht genutzt, um Altlasten abzutragen und die eigenen, starren Strukturen zu reformieren. Stattdessen wurden billige Kredite aufgenommen und in Form von Wahlgeschenken an die betrogene Bevölkerung verteilt. Insbesondere in Griechenland wuchs der Schuldenberg rapid an, bis es schließlich krachte. Die Finanzmärkte wollten den Griechen kein Geld mehr geben und das Land konnte sich nicht mehr refinanzieren.
Dem EFSF - „European Financial Stability Facility“ heißt das Monster - kommt die Rolle zu, pleitegegangenen Mitgliedern des Euroraumes auszuhelfen. Kann sich ein Staat nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren, soll diese Gesellschaft das nötige auf den Märkten Geld auftreiben. Insgesamt darf der Fonds 440 Milliarden Euro ausschütten, zusätzliches Geld – noch einmal 250 Milliarden Euro - kommt vom Internationalen Währungsfonds. Der Fonds transferiert das aufgenommene Geld in die „bedürftigen“ Länder und stellt es ihnen als Kredit zur Verfügung. Für diese Kredite haften die einzelnen Mitglieder des Euroraumes, jeweils adäquat zu dem Anteil, den sie an der Europäischen Zentralbank halten. Hinzu kommen jene Haftungen, die über die Beteiligung des IWF fällig werden können. Ein immer undurchsichtigeres Konstrukt, das für unsere wirtschaftliche Zukunft erhebliche Gefahrenmomente birgt.
Die Politik Europas hat damit ein bequemes Mittel gefunden, sich wechselseitig und über Umwege aus der Patsche zu helfen. Welche Regierung kann schon widerstehen, wenn es darum geht, das Wahlvolk mit teuren Geschenken zu verwöhnen? Schließlich sind auch unsere gewählten Volksvertreter nur Menschen und wollen wiedergewählt werden. Dem Rettungsfonds kommt die Rolle einer riesigen, innerhalb der Währungsunion agierenden, sozialistischen Umverteilungsmaschine zu. Auf seltsame Weise feiert der gelebte Sozialismus über die Hintertür sein europaweites Revival. Trotz zahlreicher Liberalisierungen und dem (Lippen-)Bekenntnis zur Marktwirtschaft droht uns ein Umverteilungsszenario, von dem Karl Marx und Genossen vermutlich nicht einmal zu träumen gewagt hätten.
Der Treichel ist wie ein Bettler, der zu seinem Spender statt Danke "Du Trottel" sagt. Recht hat er aber trotzdem. Am Meisten, wenn er sich mit einbezieht.
Warum ging es vor 60 Jahren trotz totaler Niederlage wieder aufwärts? Ich kann mich noch gut an die Nachkriegsjahre erinnern, als jeder arbeitslose Akademiker körperlich arbeiten mußte, um mit Familie nicht zu verhungern. Mit der Währungsreform begann der Wirtschaftsmotor wieder anzuspringen, nicht behindert von hohen Löhnen und übermäßigen sozialen Besitzständen. Alle mußten beweisen, daß sie arbeiten konnten und mancher Offizier legte mit eine Lehre die Grundlage für den Aufstieg in eine Managerstelle. Wir waren mit unserem Export eben besser und billiger. Ich erinnere nur an den 1000 -Dollar-Käfer. In der Schule zählte Leistung, nur die Hälfte aller Sextaner kam trotz Aufnahmeprüfung zu Abitur. Ganze 7% ( heute 35%) eines Jahrgangs kamen zu den Hochschulen aber 2/3 davon schafften das Examen und ein Arbeitsplatz war ihnen mit 900.-DM/brutto sicher. Selbst aus den Hauptschulen kamen noch Bankkaufleute und intelligente Handwerker, die immer die Chance zum Aufstieg hatten. Der Geburtenüberschuß von tüchtigen Jungen mit Arbeitsethos hat der Kriegsgeneration geholfen, Deutschland wieder aufzubauen. Die meisten arbeiteten schon ab 15 Jahren und zahlten in die Sozialkassen ein.
Leider haben die Kinder der Kriegsgeneration oft schon ab 1970 ihrem Aufstiegsstreben die zweiten und dritten Kinder geopfert. Der Verlust der deutschen Identität und der fehlende Stolz auf ihr Land standen dabei Pate. Die "Pille" erleichterte dieses verantwortungslose Handeln. Die Zerschlagung des dreigliedrigen Schulsystems hat vor allem Schuld an der Bevölkerungsentwicklung und dem durch reine Verschulung geschädigten Leistungswillen. Das sozialistische Egalitätsdenken hat die Leistung zerstört. Oft kommen die Kinder nicht mehr in die Schulen, die ihre Begabungsstärken fördern. Deutsche wollen für ihre Kinder nur noch Abitur, Studium und "weiße Kragen Arbeit". Dadurch entsteht ein ungeheuerer Ausfall von Sozialbeiträgen und Jugendliche werden gegen ihre Begabung ausgebildet. Viele Schmalspur - Akademiker müssen froh sein, unter Wert noch eine Arbeit zu finden, weil man ihren Kenntnissen und Arbeitseinstellungen nicht mehr traut. Eine wehleidige, "geparkte" Generation steht vor einer strukturellen Arbeitslosigkeit und muß erkennen, daß man Löhne nicht erstreiken kann und die "soziale Hängematte" ausgeleiert ist. Trickreiche Kürzungen von Sozialleistungen ersetzen nicht eine 40-45jährige Arbeitszeit!
Das wichtigste Vorbedingung für einen neuen Aufbruch ist unser Bildungssystem wieder an der Leistung auszurichten. Wir dürfen nicht weiter "Humankapital" unwiederbringlich verlieren. Allen Eltern, die Kinder mit guten und besseren Leistungen durch eine Schulart bringen, ist eine Ausbildungshilfe ohne Sicht auf das Familieneinkommen zu gewähren, damit mehr Tüchtige geboren und erzogen werden. Die Förderung des Mittelmaßes und der sozialen Fälle, darf nicht alleiniger Maßstab unserer Politik sein. Nur wenn Menschen mit Leistungswillen mehr Kinder großziehen, gehen unserem Volk nicht weiter gute Eigenschaften verloren, um die man uns früher in aller Welt beneidet hat.
Der besonders hohe Geburtenausfall bei Facharbeitern und Angestellten, die ja die Masse der Berufstätigen und Studenten stellen müssen, zerstört unsere Bevölkerungszusammensetzung. Die USA vertuschten es klug mit Qualitäts-Einwanderung.
Wir sollten uns ein Beispiel an unseren Eltern und Großeltern nehmen, die uns aus tiefster Erniedrigung herausgearbeitet haben und dabei die Zeugung und die Erziehung von tüchtigen Kindern nicht vergaßen. Nur wenn es in Zukunft genug leistungsbereite, intelligente Menschen gibt, werden wir die Strukturkrise überwinden und auch für unsere sozialen Fälle und die verdienten Alten ein menschenwürdiges Leben schaffen können. Wir müssen die Tüchtigen ermutigen mehr Kinder großzuziehen, um die deutschen Eigenheiten in Berufsbildung und Arbeitssamkeit zu erhalten, die in unserem rohstoffarmen, übervölkerten Land einen hohen Lebensstandard schaffte.
Nehmen wir endlich wieder einen Stolz auf unsere Leistungen für die Welt auf dem Gebiete der Wissenschaft, der Technik, der Arzneimittel, der Sozialversicherung, der öffentlichen Versorgung und der Berufsausbildung an. "Multikulti" und "Mea Culpa" helfen uns nicht weiter - sondern nur tüchtige Kinder und Enkel! (Georg K. Schmelzle, Dipl. Sozialwirt)
Griechenland hätte gerne mehr Geld. Dem Vernehmen nach sollen es 60 Milliarden Euro sein. Dabei hatte Athen schon vor rund einem Jahr von seinen europäischen „Partnern“ eine Finanzspritze in Höhe von 110 Milliarden Euro erhalten. Hinzu kommen Rettungspakte für Irland und für Portugal in Höhe von 80 bzw. 78 Milliarden Euro, und mit Belgien, Spanien und vielleicht auch Italien gibt es weitere Defizitsünder, die schon bald unter den sogenannten Rettungsschirm für den Euro schlüpfen könnten. Und ob die 750 Milliarden Euro, die für den „Europäischen Stabilitätsmechanismus“ vorgesehen sind, ausreichen werden, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Schließlich kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen, wie es um die Finanzen der Pleitestaaten tatsächlich bestellt ist, zumal sich Brüssel seit Ausbruch der Schuldenkrise in Beschwichtigung und Schönreden übt.
Für Aufsehen sorgte ein Antrag des liberalen Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler mit zwei Forderungen, die es in sich hatten: Einerseits wird der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) abgelehnt, und andererseits wird eine Möglichkeit für Länder gefordert, aus der Euro-Zone auszutreten.
In den USA wurde die Deutsche Bank auf Milliarden Dollar geklagt. Der Grund sind ihre scheinbar kriminellen Spekulationsgeschäfte. Die Bank verkaufte ihren Kunden Wertpapiere, auf deren Verfall sie gleichzeitig wettete. In großem Stil wurde in wertlose Baracken investiert, die als Wohnhäuser ausgegeben wurden. So verdiente sie gleich doppelt: Einmal beim Verkauf der Produkte und nochmals an den Verlusten der Anleger. Vom Berufsethos ordentlichen Bankgeschäftes oder gar der kaufmännischen Sorgfaltspflicht hat sich die Chefetage der Bank anscheindend weit entfernt.
Frankreich hat die Führungsrolle im Kampf gegen die Spekulation übernommen. Präsident Nicolas Sarkozy hat angekündigt, im August eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Mit diesem und weiteren Schritten will er die Grande Nation aus der Krise führen. Notfalls im Alleingang und ohne Europa. Spekulative Geschäfte haben die Weltwirtschaft an den Rand des Untergangs getrieben. Bisher ist es seitens der Regierungen Europas jedoch zu keinerlei ernstzunehmenden regulatorischen Maßnahmen gekommen. Das Treiben an den Börsen gleicht jenem vor dem Beginn der Krise im Jahr 2008. In Österreich schwätzen unsere Sozialisten lieber von der "Reichensteuer" und dem Neuversteuern von bereits Versteuertem, der Vermögens- und Erbschaftssteuer.
Die ganz große Panik an den Märkten blieb nach der Herabstufung mehrerer Euro-Länder durch Standard & Poor’s aus). Aber die Verunsicherung bei den Banken ist groß. Erneut erreichten die Übernachteinlagen bei der EZB einen Rekordwert. 493,2 Milliarden Euro wurden gleich danach bei der EZB geparkt. Auch die kurzfristigen Notkredite der EZB stiegen auf 2,38 Milliarden Euro an.
Der frühere Präsident der Bundesbank, Axel Weber ist ab sofort Mitglied der Group of Thirty (G30). Diese Gruppe ist ein internationaler Think Tank, der Auswirkungen von Finanz- und Wirtschaftsentscheidungen im öffentlichen und privaten Sektor analysiert und wurde 1978 auf Initiative der Rockefeller-Stiftung gegründet. Schon jetzt ist Weber als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Wirtschaftsinstituten tätig, einschließlich des Center for Economic Policy Research in London und des Center for Financial Research in Köln. Der Group of Thirty gehören auch EZB-Präsident Mario Draghi, Mervyn King - Gouverneur der Bank of England, Paul Volcker - Vorsitzender des Überwachungsausschusses und ehemaliger Vorsitzender des Federal Reserve Systems, Abdulatif Al-Hamad - Vorsitzender des Arab Fund for Economic and Social Development, Gerald Corrigan – Generaldirektor von Goldman Sachs, Andrew Crockett – Präsident von JP Morgan Chase, Stanley Fischer – Gouverneur der Bank of Israel, Sir David Walker – Beirat von Morgan Stanley und weitere hochrangige Größen aus dem öffentlichen und privaten Sektor sowie der Wissenschaft an. Jetzt geht´s bergauf!
Dieselben Kreise und Personen mit ihren lokalen Handlangern, die schon in ihren regionalen Bereichen wie EU oder NAFTA ihre Unfähigkeit gezeigt haben, wollen sich nun an die Spitze einer Weltregierung der "world democracy" setzen. Es sind Mythen und Lügen, die dazu dienen, der Weltbevölkerung die sogen. “neue Weltordnung” als unabdingbar erscheinen zu lassen.
Unser System ist krank und zwar totkrank. Nicht nur moralisch, sondern auch ökonomisch. Das eine geht nämlich mit dem anderen Hand in Hand.
Glückliche Griechen: Die Wirtschaftskrise in Griechenland führt zu einem Massenexodus hochqualifizierter Arbeitskräfte. Weil junge Studienabgänger in ihrem Heimatland mit einer beispiellosen Arbeitslosenquote von 42,5 Prozent konfrontiert sind, flüchten viele nach Australien, um sich dort der weltweit größten Gemeinschaft von Auslandsgriechen anzuschließen.
Wenn ein Unternehmer eine kostenintensive Investitionsentscheidung fällt, die sich dann nach einigen Jahren als Flop herausstellt, muss er sein aufgewendetes Geld abschreiben. Sein eigenes Geld.
Anders ist das (noch!) bei unseren Politikern. Durch ihr Abstimmungsverhalten den europäischen Parlamenten transferieren riesige Geldsummen in Richtung Griechenland, wissend, dass Griechenland „de facto“ pleite ist und die ihm gewährten Kredite nie zurückzahlen kann. Das (aufzunehmende!) Geld ist weg und muss abgeschrieben werden. Alle maßgebenden Wissenschaftler haben rechtzeitig davor gewarnt. De facto bezahlen alle Stuerzahler das Spielchen mit ihrem Geld.
Udo Ulfkotte: "Die Europa-Befürworter befinden sich derzeit in einer Lage wie die Kommunisten nach dem Fall der Mauer – sie wissen, dass es bald mit ihnen zu Ende geht. Und sie wissen, dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Selten hat in der Geschichte der Politik eine Bewegung einen so überwältigenden Sieg genossen wie die Europa-Skeptiker. Sie hatten nicht nur Recht hinsichtlich der Euro-Einheitswährung, sie sahen den Verfall voraus. Ihnen gehört zukünftig das Feld."
Laut Adam Smith sollte eine Regierung in den Hintergrund treten, damit die "unsichtbare Hand" die Menschen zu produktiven und ertragreichen Leben führen könne. Smith dachte, dass der Arm, der zu dieser "unsichtbaren Hand" gehörte, welcher der Arm Gottes sei. Andere glaubten, dass noch nicht einmal Gott notwendig war. Die Menschen würden auch ohne zentrales Planen oder die Führung Gottes eine spontane Ordnung schaffen. Und genauso sieht "unsere Ordnung" heute aus.
Laut John Stuart Mill und Jeremy Bentham sollte eine Regierung wiederum den "größten Nutzen für die größte Zahl von Menschen" liefern. Eine dumme Idee. Wer weiß, was "nützlich" ist und was nicht?
Ein Vorbild für die freie Welt: Japan und China haben vereinbart, den Handel zwischen beiden Ländern direkt in Yen bzw. Yuan abzuwickeln und nicht länger in US-Dollar abzurechnen. In weiterer Folge wollen die asiatischen Wirtschaftsmächte einen speziellen Markt für Unternehmen schaffen, die auf den zwischenstaatlichen Austausch spezialisiert sind. Die regionale Vereinbarung zwischen zwei Volkswirtschaften, die zu den größten der Welt zählen, hat offensichtlich zum Ziel, diese aus der Herrschaftszone des US-Dollars zu befreien, um sich vor Gefahren der Spekulation der globalen Finanzmärkte zu schützen.
Peter Sloterdijk: "Rezessionen haben wenigstens eine begleitende Tugend, nämlich dass sie den Sinn für Maßverhältnisse wieder einüben. Nicht Maßhalten im Sinne von Den-Gürtel-enger-Schnallen, sondern Maß nehmen im Sinne von Das-Gefühl-für-die-Proportion-nicht-Verlieren. Seit Jahrzehnten leben wir in einer gespenstischen Atmosphäre, in der ständig verrückt machende Doppelbotschaften auf die Menschen einprasseln: Sie sollen zugleich sparen und verschwenden, sie sollen zugleich riskieren und solide wirtschaften, sie sollen hoch spekulieren und mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Auf die Dauer führt das zu einer absoluten Zermürbung. Derselbe demoralisierende Effekt geht auch von der Tatsache aus, dass die leistungslosen Einkommen rasend schnell wachsen. Das vergiftet die jungen Leute, weil sie anfangen, sich in Scheinkarrieren hineinzuträumen. Das Ganze hat einen hässlichen psychologischen Namen: der Traum von der Überbelohnung."
Die internationalen Großfinanziers arbeiten nicht mit den Spargeldern der kleinen Anleger, sondern mit zinspflichtigem Schuldgeld. Gehört vollends die Zentralbank ihnen (vor allem die FED), können sie Geld aus dem Nichts beliebig schöpfen und damit wieder Kredite gegen Zinsen verleihen. Unsere weltweite Finanzkrise ist damit eine künstliche Krise, gewachsen aus dem pertetuum mobile.
Fachleute sprechen von einer drohenden finanziellen Apokalypse: Durch Mehrfachbesicherungen hat ein undurchsichtiges System von Schattenbanken die vielleicht größte Kreditblase aller Zeiten aufgebaut. Das erklärt, weshalb Regierungen, Zentralbanken und internationale Finanzinstitutionen gigantische Summen einsetzen, um den Bankrott von Staaten zu verhindern. Den Schuldenbergen steht eine Pyramide mit Pseudo-Kreditsicherheiten gegenüber.
Laut jenem internen EU-Strategiepapier, das im Oktober 2011
bekannt wurde, werden die pivaten Haushalte mit einer
Verdoppelung der Kosten füt Strom und Heizung für den sogenannten Klimaschuz zahlen müssen. Derzeit wenden die privaten Haushalte in der EU sieben bis acht Prozent ihres Einkommens füt die Energieversorgung auf, bis 2030 sollen es 15 Prozent sein.
Wir erinnern uns: 2008 kollabierten einige US-Investmentbanken,
Lehman Brothers ging sogar in Konkurs, was das Welt-Finanzsystem sehr nahe an den Rand des Untergangs brachte. Jetzt sind wir wieder in einer solchen Situation: Die Banken trauen sich untereinander nicht mehr, bekommen kein Kapital mehr. Allerdings spielt es sich dieses Mal primär in der Eurozone ab. Eine riesige Kapitalflucht läuft etwa aus italienischen und französischen Banken. 2008 konnten überall die Staaten als Retter ihrer Banken
einspringen, das geht jetzt nicht mehr, weil die Staaten selbst pleite sind oder kurz davor. So sind etwa die halben Staaten der Eurozone pleite und leben nur mehr mit Hilfe der diversen
„Euro-Rettungsschirme“ und durch Gelddrucken durch die EZB.
2011 war der Vorhof der Hölle, 2012 werden wir die Hölle sehen. Zumindest alle jene, die noch in Papierwerten sind oder beruflich davon abhängen. Nicht nur der Euro wird crashen und sich auflösen, auch Dollar, Pfund und den anderen Papiergeldern wird es kaum besser gehen.
Dann sollte man lieber nicht Politiker sein und dem Volk erklären
müssen, warum die Ersparnisse weg sind und jetzt richtig beim Staat gespart werden muss. Mit richtig Sparen ist natürlich der Abbau von mindestens dem halben Staatsapparat gemeint, inklusive Kahlschlag beim Sozialstaat. Dann kommt auch zu uns, die richtige Depression, deren Ansätze wir derzeit etwa in Griechenland sehen.
Die Politik, die Banken, die Machtelite – alle sträuben sich gegen ein Ende des Fiat-Geldsystems, denn was danach kommt, ist für sie unkalkulierbar. Ganz besonders müssen sie die Bürger in dem Glauben lassen, sie hätten das Geschehen noch einigermaßen
unter Kontrolle und vor allem müssen sie die Bürger vor „dummen“ Aktionen abhalten - wie höhere Bargeldabhebungen und Geldtransfer in Länder außerhalb Europas, Flucht in andere Währungen, Kauf von
Edelmetallen und Sachwerten. Natürlich sind das genau die angesagten Aktionen!
Um den Schein aufrecht zu erhalten, ziehen sie alle Register und zeigen jetzt in einer echten Notlage ihr wahres Gesicht. Wer noch immer denkt, dass „Demokratie“ als eine gerechte Herrschaft des Volkes installiert wurde, der muss sich nur genau umsehen, um seinen Irrtum zu gegenwärtigen. Sie dient zur Verschleirung der eigentlichen Machthaber, und nicht mehr das gelingt mer so richtig.
Das Weltfinanz-System ist schwerkrank und mit der Methode der Geldverschleuderung nicht mehr zu heilen. Es sind nun 3 Jahre seit "Lehmann Brothers" vergangen, und nicht einmal im Bankensektor hat sich etwas geändert. Die Inflation wird weiter zunehmen, die Weltmacht Nummer eins ist seit langem in einer genauso prekären - wenn nicht noch schlimmeren - Situation als Europa. Während sich im EU-Raum viele Banken in keinem guten Zustand befinden und teilweise in ihrer Existenz gefährdet sind, geht das Bankensterben in den USA munter weiter und immer breitere Bevölkerungskreise rutschen in die Armut ab. Es wird wie anno 1929 (und bereits zuvor) eine Deflation mit allen ihren bösen Folgen geben.
In diesem Jahr sind 92 amerikanische Banken Bankrott gegangen, im letzten Jahr waren es 157 Institute. Von der weiter steigenden Staatsverschuldung und der Uneinigkeit über die Konsolidierung des Haushalts der USA ganz zu schweigen. Dennoch kämpft das mächtigste Imperium der Welt um seine Vormachtstellung und um seinen Vorteil, der Weltleitwährung US-Dollar.
Finanzkollaps und Kriegsgefahr sind historisch Teil derselben Dynamik - der Zusammenbruch des Wirtschafts- und Finanzsystems muß gelöst werden, damit die Kriegsdynamik aufgehalten werden kann.
Gorbatschow warnt vor Dritten Weltkrieg:
http://www.youtube.com/watch?v=n0miPUdO3hs
Die IWF-Chefin Christine Lagarde ruft zum globalen Schulterschluss im Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise auf. Die Französin vergleicht die Situation mit dem Vorabend des zweiten Weltkrieges.
Die Politik hat uns in die Krise geführt. Jetzt will sie da wieder
heraus. Doch der Preis ist hoch - in Geld und in Vertrauen,
Welche Politiker haften eigentlich für den Schaden? Und wie? Durch Gang in die Opposition oder gar Nichtwiederwahl - furchtbar!
Jetzt kam der Befehl aus den USA, unlimitiert Euros zu drucken und damit die Pleitestaaten und Pleitebanken in Europa zu retten. Diesem Befehl wurde insofern Nachdruck verliehen, indem die Ratingagentur S&P allen Eurostaaten mit einem Downgrade gedroht
hat. Die Amerikaner und Briten drucken auch Dollars oder Pfunde, wie es notwendig ist.
Nur, in Europa sperrt sich Deutschland gegen unlimitiertes
Gelddrucken. Die Hyperinflation der 1920er Jahre lässt grüßen.
Es wird sich zeigen, wie viele Wochen oder Monate man damit
das Finanzsystem noch am Leben erhalten kann. Vermutlich nur mehr solange, wie man den Goldpreis unten halten kann.
In seinem Buch "Economic Hit Men" beschreibt John Perkins genau,
wie Wirtschaftsexperten "angesehener" Firmen in Entwicklungsländer geschickt werden, um dort, basierend auf völlig
überzogenen Annahmen, riesige Infrastrukturprojekte anzuschieben,
die nur einen Zweck hatten: Das jeweilige Land in die Schuldknechtschaft zu treiben. Dabei macht man eine kleine Oberschicht märchenhaft reich, die dann indirekt von den USA korrumpiert und abhängig ist. Die Masse der Leute hat davon gar
nichts, außer sinkenden Wohlstand, höhere Steuern und nicht selten Diktatur und Tod. Das absolute Gegenteil der Versprechungen ist das Endergebnis. Es gibt zahlreiche Beispiele aus Südamerika, Indonesien, Irak etc.
Nun spannt sich der Bogen der Blutsauger zum Europrojekt, das ebenso als nutzenstiftend und wohlstandsmehrend für alle angekündigt wurde, aber jetzt genau das Gegenteil erreicht. Die Schuldknechtschaft wird zementiert und die Länder werden gezwungen, ihr Vermögen (im Buch waren es Rohstoffe, besonders Öl!) zu Billigpreisen zu verramschen. Und das alles passiert, um den gefräßigen Moloch der "Korporatokratie" der USA zu füttern. Wenige Firmen, die aufs engste mit der Regierung verflochten sind, sahnen märchenhaft ab.
In Europa ist es ganz genauso - bis auf einige Großkonzerne hat die Masse der Leute nichts gewonnen, ganz besonders nicht in Deutschland und Österreich. Der Club-Med hatte einige fette Jahre und wird jetzt auf ein viel niedrigeres Niveau gestoßen als das, von wo aus das ganze Projekt begann. Es gibt nur einen Ausweg für die Nationen. Sie müssen sich dem Diktat konsequent widersetzen und sich weigern, die Schulden zu bezahlen, und dürfen ihre Länder nicht den gefräßigen Parasiten öffnen.
Viele Bürger und Steuerzahler beschleicht mittlerweile eine ungute Ahnung, was unter der fortwährend propagierten "Einbindung" genauer zu verstehen ist: Nämlich die "Weginflationierung" der Schuldenstände mittels "Bonds", die weitere Aufgabe nationalstaatlicher Souveränität zum Zwecke einer Fiskal- und Transferunion, die in einen gigantischen Länderfinanzausgleich münden soll, der eigenverantwortliches politisches Handeln auf nationalstaatlicher Ebene unmöglich macht.
Der alte Goldman-Fuchs Mario Monti scheint nun maßgeblich mit seinem Goldman-Buddy Mario Drahi bei der EZB die Führung bei der Lösung der Staatsschuldenkrise zu übernehmen. Und die bewerkstelligt man am leichtesten mit sogenannten Round-Trip-Geschäften: Irgendeine Ware wird von Buddy zu Buddy gereicht – und am Ende sind alle Sieger.
Da es der EZB gesetzlich verboten ist, selbst Staatsanleihen zu kaufen und sie diese nur am Sekundärmarkt erwerben kann, werden die Banken nun mit so viel Kreditmöglichkeiten ausgestattet, dass sie auch vor Risikopapieren wie die italienischen und spanischen Anleihen nicht mehr zurückschrecken. Hinzu kommt außerdem, dass die EZB ankündigte, weiterhin Staatsanleihen zu erwerben, und die Banken so im Umkehrschluss notfalls sicher sein können, dass sie die gekauften Anleihen auch wieder auf dem Sekundärmarkt bei der EZB loswerden. Der Deal: Wir (EZB) versorgen euch (Investitionsbanken) mit ausreichend Liquidität und ihr (Banken) kauft weiter Staatsanleihen, die euch (Banken) nun auch nicht mehr als waghalsige Investitionen erscheinen müssen.
Der Zinseszineseffekt in Kombination mit der Derivaten-Spekulation ruiniert das Weltwirtschaftssystem.
Die westlichen Demokratien beruhen auf einem einfachen Vertrag. Staat und Bürger haben vereinbart: Die Bürger zahlen Steuern, der Staat verwendet das Geld für Infrastruktur, Sozialsysteme und Renten. Diese Vereinbarung wurde vom Staat gebrochen, weil er mit dem Geld die Banken rettet. Daher wer-den die Sozialsysteme geschliffen und die Bürger müssen zehn Jahre län-ger arbeiten. Dieser Zustand ist unhaltbar, sagt die Asset Managerin Pippa Malmgren im Interview mit den "Deutschen Mittelstands Nachrichten" am 16.10.2011. "Was jetzt auf Europa zukommt, hat viel einschneidendere Folgen als Versailles" für seinerzeit in Deutschland. "Das Problem ist Europa als Ganzes: Die kombinierte Schuldenlast der gefährdeten Staaten ist für den Rest zu groß – die können das nicht tragen."
Das Ende aller Illusionen: In unseren Demkratien regieren nicht die Völker, sondern die Ratingagenturen und "Finanzmärkte", also das Ostküstenestablishment.
Fast alle westlichen Industriestaaten (allen voran die USA) sind zu wahren Schulden-Junkies mutiert. Nur noch immer gigantischere Geldspritzen können sie weiterhin am Leben erhalten. Gleichzeitig sind sie aber nicht bereit, etwas von ihrem Lebensstandard aufzugeben. Bis irgendwann der „goldene Schuss“ kommt, der sie von ihrer Sucht endgültig erlöst. Während die Staaten ins Nirwana hinüber gleiten und irgendwann eine Währungsreform durchführen, zahlen die Sparer und Anleger die Zeche!
Die öffentlichen Gelder sind für die Öffentlichkeit da und nicht für die Banken. Dazu müssen wir wieder Vertrauen in unsere Demokratie gewinnen. In diesem Bereich gab es in den vergangenen Jahren die größten Versäumnisse. Nicht die Politik kontrolliert die Banken, sondern die Banken "beraten" die Politik und Regierungen. Mit tollem Ergebnissen!
Es ist eigentlich vollkommen egal, ob die Verschuldung durch einen Krieg (wie nach dem 1. Weltkrieg) oder durch ungebremste Schuldenorgien eines Staates verursacht wurden. Wenn jemand Privatinsolvenz beantragt, fragt ja auch niemand danach, ob er sich mit einem Autokredit oder einer Hypothek für das Haus finanziell übernommen hat. Irgendwann muss die Zeche beglichen werden.
Verlieren die Bürger das Vertrauen in Geld als Zahlungsmittel, wird damit der gordische Knoten durchschlagen. Plötzlich kann es gar nicht mehr schnell genug gehen, Bargeld in reale Werte umzutauschen, um nicht ihr gesamtes Vermögen zu verlieren.
Jedes Papiergeldsystem bricht zusammen, wenn die Preise für Güter und Dienstleistungen explodieren. Am Ende einer solchen Katastrophenhausse bleibt nur noch eine Lösung: das Schreckgespenst der Währungsreform, sprich die Enteignung und Verarmung der Bürger.
Als beim Beginn der Finanzkrise 2008 Banken wie Lehman Brothers oder Bear Stearns Pleite gingen, fungierten noch ganze Staaten als "Auffangbecken"
Aber was passiert, wenn die Staaten selbst Pleite gehen? Wer bürgt dann noch für die Schulden? Die Antwort ist ganz einfach: Die Bürger dieser Staaten! Und zwar in Form von konfiszierter Altersvorsorge, von beschlagnahmten oder wertlosen Wertpapieren oder Renten. Danke, liebe Demokratur!
Die Frage ist nicht, ob eine Währungsreform kommt, sondern nur noch WANN!
Die großen Zentralbanken haben ein gemeinsames Programm zum Stützen der Finanzmärkte aufgelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken von Kanada, den USA, Japan, der Schweiz und Großbritannien einigten sich auf ein Programm, um "dem globalen Finanzsystem Liquidität zuzuführen". Auf zur fröhlichen Inflation und keine Angst, einige Ostküstler verdienen auch daran!
Aus Sicht des deutschen Bankenverbandes ist die Kreditwirtschaft in der aktuellen Schuldenkrise auch Leidtragender falscher Signale aus der Politik. "Manche Banken haben 2008 ihre Staaten in Schwierigkeiten gebracht, jetzt aber bringen manche Staaten ihre Banken in Probleme", sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, dem Anlegermagazin "Börse Online". "Wir wurden im vergangenen Jahr von der Bundesregierung dazu aufgefordert, unsere Griechenland-Bonds zu halten. Es heute als Spekulation zu bezeichnen, dass Banken stark in diesen Staatsanleihen engagiert sind, ist unfair", kritisierte Schmitz.
Die Finanzkrise erschüttert das allzu blinde Vertrauen in das herrschende wirtschaftliche und politische System. Das Gute daran ist freilich, daß sie zum Denken anregt.
Die Schuldenkrise ist und bleibt ungelöst. Die Euro- und Schuldenkrise spitzt sich beinahe im Stundentakt weiter zu. Sämtliche Sparprogramme und Reformen führen mit ihrer meist wachstumshemmenden Wirkung ab sofort zu einer Verstärkung eines Teufelskreises! Weniger Wachstum, noch mehr Vertrauenverlust, noch höhere Zinsunterschiede.
Gelebte transatlantische Solidarität: Die Vereinigten Staaten wollen sich an Notkrediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) wie im Fall Griechenlands nur noch beteiligen, wenn eine Rückzahlung des Geldes völlig gesichert ist. Diesen Beschluss hat der amerikanische Senat mit 94 zu 0 Stimmen als Ergänzung der Finanzmarktreform gefasst. Wenn das Finnland will, werden die Euromaniker böse.
Die Entscheidung spiegelt die Verärgerung darüber wider, dass die Vereinigten Staaten als größter Anteilseigner des IWF indirekt auch zum 30-Milliarden-Euro-Kredit an Griechenland beitragen. "Amerikanische Steuerzahler sollten nicht daran beteiligt sein, ausländische Regierungen herauszupauken", sagte der republikanische Senator John Cornyn. Es ist unklar, wie viel Geld Amerika zu dem Kredit an Griechenland beitra-gen wird. Der Beschluss ist vor allem symbolischer Natur, der IWF hat bis auf seltene Ausnahmefälle sein Geld immer zurückbekommen. (FAZ, 19.05.2010, S. 11)
Rabulismus: Wie die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ mit Bezug auf informierte Kreise in Washington berichtete, könnte der IWF Rom mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro unterstützen, um die neue Regierung von Mario Monti bei der Durchsetzung der notwendigen Reformen mit einer stabileren Finanzlage zu entlasten.
Dem Bericht zufolge könnte der IWF jedoch nicht in der Lage sein, die Hilfskredite aus seinen aktuellen Mitteln zu bewältigen, weshalb verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung geprüft würden. Demnach sind beispielsweise Zahlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Gespräch, für die der IWF garantieren könnte. Mit einer Unterstellung der EZB-Hilfen unter die Kontrolle des IWF solle auch Deutschland beruhigt werden, das eine stärkere Einbindung der EZB in die Euroret-tung ablehnt und auf eine möglichst große Unabhängigkeit der Notenbank dringt, zi-tierte die Zeitung einen IWF-Vertreter. (Spiegel.Online, 27.11.2011, 19:31)
Wir werden bei jeder offiziellen Erklärung der Finanzkrise erneut für dumm verkauft. Zunächst hieß es, die Finanzkrise wurde durch die Immobilienblase in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Dann waren die Wallstreetbanker und Hedgefondsmanager die Bösen. Danach die hiesigen Banken und gierigen Manager. Glaubt man verschiedenen Politikern, dann sind es die freien und ungezügelten Märkte und am Schluss kommt sogar jeder Einzelne an den Pranger, weil wir als Konsumenten nicht genügend Geld ausgeben. Daher ist es angebracht, die wirklichen Ursachen beim Namen zu nennen. Die weltweite Finanzkrise wurde und wird von vier Faktoren ausgelöst:
* Eine Clique superreicher Familien (Rockefeller, Rothschild, Morgan und weitere) arbeitet seit Generationen daran, die Welt unter ihre Kontrolle zu bringen und hat dieses Ziel dadurch erreicht, dass es ihr gelang, sich das weltweite Finanzsystem unter den Nagel zu reißen.
* Die Notenbanken, die den Zins und die verfügbare Geldmenge diktatorisch festlegen und die Welt mit unendlichen Summen zu günstigem Geld fluten.
* Die Regierungen, die immer mehr Geld ausgeben als sie zur Verfügung haben und somit immer Mittel und Wege suchen, neues Geld zu bekommen und dabei billigend in Kauf nehmen, dass sie sich über die nächste Währungsreform zu Lasten ihrer Bürger entschulden.
* Das heutige Geldsystem mit dem Zinseszinseffekt.
Weltdiktatur ist programmiert, alles läuft nach Plan: Der Bilderberger Mario Monti als Berlusconis Nachfolger. Ebenfalls Bilderberger sind die Chefin des IWF Christine Legarde, der Präsident des Europäischen Rats Herman Van Rompuy, der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi (Drachen), der Kanzlerkandidat der SPD Peer Steinbrück, der Oberbankster Josef Ackermann und so weiter. Das Ziel ist nicht den Euro zu retten, sondern genau das Gegenteil. Es soll noch mehr Zentralismus stattfinden, noch mehr Zerstörung der Souveränität der Länder, mit dem Ziel einer Weltdiktatur, mit einer Weltwährung und einer Weltregierung. Es läuft alles genau nach Plan ab.
Die deutsche Finanzagentur stieß mit der Versteigerung einer neuen zehnjährigen Bundesanleihe auf eine unerwartet geringe Nachfrage und konnte einen guten Teil dieser Anleihe nicht am Markt platzieren. Medien, Politiker und Finanzmarktexperten lieferten hierfür verschiedene, wenig schlüssige Erklärungen.
Dr. Paul Craig Roberts - er war stellvertretender US-Finanzminister während der ersten Amtszeit von Präsident Ronald Reagan und damit zuständig für die Wirtschaftspolitik der USA in dieser Zeit - hat eine andere Erklärung: Aus seiner Sicht handelte es sich um eine fein abgestimmte Aktion seitens des
US-Finanzministeriums, der Europäischen Zentralbank (EZB), EU-Behörden und jener privaten Investmentbanken, die faule Staatsschulden in ihren Büchern führen. Sie wollen Deutschland in die Knie zwingen und dazu bringen, den Widerstand gegen das Anwerfen der Geld-Druckmaschine seitens der EZB aufzugeben. Damit soll das Übergreifen der europäischen Staatschuldenkrise auf die USA verhindert werden, was ansonsten wohl die Chancen von Präsident Barack Obama auf Wiederwahl bei den Wahlen im nächsten Jahr vermindern würde.
Die privaten Spekulationsbanken, die offenbar den größten Teil der faulen Staatsschulden in ihren Büchern tragen, wollen jeden Verlust vermeiden. Entweder können ihre Bilanzen – die ohnehin schon von den betrügerischen Derivaten der Wall Street ruiniert wurden – keine weiteren Verluste verkraften. Oder diese Banken
fürchten den Rückgang ihrer Aktienkurse, die eine Folge der Gewinnrückgänge wären, die wiederum eine Folge der Abschreibungen auf die faulen Staatsanleihen wären. Mit anderen Worten: Für diese Banken geht es um das große Geld. Angesichts der Folgen für ihre Gewinnaussichten haben sie einen enormen Anreiz, die deutsche Regierung aus dem Weg zu räumen.
Wer nicht haushalten kann und überschuldet ist (Beispiel Griechenland), kriegt noch mehr Geld. Wem das Zahlen nicht möglich ist, der braucht erst in 30 Jahren ans Rückzahlen zu denken, wenn die Kapitalien durch die Inflation entwertet sind.
Kommunistisches Manifest: "Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben." Der deutsche Bundesfinanzminister dürfte daher in seiner Ablehnung souveräner Nationalstaaten ein wackerer Adept von Karl Marx und Friedrich Engels sein.
Waren es 2008 Hypotheken auf amerikanische Häuser, die eine globale Finanzkrise ausgelöst und zahlreiche Banken in oder kurz vor den Ruin getrieben haben, so sind es heute ähnliche Geschäfte mit den Anleihen europäischer Staaten, die ihrerseits kurz vor der Pleite stehen. Es gibt eine ansteckende Krankheit, die mitten in Europa stattfindet, aber die "Ansteckungsgefahr" ist beileibe nicht diejenige, die uns unsere Medien und Politiker einreden wollen. Die Ansteckung, vor der die Märkte Angst haben, ist diejenige der Banken. Der dringende Bedarf der Staaten nach Kreditaufnahme ist das radioaktive Material, aber die Bombe selber sind die Banken.
Die großen Investment-Banken wissen jedenfalls, was los ist. Jede von ihnen kennt genau die Risiken und Verluste, die sie versteckt hält und weiß somit auch, dass es bei den anderen Banken genauso zugeht. Dies sind die wirklichen Gründe, warum sich die Banken in absoluter Panik befinden und ein Geschrei darüber anstellen, dass die EZB mehr und mehr Geld nachschießen soll und warum jegliche Wahlen und Abstimmungen jetzt unter keinen Umständen stattfinden dürfen, um nicht die reibungslosen Abwicklung des von den Banken angestrebten Planes zu stören.
Wie schnell es gehen kann, haben wir jetzt bei der UniCredit gesehen. Im letzten Quartal verzeichnete die Ein-Billionen-Euro Bank plötzlich einen "überraschenden" 10,6 Milliarden-Euro-Verlust innerhalb eben diesem letzten Quartal! Die Anleihen gelten jetzt als Schrott, während die Bank allein im kommenden Jahr weitere 51 Milliarden Euro zur Refinanzierung ihrer Schulden aufbringen muss.
Eine Deflation, also sinkende Preise aufgrund mangelnder Nachfrage, würde zu mehr Entlassungen, Firmenpleiten und zu geringeren Steuereinnahmen führen. Einer möglichen Deflation müsste also vonseiten der Politik sofort entgegengewirkt werden. Wie? Durch Flutung der Märkte mit noch mehr Geld, also durch Hyperinflation. Eine Deflation würde eine Hyperinflation also nicht verhindern, sondern nur verzögern. Da ist die Inszenierung eines Krieges zur Ablenkung und Sanierung der Weltwirtschaft schon besser, z.B. gegen Iran oder Venezuela.
Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise ist immer noch keine Entwarnung zu geben, sondern im Gegenteil eine Verschärfung zu beobachten – und das trotz Hunderter Milliarden an Notkrediten. Da muss man schon ein ausgewiesener Schönfärber sein, um das alles noch positiv zu sehen.
Die von Finanztechnokraten ins Spiel gebrachten „Special Purpose Vehicles“, die mit Ablaufdatum 2013 versehene „European Financial Stability Facility“ und der noch zu schaffende, permanente „European Stability Mechanism“, konnten die Finanzmärkte nicht beruhigen. Mit ihrer Hilfe wird „bloß Zeit gekauft“, die grundlegenden Pro-bleme –Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum – werden jedoch nicht behoben. Die Aufstockung des EFSF von ursprünglich 500 auf 780 Milliarden Euro erwies sich schon nach wenigen Tagen als unzureichend, die „Hebelung“ auf die von der Finanz-industrie geforderten 3 Billionen als undurchführbar. Die Öffnung der Schleusen für einen unbegrenzten Geldfluß aus der EZB zwecks Finanzierung von Staatsschulden scheint deshalb nur noch eine Frage der Zeit. Die Inflation zeigt bereits ihre Krallen. (Doz. Friedrich Romig)
Marcus Jauer in der FAZ: "Das Interessanteste an der Schuldenkrise ist inzwischen womöglich gar nicht mehr die Schuldenkrise selbst, sondern vor welche neuen Fragen sie die Demokratie als solche stellt. Anders gesagt: Lässt sich ein Problem, das derartig kompliziert, dynamisch und folgenschwer ist, überhaupt auf dem Weg einer Volksherrschaft lösen?...
Es ist der Eindruck scheinbarer Ausweglosigkeit, den man bisher von der Demokratie nicht gewohnt war. Die Probleme zu komplex, sie zu verstehen, die Lösungen zu fragil, sie zu hinterfragen, die Alternativen ignoriert. Als bestätige sich die Gegenwart, einfach indem sie der Fall ist. Es ist, wie es ist, und weil es so ist, kann es nicht anders sein."
Als der deutsche Bundestag im September 2011 über den Rettungsschirm abstimmte, befragten Reporter des Fernsehmagazins „Panorama“ einzelne Abgeordnete, ob sie wenigstens wüssten, mit wie viel Geld Deutschland bürgen müsse, wenn die Lösung, für die sie sich nun entscheiden, nicht funktioniere. Das konnte kaum einer sagen.
Zur Neiddiskussion: "Damit alle Chinesen zu Wohlstand gelangen, müssen zunächst einige reich werden." (Den Xiaoping). Oder Zhang Jung Pu (Mitglieder des Staatsrates der Volksrepublik China): "Reiche bringen mehr für den Staat und helfen den Armen. Wir unterstützen die Reichen, denn dann können sie den Armen helfen."
Es gibt ca. 45 Mal mehr Papiergold als reales Gold. Keine gute Aussichten für die Grundlage der neuen Weltwährung.
FOCUS-Redakteur Uli Dönch: Deutschland und die anderen solide wirtschaftenden Euro-Staaten – wie Österreich und die Niederlande – werden nicht ewig Widerstand leisten können. Zu groß ist die Stimmen-Übermacht der Südeuropäer in den Gremien der EU. Diese Defizit-Sünder werden aber nicht nur bisweilen von Frankreich unterstützt. Sondern zu allem Überfluss auch noch von den Mega-Schulden-Monstern USA und Großbritannien, wie der aktuelle G20-Gipfel zeigte.
Selbst in der Europäischen Zentralbank ist Deutschland inzwischen weitgehend isoliert. Nur einige wenige der 16 anderen Notenbanken würden im Streitfall mit der Bundesbank stimmen. Das ist umso ärgerlicher, weil die EZB ursprünglich nach dem Vorbild des resoluten Stabilitätswächters Bundesbank geformt wurde.
Der wahre Skandal verbirgt sich aber in der unfairen Gewichtung der Stimmrechte der 17 nationalen Notenbanken. Im Klartext: Deutschland stellt mit 27,1 Prozent den größten Teil des Kapitals der EZB, hat aber nur wenig zu sagen (zwei von insgesamt 23 Stimmen im EZB-Rat). Über genauso viele Stimmen verfügen gemeinsam schon die beiden Zwergstaaten Malta (eine) und Zypern (eine), sie haften aber nur für 0,3 Prozent des Kapitals der EZB. Noch deutlicher wird dieses Missverhältnis, wenn man die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich betrachtet: Diese beiden Länder stemmen fast die Hälfte der Finanzmittel der EZB, haben aber zusammen nur vier Stimmen – sie könnten al-lein schon von Griechenland, Malta, Zypern, Slowenien und Estland (jeweils eine Stimme) an die Wand gedrückt werden.
Deutschland erlebte den ersten Kapitalschnitt nach der Mega-Inflation 1923, den zweiten durch die Währungsreform 1948 und den dritten mit der Umstellung der D-Mark auf den Euro. Und die vierte Währungsreform? Sie wird kommen, da ist sich der Brite David Marsh ausdrückt, einer der weltbesten Kenner der Deutschen Bundesbank, ziemlich sicher: „Ohne ein Wunder scheint die alte, von der stabilitätsorientierten Bundesbank geprägte Währungsunion am Ende zu sein.“
Das große Vorbild USA: Laut Zensus-Behörde lebt jeder 15. US-Amerikaner in großer Armut.
Die 1% reichsten Amerikaner besitzen über 50% des volkswirtschaftlichen Reichtums. Die Summe der US-Vermögenswerte
liegt etwa beim 5-fachen des US-Bruttoinlandsprodukts, so daß 1% der amerikanischen Bevölkerung also über das 2,5-fache des US-Bruttoinlandprodukts besitzt.
Die Welt wimmelt voller selbstgefälliger Vordenker, die genau wissen wie die Welt sein sollte. Es gilt aber: Vor dem Vordenken, kommt das Nachdenken.
Nicht weniger als 110 Parteien mit 1.600 Listen wurden in Tunesien zur Wahl angemeldet. Über 10.000 Kandidaten bewerben sich für die 217 Abgeordnetenplätze. Man kann die Tunesier nur bewundern und beglückwünschen, wie sie sich für den demokratischen Aufbau ihres Landes engagieren. Von soviel Demokratieenthusiasmus kann man bei den trägen, politisch inaktiven Deutschen nur träumen. Böse Zungen behaupten allerdings, daß dieser Ansturm auf das Parlament nicht bloß der demokratischen Idee gewidmet sei, sondern daß sie wieder nur den Fleischtöpfen gilt, an die nun alle heran möchten.
Die Banken kommen deswegen so ungeschoren davon, weil sie die Politik am Nasenring durch die Manege führen und der Politik vorschreiben was sie zu tun hat. Daher wird sich das solange nicht ändern, solange die Politik nicht das Zepter wieder in die Hand nimmt und der Finanzwirtschaft die Regeln vorgibt und nicht umgekehrt.
Aus den sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen für Unternehmen erwächst jedenfalls das singulär größte Risiko für den mittelfristigen Konjunkturverlauf: Eine geringere Selbstfinanzierungskraft in Verbindung mit sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen - sowohl hinsichtlich der Kreditverfügbarkeit als auch der Konditionen – droht, als Investitionsbremse zu wirken. Das würde das Potenzialwachstum der
Wirtschaft nachhaltig schwächen.
Die Katastrophe der Finanzkrise 2008 hat den Einsatz von Billionen zur Aufrechterhaltung der Liquidität im Finanzsystem erforderlich gemacht. Doch es hat sich gezeigt, dass trotz dieser massiven Liquiditätsspritzen die Banken Ende 2008 nicht mehr in der Lage gewesen wären, positiv zu bilanzieren ohne auch buchmäßige (bilanzielle) Unterstützung. Daher wurden im Herbst 2008 in aller Eile (mit Rückwirkung auf den 30. 6. 2008!) Bilanzierungsregeln für Banken erlassen, die es ihnen ermöglichten, bereits eingetretene wirtschaftliche Verluste von ihren Vermögens- und Erfolgsrechnungen fernzuhalten.
Bei diesen Regeln (Internationale Rechnungslegungsgrundsätze – IFRS) handelte es sich im wesentlichen um die Möglichkeit, bilanzielle Aktiven nicht zu ihrem (geringeren) Marktwert, sondern zu ihren ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu einem Quasi-Marktwert anzusetzen, der auf Basis künftiger Erwartungen von den Banken selbst errechnet wird. Passivposten werden nicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, sondern reduziert oder überhaupt nicht, wenn z. B. die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Zahlungsverpflichtung mit unter 50 Prozent angenommen wird.
Ein Einblick in die tatsächliche Lage einer Bank ist also einem Externen verwehrt. Es kann daher auch seriöserweise keine Abschätzung über die Krisensicherheit oder die Kapitalisierung der Bankenlandschaft gegeben werden. Eigenkapital ist bekanntlich auch bei einer Bank nicht als Sicherheitspolster vorhanden, sondern nur die rein rechnerische Differenz zwischen Aktiva und Passiva. Diese Differenz - also das bilanzielle Eigenkapital - ist in dem Maße verzerrt, wie die Banken mit den erwähnten Gestaltungsmöglichkeiten den Wert ihrer Aktiva und Passiva gegenüber einem realistischem Marktwert verändert haben
Klaus-Peter Willsch, MdB: "Das einzige wirksame Mittel zur Bekämpfung der Schuldenkrise ist das Durchbrechen der Schuldenspirale. Alle anderen Modelle erkaufen nur Zeit. Das Scheitern der Strategie, kurzfristige Marktberuhigungen mit Milliardenbürgschaften und ohne tatsächliche Aussicht auf nachhaltige ökonomische und haushalterische Solidität der Krisenländer zu erkaufen, ist offensichtlich und wird auch durch eine Hebelung oder eine Aufstockung des Garantierahmens, die früher oder später auf die Agenda kommen wird, nicht aufgehalten. Wenn man auf dem falschen Weg ist, hilft es nicht, aufs Gas zu drücken, man entfernt sich so nur immer weiter vom richtigen Weg....
Die Insolvenz von Griechenland wird unausweichlich kommen. Sie
wird derzeit nicht abgewendet, sondern verschleppt. Die Troika hat kürzlich einen mehr als ernüchternden Bericht über die
Schuldentragfähigkeit des Landes geliefert. Die anstehende Tranche wurde dennoch ausgezahlt. Es sollte jedem ein Warnsignal sein, dass der IWF künftig nicht mehr an vermeintlichen Rettungsaktionen beteiligt werden muss, sondern nur noch kann. Der IWF bereitet sich auf das Verlassen des sinkenden Schiffes vor. Und die Euro-Gruppe steuert weiter volle Kraft in Richtung Eisberg."
Das uralte Modell: Erst selber ein Problem schaffen, dann die Reaktion durch ihre Medien steuern und am Schluss das Kaninchen aus dem Hut der vorbereiteten Lösung präsentieren.
Mit jeder "Rettung" wird die Lösung des Problems nur noch weiter hinausgeschoben. Jetzt wollen uns die Gleichen "retten", die alles angerichtet oder wenigstens zugelassen haben. Wenn es nicht zum Weinen ist, wäre es zum Lachen.
Die Staaten und die EU befinden sich in der Geiselhaft der Großfinanz. Noch mehr EUropa hilft da keineswegs, sondern bloß der Grundsatz: Das Hemd ist mir näher als der Rock!
Sinn und Zweck der gegenwärtigen Krisen ist es, den Ruf nach einem Wallstreet-EU-Zentralismus erschallen zu lassen. Dank solchem Internationalismus lassen sich die Gewinne und Aufkäufe der Hochfinanz noch besser lukrieren. Die Realwirtschaft und die Bürger dürfen dafür zahlen, zahlen, zahlen ....
Prof. Eberhard Hamer: "Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet.
Die US-Hochfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Hochfinanz, von niemandem außer von ihr garantiert, aber nach Kräften Missbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt missbraucht.
Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Hochfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann. Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration
einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.
Die US-Finanz kauft mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis. Und nicht nur die US-Hochfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein,
sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit
politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven einzustellen.
Da gibt es etwas, von dem wohl kein nicht-französischer Abgeordneter innerhalb der EU auch nur den leisesten Schimmer hat. Die ärmsten Länder Afrikas mit der höchsten Analphabetenquote und den korruptesten Regierungen sind seit vielen Jahren schon über Frankreich an den Euro gebunden. Die EU-Staaten haben dabei nicht viel mitzureden, denn die sogenannte CFA-Zone wird von Frankreich dominiert. Es ist ein offenkundig in der Öffentlichkeit völlig unbekanntes weiteres Pulverfass für die Euro-Währungsunion. Es geht dabei wieder einmal um einige hundert Milliarden Euro. Doch in 16 von 17 Staaten der Euro-Währungsunion ahnt man wahrscheinlich noch nicht einmal in Fachkreisen, was da auf uns zukommt. Nur in Paris weiß man Bescheid. Denn dort nahm das nachfolgend beschriebene Unheil seinen Anfang.
Wenn es um den Krümmungsgrad von Bananen oder um die vermeintliche Gefährlichkeit von Glühlampen geht, dann erweist sich Brüssel als äußerst mitteilungsbedürftig. Man produziert Papierberge mit Bestimmungen und Verordnungen, die im Grunde keiner braucht. In anderen Angelegenheiten, die den Wohlstand der Menschen und die Stabilität ihrer Währung bedrohen könnten, hüllt sich die EU hingegen in Schweigen. Ein besonders brisantes Beispiel hierfür, das durch die Euro-Krise jetzt aktueller ist denn je, stellt ein 1998 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichter Rechtsakt dar. Durch ihn wurden rund 130 Millionen Menschen in Afrika mit dem Euroraum verbunden. Seither ist das Geld der Mitgliedsländer der Westafrikanischen Währungsunion (UEMOA) und der Zentralafrikanischen Währungsunion (CEMAC) sowie der Komoren zu einer festgelegten Parität in Euro konvertierbar. Das vom damaligen EU-Ratspräsidenten, dem ehemaligen österreichischen Finanzminister Rudolf Edlinger (SPÖ), unterschriebene Dokument hat es durchaus in sich: Einige der ärmsten Staaten Afrikas, allesamt einstige Kolonien Frankreichs, wurden an die Eurozone gekoppelt, ohne dass die Europäische Zentralbank irgendeinen nennenswerten Einfluss darauf hätte. Dummerweise wurde die afrikanische Währungsunion nicht nur an den Euro gekoppelt. Es flossen auch Milliarden in die französische Zentralbank. Und genau da liegt ein Problem für die Zukunft des Euro, von dem offenkundig wohl noch kein Politiker oder Wirtschaftsjournalist die geringste Vorstellung hat.
Wo um Himmels Willen soll das hinführen? Der Berater des
Internationalen Währungsfonds, Robert Shapiro, gab BC-Journalisten
darauf jetzt eine mehr als erschreckende Antwort. Wenn sie (die
Politiker) nicht in der Lage sind, die Finanzkrise auf eine
glaubwürdige Art anzugehen, dann werden wir, so denke ich, vielleicht innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Zusammenbruch bei den Staatsschulden haben, was im gesamten europäischen Bankensystem zu einer Kernschmelze führen wird. Wir sprechen hier nicht nur von einer relativ kleinen belgischen Bank, wir sprechen von den größten Banken der Welt, den größten Banken in Deutschland, den größten Banken in Frankreich. Das wird auf Großbritannien überspringen, es wird überallhin springen, weil das weltweite Finanzsystem so stark miteinander vernetzt ist.
Die Politik braucht einen überzeugenden Plan, sagt Shapiro und drückt damit indirekt das aus, was die meisten befürchten. Dass nämlich die Politik in Wahrheit keinen Plan hat, wie sie diese Krise in den Griff bekommen soll. Weil dies so ist, können "unsere" Politiker von den Finanzmärkten unter Druck gesetzt werden.
Die meisten sind zu faul sich damit zu befassen und/oder zu dumm das Problem zu verstehen! Sonst würde unser Volk dagegen Sturm laufen! Der derzeitige Versuch, einen europäischen Superstaat durch das Schüren der Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems und durch den kollektiven Rechtsbruch der No-Bail-out-Klausel in den Europäischen Verträge zu gründen, wird katastrophale Folgen zeitigen.
Die sogenannten Volksvertreter der "freiesten Demokratie aller Zeiten" haben mit dem Geld der arbeitenden Deutschen über Jahrzehnte hinweg sozusagen die ganze Welt finanziert. Allen voran die Holocaust-Industrie, dann die" ausländischen Mitbürger", die Hollywood-Schundfilmproduktionen, die EU mit den sogenannten Rettungsschirmen für Banken und Länder, die Siegermächte, Amerikas Kriegspolitik, Israels Vernichtungspolitik und neuerdings die Wall-Street. Diese "Pisa-Politiker" der Lizenzparteien richten ein Volk zugrunde, wie man schlimmer ein Volk nicht zugrunde richten kann.
Große Teile des im Bundestag sitzenden Menschenmaterials protzen mit dem Bildungsstand von Hilfsschülern (Hilfsschüler waren früher jene, die den Lehrstoff der Grundschule nicht schafften). Diese Pisa-Abgeordneten sind spezialisiert auf drei Dinge: Abzocken für sich selbst, antideutsche Lobbys bedienen und Nationalmasochismus betreiben.
Die Intelligenz der Pisa-Politiker wurde bereits im Oktober 2003 von "Panorama" (Nr. 633) getestet. Die Abgeordneten wurden gefragt, ob sie wüssten, wie hoch der BRD-Schuldenstand sei. Die allermeisten wussten es nicht. Noch schlimmer: Auf die Frage, wie viel Nullen denn ein Billion habe, wussten die meisten keine richtige Antwort. Hier ein paar Beispiele von vielen:
"Wie viele Nullen hat da so eine Billion?"
Dr. Günter Rexrodt:
"Machen Sie eine Witzsendung? Na dann. 'Ne Billion hat immer neun Nullen."
Interviewerin:
"12?"
Dr. Günter Rexrodt:
"Ne Milliarde – und das – sechs, neun, zwölf – stimmt."
Dr. Rolf Bietmann, (CDU-Abgeordneter):
"Ich denke, es dürften neun sein, kann das sein?"
Cajus Julius Caesar, (CDU-Abgeordneter):
"Also, ich würd‘ schätzen 16."
Norbert Schindler, (CDU-Abgeordneter):
"18, glaub‘ ich."
Uta Zapf:, (SPD-Abgeordnete):
"Oh, oh, oh. Ich glaub‘, es sind so viele, dass ich das gar nicht mehr zählen kann."
Tanja Gönner, (CDU-Abgeordnete):
"Acht, glaube ich."
Interviewerin:
"Wie viele Nullen hat eine Billion?"
Hans-Ulrich Klose, (SPD-Abgeordneter):
"Das weiß ich nicht - das ist mir zu viel. Das ist mir zu intelligent!"
Am 29. September 2011 sendete "Panorama" eine erneute Befragung der Pisa-Abgeordneten. Diesmal wurde gefragt:
"Wie hoch ist denn der deutsche Anteil an den Kreditbürgschaften?"
Die meisten Antworten lauteten wie folgt:
Aydan Özoguz, türkische SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Na ja, wir haben im Moment, äh..., nein, ich möchte dazu lieber nichts sagen."
Günter Gloser, SPD-Bundestagsabgeordneter:
"Kann ich jetzt momentan nicht genau sagen."
Kathrin Vogler, Die LINKE, Bundestagsabgeordnete:
"Das hab' ich jetzt nicht auf dem Schirm."
Gabriele Fograscher, SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Nee, kann ich Ihnen jetzt im Detail nicht sagen."
Gabriele Fograscher,
SPD-Bundestagsabgeordnete:
"Nee, ...Milliarden?" (lacht)
"Pisa-Politiker" der Lizenzparteien richten ein Volk zugrunde, wie man schlimmer ein Volk nicht zugrunde richten kann. Eine Rettung kann es für die Bundesrepublik bei diesem Pisa-Niveau der meisten Politiker nicht mehr geben!
Einige sprechen von einer staatlichen Fehlgeburt der Alliierten, die nicht überleben wird.
Merkel ist der Idealfall für die Lobby. Sie versteht von nichts etwas. Sie ist leicht erpressbar wegen ihrer Stasi-Vergangenheit, was jetzt der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kacynski in einem Buch ziemlich offen anspricht. Ja, sie war bei der FDJ Chef-Propagandistin, also Mauermord-Propagandistin. Sie war bei der Überwachung von Robert Havemann eingesetzt. Wäre sie Hilfsschullehrerin, wäre sie wegen Stasi-Verstrickungen schon längst entlassen worden.
Die sogenannten Volksvertreter der BRD-Demokratie haben mit dem Geld der arbeitenden Deutschen über Jahrzehnte hinweg sozusagen die ganze Welt finanziert. Allen voran die Holocaust-Industrie, dann die" ausländischen Mitbürger", die Hollywood-Schundfilmproduktionen, die EU, die Siegermächte, Amerikas Kriegspolitik, Israels Vernichtungspolitik und neuerdings die Wall-Street mit den sogenannten Rettungsschirmen für Banken und Länder.
Für diese Ausgabenposten mussten die Nachkriegsdeutschen schuften und nebenbei das von den "Befreiern" dem Erdboden gleichgemachte Land wieder aufbauen, damit bis heute etwa 40 Millionen Ausländer aufgenommen und mit viel Geld bei Laune gehalten werden können. Die Aufbauarbeit konnte man den Ausländern nicht zumuten. Die Trümmerfrauen sorgten dafür, dass sich die lieben Asylanten und Migranten ins gemachte Nest setzen konnten.
Die Folgen für diese Weltbeglückung liegen in der nie mehr zu bewältigenden Verschuldung der Bundesrepublik und in der bevorstehenden Hyperinflation – ein Leib Brot für eine Trillion Euro. Merkel, Steinbrück, Schäuble, Trittin, Seehofer, Rösler haben der BRD schon jetzt eine Schuldenlast aufgebrummt, die das Volk existentiell vernichten wird.
Kein Wunder, denn große Teile des im Bundestag sitzenden Menschenmaterials protzen mit dem Bildungsstand von Hilfsschülern (Hilfsschüler waren früher jene, die den Lehrstoff der Grundschule nicht schafften). Diese Pisa-Abgeordneten sind spezialisiert auf drei Dinge: Abzocken für sich selbst, antideutsche Lobbys bedienen und fehlerfrei aussprechen können: "Wir haben sechs Millionen Juden umgebracht".
Die Pisa-Abgeordneten wissen weder wie hoch die Verschuldung des Landes ist, das sie repräsentieren, noch kennen sie den Unterschied zwischen Millionen, Milliarden und Billionen. Und sie wissen nicht, wenn sie über sogenannte Euro-Rettungsschirme abstimmen, um was es eigentlich geht. Sie nicken einfach ab, was Merkel und Konsorten ihnen vorlegen – bis auf wenige Ausnahmen. Als über den ESFS-Tribut-Transfer am 29. September 2011 abgestimmt wurde, beschimpfte Merkels Adlatus, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla im Vorfeld seinen Kollegen Wolfgang Bosbach (CDU), weil dieser aus Gewissensgründen sein NEIN zum ESFS-Tribut zum Ausdruck brachte. Pofalla keifte dann in einer gemeinsamen Sitzung Bosbach an: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen." Als dieser erwiderte, dass er gemäß Grundgesetz seinem Gewissen folgen darf, schrie Pofalla erneut: "Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe." Merkel gefiel es, sie grinste und schwieg dazu.
Also, das von diesen Kriminellen immer wieder bemühte Grundgesetz, das sogenannte heilige Buch der BRD-Lobbydemokratie, ist ihnen in Wirklichkeit nicht mehr wert als ein Haufen Scheiße.
Ägypten hatte seinen "arabischen Frühling", das Volk wurde hierzulande als Helden der Demokratie gefeiert - doch die Entwicklungen nach dem Sturz des relativ westlichen Diktators Mubarak künden von einer viel tiefgreifenden Form des Terrors. Bereits jetzt sehen sich die ägyptischen Christen mit einer Feindseligkeit und religiösen Verfolgung konfrontiert, die in Europa bereits als unvorstellbar gilt: So bei brach einer koptischen Demonstration, bei der sich zehntausende Kopten gegen den zunehmenden Islamismus aussprachen, bisher unvergleichbare Gewalt aus - Augenzeugen berichteten nicht nur von Zivilisten, die die Christen mit Steinen und Schüssen attackierten, sondern auch vom Militär, das laut Berichten mit Panzern in die Menge raste. 22 Christen verloren an diesem Tag ihr Leben.
Was sind diese „Cascading Defaults“? Eine Bank geht pleite und reißt über ausfallende Kredite an sie oder Derivate andereBanken um. Dann kommt noch die absolute Kapitalflucht aus allen Banken und der Währung der betroffenen Region. Im Fall der Eurozone führt das zum Welt-Finanzkollaps.
Der Euro ist unrettbar verloren: Mit diesen ganzen „Rettungsschirmen“ hat die Politik nur die eigenen Wähler gegen sich aufgebracht. Ein noch größerer Schirm jagt den nächsten. Inzwischen versucht man Hebelkonstrukte, um auch noch Italien
und Spanien auffangen zu können. Aber das reicht laut Think Tanks auch nicht mehr aus, eine Summe von 4000 Mrd. Euro wäre erforderlich. Wer soll das bezahlen oder dafür haften, unsere Politikaster?
Betrachtet man sich den Blätterwald der letzten Wochen, dann fällt einem die zunehmend widerwärtige Europropaganda auf. Der Tenor ist bekannt: Scheitert das Europrojekt, drohen Zerfall
und Chaos, wenn nicht schlimmeres. Es wird vergessen, dass es OHNE Euro vorher gut lief und man MIT Euro jetzt diese Malaise bekommen hat. Ursache und Wirkung werden verdreht.
Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien: "Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozeß Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern läßt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell."
Die alten Elite wurden verdrängt, nun kann die herrschende Ochlokratie so richtig zeigen, was sie alles noch viel schlimmer machen kann. Und sie tut es!
Was manche Experten für die nächste Zeit, das heißt innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre voraussehen, könnte die große Depression der dreißiger Jahre noch übertreffen. Mit massiver Geldentwertung, Bürgerkriegen rund um den Globus, organisierten Banden Verzweifelter und zu jeder Gewalttat entschlossenen Bürgern, z. B., sei es nur um in den Besitz einer Lebensmittelration zu kommen, müsse gerechnet werden, meinen einige.
Man werde auf anarchische Zustände zusteuern, denen die Regierungen nur mehr mit der Ausrufung des Kriegsrechts begegnen werden können, wohl auch um frustrierten, hungernden Bürgern einigermaßen Ordnung und Sicherheit zu garantieren, heißt es. Nahrungsmittel- und Wasserrationierungen werden weit verbreitet sein und Energiepreise in schwindelnde Höhen steigen. So die schlimmsten Befürchtungen.
Martin Armstrong, Gründer von Princeton Economics, meint hinischtlich Europas, daß die Politiker nur an der Einführung des Euro interessiert waren und jetzt so lange wie möglich daran festhalten wollen. Spekulant George Soros beklagt zudem, daß die EU-Politiker die Kontrolle über die aktuelle Lage verloren hätten. Für Attila Szalay Berzeviczy von der UniCredit (Italien) bleibt nur mehr die Frage offen, wie lange Brüssel und die EZB Griechenland noch stützen können. Nur mehr einige Wochen meint etwa Carl Weinberg von High Frequency Economics.
Kein Politiker in den betroffenen Ländern möge sagen, er habe dies nicht ahnen können. Über Jahrzehnte haben die Verantwortlichen durch eine falsche und fahrlässige Politik ihre Länder in eine Ecke manövriert, aus der nur mehr schwer herauszukommen ist. Was Politiker und Währungshüter jetzt tun, kommt dem Versuch gleich, mit einer Gießkanne ein brennendes Haus zu löschen. Wer versucht, Schulden mit neuen Schulden (Krediten) zu bekämpfen, steht auf verlorenem Posten.
Die Europäer dürften sich ein Vorbild nehmen: Seit Tagen halten Demonstranten die Wall Street in Atem. Sie blockieren die Straßen und protestieren gegen die Macht der Banken und gegen die Kluft zwischen Arm und Reich. Hunderte werden festgenommen. Auch in Los Angeles, Albuquerque und New Mexico gab es Anti-Wall-Street-Proteste. Derweil verschanzt sich die Finanz-"Elite" sich hinter den Absperrungen und macht sich damit selbst das Leben schwer. Eine revolutionäre Situation könnte sich nähern. Ein Wunder wäre sie nicht.
Die weltweite Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Insbesondere die Situation Griechenlands droht Europa und den Euro - imgrunde unnötiger Weise - in den Abgrund zu reißen. Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg, son-dern führten ganz im Gegenteil dazu, die Krise zu prolongieren. Der Euro-Rettungsschirm EFSF verfügte über einen Haftungsrahmen von 440 Milliarden Euro. Auf Österreich entfielen 12,24 Milliarden Euro. Nunmehr soll der Haftungsrahmen auf 779 beziehungsweise 726 Milliarden Euro erhöht werden. Österreich übernimmt damit Haftungen in der Höhe von 21,64 Milliarden Euro.
Mit einer Fülle von Rettungspaketen wurden Billionen in den Wirtschaftskreislauf gesteckt. Die in der Bankenkrise auf Kosten der Bürger notverstaatlichten großen Banken – die trotzdem Milliardenboni auszahlten – werden jetzt wieder privatisiert und schütten Milliardengewinne an die wenigen Kapitaleigner aus. Und eben jene Staatsanleihen, die ausgegeben wurden, um die maroden Banken zu retten, werden nun von den Ratingagenturen als „Schrott“ eingestuft. Von den Milliarden und Abermilliarden die zur Stopfung der Finanzlöcher in der Schuldenkrise locker gemacht werden, hat die Bevölkerung im betroffenen Land rein gar nichts. Dafür aber wird die Finanzkraft der wirtschaftlich gesunden Staaten aufs Spiel gesetzt.
Auf europäischer Ebene wurde überdies festgelegt, einen zusätzlichen und dauerhaften Euro-Rettungsschirm unter dem Namen „Europäischer Stabilitätsmechanismus“ (ESM) einzurichten. Dazu hat man unter dem Titel „Pakt für den Euro“ eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die den Euro angeblich stabilisieren sollen. Der neue Stabilitätsmechanismus (ESM) soll ab 2013 eingerichtet werden und mit einer Kapitalbasis von 700 Milliarden Euro ausgestattet sein. Das Grundkapital soll 80 Milliarden Euro betragen, weitere 620 Milliarden Euro sollen an Garantien dazu kommen. Österreich wird 2,2 Milliarden Euro zum Grundkapital und 17,3 Milliarden Euro an Garantien beisteuern.
Angesichts der bisherigen – wenig erfolgreichen – Bilanz der Sanierungsmaßnahmen muss bezweifelt werden, dass der aufgestockte EFSF und der ESM nachhaltige Wirkungen entfalten werden. Die europäische Finanzpolitik hat sich seit 2009 völlig verselbstständigt und Entscheidungen fallen nur mehr bei Krisensitzungen und Telefonkonferenzen. Die Bevölkerung wird in die Meinungsbildung überhaupt nicht mehr eingebunden.
Was uns jetzt aus den Kopf fällt, ist der Geburtsfehler des Euro: Der Vertrag von Maastricht von 1992 markiert mit der Gründung der EU eine wesentliche Zäsur in der historischen Entwicklung der europäischen Integration. Während bis dahin die wirtschaftliche Komponente im Vordergrund stand – die vormaligen Bezeichnungen "Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl" oder "Europäische Wirtschaftsgemeinschaft" brachten dies klar zum Ausdruck – steht das Kürzel EU für die Schaffung einer politischen Union. So definiert sich der Maastricht-Vertrag selbst als „eine neue Stufe bei der Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas“. Sämtliche Politikbereiche, von der Innen- über die Sicherheitspolitik, von der Außen- bis zur Währungspolitik wurden ab diesem Zeitpunkt zur EU-Zuständigkeit erklärt. Die gemeinsame Währung Euro war vielmehr ein politischer Wunsch, als eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit. Es ist jedoch in der Realität nicht jeder politische Wunsch umsetzbar.
Der Euro ist das beste Beispiel dafür. Er musste scheitern, da die einzelnen Volkswirtschaften der Mitgliedsländer viel zu unterschiedlich waren bzw. es immer noch sind. Den positiven Handelsbilanzen im Norden stehen starke Handelsbilanzdefizite der südlichen Euro-Staaten gegen-über, die zu Spannungen innerhalb des Euro-Raums führen. Eine gemeinsame Politik etwa durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist für den Gesamtraum daher schlicht unmöglich. (Andreas Mölzer, MdEP)
Zuerst ruinieren die USA die Weltwirtschaft, nun versuchen sie die EUropäer mit ihren eigenen "Sanierungen" und "Rettungen" noch zu übertreffen.
Den windigen Levantinern wäre es nie gelungen, die EU an der Nase herumzuführen, wenn ihnen nicht internationale Interessen des Establishment die Stange gehalten hätten.
Selbst Jean-Claude Trichet sagte öffentlich, dass das Vertrauen in
die Banken und viele Staaten verloren gegangen ist. Das Großkapital flüchtet schon aus Banken, die zu viele PIIGS-Staatsanleihen halten. Das ist normalerweise das Ende.
Anstatt dass der Systemkollaps schon jetzt gekommen wäre, kommt er eben einige Wochen, spätestens einige Monate später, denn die reale Situation hat sich nicht geändert. Solange müssen Obama, Geithner, Merkel, Schäuble, Sarkozy, Faymann etc. noch nicht den Aufstand der betrogenen Sparer fürchten.
Nach kleinen Staaten wie Griechenland und Irland droht jetzt der größten Volkswirtschaft des Euroraumes der Verlust ihrer Bonität. Die Ausweitung des Rettungsschirmes wird nicht folgenlos bleiben. Nun droht sogar der Bundesrepublik der Verlust ihrer Bonität. Der Experte und Rater bei Standard & Poor’s, David Beers, warnte die Bundesregierung vor diesem gewagten Schritt. „Im Augenblick lasten Garantien in Höhe von acht Prozent der Wirtschaftsleistung auf Deutschland. Aber wenn noch mehr Garantien draufgesattelt werden, dann werden irgendwann auch die breitesten Schultern schwach", warnt der Ökonom und Banker Carsten Brzeski.
Die Folgen einer Abstufung der deutschen Bonität für den Euroraum wären nicht vorherzusehen. Die Gemeinschaftswährung würde auf den Märkten unter erheblichen Druck kommen und Vertrauen einbüßen. Die Refinanzierungskosten der Bundesrepublik würden rapide ansteigen. Auch Effekte auf die Zinsaufschläge anderer Mitgliedsländer der Gemeinschaftswährung wären sehr wahrscheinlich. Namhafte Ökonomen haben vor den möglicherweise schädlichen Folgen der Haftungen und Hilfszahlungen für den Euro und den europäischen Wirtschaftsraum gewarnt. Durch milliardenschwere Transfers wurde gegen deren Rat ein schwer zu durchblickendes Dominosystem aufgebaut.
Die Situation ist verfahren: Der US-amerikanische Finanzminister Timothy Geithner und die chinesische Regierung drängen die EU darauf, den EFSF auszuweiten. Mit Ausnahme der Slowakei wurde diese Aufstockung schon in allen Euro-Staaten ratifiziert. Doch während die Politik sich gegenseitig mit Zahlungen stützt, reagieren die Finanzmärkte darauf skeptisch. Es wird sich zeigen, wessen Gewicht schwerer wiegt – jenes der Ratingagenturen oder jenes der Politik. Allerdings ist das Primat der Politik über die Wirtschaft schon längere Zeit Geschichte. Es ist nun einmal furchtbar (!) schön, Super-EUROpäer zu spielen!
Prof. Hankel: "Ich zweifle und verzweifle an den volkswirtschaftlichen Grundkenntnissen unserer Euro-Retter."
Die Börsen reagieren auf schlechte Nachrichten unberechenbar. In jüngster Zeit stammen Hiobsbotschaften meist von Ratingagenturen. Unbarmherzig bewerten Analysten die Bonität und damit die Natürlich NÜTZEN die Ostküstenhaie JEDWEDE CHANCE, woimmer auf der Welt PROFIT zu schöpfen.
IN GOLDMAN SACHS WE TRUST war das Motto vor der Superkrise 1929. Der Secretary of Commerce Poulsen war vormals CEO von Goldman Sachs UND DAHER der unmittelbare heisse Konkurrent von Lehman Bros. Und daher ist es auch naheliegend, daß er Letztere in die Pleite gehen ließ, ohne wohl nur im entferntesten zu ahnen, was er damit auslöste.
So ist die Lage. ÜBRIGENS gehört die DEUTSCHE BANK schon lange NICHT MEHR den DEUTSCHEN, sondern mit weit über 80 % den internationalen FUNDS. Daher MUSS sie geradezu das Spiel VOLL MITMACHEN, detto die GROSSEN SCHWEIZER BANKHÄUSER, mit bekanntlich unterschiedlichen Erfolg. Sorry
Qualität von Staatsanleihen - objektiv und fundiert, oder sind die Agenturen lediglich der verlängerte Arm der US-amerikanischen Finanzpolitik? Ihre Verflechtungen mit Investoren und der Bankenwelt sind evident. Das erforderliche Maß an Objektivität scheint dadurch in einigen Fällen gefährdet.
Europas Polit-"Eliten" wissen sich nicht mehr zu helfen. Trotz aller Bemühungen, den Euro zu retten, waren die Analysten der drei großen Ratingagenturen nicht gnädig zu stimmen. Weder der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) noch der Rettungsschirm schienen die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor‘s oder Fitch zu beeindrucken. Mit Italien wurde zum ersten Mal eine der bedeutendsten Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit herabgesetzt.
Monsanto ist der weltweit größte Hersteller genmanipulierten Saatgutes. Durch Änderung des Erbgutes sollen die Pflanzen nach Angaben des Herstellers selbsttätig Giftstoffe produzieren, welche den Einsatz von herkömmlichen Pestiziden obsolet machen und hohe Ernteerträge sichern. Mit vehementem Druck sorgt Monsanto weltweit für die Zulassung seiner Produkte. Zuletzt wurde das französische Genmaisverbot nach einer Monsanto-Klage durch den "Europäischen" Gerichtshof gekippt.
Ungeachtet aller Unbedenklichkeitserklärungen der beamteten Prüfer und Politiker stellt sich immer mehr heraus, dass genetisch veränderte Pflanzen sowohl ökonomisch als auch ökologisch enorme Schäden anrichten können. So berichtet die Nachrichtenagentur Novopress über den famosen Monsanto-Mais: Im Jahr 2003 brachte der Konzern eine Maissorte auf den Markt, die gegen die Hauptschädlingsart, den Chrysomeles-Käfer, immun sein sollte. Im Jahr 2009 brachten in den USA bereits 45 Prozent aller Bauern diese Maissorte zum Einsatz. Laut einer Studie der Universität Iowa, haben diese Schädlinge aber innerhalb von nur 6 Jahren eine Resistenz gegenüber den Toxinen der Pflanze entwickelt. Um ihre Ernte zu retten, sind die Bauern nun gezwungen, trotz des Anbaus der kostspieligen High-Tech Pflanzen zusätzlich hochgiftige Pestizide einzusetzen. Ein schlagendes Doppel!
1 Dollar 1913 = 83,91 heutige Dollar - 1 Goldmark 1913 = 14,84 Euro.
Geld gehört unter die Matratze und nicht auf eine marode Bank. Denn Geld besteht aus kleinen runden Scheiben, aus Gold und Silber. Papier hingegen verrottet und wird von Mäusen zerfressen.
Aktien-Gedicht aus dem Jahr 1929:
An der Börse hat’s gekracht
Da hab ich aus den Aktien meinen Kindern Drachen gemacht.
Ich zog mit ihnen zu Felde wo sanft die Lüfte wehen:
Dort konnt´ ich meine Aktien noch einmal steigen sehen.
Wie genial, unbestechlich und unbürokratisch einfach war in manchen Dingen doch das gute alte System des klassischen Goldstandards, das via Bretton Woods immerhin im Außenhandel noch bis 1971 konserviert worden war. Und wie schwierig ist dagegen die hohe Kunst der Makroklempnerei Makrosteuerung im Außen- bzw. EU-Binnenhandel anno 2011. Heute bedarf es einer EU-Kommission mit Zehntausenden von Zuarbeitern, Lobbyisten und internationalistischen Beratern sowie eines EU-Parlaments mit fast 1000 MdEUPs und ebenfalls zehntausendköpfigem Wasserkopf, um im Außenhandel etwas Stabilität hereinzubekommen und so einfach Dinge wie ausufernde Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite in den Griff zu bekommen.
Über lange Strecken des 19. und 20. Jahrhunderts bis eben zum 15. August 1971 stellten Verschiebungen der Staatsgold-Vorräte unter
ungleichen Handelspartnern immer sehr schnell wieder die heute im Euro-Raum oder auch zwischen zB. China und den USA scheinbar so unendlich schwer herzustellende Stabilität her! Niemand konnte
lange über seine Verhältnisse leben, keine administratven Wasserköpfe mussten sich sinnlose Gedanken zur Verzögerung des Unvermeidlichen machen, keine großen Geithner-Brüder gar noch den
weisen Rat der Weltregierung persönlich nach Brüssel tragen: Wie durch ein dauerhaftes Wunder blieben die Leistungsbilanzsalden selbst zwischen ökonomisch unterschiedlichsten Ländern immer nahe
Null, was heutzutage selbst bei so einfacher Kontenführung wie zB. den EZB-Transferkonten namens Target2 nicht mehr gelingen will.
Mit dem ganzen Rattenschwanz an Folgeproblemen eines unnatürlichen Eingriffs in sonst marktwirtschaftlich ablaufende Vorgänge, der dann in EUlitärer Denke wiederum nur durch weitere
planwirtschaftliche Eingriffe entschärft werden kann. Das ist das, was als Teufelskreis der sozialistischen Makroklempnerei die Gesetze der Synergetik völlig außer Acht lässt. Endpunkt solcher Regelungswut ist immer die totale Demotivierung aller Leistungsträger, so dass ein planwirtschaftliches System im Endstadium nur noch Mangel verwalten kann, weil niemand ohne
persönliche Gewinnaussicht mehr etwas produzieren will. So ein System muss letztlich sogar Leistungsnormen einführen und deren Erfüllung erzwingen, damit überhaupt noch jemand arbeitet.
Der liberale britische Soziologe Colin Crouch zur Ideengeschichte des Neoliberalismus: "Nach der Chicagoer Deregulierungslehre wurde der Wettbewerb nicht mehr als Prozess betrachtet, der eine Vielfalt konkurrierender Anbieter, nahezu perfekte Märkte und reichhaltige Wahlfreiheit für die Konsumenten garantiert. Vielmehr sollten Gesetzgeber und Ökonomen ihn ergebnisorientiert betrachten: An die Stelle der liberalen Idee der Wahlfreiheit des Konsumenten trat damit die paternalistische Sorge um seinen Wohlstand, der zufolge er vor allem von sinkenden Preisen profitiere, die natürlich eher von Großkonzernen als von kleineren und mittleren Unternehmen gewährleistet werden können."
Dieser grundlegende Wandel sei in der Öffentlichkeit allerdings bis heute kaum bemerkt worden. Vielmehr haben gerade die neoliberalen Theoretiker, die immer für eine strikte Trennung von Staat und Privatwirtschaft optiert haben, zu einer verstärkten Verflechtung beider Bereiche beigetragen. Nur große Konzerne, schreibt Crouch, seien mächtig genug, um auf den Staat nachhaltig Einfluss zu nehmen und sich - das ist ihm besonders wichtig
- mit ihm gegen den Markt zu verbünden.
Weil ein solches Bündnis zwischen Konzern und Staat nach Crouch
auch leicht zu einem Bündnis gegen die pluralistische Demokratie
werden kann, ist eben das System, welches die Finanzkrise zuließ bzw. verursachte, in der Folge nicht nur nicht untergegangen, sondern wurde gefestigter denn je zuvor.
An den amerikanischen Glass-Steagall-Act des Jahres 1931 sei erinnert: Präsident Roosevelt reagierte damit auf den Börsenkrach am berühmten Schwarzen Freitag. Ein Drittel des US-amerikanischen Bankensystems schlitterte in Konkurs. Um die Folgen zukünftiger Krisen für die Realwirtschaft und den Sparer abzufedern und die Märkte zu stabilisieren, verfügte das Gesetz ein Bankentrennsystem. Institute durften sich entweder dem Einlagengeschäft oder spekulativen Investments widmen. Beide Geschäftsfelder abzudecken, war verboten. Natürlich wurde dieses Gesetz im Interesse der neoliberalen Großspekulaten beseitigt. Es wird Zeit, sich auch in Euroa daran zu erinnern. Großbritannien beginnt als erstes Land und will seine Einheitsbanken wieder aufgliedern. Spekulatives Investment soll strikt vom Einlagengeschäft getrennt werden. Geschäftsbanken sollen über Eigenkapital in Höhe von 20 Prozent ihrer Bilanzsumme verfügen. Damit wären die Spareinlagen britischer Bürger abgesichert, und die Rolle der City of London als bedeutendstes Finanzzentrum Europas wird aller Voraussicht nach bestehen bleiben.
Sobald die Cross-Defaults unter den Banken beginnen und diese schließen müssen, werden überall Währungsreformen erforderlich,
bei denen die Sparer ihren „Haircut“ bekommen, also den Großteil der Geldvermögen verlieren. Eine neue Währung mit neuen Geldscheinen wird erforderlich. Die selben Politiker, die heute noch die Euro-Rettung als „alternativlos“ darstellen, werden dann alle Schuld auf den Euro schieben, um selbst möglichst heil davonzukommen – wie sie hoffen.
Vermutlich wird man die Sparerschafe damit betrügen, indem man
einen Teil der Euros, etwa bis EUR 3:000 1:1 in die neue Währung umstellt und den Rest auf ein Sperrkonto gibt. Die endgültige
Schur erfolgt dann später, indem man die Gelder auf den Sperrkonnten verfallen lässt. So hat man es in Österreich zwischen 1945 und 1947 gemacht. Die Wut der Sparer wird enorm
sein. Retten kann sich nur, wer aus dem Geldsystem aussteigt und etwa in Immobilien, Gold und Silber geht.
Der erste Erfolgsgrundsatz beim Zustandebringen von Regierungsanleihen beruht in der "Erzeugung von Bedarf", was bedeutet, daß man sich an der Schaffung von Finanz-paniken, an Wirtschaftskrisen, Hungersnöten, Kriegen und Revolutionen beteiligt. Der Reichtum der Großkapitalisten beruht aus dem Bankrott der Nationen. Sie machen ihr Geld bei den großen Zusammenbrüchen und den großen Kriegen der Geschichte, in eben genau den Zeiten, wenn andere ihr Geld verlieren.
Der Pfad, der mit dem Euro-Experiment eingeschlagen wurde, und all seine „Randerscheinungen“ beginnen, gravierende Auswirkungen
auf Wirtschaft, Gesellschaft und jeden einzelnen Bürger zu entfalten. Ohne „Goldfessel“ mit der Aufgabe der Einlösepflicht von US-Dollars in Gold im August 1971 war der zügellosen Verschuldung überhaupt keine Grenze mehr gesetzt. Ein beispielloses Experiment der Turbo-Umverteilung begann damals. Das Nicht-Verstehen des fraktionalen Banksystems ließ die wundersame Wohlstandsmehrung durch Kredit und damit Asset-Blasen zur Gewohnheit werden.
Die Entmündigung fiel im materiellen Überfluss leichter und die Spiegelfechterei der Blockparteien wahrte zumindest den Anschein von Demokratie. Im Zuge der Euro-Krise pfeifen die vorgeblichen
Demokraten jetzt auf das Wohl des Volkes, sie vertreten ausschließlich ihre eigenen Interessen. Was im „Grundgesetz“ steht, spielt plötzlich keine Rolle mehr, selbst europäische Verträge, die regelmäßig undemokratisch zustande kamen, werden noch gebrochen. Die Staaten (es wird ein weltweites Phänomen sein) werden sich über ihre Notenbanken finanzieren, so wie zu Kriegszeiten. Staatliche Transferempfänger erhalten real immer weniger, die Sparguthaben werden vernichtet.
Es bedarf einiger grundlegender Maßregeln
1. Das Fiat-Papiergeldsystem muss als Wurzel des Übels erkannt
und beseitigt werden.
2. Auch die Geldschöpfung der Privatbanken muß unterbunden bzw. auf einen Anteil ihrer Einlagen beschränkt werden.
3. Der Staat ist auf seine grundlegenden Aufgaben zurück zu schneiden und Kompetenzübertragungen an Dritte finden
nicht statt.
4. Oberster Souverän ist das Volk, der Bürger. Alle Macht geht
von ihm aus. Von ihm gewählte Vertreter haben seinem Willen zu entsprechen und falls nicht, werden sie umgehend zur Rechenschaft
gezogen. Die Hürden für Volksentscheide werden dazu niedrig angesetzt.
5. Presse, Forschung und Wissenschaft sind frei.
Wird das umgesetzt, dann erledigt sich fast sämtlicher Wahnsinn, der uns heutzutage auf allen Ebenen des täglichen Lebens begegnet, wie von selbst.
Die Brüsseler Politik hat sich das Ziel gesetzt, um jeden Preis den Euro in seiner derzeitigen Form aufrecht zu erhalten. Dieses Ziel kostet Geld. Überschuldete Länder wie Griechenland, Portugal und Irland müssen mit Liquidität versorgt werden. Der Sektor der herzensgut spekulierenden Investitionsbanken muss stabil bleiben. Schon partielle Ausfälle von Staatsanleihen könnten das Bankengefüge gefährden. Also wird weiteres Luftgeld erzeugt, trallala!
Auch Brüssel benötigt immer weitere Milliarden, um die Eurozone in ihrer derzeitigen Gestalt aufrechterhalten zu können. Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, kritisiert jetzt die gewählten Regierungen für ihre - aus seiner Sicht - mangelhafte Zahlungsbereitschaft. Soll er doch mit seinem eigenen Tiritara aushelfen!
Nach der Krise ist tatsächlich vor der Krise. Was hat sich von 2008 bis 2011 gebessert? Außer Sprüchen und Zuschuss von weiterem fiat money nichts, jedenfalls nichts Gutes! Das System und viele Staaten sind lädiert, da Ursachen wie Symptomatik dieselben blieben.
Im schlesischen Breslau, heute Polen, trafen sich die Euro-Finanzminister und Notenbankchefs, um über die Schulden- und Bankenkrise in Europa zu beraten. Die Ergebnisse der wertvollen Zusammenkünfte waren trotz amerikanischer Ermunterungen jedoch dürftig: Es wird regelmäßig noch mehr Probleme als vorher geben.
Es ist eigentlich ungeheuerlich. Zuerst lösen die USA eine Weltwirtschaftskrise aus und dann wollen sie noch Anweisungen geben, wie man aus ihr herauskommt. Nun laden die EUropäer noch den US-Finanzminister Geithner zu ihren Sitzungen ein und sind auch selber mächtig stolz darauf, wenn er als Spezial-Guru wirklich kommt und ihnen Ezzes gibt.
Christine Lagarde und Timothy Geithner hatten wenig Hemmungen. Sie forderten mehr oder weniger offen, die EZB zur Badbank Europas umzufunktionieren: "Der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatten vor dem Gipfeltreffen gefordert, dass die stärksten Länder des Euroraums mehr für die Konjunktur tun sollten." (FAZ.de, 10.09.2011)
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ/BIS) ist satzungsgemäß ein Forum der internationalen Zusammenarbeit in Geld- und Finanzfragen, fungiert als Mutter aller Zentralbanken und verfügt somit über eine unvorstellbare Macht, wobei sie die Methoden zu deren Erhaltung niemals offen legt. Regelmässig treffen sich in Basel die Vertreter der globalen Notenbanken und des weltweiten Finanzwesens zu ihren Meetings in abhörsicheren Räumlichkeiten. Die daraus resultierenden Massnahmen und Ergebnisse sind geheim – man vermutet bei der BIZ deshalb auch zu recht zahlreiche, ominöse Geschäfte. Die BIZ wurde 1930 für einen beschränkten Zeitraum gegründet um die Reprationszahlungen Deutschlands aus dem Krieg abzuwickeln, jedoch beibehalten und ist heute mächtiger denn je. Die BIZ verwaltet heute die Währungsreserven sämtlicher Zentral- und Notenbanken und ist formal eine schweizerische Aktiengesellschaft handelt, doch gilt die BIZ nach dem Haager Vertrag als eine internationale Organisation und ist damit dem Völkerrecht unterworfen.
Die BIZ steht mitten in der Stadt Basel auf sog. exterritorialem Boden und bietet den Schweizer Behörden dadurch keinerlei Zugriffsmöglichkeit. Weder untersteht die BIZ EU-Recht, noch wird sie von sonstigen, demokratischen Strukturen in die Pflicht genommen – ist also ebenfalls gegen Strafverfolgung immun. Der TAGESSPIEGEL schreibt am 5.9.2011 hierzu ziemlich ernüchternd: „Die Organisation erzielt Milliardengewinne. Aber sie zahlt keine Steuern. Ihre Manager handeln mit Wertpapieren und Gold über alle Grenzen hinweg. Aber kein Gericht kann sie belangen und keine Regierung ihre Geschäfte kontrollieren. Und wer ihre Zentrale gleich neben dem Bahnhof von Basel aufsucht, der betritt exterritoriales Gebiet. Die Schweizer Polizei hat hier nichts zu sagen.“
Motto der Isländer: „Wir, das isländische Volk, haben keine Schulden gemacht – und wir zahlen auch keine fremden Schulden zurück!“ Tatsächlich hatten ja die britische und die niederländische Regierung – jeweils kurz vor Wahlen – ihren eigenen Spekulanten, darunter auch Kleinanlegern, die Verluste aus dem isländischen Bankenzusammenbruch ersetzt und wollten anschließend das Geld vom isländischen Volk zurück.
Die Isländer weigerten sich per Volksabstimmung, den internationalen Interessen des Finanzsektors nachzugeben, und hatten den Mut, ihre Unabhängigkeit mit aller Deutlichkeit auszudrücken - was zu einer Befreiung des Staates aus den Klauen des Schuldensystems führte. Die Isländer konnten nicht davon überzeugt werden, dass ein ganzes Volk für die Fehlinvestitionen des Finanzmonopols zu bluten hatte - selbst die Führungsriege stellte sich auf die Seite des Volkes: Das Staatsoberhaupt Olafur Ragnar Grimsson weigerte sich, das Gesetz zu ratifizieren, das Islands Bürger für die Schulden der Banker haftbar machen würde. Dass diese Entwicklung in den Medien hierzulande völlig unterdrückt und vernachlässigt wurde, ist bezeichnend - und gut verständlich angesichts der Angst, die viele europäische Politiker vor den Entscheidungen der eigenen Bürger haben.
Es gibt von Natur aus keinen natürlichen und keinen anthropogenen Treibhauseffekt. Die Erde ist nicht als „Treibhaus“ konzipiert. Der „nackte Affe“ musste sich Kleider schaffen und Häuser bauen, um auf Erden überleben zu können. Für die Pflanzen hat er gläserne Häuser, Gewächshäuser erfunden, um im Frühjahr junge Pflanzen vor Spätfrösten zu schützen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kamen beheizbare „Palmengärten“ hinzu, um im kühlen Europa mit Orchideen und Palmen ein Gefühl von Tropenwärme künstlich zu erzeugen.
An der Wende zum 16. Jahrhundert zog der Dominikanermönch Johann Tetzel durch die deutschen Lande. Er verkaufte Ablaß. Man konnte sich mit Geld von den Sündenstrafen freikaufen, bekam dafür einen Ablaßzettel und die Versicherung, daß man damit gleich in den Himmel fahren könne, wenn es einmal so weit sein sollte.
Auch heute ziehen die Tetzels wieder durch die Lande. Sie verkaufen Ablaßzettel. Der Schwindel heißt aber heute nicht mehr Hölle und Fegefeuer. Er heißt Klimawandel - der frechste Betrug seit Tetzel. Damals hat man an die Hölle und an das Fegefeuer glauben müssen. Tat man das nicht, lief man Gefahr, als Ketzer auf dem Scheiterhaufen zu landen.
Das hat heute Parallelen. Der Klimaschwindel ist zum modernen Glaubenssatz erhoben worden. Jedermann hat daran zu glauben, sonst geht es ihm schlecht. Die Kanzel der Prediger sind heute die Medien geworden und die sogenannten Wissenschaftler haben für alles eine Erklärung. Prüfen kann man das nicht, man muß daran glauben. Und alle glauben daran. In die Kassen der Ablaßprediger fließen Milliarden. Bis ein neuer Matin Luther kommen wird.
Die konservativ-liberale Koalition will den Londoner Bankensektor zu radikalen Änderungen zwingen: Die Großbanken müssen systemrelevante Bereiche wie das Privatkundengeschaäft und Firmenkredite durch einen Firewall vom riskanten Investmentbanking schätzen. Die Notwendigkeit ist schon längst bekannt. Warum hat man so lange gezögert? Aber immerhin - nur Kontinentaleuropa hinkt amerikahörig nach. Einige Ostküsten-Haie müssen noch rasch Reibach machen!
Der Wirtschaftsjournalist der FAZ, Holger Steltzner, befürchtet folgende Entwicklung der Euro-Zone: Von der Währungsunion über die Transferunion und Haftungsunion zur Inflationsunion.
Um 2001 sagte ein kompetenter Euroskeptiker: „Maastricht ist Versailles ohne Krieg“ und Deutschland wird „Zahlmeister“ auf Lebenszeit. (Prof. Hankel, damals HeLaBa).
2011 stellt sich heraus, daß
· die USA mit 15 – 16 Bio $ verschuldet sind,
· die Euro-Staaten (zus.) mit 10 Bio und
· Deutschland allein mit über 2 Bio Euro verschuldet ist (Bundesbankbericht Juli 2011: 2,088 Bio).
Deutschland zahlt aus seinem Staatshaushalt (388 Mrd Euro) 60 Mrd für Zinsen, 8 Mrd (nto) für die EU und ca. 200 Mrd Euro für verschiedene „Rettungsschirme“. Wie soll das wohl von 2011 bis 2021 weitergehen?
Diese Transfer-Union zur Rettung des Euro und der EU würde die jährliche Zahllast Deutschlands und der Deutschen auf 75 Mrd Euro pro Jahr steigern (Max-Planck-Institut f. Steuerrecht und Öffentliche Finanzen).
Ein (seriöser) Wirtschafts-Historiker (H. Meiser) hat vorsichtig ermittelt, daß Deutschland seit 1918 (Versailles) 18 Bio Euro (!) freiwillig und unfreiwillig an Nicht-Deutsche gezahlt hat, ohne daß ein Ende abzusehen ist.
10 Bio Staatsschulden in Euro-Land belasten jeden Euro-Staatsbürger (330 Mio) mit 30.000 Euro.
1948 (nach Bretton Woods) wurde die Unze Gold (31.1 g) auf 35 US-Dollar festgesetzt. Heute (11.8.2011) kostet sie 1.760 $, also das 50-fache von 1948.
Die Transfer-Union transferiert die Staatsschulden auf die Schultern der EU-Bürger: Die privaten Einkommen und Vermögen werden sozialisiert – die Staatsschulden werden privatisiert.
Prof. Eberhard Hamer: "Längerfristige Ursache unserer derzeitigen Finanzkrise ist die Tatsache, dass die US-FED (Federal Reserve Bank) mit staatlichen Vollmachten (Geldhoheit) ausgestattet, aber doch Privatinstitut von 13 Eigentümerbanken ist, von denen die meisten den beiden weltführenden Hochfinanzgruppen zuzuordnen sind. Diese haben über ihr Instrument der FED praktisch die Möglichkeit, Geld zu schaffen (Geld zu drucken) und haben die Dollar-Menge in den letzten 35 Jahren vervierzigfacht, obwohl die Gütermenge sich nur vervierfacht hat.
Mit diesem selbstgeschaffenen Geld konnten sie die Rohstoffe der Welt aufkaufen (Öl, Metalle u.a.), die meisten Mehrheiten an den großen Kapitalgesellschaften erwerben, Monopole in ganzen Produktions-, Dienstleistungs- und vor allem Mediensektoren zusammenkaufen, mit dem eigenen Geld und der Macht der US-Regierung die meisten Zentralbanken der westlichen Welt regieren – notfalls erpressen –, die Politik in den Satellitenländern lenken und Aufstände zur Beseitigung
widerspenstiger Regierungen durchführen lassen (Südafrika, Ukraine, Georgien, jetzt Nordafrika)."
Wechselreiterei: Die Wechsel wurden immer mehr, immer höher, immer weiter verbreitet, aber nie eingelöst. Vielleicht bekannt?
Als die grosse Finanzblase in den USA an ungedeckten Immobilienkrediten aufzureissen begann und die erste Bank (Lehman Brothers) daran 2008 zugrunde ging, hat der amtierende US-Finanzminister Paulson, der vorher 10 Jahre Chef der dubiosen Bank Goldman-Sachs war, seinen Bankster-Kollegen die Abschreibung der dubiosen Finanzpro-dukte dadurch erspart, dass er das größte US-Hilfspaket (700 Milliarden Dollar) zu Gunsten seiner Banken verkündete und damit die Bankenkrise in Staatsgarantie nahm, also zur Staatsfinanzkrise werden liess.
Die Reichensteuer im Klassenkampf: Österreich ist bekanntlich pleite, daher fordert die SPÖ eine Reichensteuer von den 80.000 Vermögenden mit über € 1 Million Privatvermögen. Sie soll zwischen 0,3% und 0,7% betragen und zwischen 300 Millionen und 2 Milliarden Euro im Jahr bringen. Ausgehend von den 80.000 über 1 Million Euro Besitzenden und inklusive einem Freibetrag von 80 Milliarden Euro bräuchte man, um auf 2 Milliarden Euro zu kommen, bei einem Steuersatz von 3% insgesamt Privatvermögen der Höhe von 740 Milliarden Euro und bei einem Steuersatz von 0,7% immerhin noch Privatvermögen der Höhe von 365 Milliarden Euro. Doch leider belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte 2009 zusammen nur auf 470 Milliarden Euro!
Dabei werden Erträge aus Vermögen bereits jetzt ganz normal versteuert, sodass Substanzsteuern an Enteignung grenzen. Dagegen steht, dass 44% der Einkommensbezieher von der Lohn- und Einkommensteuer überhaupt befreit sind, während die obersten 10% ganze 60% der Lohn- und Einkommensteuer zahlen. Die sozialistischen Klassenkampfparolen gründen also auf unrealistischen Zahlen und sind nichts als Populismus und Vorwahlkampf. Wenn aber Andere aufgrund besserer Berechnungen auch "populistisch" argumentieren, z.B. in der Immigrationsdebatte, dann ereifern sich aber dieselben Sozialisten ob solcher Unseriosität.
Österreich ist bereits ein extrem stark umverteilendes Hochsteuerland mit der vierthöchsten Steuer und Abgabenquote in der EU und über 50 Prozent Staatsquote. Die Sozialquote ist mit 30,8 Prozent ebenfalls extrem hoch. Dass das Schröpfen der Reichen die Budget-Not lindern würde, ist Unfug.
Franz Schellhorn in der "Presse": „Solange der Staat seinen Ausgabenrausch nicht unter Kontrolle bringt, hat kein Regierungschef das Recht, die Bürger mit neuen Steuervorschlägen zu belästigen.“
Der hochgepriesene so genannte Freie Markt, der in Afrika zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion sowie zu mehr Armut und Hunger (auch Bürgerkriege) geführt hat, in den Industrieländern Masseneinwanderung fördert und Arbeitsplätze wegrationalisiert, das Wirtschafts- Sozial- und Kulturleben weltweit bestimmt und der Umwelt den Garaus macht, dieser Freie Markt ist heute der große „Führer“ von ihm abhängigen „freien“ Menschen und Gesellschaften.
Wer sich ihm nicht unterwirft, wird vom Arbeitsmarkt wie von allen sozial und gesellschaftlich relevanten Bereichen wie ein veraltetes, nicht wettbewerbsfähiges Produkt ausgeschieden. Der Mensch hat also die Freiheit, sich zu unterwerfen. Dieser Freie Markt hat selbstverständlich seine eigenen Regeln und Gesetze, deren Auslegung sich mit dem Recht des Stärkeren begründen ließe. Im Konkreten also:
Staat und Politik haben nur mehr die Aufgabe die Entscheidungen, die von anderen getroffen werden, mit entsprechend marktfreundlichen Normen und Prinzipien zu versehen und den globalen Unternehmen das für sie gedeihlichste Umfeld zu schaffen. Die diesen Vorgaben und Fakten innewohnende Logik besagt, nicht die Schaffung von Arbeitsplätzen, Arbeit oder gar Bedürfnisbefriedigung für alle, sondern einzig und allein eine stete Umsatzsteigerung und die Auffindung neuer Profitmöglichkeiten ist das Ziel dieses Freien Marktes, dem sich längst auch die Europäische Union unterworfen hat.
Trotz der weiter andauernden Schrottanleihen-Käufe der EZB ist keine Beruhigung eingetreten. Bis jetzt hat die EZB schon für über 115 Mrd. € diesen Müll im Bestand, Tendenz weiter schnell wachsend. Dass das Rettungspaket (besser "Verschleppungspaket")
durch Rechtsbruch zustande kam, steht außer Zweifel. Die Linke, schon immer bestrebt, Deutschland zu schwächen, kann es gar nicht erwarten, Eurobonds einzuführen. Für SPD und Linke besser gestern als morgen. Viele dieser Scheindemokraten werden sich insgeheim die Diktatur herbeiwünschen. chtbar sein und kommt bald.Der Crash-Countdown läuft.
Die diversen Euro-Rettungen zerfallen derzeit politisch. So warnen etwa Europäische Bankenaufsicht und IWF bereits öffentlich vor einer Bankenkrise wie 2008. Damals konnte das System nur mit größter Mühe und enormen Bailout-Summen von Zentralbanken und Staaten gerettet werden. Heute sind die vielen Staatsanleihen von Pleitestaaten in den Bankportfolios die Hauptursache der Bankenkrise. Eine Bankenrettung wie 2008 wird daher 2011 nicht mehr möglich sein. Dann kommen Währungsreformen, die zur Folge haben, dass in der Eurozone neue, nationale Währungen eingeführt werden. Die Sparerschafe sind dann geschoren. Die Wut der betrogenen Sparer wird furchtbar sein.
Auch „Rettungsvehikel“ wie Eurobonds oder eine „Europäische
Wirtschaftsregierung“ kommen nicht weiter. Das Einzige, das derzeit den Euro noch rettet, sind die Marktmanipulationen
und die Urlaubszeit. So sind die Finanzmärkte derzeit nicht voll besetzt, das wird sich Anfang September wieder ändern. Der Euro-Zerfall kommt bald. Was fällt dann Schäuble und Co. dazu ein: Zentralismus und EU-Regierung! Mit welchen Leuten? Erraten, mit denselben, die jetzt schon versagen! Nicht die formellen Strukturen sind schuld, sondern die Personen, die selbst diese Strukturen schufen, sich auf an ihre Spitzen setzten und noch verstärkt weitermachen wollen.
Urs Schmidlin, Riehen/Schweiz: "Ich kann es nicht mehr hören, dass die Politik in Sachen Euro-Krise "hilflos" reagiere. Hier wird ganz gezielt eine Notstandssituation beschworen, um unter Umgehung sämtlicher demokratischer Regeln und der Verfassung die Souveränität des Landes an der Garderobe abzugeben. Hier putscht sich eine europäische Funktionärskaste an die Macht, etwas, was ihr ohne die sogenannte Euro-Rettung niemals gelingen würde."
Die geschichtlich einprogrammierten, fehlerhaften Vorgehensweisen bei der Gründung der Währungsunion entwickeln nunmehr eine zerstörerische und vor allem irreversible Eigendynamik, die bald das Grübeln über das Dilemma ersparen wird.
Die Tageszeitung El País meldete, dass Spanien Rechnungen von kleinen Betrieben im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro nicht bezahlt sind. Das seien jetzt schon fünf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts (PIB). Die 50 Milliarden Euro unbezahlter Rechnungen von spanischen Unternehmern gingen für fällig gestellte CDS-Wetten drauf, deren Bezahlung vom IWF verlangt wurde. Ob Bauunternehmen, Apotheken, Arzneilieferanten, Müllbeseitigungsunternehmen, Straßenreinigungsunternehmen usw., alle warten auf die Bezahlung ihrer Rechnungen. Sie werden Konkurs anmelden müssen, dadurch kracht die Wirtschaft des Landes in wichtigen Bereichen völlig zusammen.
Die Rathäuser des Landes lassen sich mit der Bezahlung von Rechnungen am längsten Zeit. Im Schnitt dauert es 238 Tage, wie der Bauunternehmerverband Seopan errechnet hat, bis Baufirmen, die für einen ausgeführten Auftrag von der jeweiligen Stadt bezahlt werden. Wenn überhaupt. Dazu kommt, dass die Banken diesen Unternehmen keine Überbrückungskredite mehr gewähren, und wenn doch, dann zu konkurstreibenden Zinsen, da die normalen Überziehungskredite spätestens nach 75 Tagen fällig werden. Somit hat sich die Lage in Spanien dramatisch zugespitzt. Ein Unternehmer, der chirurgisches Material in der Region Murcia an Krankenhäuser liefert, klagt: "Von den Banken bekommen wir keinen Kredit mehr, und die Mehrwertsteuer müssen wir vorab bezahlen, obwohl die Rechnungen nicht beglichen sind", so El País. Er fügte dann noch an: "Im September werden einige das Handtuch werfen."
Bruno Bandulet, Deutschland-Brief, September 2011: "Seitdem Angela Merkel die Rettung des Euro für alternativlos erklärt hat, ohne die Kosten benennen zu können, wird sie manchmal auch als Tina verspottet ("There is no alternative"). Wie sehen denn die Alternativen aus? Die erste: Überschuldete Länder vedassen die Währungsunion, streichen einen Teil ihrer Schulden, kehren zu ihren nationalen Währungen zurück und werten ab. Dann könnte die Euro-Zone auf einen relativ stabilen Kern schrumpfen.
Die zweite Alternative: Deutschland scheidet aus, entweder alleine oder zusammen mit den Niederlanden, Österreich und Finnland, legt sich eine neue Währung zu, die sofort gegen den
Euro aufwerten würde, behält aber die aufgelaufenen Schulden
in Euro, die damit real sinken würden und leichter zu bedienen wären. Eine schwierige, aber machbare Operation, die den Vorteil hätte, dass die romanischen Länder die Abwertung, die sie brauchen, bekommen, ohne selbst abwerten zu müssen.
Erst die dritte Altemative ist die von Angela "Tina" Merkel. Sie enthält wiederum zwei Yarianten, die bereits ausprobiert werden: Die immensen Kosten einer Euro-Rettung um jeden Preis können entweder vom EFSF oder vom ESM und damit von den Regierungen und damit von den Steuerzahlern geschultert werden. Oder aber von der Europäischen Zentralbank, indem sie die Anleihen der Pleitekandidaten aufkauft und in ihre Bilanz schiebt. Praktziert
wird schon beides. Allerdings mit dem Unterschied, dass das Kapital der Rettungsfonds - vorerst jedenfalls - nach oben begrenzt ist, der Spielraum det EZB jedoch nicht. Theoretisch kann sie, sofern das im EZB-Rat durchsezbar ist, Billionen von Euros drucken und damit auch noch die italienischen und spanischen Staatsschulden übernehmen, allerdings um den Preis eines Euro-Crashs und einer Hyperinflation."
Während die politischen Betonköpfe nichts anderes tun, als Geld hin- und herzuschieben und die Deckstühle auf der Titanic noch einmal anders arrangieren, hat sich die implizite Staatsverschuldung in Deutschland wegen der künftigen
Sozialverpflichtungen auf schätzungsweise fünf bis sechs Billionen Euro aufgetürmt, beginnt die deutsche Bevölkerung
zu schrumpfen, stammen nur noch ein Drittel der zuwenigen neugeborenen Kinder aus traditionellen deutschen Ehen, leistet sich der außer Kontrolle geratene Umverteilungsstaat ein kafkaeskes Sozialgesetzbuch mit über 1.500 Seiten an Gesetzen und Richdinien, plagen sich die Sozialgerichte mit jährlich mehr als 800.000 Einsprüchen gegen Harz-IV-Entscheidungen, gehen die Jungen in Länder, wo sie mehr Frefüeit suchen und finden. Aus dem Steuerstaat wird ausgewandert, in den Sozialstaat eingewandert.
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise
lösen, durch die sie entstanden sind", sagte Albert Einstein.
Das passt genau auf die Versuche der Politik seit 2008, zuerst der Finanzkrise und dann der Euro-Krise Herr zu werden. Aber niemand hört auf ihn - vielleicht aus Antisemitismus?
Im Jahr 1976 entstand der Film "Network", der als Botschaft an die Insider verstanden werden sollte. Kaum jemand der normalen Kinogänger nahm diese in dem Film enthaltene Botschaft wahr. Der Hauptakteur des Films, der Globalist und Chef eines Medienkartells, Arthur Jensen (Ned Beatty), verkündete folgende Kernbotschaft: "Es gibt keine Araber. Es gibt keine Dritte Welt. Es gibt keinen Westen. Es gibt nur das geheiligte System aller Systeme. Die gewaltige, verwobene, ineinander-greifende, multistrukturelle, multinationale Herrschaft des Dollar. Die Welt ist ein einziges Unternehmen, Mr. Beale."
Da die EZB nicht auf die Dauer die Anleihekurse der Mittelmeerländer-Anleihen durch (geldmengenerhöhende) Aufkäufe stützen kann, muß ein neuer Rettungsschirm (EFSF), der nach einem Geheimpapier Schäubles eine Nahezu-Verdoppelung des bisherigen Rahmens von 440 Mrd. € auf 780 Mrd. € vorsieht (entspricht dem Fünffachen der deutschen jährlichen Lohn- und Einkommensteuern), die Anleihen (kursstützend) aufkaufen. Ende September soll dieses Instrument in Deutschland vom Parlament abgesegnet werden. Eine Frage ist allerdings, ob andere Geberländer von Finnland bis zu den Niederlanden einen solchen Blankoscheck der Neuverschuldung und am Ende voraussichtlich des Gelddruckens unterschreiben werden. Es geht also letztlich nicht nur um die Frage, Euro-Spaltung (z.B. Nord-Euro, Süd-Euro) einerseits oder Deutschland zahlt andererseits, sondern auch darum, ob die Parlamente die Zustimmung zu einer wahrscheinlich drastischen Inflationserhöhung in den nächstenJahren geben werden. Fazit: Die Rettungdes Euros (bzw. die Finanzierung von hohen Defiziten in den schwächeren Euro-Ländern) wirdzu einer massiven Steigerung der Inflation führen.
Die Luftangriffe der NATO auf seine Truppen brachten Muammar al-Gaddafi schließlich zu Fall. Sechs Monate dauerte der Bürgerkrieg, der das ölreiche Libyen in ein Trümmerfeld verwandelt hat. Die Opposition und deren Ausrichtung wurden von westlichen Berichterstattern oberflächlich als „Rebellen“ bezeichnet. Sie wurden als Befreier ihres Volkes aus den blutverschmierten Fängen eines gewalttätigen Despoten dargestellt. An der Wahrheit geht dieses künstlich erzeugte Bild meilenweit vorbei.
Kaum haben sie den Sieg errungen, zeigen die Rebellen ihr wahres Gesicht. Anstatt Demokratie halten Fundamentalismus und die Scharia Einzug im Wüstenstaat. Artikel eins des Verfassungsentwurfes erklärt den Islam zur Staatsreligion und die menschenverachtende Scharia zur Grundlage der Justiz. „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet“, würde Winston Churchill die Situation wohl zusammenfassen.
Luftwaffe und Marine besorgen die großen Aufgaben, die infanteristische Drecksarbeit am Boden dürfen die einheimischen "Rebellen" als neue Gurkas und Femdenlegionäre erledigen. Luttwaks Strategie wird jetzt ernstgenommen und umgesetzt.
Militärisch ist die Operation "Unified Protector“ für die Nato ein beachtlicher Erfolg. Die Allianz hat den Einsatz innerhalb weniger Tage von der Anfangskoalition übernommen und mit großer Professionalität fortgeführt. Keine andere westliche, geschweige
denn internationale Organisation wäre in der Lage gewesen, die
Feuerkraft von Gaddafis Truppen so systematisch und zielgenau aus der Luft zu zerstören. Und die Nato hat in ihrer Operationsführung geschickt alles vermieden, was nach Besatzung
oder Bevormundung ausgesehen hätte. (Nikolas Busse in FAZ vom 31.8.2011)
Prof. Hankel: "Was auf Europa mit dem Euro zukommt, ist weder Immanuel Kants „ewiger Frieden“ noch Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“. Mit der Fortführung des Euro-Projektes droht Europa die Ausuferung der Wirtschaftskriege aller gegen alle und die gemeinsame Verarmung von Euro-Rettern und –Geretteten."
Während im deutschsprachigen Raum alle Medien wie gebannt auf Libyen und einen Hurrikan an der amerikanischen Ostküste starren, zieht in Griechenland gerade der schwerste Sturm auf, den das Land jemals erlebt hat: Die griechischen Banken leiden durch den Kapitalabzug der vergangenen Monate unter Liquiditätsmangel. Die jüngsten Börsenturbulenzen haben die dramatische Lage weiter verschärft. Den griechischen Banken ist das letzte Geld ausgegangen. Als allerletzter Rettungsanker blieb ihnen jetzt nur noch, in den Not-Topf der sogenannten »Notkreditlinie« (Emergency Liquidity Assistance, ELA) zu greifen. Der GAU für den Euro ist damit wohl unabwendbar. Und jeder nach Athen überwiesene Cent ist rausgeworfenes Geld.
Unterdessen gibt es in Griechenland eine boomende Branche mit unglaublichen Zuwachszahlen, allerdings auf einem Gebiet, das deutschsprachige Medien über Griechenland schlicht verschweigen: Kriminalität. Banküberfälle, Raubüberfälle, Betrug, Fahrzeug- und Viehdiebstähle, Wohnungseinbrüche und Vergewaltigungen weisen horrende Zuwachsraten auf. Im Athener Stadtzentrum verbreiten derweil Asylanten-Banden Angst und Schrecken. Und im Bezirk Monastiraki bilden sich täglich vor der Polizeistation lange Schlangen von Touristen, die selbst als Gruppenreisende von großen Banden überfallen und komplett ausgeraubt werden.
Dafür "regieren" in "Hellas" die roten Dynastien der Papandreous und Venizelos´ ungeniert weiter. Also kein Grund zur Aufregung.
Offenbar geht es den Banken schlechter als bisher angenommen. IWF-Chefin Christine Lagarde sendet einen dramatischen Appell. Die Staats- und Regierungschefs müssten umgehend handeln!
Europas Banken bräuchten dringend finanzielle Unterstützung, sonst drohe ein zweites Lehman-Brothers-Desaster. Falls man dafür in der Wirtschaft kein Geld zusammen bekäme, sollte Europa Gelder aus dem EU-Rettungsschirm darauf verwenden. Andernfalls drohe ein Kollaps!
Es gehe darum, die überlebenswichtige Liquidität der Banken zu sichern. „Die Entwicklungen in diesem Sommer haben gezeigt, dass wir uns in einer gefährlichen neuen Phase befinden“, sagte Lagarde. „Wir laufen Gefahr, dass die fragile Erholung zum Erliegen kommt. Deshalb müssen wir jetzt agieren.“ Die Schuldenkrisen auf beiden Seiten des Atlantiks haben das öffentliche Vertrauen in einen weltweiten Aufschwung erschüttert. Die hochentwickelten Volkswirtschaften müssten langfristige Pläne schmieden, um ihre Schulden unter Kontrolle zu bringen, ergänzte Lagarde.
Napoleon soll einmal gesagt haben, wenn eine Regierung hinsichtlich des Geldes von den Banken abhänge, dann kontrollierten diese und nicht die Führer der Regierung die wahre Lage. Seither wurde diese Erkenntnis gewiß hundertfach bestätigt.
„Was als zyklische Finanz- und Wirtschaftskrise ausgegeben wird, ist in Wahrheit eine regelrechte Konterrevolution des globalisierten Kapitals“, schreibt der Politologe Guido Carandini in der italienischen Zeitung La Republica. Und weiter: „Das Kapital hat die Macht zerstört, welche die Revolutionen der vergangenen Jahrhunderte den nationalen Demokratien verliehen hatten…“. Die weltweite Krise zeige, „wie aggressiv und übermächtig die Wirtschaft" geworden ist.
Carandini spricht von einer Götterdämmerung der demokratischen Politik, die vom Bollwerk der sozialen Rechte zum passiven Instrument einer neuen kapitalistischen Macht ohne Grenzen geworden ist. Carandini fordert eine demokratische Kulturrevolution, „um der Religion des Profits die Vorherschaft über jeden anderen ethischen Wert wieder zu entziehen“.
Aufgrund der Globalisierung konzentrieren sich nun einmal Geld und Macht in wenigen Händen, die über Industrie-, Banken- und Versicherungskonzerne, ja über ganze Länder herrschen. Da bleibt für Politiker fast kein Gestaltungsraum mehr, ja Politiker anerkennen in Wirklichkeit von sich aus längst das Kapital bzw. die Wirtschaft als erste Steuerungsinstanz. Damit ist in wenigen Jahrzehnten die so genannte parlamentarische Demokratie durch bloße Machterhaltungsinstitutionen des Parteienstaates überwuchert und verschlissen worden. Der programmierten Pleite des Staates kann daher nur jene des politischen Systems folgen.
Der keineswegs rechte Georg Orwell schrieb einmal: „Sämtliche Linksparteien in den hochentwickelten Industrieländern beruhen im Grunde auf einem Schwindel, weil ihre Tätigkeit darin besteht, gegen etwas zu kämpfen, das sie in Wahrheit gar nicht zerstören wollen.“
Der Zustand unserer heutigen Welt ist krank und pervers; alles ist verkehrt und auf den Kopf gestellt: Mediziner und Ärzte zerstören Gesundheit und Leben; Lehrer und Professoren zerstören Bildung; Wissenschaftler zerstören Wissen; Richter zerstören Recht und Gesetz; Banker zerstören Währung und Geld; Politiker zerstören Freiheit und Staat; Journalisten zerstören Information. Die Welt ist so, weil die Mehrheit der Menschen es zuläßt.
Wenn der „Despotismus der Geldmächte“, wie der christlich-soziale Theoretiker Karl von Vogelsang ihn einmal nannte, nicht gebrochen wird, werden wir wieder einmal in eine der schwersten Katastrophen schlittern.
Anleger haben weltweit hunderte Milliarden, wenn nicht mehrere Billionen Euro an den Börsen verloren. Doch es wäre nicht diese Welt, gäbe es nicht auch in diesem Fall Ausnahmen von der Regel. Die als „Heuschrecken“ übel beleumundeten Hedgefonds haben durch die Krise märchenhafte Gewinne eingefahren. Beispielsweise lukrierte allein ein einziger Fonds, der in den USA angesiedelte namens „Bridgewater Associates“ binnen einer Woche drei Milliarden Dollar. Dessen Analysten hatten auf den Zusammenbruch der Weltwirtschaft gewettet und enorme Gewinne eingefahren.
Wenige Wochen nach der umstrittenen Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's tritt der Präsident der Ratingagentur zurück. Deven Sharma werde seinen Stuhl zum 12. September räumen und Platz für Douglas Peterson machen, den bisherigen Geschäftsführer der Citibank, teilte der S&P-Mutterkonzern McGraw-Hill am Dienstag mit. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf Insider, der Abgang von Sharma stehe in keinem Zusammenhang mit der jüngsten Herabstufung der US-Staatsanleihen durch S&P. Herzig, wer´s glaubt wird selig.
Mit dem Vertrag zur Transferunion, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sollen wir den ESM ermächtigen,
über unser Einkommen und Vermögen zu verfügen, zunächst über 700 Mrd. Euro, aber diese Summe kann jederzeit und unbegrenzt durch den ESM selbst angehoben werden. Damit ist unsere staatliche Souveränität faktisch beendet. Es dürfte unbestritten sein, daß, wenn der Betrag angehoben werden kann, auch angehoben werden wird. Wieso eigentlich 700 Milliarden. Woher kommt diese Zahl? Wer hat sie aufgrund wessen eigentlich errechnet?
Prof. Dr. Starbatty: "Das vornehmste Recht aller nationalen Parlamente ist die von absolutistischen Herrschern erstrittene Budgethoheit: Die demokratisch gewählten Parlamentarier wachten über die von den Bürgern aufgebrachten Steuern. Dieses Budgetrecht wird nun auf zweierlei Weise ausgehebelt und abgeschafft: Die Parlamente der Schuldnerstaaten tanzen nach der Pfeife der Troika-Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds - und die Parlamente der Gläubigerstaaten werden zu immer weiteren Krediten und damit zur Schuldenanhäufung gezwungen. Ihnen wird eingeredet, dass ansonsten der Euro und damit das gesamte europäische
Aufbauwerk zerbrechen würden."
Diplom-Meteorologe Klaus-Eckart: „Die meisten der Profiteure (ich habe mit einigen gesprochen) sind weder von der Effektivität und Wirtschaftlichkeit noch von der Begründung (CO2-Vermeidung, Welt-Klima-Rettung....) überzeugt. Sehr wohl aber sind sie der Ansicht, dass sich damit gut und schnell Geld verdienen lässt. Steuer-Mittel, d. h. Subventionen, sprudeln derzeit wie neue Öl-Quellen!! Der ‚Dumme’ – will meinen: der Zahler und der Benachteiligte – ist der unmündige, ideologisch verbrämte, häufig
(leider!!) auch uninteressierte und somit insgesamt meist schlecht bis gar nicht über die Hintergründe informierte Steuerzahler/Bürger.“
Auf den Deflationsschock folgt der Inflationsschock. Vorausschauendes Handeln einer Regierung ist nicht möglich. Denn Politiker können nicht wie Individuen antizyklisch handeln (siehe auch das Keynes-Dilemma), da die Mehrheit des Volkes ihr Handeln in keiner Weise verstehen oder gar akzeptieren würde. Das Leid eines antizyklischen Vorgehens ist immer, niemals mehrheitsfähig zu sein. Die Zeiten werden rauer und sowohl ökonomische als auch politische Turbulenzen liegen vor uns. Da der Mensch seinen mühsam gefundenen Seelenfrieden durch eine selektive Wahrnehmung
überaus gern verteidigt, hört man warnende Botschaften ungern.
Die Bedrohungslage für das Weltfinanzsystem und die Weltwirtschaft
ist heute sogar noch wesentlich kritischer als 2008 ist. Das Finanzsystem ist auf Sand gebaut. Gleiches gilt für den „Aufschwung 2010/11“.
Noch 1995 lagen die „Weltwährungsreserven“ unter 1.400 Mrd. Dollar, und entsprachen weniger als 5 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Heute reden wir über mehr als 10.136 Mrd. Dollar und fast 16 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft. Diese Reserven sind aber in Wahrheit keine, denn jede größere Verwendung dieser „Währungsreserven“ seitens Chinas oder anderer Staaten würden das gesamte Papiergeldkartenhaus zum Einsturz bringen. Sie waren der Treibsatz für die weltweitere Liquiditätsschwemme. Sie resultieren aus ungeheuren Ungleichgewichten und sind nicht mit der Zunahme des Welthandels zu erklären (wie von Schönrednern gern angeführt).
Die gigantische Aufblähung der Anleihenblase auf fast 95.000
Milliarden Dollar ruft nach einem Platzen. 2008 handelte es sich
um eine Vertrauenskrise in die Banken. Die Menschen glaubten
noch an das Geld, also den Dollar und Euro. Die heutige Krise ist
deshalb weitaus bedrohlicher, da es nunmehr nicht mehr um das
Vertrauen in die Banken, sondern um die Bewertung der Solvenz
ganzer Staaten geht. Wir stehen kurz davor, in die finale Phase des heutigen Papiergeldsystems einzutreten!
Für die Bewältigung der Verschuldungskrise stehen im Prinzip vier Lösungen zur Verfügung.
(1) Durch Verringerung der Staatsausgaben und Wirtschaftswachstum wird der Schul-denstand verringert und damit das Vertrauen der Anleger in die Bonität der staatli-chen Schuldner langfristig wiederhergestellt.
(2) Durch Steuererhöhungen wird die Einnahmesituation der Staatshaushalte verbes-sert und werden die Schulden reduziert.
(3) Die staatlichen Schuldner stellen den Schuldendienst ein und verhandeln mit den Gläubigern über einen Zahlungserlass.
(4) Die Staaten geben das Ziel der Geldwertstabilität auf und betreiben eine Inflationspolitik, durch die ihre Schulden entwertet werden.
Varianten 1 und 2 sind nahezu ausgeschöpft, bliebe alo nur mehr 3 und 4. So zeigt sich, dass die Lösung der Schuldenkrise wesentlich eine Verteilungsfrage ist. Wer zahlt für Ausgaben, die längst getätigt wurden, ohne je abgegolten worden zu sein, in einer Situation, in der die Gläubiger das Vertrauen verloren haben und ihr Geld zurückverlangen ?
Die Rettungsversuche haben die Krise verstärkt. Letztendlich haben die hektischen Feuerwehraktionen der EU zu einer ständigen Ausweitung und Verteuerung der Krise beigetragen. Wenn eine disziplinierte und ausgewogene Haushaltspolitik unmöglich ist,
dann soll an ein europäischer Rat für Haushaltskonsolidierung
mit weitreichenden Befugnissen als zentrale „Wirtschaftsregierung“ den Karren aus dem Dreck ziehen. Völlig überschuldete Volkswirtschaften sind jedoch unmöglich in der Lage, ihre Haushalte zu sanieren, ohne nicht völlig in Rezession und Depression abzugleiten.
Damit scheidet „disziplinierte Haushaltspolitik“ aus, es ist zu spät dafür. Also bleibt ein diktatorischer EU-Staat, der drakonische Maßnahmen durchzusetzen hat. Aber wie und wodurch legitimiert? Mit denselben Leuten, die schon vorher auf dem Holzweg waren? Damit bleibt als Lösung des Problems nur die Währungsreform übrig. Währungsreformen werden im Allgemeinen nach dem Zusammenbruch einer Währung durchgeführt und diesen Weg hat der Euro eingeschlagen.
Die Lüge: Österreich ist von der Griechenland-Krise vergleichsweise wenig betroffen.
Die Wahrheit: Allein Österreichs Banken halten knapp fünf Milliarden Euro an griechischen Staatsanleihen. Das »Exposure« ist bezogen auf die Größe des Landes also deutlich größer, als jenes des zehn Mal so großen Deutschlands, dessen Banken mit 35 Milliarden engagiert sind.
Die Lüge: Die Griechenland-Hilfe ist »nur« ein Kredit und kann durch die Zinsen zum Geschäft werden.
Die Wahrheit: Formell ist das so, in der Praxis erwartet aber niemand, dass dieses Geld je zurückkommt. Im Gegenteil: Es wird noch mehr »nachgeliefert« werden müssen.
Die Lüge: Der Euro unterliegt strengen Stabilitätskriterien und ist deshalb eine stabile Währung.
Die Wahrheit: In ihrer Not überlegt die Europäische Zentralbank gerade, ein absolutes Tabu zu brechen und Staatsanleihen direkt anzukaufen. Damit wird, bildlich gesprochen, die Notenpresse angeworfen. Am Ende einer solchen Entwicklung steht immer hohe Inflation.
Die Lüge: Ohne neue Steuern lässt sich das Budget nicht sanieren.
Die Wahrheit: Österreich hat in vielen Bereichen strukturelle Probleme, das Sparpotenzial ist hier selbst bei vorsichtigster Betrachtung wesentlich höher als der Konsolidierungsbedarf des Staates. Es ist allerdings leichter, mittels Neideffekts (»Die Reichen bzw. die anderen sollen zahlen«) Steuererhöhungen in der Bevölkerung durchzubringen, als gegen die Großverschwender in den eigenen Reihen (beispielsweise die Landeshauptleute) vorzugehen.
Die Lüge: Es geht wieder aufwärts, die Budgetprobleme lassen sich durch Wachstum lösen.
Die Wahrheit: Die Euro-Zone hat (nicht ganz ohne Grund) das langsamste Wachstum aller Weltregionen. Das wird die kommenden Jahre so bleiben. Um Arbeitslosenraten zu verringern und positive Budgeteffekte zu erzielen, ist ein Realwachstum von 2,5 bis drei Prozent erforderlich. Das wird die Eurozone in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht sehen.
Die Lüge: Die Banken sind saniert und erwirtschaften wieder hohe Gewinne.
Die Wahrheit: Interessant ist nicht, was in den Bankbilanzen steht, sondern das, was man darin nicht findet: den ausgelagerten Schrott in den außerbilan-ziellen Zweckgesellschaften von Zypern bis Dublin. Der Inhalt solcher »Special Purpose Entities« könnte der Grund dafür sein, warum es manche mit Fusionen gar so eilig haben.
Klaus Weber: "Eigentlich ist in der gegenwärtigen „Fiat-Money-Krise“ nur eine Frage noch offen: Wer macht den Anfang bei der Kartenhausimplosion, der Dollar oder der Euro? Und was dann? Weder eine reine Goldwährung wie bis zum Ersten Weltkrieg, noch eine reine Papierwährung wie heute kann die Erfordernisse einer Marktwirtschaft im Industriezeitalter erfüllen. Lediglich als Wertaufbewahrungsmittel für das Volk wäre die Wiedereinführung einer Goldwährung in Anbetracht der Erfahrungen im 20. Jahrhun-dert das Gegebene. Eine Währung ist aber auch der Blutkreislauf einer Volkswirtschaft und wir leben nicht mehr im handwerklichen Manufaktur - sondern seit 150 Jahren im Industriezeitalter. Es bedarf endlich einer grundlegenden Währungsreform, die beiden Erfordernissen einigermaßen genügt und die wird es politisch wohl erst geben können, wenn das derzeitige System kollabiert ist."
Keynes warnte schon bei Kriegsbeginn vor den monetären Folgen einer Kriegsfinanzierung durch Kreditschöpfung. „How to pay for the War“ war der Titel seiner damaligen Veröffentlichung. Doch sein Vorschlag, im Handel zwischen den Nationen Güter nicht mehr mit der nationalen Währung einer privilegierten Nation zu bezahlen, sondern als Verrechnungseinheit eine supranationale und gütertausch-gedeckte Währung (der sogenannte Bancor) einzuführen, war auf der Konferenz von Bretton Woods, einem amerikanischen Luftkurort, wohin Churchill ihn im Sommer 1944 als Vertreter Großbritanniens zur großen Währungskonferenz (1. - 22. Juli 1944) entsandt hatte, nicht einmal Konferenzgegenstand. Stattdessen drangen die Amerikaner mit ihrem Proposal durch – u. a. aufgrund Unverstand der Konferenzteilnehmer, Politiker in der Mehrzahl. Es spielte bei einigen Ländern aber kriegsbedingt auch ihre finanzielle Abhängigkeit von den Amerikanern eine Rolle. Der Keynes’sche Alternativvorschlag von damals kümmert im übrigen heute unter dem Namen Sonderzie-hungsrechte vor sich hin – im Liliputformat.
Die unterschiedlichen Vorstellungen in den Plänen von Keynes und den Amerikanern lassen sich allerdings auch durch die wirtschaftlich unterschiedliche Ausgangslage zwischen Großbritannien und den USA im Jahre 1944 erklären. Die Briten waren durch die Kriegsfolgen in eine ausgeprägte Schuldnerposition mit starkem Handelsdefizit geraten. Daher waren sie an einem supranationalen Währungssystem, das durch keine nationale Währung dominiert war, interessiert. Auf die Amerikaner als Gläubigernation traf genau das Gegenteil zu.
Keynes Unglück sind bis heute seine Jünger, denn sie waren es, die der Politik weltweit die scheinwissenschaftliche Legitimation für unendliche Verschuldung und Haushaltsdefizite lieferten, für Ozeane aus Scheingeld (Fiat-Money) und für unablässige Inflation sorgten.
Nach Joseph A. Schumpeter (1883-1950) folgt jeder Inflation auch der Kater, demzufolge die derzeitige Riesenschuldenblase der westlichen Nationalökonomien in einem Zusammenbruch apokalyptischen Ausmaßes enden wird und enden muss, dem dann auch die Nationalstaaten selbst zum Opfer fallen könnten – und das nicht von ungefähr: die Realisierung des amerikanischen Traumes von einer Weltregierung unter US-Führung, den schon US-Präsident Woodrow Wilson (1856-1924) im Jahre 1916 träumte.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgrund Auszehrung ihrer volkswirtschaftlichen Kräfte im Rahmen des Wettrüstens im Kalten Krieg geht es den Amerika-nern um ihr geostrategisches Endziel, Erringung der Weltherrschaft – und die setzt die Herrschaft über den eurasischen Doppelkontinent voraus. Das Zeitfenster steht für die Amerikaner hierfür aber nicht unbegrenzt offen. Das Fundament seiner Macht, Emittent einer Weltleitwährung und dadurch in der Lage zu sein, den Gläubigerländern durch Inflationierung des Dollar praktisch eine Steuer aufs Auge drücken zu können, bröckelt. Der inzwischen völlig überschuldete Dollar ruht nur noch auf den Säulen militärischer Macht und – nicht zu vergessen – der Herrschaft über das Öl (es kann nur gegen Dollar gekauft werden) sowie seiner Transportwege.
Nach Spanien und Italien kommt auch Frankreich unter Druck. Große US-Geldmarktfonds ziehen gerade aus den Banken dieser Staaten riesige Summen ab. Die Kunden der Fonds wie Konzerne, die dort
ihre Cash-Reserven parken, haben wohl kalte Füße bekommen. Daher gibt die EZB diesen Banken wieder einmal unlimitiert Liquidität. Die Luftgeschäfte gehen also weiter - und werden immer teuret.
Gerald Braunberger: "Die laufende Überforderung der Geldpolitik ist unverkennbar. Die Notenbanken in den Vereinigten Staaten, im Euroraum, in Großbritannien und in Japan haben erhebliche Bestände an Staatsanleihen angekauft, obgleich die Staatsfinanzierung durch die Notenbank in jedem Lehrbuch aus gutem Grunde als Ursünde gilt.
Die Grundidee der Anhänger einer höheren Inflationsrate lautet wie folgt: Als Folge der Krise ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage eingebrochen. Dies liegt nicht an fehlendem Geld, das vorhanden ist, aber gehortet wird. Um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anzukurbeln, müssten die Menschen mehr Geld ausgeben. Wie bringt man sie dazu? Indem die Notenbank eine höhere Inflationsrate von zum Beispiel 5 Prozent ankündigt. Weil die Menschen diese Ankündigung ernst nehmen, geben sie tatsächlich mehr Geld aus, da dieses in der Inflation Wert verlieren würde. Die später einsetzende Inflation besitzt den zusätzlichen Vorteil, dass sie bei starren Nominallöhnen die Reallöhne senkt, was die Beschäftigung anregen dürfte. Außerdem kann eine höhere Inflationsrate dazu beitragen, die reale Last der angehäuften Staatsschulden ein Stück weit zu reduzieren.
Geradezu erschütternd ist die Bereitwilligkeit, mit der die Anhänger einer Inflationsstrategie den damit verbundenen weiteren Verlust an Reputation der Notenbanken in Kauf nehmen. Wer glaubt, Menschen mit Inflationsangst würden heimische Güter und Dienstlei-stungen kaufen und damit die Wirtschaft ankurbeln, sollte einen Blick in das Deutschland des Jahres 2011 werfen:" Hier legen Menschen, die um den Werterhalt ihrer Währung fürchten, ihre Euro-Guthaben möglichst rechtzeitig in Immobilien, Schweizer Franken, Gold, Immobilien oder norwegischen Kronen an.
Prof. Hankel: "In ihrer Panik lassen die sogenannten Euro-Retter nichts unversucht, der Gemeinschaftswährung die letzte Überlebenschance zu rauben. Mit der Währungsunion zwischen 17 die multikulturelle Vielfalt Europas wiederspiegelnden und zugleich auslebenden Teilnehmerländern haben die Euro-Politiker den Experimentalbeweis erbracht, daß es ein für alle EU-Staaten gleich gutes und stabiles Geld nicht geben kann. Jede der europäischen Gesellschaften und Kulturen verbindet mit dem Geldwesen andere Lebensvorstellungen und -träume, die jeweilige nationale Politik reflektiert diese Mentalität."
Ein Gutteil der galoppierenden Inflation in Österreich hat ihre Ursache in der heimischen Steuer- und Abgabenbelastung. Insgesamt sind die Steuereinnahmen im ersten Halbjahr 2011 um 6,8 Prozent auf 31,85 Milliarden Euro gestiegen. Allein die Mineralölsteuer ist in diesem Rahmen um 12,5 Prozent im 1. Halbjahr auf 1,8 Milliarden gestiegen. Bedenkt man, dass sich allein bei den Mineralölprodukten die Konsumentenpreise zu mehr als 50 Prozent aus Steuern und Abgaben zusammensetzen, erkennt man den Anteil der heimischen Steuerpolitik an der Inflation. Und mit der Inflation entschuldet sich der Staat, also ist er sogar an ihr interessiert.
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat einen Rückruf der Goldreserven des Landes aus dem Ausland angekündigt. Goldreserven im Wert von elf Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro), die derzeit in europäischen und US-Banken lagerten, sollten nach Venezuela gebracht werden. Der Rückruf diene dem Schutz des Landes vor den wirtschaftlichen Problemen in den USA und Europa. Zentralbankpräsident Nelson Merentes sagte im Fernsehen, der Schritt erfolge als Vorsichtsmaßnahme. Chavez zeigt Cohones! Man würde sich sehnlichst etwas ähnlich Resolutes auch von unseren Politikern wünschen.
Statt zusammenzuwachsen, haben sich die Mitgliedsländer wirtschaftlich auseinandergelebt. "Im Zeichen der Globalisierung ist die ganze Welt ein mieses Geschäft geworden." (Rudolf Augstein, ehemaliger Spiegel-Herausgeber. Spiegel,7/1998, S. 24)
Die laufenden Schwierigkeiten ist eine Krise „des Westens“, nicht nur einiger Länder allein. Und die „Finanzkrise“ ist eine Krise des bestehenden Geldsystems und insofern eine Systemkrise. In "unserem" System wird Geld durch Kreditvergabe geschaffen (Buchgeld) und auf diese Weise die Geldmenge ausgeweitet, ohne dass entsprechende Werte dahinterstehen. Die Geldmenge wächst damit stärker als die Gütermenge. Das Aufblähen der Geldmenge heißt Inflation. Sie erleichtert es dem Staat, sich zu entschulden, und ist damit zugleich eine schleichende Enteignung der Sparer. (Dr. Klaus Peter Krause, viele Jahre bis 2001 in der F.A.Z. verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung und bis 2004 Geschäftsführer der Fazitstiftung)
"Die Vertreter der fünf größten Investmentbanken der Wall Street bastelten die Formel für den Boom bei Hypothekenanleihen - und für den Subprime-Zusammenbruch, der aktuell die Finanzmärkte mächtig durcheinander wirbelt.... An der ersten Sitzung der 'Gruppe der Fünf' im Februar 2005 im Büro der Deutschen Bank an der Wall Street nahmen rund 50 Personen teil. Sie entwarfen das neue Produkt und legten die Handelsregeln fest. Diese Treffen wurden zu einem Wendepunkt für die Geschichte der Wall Street und der Weltwirtschaft.... 'Wer ist der Idiot?' Und Lippmann antwortet: 'Düsseldorf. Blöde Deutsche. Sie nehmen die Rating-Agenturen ernst. Sie glauben an die Regeln'." (Welt, schon am 19.12.2007, S. 19)
Sind die Euro-Gegner „Feinde Europas“? Mit „Europa“ ist natürlich das alternativlose Europa gemeint, das sich die europäischen Eliten im Dienste und im Dunste von Brüssel ausgedacht haben. Andere Europas gibt es nicht, hat es nie gegeben. Das heißt: Doch, hat es. Aber da war immer Krieg, denn: „Die Alternative zum Euro lautet Krieg!“ Aha? Schweden und Großbritannien sind nicht im Euro. Haben wir Krieg mit England oder den Schweden?
Europas Regierungen haben sich und ihre Staaten durch jahrzehntelange Schuldenpolitik in eine gefährliche Situation manövriert. Den Ton geben weniger gewählte Volksvertreter, als Banken und Ratingagenturen an. Der Politik kommt lediglich die Rolle zu, auf deren Einschätzungen zu reagieren. Haftungsübernahmen, ein intransparenter Rettungsschirm und gesetzeswidrige Anleihekäufe durch die EZB ließen ein Dominosystem entstehen, das die Wirtschaft Europas gefährdet.
Die Altverschudung in Europa ist um 20 % niedriger als die der USA, und die Neuverschuldung ist in den USA um 10 % höher als in Europa. Die Verschuldenssituation ist in den USA insgesamt also deutlich drmatischer als in Europa.
Der Prozentsatz der Amerikaner im arbeitsfähigen Alter, die tatsächlich eine Arbeit ausüben, ist auf 75 % gefallen. Die offizielle Arbeitslosenraten ist also reliter höher als die offiziellen 9,1 %.
Warum sollen die Pleitestaaten aus dem Euro aussteigen und nicht der finanzstärksten Mitglieder des Währungsverbundes? Diese könnten sich in einem "Stark-Euro" nach D-Mark-Vorbild vereinen, während jene im "Schwach-Euro" abwerten und sich so retablieren könnten. Weil der "Stark-Euro" dann gegenüber dem "Schwach-Euro" aufwertet, würde sich die übernommene Schuldenlast der Starkländer relativ zum BIP reduzieren. Beiden Seiten wäre so geholfen.
Die USA haben sich festgelegt: Bis 2013 wollen sie an der Nullzinspolitik festhalten. Außerdem fluten sie seit Jahren den Geldmarkt mit frischen Dollars, die allerdings vielfach im Ausland angelegt werden. Weltinflation pur!
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: «Um den Schuldenabbau zu unterstützen, bräuchte es über mehrere Jahre hinweg eine Inflation von vier oder sechs Prozent», sagte der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff und derzeit an der Harvard-Universität lehrende Wirtschaftsprofessor der französischen Tageszeitung «Libération». «Ich weiß, dass ich einen ungezogenen Vorschlag mache, aber wir erreichen einen Punkt, an dem die politischen Entscheidungsträger nur noch in den Giftschrank greifen können.» Eine moderate Inflation wäre in der derzeitigen Situation eine große Hilfe.
Der europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) löst den EFSF-Fonds (European Financial Stability Facilities) ab. Der EFSF sollte den Euro gegen spekulative Attacken schützen und war daher nur für eine befristete Dauer (zwei Jahre) eingerichtet worden. Jetzt wird er auf die finanzielle Unterstützung konkursreifer Staaten umgestellt, und zwar dauerhaft. Aus ökonomischer Sicht ermöglicht der ESM ein längeres Überleben konkursreifer Schuldnerstaaten, ohne sie wirklich sanieren zu können. Es handelt sich also um hoheitlich betriebene Konkursverschleppung.
Für den Tabubruch der EZB, der neuerliche Ankaufprogramm von Staatsanleihen, gibt es keinen geldpolitischen Grund, sondern nur das fiskalpolitische Ziel, die Zinsen für die Staatsschuldner Italien und Spanien zu reduzieren. Indem die EZB auf diesem Weg Staaten finanziert, wird sie zum finanzpolitischen Handlanger der Politik. Das ist ein Rückfall in die geldpolitische Steinzeit, als Zentralbanken politisch gesteuert wurden und der fehlende Sparwille der Politik durch das Anwerfen der Notenpresse ersetzt wurde. Weil dieses Vorgehen stets zu steigender Inflation und damit zu der Entwertung von Renten, Lebensversicherungen und Spareinlagen führte, achtet fast die ganze Welt die Unabhängigkeit einer Notenbank. Ausnahmen u.a. die FED und jetzt auch die EZB.
Jetzt zeichnet sich folgende bedrohliche Lage ab: Irgendwann ab Mitte September werden Italien und Spanien als Geldgeber für Griechenland ausfallen. Und das wird für die Deutschen beim Euro-Rettungsschirm extrem teuer. Denn wir Deutschen bürgen ja für jene, die nicht mehr in die Euro-Rettungsschirme zahlen können
(oder nicht mehr zahlen wollen). Je weniger Länder in den Rettungsfonds einzahlen, umso größer wird die finanzielle Belastung Deutschlands.
Der ESM-Vertrag zur “Rettung des Euros" steht, wenn nicht noch in einer kurzfristig anberaumten Sitzung während der Sommerpause, so zumindest kurz nach der Sommerpause, zur Abstimmung. Der Vertrag sieht vor, daß faktisch statt des Parlamentes eine neue EU-Behörde, der sog. “Gouverneursrat”, unbeschränkt über unseren Haushalt beschließen kann. Wir können die Gouverneure weder wählen, noch abwählen, nicht verklagen, nicht kontrollieren - gar nichts. Und wenn der Gouverneursrat beschließt, daß wir zahlen müssen, dann müssen wir das und zwar innerhalb von 7 Tagen (!), “bedingungslos und unwiderruflich”. Das ist das Ende der Demokratie, wie wir sie kannten!
Auch die neue „Rettung“ vor der Zahlungsunfähigkeit der USA erfolgte nach bekanntem Muster. 2,4 Billionen Dollar mehr Schulden darf die Regierung machen. Folge: Die nächste Schuldenkrise kommt bestimmt, und diese ist dann noch kritischer und womöglich nicht mehr lösbar. In den USA sind – wie in fast allen anderen westlichen Industriestaaten – immer neue Schulden der Kitt, mit dem die Macht der Eliten gesichert werden soll.
Warum geschieht so etwas in einer Demokratie, in der angeblich die Bürger über gewählte Politiker die Regierung kontrollieren. Liegt es daran, dass nur Personen, die selbstbewusst auftreten, ihren Weg in die Chef-Etagen der Führungsgremien finden? Sie können deshalb so selbstbewusst auftreten, weil sie weder von Zweifel noch Skrupel geplagt werden. Sie sind Spezialisten des Imponier-Geschäfts mit wenig Ahnung von dem, um was in der Politik real gepokert wird. Genau deshalb eigenen sie sich als Handlanger der Hochfinanz.
Sich immer weiter Geld zu leihen, anstatt einzugestehen, dass man falsch wirtschaftet und deshalb zahlungsunfähig ist, ist immer ein Desaster und verhindert eine Lösung. Satrap Europa – wie immer weder Fisch noch Fleisch – sagt beim griechischen Schuldenproblem „Jein” und nennt das „Lösung”. Es häuft weitere Milliarden neuer Schulden auf Griechenland, auf denen bald Deutschland alleine hängen bleibt, weil die anderen nicht mehr bürgen wollen oder können. Aber es stutzte auch den Gläubiger-Banken um 20% ihre falsch investierten Forderungen. Über die unglaublichen Insider-Betrügereien der Elite schweigen sich Politiker und Medien wie gewohnt aus.
Deutschland hat 70 Prozent seines Bundeshaushaltes im europäischen Rettungsfonds verpfändet, obschon die Griechenlandhilfe verpuffte. Wenn das nicht ein Ausweis für die Kompetenz unserer repräsentativen Demokraten ist?!
Es rächt sich, daß es zum guten Intellektuellenton gehört, von Wirtschaft und Finanzen wenig verstehen zu dürfen und über sie abschätzig zu urteilen. In den Medien und Verbänden vollführen Meinungsmacher ihre täglichen Wendeübungen. Den Eurolobliedern folgen Klagen.
Was machen Staaten, die keine Ahnung von solider Haushaltspolitik haben und Geld ausgeben möchten, dass sie nicht haben? Richtig, sie bedienen sich beim Volk. Auf diese private Altersvorsorge haben es die Regierungen abgesehen und fünf EU-Länder haben sich schon daran gemacht, sich diese Gelder einzuverleiben. In Ungarn, Polen, Irland, Frankreich und Bulgarien haben die Regierungen angekündigt, die privaten Gelder ganz oder teilweise zu "verstaatlichen" und damit zu beschlagnahmen, damit die Haushaltslöcher zumindest ein bisschen gestopft werden können.
Daniel Haase: "Vor knapp 2.300 Jahren soll König Pyrrhus nach einem verlustreichen Sieg über feindliche, römische Heerscharen verkündet haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren.“ 2011 könnte erneut ein Schicksalsjahr für das ´römische Reich´ werden. Gerungen wird heute allerdings mit gigantischen Schuldenbergen. Noch so eine Rettung und die Euro-Zone ist verloren.“
Schon läuft eine Kapitalflucht aus Spanien und Italien. Deren Zinsen auf 10-jährige Staatsanleihen sind bereits über 6% und nahe der „Todesgrenze“ von 7%, wo bisher üblicherweise der Hilferuf nach dem Rettungsschirm erfolgte, weil das Land ab da von den Kapitalmärkten ausgeschlossen wurde. Nur sind Italien
und Spanien richtige Schwergewichte im Vergleich zu Griechenland
oder Portugal.
Es ist vorbei. Eine Rettung von Spanien oder gar Italien durch
die diversen Euro-Rettungsschirme ist wegen der Größe unmöglich.
Jetzt kommt auch noch Frankreich in Bedrängnis und wird als Euro-Retter bald ausfallen, sobald das AAA-Rating verloren
geht. Jedes Euro-Huhn wird sich selbst zu retten versuchen - oder diese Staaten kapitulieren und treten ab zugunsten der EU-Kommission. Das dürfte auch der Zweck der Übung sein, nur dort sitzen wieder dieselben, welche alles angerichtet haben.
Am Ende soll der Sparer für die Verluste der Banken und Staaten bezahlen. Das wird er aber nach dem Zusammenbruch des Systems nicht wollen - fröhliche Revolution! Die größte Finanzkatastrophe aller Zeiten wird uns bald erreichen.
Jede Woche eine neue "Rettung". Toll, wie gut es der EU geht! Da hilft nur, daß diejenigen, welche alles eingebrockt haben, auch die "Rettungen" leiten. Wir Europäer haben wirklich eine hervorragende "Elite".
Die Euro-Profiteure sind die Konzerne, die denn auch laut für die Gemeinschaftswährung werben. Man erinnere sich an die Konzernethik: Hunderttausende ›Gastarbeiter‹ holten sie einst ins Land und entließen sie nach Bedarf in die Sozialsysteme, für die der Steuerzahler aufkommen muß.
Lange wurde über den kommenden Crash der Papierwerte geschrieben, jetzt steht er vor der Türe. Er kommt in Form einer globalen Währungskrise mit der Flucht aus Papier und Währungen primär in Gold. Genau das ist es, was das Finanzsystem am meisten fürchtet und was gerade passiert: die Flucht aus Geld und Wertpapieren in das Gold – dem Feind des Fiat-Money-Systems. Dann können die Dollar-Gauner nicht mehr die halbe Welt und alle Rohstoffe aufkaufen sowie überall kostenlose (den Blutzoll rechnen sie ja nicht mit) Kriege führen.
Die Politik unterwirft sich privaten Mächten. Und diese sind keineswegs neutral. Erstens wirtschaften die Ratingagenturen profitorientiert als kapitalistische Grossunternehmen. Und setzen damit Milliarden um. Allein das disqualifiziert sie als neutrale Richter. Zweitens arbeiten sie im Auftrag und auf Kosten der Banken, deren Papiere sie bewerten. Dieses anrüchige Insidergeschäft war mitverantwortlich für die Finanzkrise 2008. Die Ratingagenturen hatten Bestnoten an die windigsten und
kompliziertesten Finanzprodukte erteilt, die sich bald als faul
herausstellten. Die guten Ratings hatten überall in der Welt Käufer dazu veranlasst, sich auf Märkten mit Papieren einzudecken, von deren Funktionsweise und Qualität sie keine Ahnung hatten. So sind die "Subprime"-Immobilien-Papiere aus den USA in die Tresore unserer Banken gelangt.
Obwohl Europa relativ solider wirtschaftet als die USA, fühlt man die Wirtschaftskrise am alten Kontintent stärker, da nich der Euro, sondern der Dollar die Weltleit- und reservewährung ist.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann war noch bis vor kurzem engster Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Doch nun kommt harsche Kritik zum zweiten Finanzprogramm für Griechenland und zu Merkels Europapolitik: Weidmann lehnt die Pläne der Kanzlerin für weitere Finanzhilfen für das bankrotte Griechenland als eine "Schwächung der Grundlagen der auf fiskalischer Eigenverantwortung bauenden Währungsunion" ab.
Dr. Bruno Bandulet in der "Jungen Freiheit" vom 29. Juli 2011:
"Die Erkenntnis, daß das Euro-Experiment gescheitert ist und abgebrochen werden sollte, liegt jenseits des Horizonts der politischen Klasse. Zur deutschen Realitätsverweigerung paßt auch, daß Regierung und Bundestag monströse Verpflichtungen
eingehen, ohne über die letztendlichen Kosten überhaupt
nachzudenken."
Die (US-)Republikaner bieten zum 2. August 2011 eine Erhöhung der Schuldenobergrenze um 900 Milliarden Dollar und die (US-)Demokraten lehnen ab. 900 Milliarden Dollar, das ist mehr Geld als das Manhattan-Projekt (Bau der Atombombe), das Apollo-Projekt (Mondlandung) oder der zweite Weltkrieg gekostet haben. Nominal, jedenfalls, denn das, was heute 900 Milliarden sind, waren damals, vor Aufgabe der Goldbindung von 1971, gerade einmal 19,38 Milliarden Dollar - das Manhattan-Projekt wird mit 150 Milliarden veranschlagt. (Über den Goldpreis gerechnet)
Die Umwandlung Europas in einen Zentralstaat scheint das Fernziel, auch wenn das für Transferzahlungen z.B. an Griechenland geforderten „Mitspracherecht“ der Geberländer, vertreten durch EU-Gremien, erstmal nur als „abgestimmte Wirtschaftspolitik“ oder doch schon als „einheitliche Wirtschaftsregierung“ daherkommt.
Die Art und Weise der Einführung der Transferunion ist eindrucksvoll. Mit der Schaffung des sog. „Europäischen Rettungsschirmes“ (ESFS) haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gemeinsam geschaffenes und von allen Staaten der EU ratifiziertes Recht kollektiv gebrochen. Die Halbwertzeit von Aussagen zur Durchsetzung der neuen Ordnung ist kurz: Dem ersten „Rettungsschirm“ werde keinesfalls ein weiterer folgen!
Der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ermöglicht den unlimitierten Zugriff auf die nationalen Haushalte durch demokratisch nicht kontrollierbare, rechtlich immune und von den Bürgern nicht überprüfbare EU-Funktionärseinrichtung. Der letzte verbliebene Bereich nationaler Souveränität, das Haushaltsrecht und im Ergebnis auch die Verfassung werden damit ausgehebelt.
Die bisherigen Machtverhältnisse zwischen EU und Mitgliedsländern kehren sich um. Nicht mehr die EU-Funktionäre müssen für Programme werben, sondern die Mitgliedsländer müssen um Rückflüsse betteln und dafür die willkürlichen Vorgaben der nicht belangbaren und nicht demokratisch kontrollierbaren EU-Funktionäre akzeptieren und bei den Bürgern durchsetzen. Damit ist die Souveränität der Mitgliedsländer obsolet bzw. ausgehebelt.
In Zukunft wird es unbedeutend sein, wen die Bevölkerungen als Vertreter wählen. Über die Politik in den Ländern entscheiden willkürlich nicht demokratisch kontrollierbare und rechtlich nicht belangbare EU-Funktionäre.
Griechenland importiert mehr als es exportiert, hat nur eine schmale industrielle Basis und die Direktinvestitionen sind im Vergleich zu anderen Staaten dieser Größe eher mäßig. Die öffentlichen Leistungen und die Einkommen stehen in keinem Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit der griechischen Wirtschaft. Ohne eine weitreichende Verbesserung der Wettbewerbsposition und der Reduktion der öffentlichen Ausgaben kommt das Land nicht mehr auf die Beine. Die Rettungspakete können den Offenbarungseid unter diesen Umständen hinauszögern, aber nicht verhindern.
Standard & Poor's, Moody's und Fitch. Diese drei Namen grassieren nach spektakulären und folgenschweren Abwertungen der Bonität europäischer Staaten in aller Munde. Diese drei amerikanischen Ratingagenturen vereinen auf sich einen Marktanteil von 95 Prozent. Ihr Urteil hat an den Finanzmärkten Gewicht.
Der legendäre Börsenguru Warren Buffet etwa hält, wie NEWS in seiner Nummer 28 dieses Jahres berichtet, über die Berkshire-Hethaway-Holding 12,5 Prozent der Anteile von Moody's. Zudem ist Buffet auch an der gleichermaßen berühmten wie berüchtigten Investmentbank Goldman Sachs beteiligt. Eine eigenwillige Konstellation. Das Problem an der Sache ist, dass Ratingagenturen etwa von Banken dafür bezahlt werden, deren Produkte zu bewerten. Haben beide – Analyst und Auftraggeber – denselben Eigentümer, ist diese Verbindung der beste Nährboden für gefährliche Intransparenz und persönliche Seilschaften.
Standard & Poor's gehört dem Medienverlag McGraw-Hill, dessen größter Aktionäre wiederum die Investmentfirma Capital World Investors ist, die auch eine Beteiligung an Moody's hält. Der Franzose Marc Ladreit de Lacharriere kontrolliert Fitch Ratings über deren Mutter Fimalac (er soll über Jahre hinweg Vorsitzender der französischen Bilderberger-Sektion gewesen sein). Der Vorstand von Fimalac weist enge Beziehungen und Überschneidungen zu weltweit agierenden Konzernen wie Coca Cola und großen Banken auf.
„Was wir da machen, kostet den Steuerzahler nicht einen Cent“. Stimmt, es kostet ihn nur seinen Wohlstand und seine Zukunft sowie die seiner Kinder und Kindeskinder. Entweder wird kaputtgespart oder kaputtinflationiert. Geschehen wird wohl beides.
Prof. Sinn: "Wenn etwas die finanzielle Stabilität der Euro-Zone gefährdet, dann sind es die neuen Programne zu einem Schuldensozialismus in Europa, denn wir schaffen die Möglichkeit für neue Ansteckungswege über die Staatsbudgets."
Staatsbankrotte kommen viel häufiger vor, als die meisten Leute dachten. Spanien allein ging im 19. Iahrhundert siebenmal in Konkurs. Bis zum Zweiten Weltkieg waren diese Staatsbanhotte
sehr häufig. Sie passierten a]le 60 bis 80 Jahre.
Felix Zulauf: "Nie wurden Schuldenprobleme durch noch mehr Schulden gelöst. In Griechenland spielt sich ein episches Drama ab. Die Politiker wollen den Euro retten.... Das geht aber nur über eine schwache Währung und hohe lnflation."
Die Staatsverschuldung bildet den Grund für die Krise, in der nicht nur die EU, sondern beinahe jede entwicklete Industriestaat der Welt steckt. Wir leben in einem Umfeld explodierender Staatsverschuldung bei gleichzeitiger Steuerbelastung auf Rekordniveau.
Die Beschlüsse der Brüsseler EURO-Chaostruppe vom 21. Juli 2011 liegen nun auf dem Tisch: Wer nicht haushalten kann und überschuldet ist, kriegt noch mehr Geld. Wem das Zahlen nicht möglich ist, der braucht erst in 30 Jahren ans Rückzahlen zu denken, wenn die Kapitalien durch die Inflation entwertet sind. Vereinbarte Zinsen werden ermäßigt oder und auf Jahrzehnte gestundet. Banken, die sich verspekuliert haben, bekommen neues Kapital vom „Stabilitätsfonds“ der EU. Wenn das Steuersäckel zu viele Löcher hat, wird es aus der unerschöpflichen EU-Quelle vorsorglich gespeist. Der Markt wird außer kraft gesetzt. Geld entsteht aus dem Nichts.
"Wir" behandeln derzeit keine Eurokrise, sondern beschäftigen uns vielmehr damit, wie eine Totgeburt zum Leben erweckt werden soll!
Prof. Schachtschneider: "Wir nähern uns noch schneller dem Zusammenbruch der Währung, also der Währungsreform, die alle Deutschen, ob arm oder reich, teuer zu stehen kommen wird. Die Vermögen werden minimiert, die Löhne, Renten, Sozialleistungen werden stark gekürzt. Das wird zur politischen Instabilität führen. Bürgerkriegsähnliche Kräfte bereiten sich längst auf diese Lage vor. Sie nennen sich Antifa."
Prof. Gerhard Schöpfer: "Das weltwirtschaftliche System ist unproportioniert und durch die ungebremste Aufblähung des Finanzmärkte, deren Volumen ein 1ofaches der Güter- und realen Dienstleistungsmärkte ausmacht, in Unordung geraten. So ist die derzeitige Weltwirtschaftskrise ohne Zweifel aus dem Innersten einer Finanzkrise entstanden."
Von den grundlegenden Reformen an den Finanzmärkten, die im Zuge der Finanzkrise versprochen worden waren, fehlt nicht nur in den Bilanzen der Bankenwelt jede Spur. Anstatt auf nachhaltige Investments setzten Manager nach wie vor auf schnelles Geld und damit verbundende Boni-Zahlungen. Den Preis für resultierende Rezessionen bezahlen freilich nicht sie, sondern die Bevölkerung.
Die Kompetenzen des Rettungsschirmens werden ausgeweitet. Er kann jetzt auch Schulden, die Euro-Staaten bei Banken haben, übernehmen. Damit wurde er von einer Notfalllösung zu einer Finanzierungseinrichtung. Dotiert wird der Fonds mit Geld der Mitgliedsstaaten der Währungsunion. Durch die Umwandlung des Rettungsschirmes zu einer Finanzierungagentur wurden die Eurobonds – wenn auch in beschränktem Maß und unter einem anderslautenden Etikett – Realität.
Früher wurden Rechtsbrüche dann besonders heftig geahndet, wenn sie besonders schwer waren. Heute ist es genau umgekehrt: Je feister der Verstoß, desto gnädiger der Rechtsstaat. Beispiele gefällig? Wenn Sie tausend Euro Steuern hinterzogen haben, dann machen Sie sich mal auf was gefasst! Sollte es dagegen ruchbar werden, dass es sich um hundert Millionen handelt, dann können Sie damit rechnen, dass Ihnen der Bundesfinanzminister eine gütliche Einigung anbietet. Oder: Machen Sie eine unangemeldete Demo mit 50 gut erzogenen Freunden, bei der Sie ein kleines Plakat hochhalten, dessen Inhalt fünf Zentimeter weit in den vermeintlichen „Rechtspopulismus“ hineinlappt, können Sie gar nicht so schnell gucken, wie die Polizei ihre Zusammenrottung auflöst. Marschieren Sie hingegen mit 500 gewalttätig aussehenden „Autonomen“ unangemeldet gegen das „Schweinesystem“, wird die Polizei sie freundlich durch die Stadt geleiten und „deeskalierend“ um Ihr Verständnis buhlen.
Ein Euro ist immer ein Euro, gleich ob er aus Griechenland bzw. von den anderen Pleite-Kandidaten stammt, oder von disziplinierten Währungspartnern wie Deutschland, den Niederlanden, Finnland oder Osterreich. Dies musste zwangsläufig dazu führen, dass erstere ohne geringstes Zutun etwas wurden, was sie zuvor niemals waren: international kreditwürdige Länder. Die „beschissenen” Fondsmanager haben sich auf diese Garantie verlassen und kräftig zugelangt, denn sie brachte, was sie brauchten: saftige Gewinne aus den sich von Griechenland bis Irland bildenden „Blasen” aus boomendem Immobiliensektor, explodierenden Aktienkursen und ins Kraut schießenden Inflationsgewinnen zufriedener Investoren.
„Dabei ist das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat und jetzt schon wieder dabei ist, alles genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat”, schrieb, der zorniger Altkanzler Helmut Schmid in der "Zeit".
Die Mitglieder des Euroraumes sollten nicht mehr länger eigene, staatliche Anleihen ausgeben. In Zukunft sollen Schulden solidarisch aufgenommen werden, geht es nach dem Willen mancher Brüsseler Bürokraten. Für Länder mit Triple-A-Rating wäre das ein teures Abenteuer. Hoch verschuldete Volkswirtschaften wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien würden in die Bewertung dieser neuen Bonds ebenso einfließen, wie die Bonität Deutschlands, der Niederlande und Österreichs.
Nicht das wirkliche Kapital, sondern das real nicht existente Kapital, das Giralgeld, das fiat money, bringt die höchsten Zinsen. Das künstliche Kreditgeld bringt Zinsen für nichts, für Luft.
Die Finanz auf ihrem Gipfelpunkt, als Selbstzweck, die Internationale Finanz verneint die Nationalität und erkennt sie nicht an. Sie erkennt auch den Staat nicht an - daher ist sie,
objektiv gesehen, kosmopolitisch und anarchisch, und würde es restlos sein, wenn sie, die jeden nationalen Staat verneint, nicht notwendigerweise selbst ihrem Wesen nach ein Staat wäre.
Unter der Bedingung marktwirtschaftlicher Verhältnisse kann eine schlechte Wirschaftspolitik eine gute Währungspolitik nur unwesentlich stören, aber umgekehrt kann keine noch so gutgemeinte Wirtschaftspolitik die Mängel einer Währungsordnung kompensieren.
Rakowski-Protokolle: "Der Widerspruch, mehr verbrauchen als erzeugen zu wollen, wird durch einen anderen ausgeglichen: die Geldinflation..... Die Finanz auf ihrem Gipfelpunkt, als Selbstzweck, die Internationale Finanz verneint die Nationalität und erkennt sie nicht an. Sie erkennt auch den Staat nicht an - daher ist sie, objektiv gesehen, kosmopolitisch und anarchisch, und würde es restlos sein, wenn sie, die jeden nationalen Staat verneint, nicht notwendigerweise selbst ihrem Wesen nach ein Staat wäre..... Geld ist Macht. Geld ist heute der Mittelpunkt der
Gravitation in der Welt..... Zu wissen, wie die Internationale der Finanz dazu kam, Herr des Geldes zu werden, dieses magischen Talismans, der bis in unsere Zeit für die Menschen in steigender Entwicklung das geworden ist, was einst Gott und Nation waren, das ist etwas, das an wissenschaftlichem Interesse sogar die Kunst der revolutionären Strategie übertrifft - denn es ist auch Kunst und auch Revolution."
Unser Wirtschaftssystem ist auf permanentes Wachstum aufgebaut, aber unendliches Wachstum kann es auf einem endlichen Planeten nicht geben. Das System ist so gestaltet, dass die Wirtschaft nur wachsen kann, indem Personen, Firmen und Staaten sich verschulden. Durch diese Aufnahme von Schulden wird neues Geld erzeugt, Geld das zuvor nicht existierte – das nennt man dann „Geldschöpfung.“ Das Geld, das als Kredit vergeben wird, wird von den Banken quasi aus dem Nichts heraus erfunden. Dieses Geld existiert nicht wirklich, es ist nicht physisch vorhanden, sondern existiert nur auf dem Papier. Durch die steigende Geldmenge wird das Geld wertloser, es kommt zur Inflation. Irgendwann steigen die Preise stärker als die Einkommen, dann können die Menschen sich wieder weniger leisten, die Wirtschaft gerät ins Stocken. Gleichzeitig sind die Schulden so hoch geworden, dass die Zinslast die Menschen, die Kommunen und ganze Staaten erdrückt.
Das zweite Hilfspaket für Griechenland ist über die Bühne. Nach intensiven Verhandlungen und Beratungen hat die Politik am Ende dem Druck der Märkte nachgegeben. Weitere 109 Milliarden Euro an europäischem Steuergeld finden ihre Bestimmung in Griechenland. Die Steuerdisziplin im alten Hellas muss wesentlich gehoben werden – bisher blüht die Schattenwirtschaft in dem ansonsten so sonnigen Land. Die Privatisierung der staatlichen Industrie müsste ebenso gelingen. Doch ob diese Unternehmen tatsächlich Käufer finden werden, steht bei eingehender Betrachtung der Vermögenswerte in den Sternen. Vorerst gönnte sich die Eurozone eine 109 Milliarden Euro teure Verschnaufpause.
Sollte es Griechenland und seinem Premier Papandreou nicht gelingen, den Haushalt nachhaltig zu sanieren, stünde Europa tatsächlich vor einem – dann allerdings 219 Milliarden teuren - Scherbenhaufen, und wir dürfen kräftig in die Tasche greifen. Der Steuerzahler wird dann die Zeche im griechischen Restaurant alleine zahlen.
Seit die Banken es im Jahre 1914 geschafft haben, das Geld vom Gold zu trennen − seit unser Geld also nicht mehr durch wahre Werte gedeckt ist −, können die Banken mit uns allen machen, was sie wollen, und fast niemand scheint es zu begreifen.
Im Wesentlichen werden die Börsenentwicklungen nur noch von Politiker-Entscheidungen und Veränderungen der Markttechnik beeinflusst. Die Realwirtschaft erscheint vernachlässenswert. Die Stamokap-Theorie feiert fröhliche Urständ´ und bewahrtheitet sich in den "fortgeschrittenen" Gesellschaften - der finanz-politische Komplex bestimmt das soziale Leben!
Prof. Wilhelm Hankel: "Der Offenbarungseid Griechenlands steht bis heute aus. Die meisten Banken und Versicherungen könnten die Schäden, die ihnen durch ihre leichtsinnige Kreditvergabe entstanden sind, aus eigenen Mitteln tragen. Die Warnung vor einer Kettenreaktion ist nur eine Schutzbehauptung, die dazu dient, die privaten Gläubiger aus ihrer Verantwortung zu entlassen....
Die aufgezwungenen Sparmaßnahmen in Griechenland werden keinen Erfolg haben. Griechenland kann seine Schulden nicht mehr bezahlen, das Land ist pleite. Hinzu kommt, dass alle Antriebskräfte der griechischen Wirtschaft zunichte gemacht werden. Griechenland hätte gar nicht erst den Euro bekommen dürfen, das Land hat falsche Zahlen vorgelegt. Griechenland ist nur noch ein Protektorat der Troika."
Hat ein Staat Schulden, tritt der Staatsbankrott in endlicher Zeit ein, sobald die Zuwachsrate der Staatsschuld (Zinsen + zusätzlicher Haushaltsabgang, das Defizit!) größer ist als die Wachstumsrate.
Die Institutionen des Westens sind zu Karikaturen der Scheinheiligkeit verkommen. Der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Europäische Zentralbank (ECB) verstoßen gegen ihre eigenen Statuten, um französischen, deutschen und niederländischen Banken aus der Patsche zu helfen. Der IMF ist nur ermächtigt, Darlehen für den Zahlungsausgleich zu
gewähren - aber er gibt der griechischen Regierung Geld für verbotene Budgetausgaben, damit die griechische Regierung die Banken bezahlen kann.
Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt hat scharfe Kritik an der Finanzbranche und an der dort vorherrschenden Internationalisierung geübt. In einem Kommentar in der von ihm herausgegebenen Wochenzeitung Die Zeit teilte Schmidt die Menschheit in drei Kategorien ein: 98 Prozent seien normale Menschen, die zweite Kategorie seien die mit einer kriminellen Ader, die vor Gericht und ins Gefängnis gehörten. Die dritte Gruppe, die Schmidt als Letzte erwähnte, seien die Investmentbanker und Fondsmanager.
Dabei, so der 92jährige Altkanzler weiter, sei „das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat und jetzt schon wieder dabei ist, alles wieder genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat.“
Kein Parlament, auch nicht das deutsche, darf unter Zeitdruck und dem Zwang einer „behaupteten, aber nicht bewiesenen Notsituation“ seine Kontrollpflichten vernachlässigen, so Dietrich Murswiek, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht an der Uni Freiburg und Prozeßvertreter des in Sachen Euro-Rettung klagenden CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechtfertigt seinen Aktionismus in dieser Sache damit, man habe im Mai 2010 vor der „Notsituation“ gestanden, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren zu müssen – eine mögliche Kettenreaktion, gefährlicher als die nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Er verpfändet eine dreistellige Milliardensumme fast in der Größenordnung des Bundeshaushaltes auf Jahre hinaus für Hilfsaktionen, von denen er noch nicht einmal darlegen kann, ob diese Reparaturen am Haus Europa überhaupt notwendig sind und wem sie konkret nützen: Griechenland, dem Finanzsektor, der sein in Griechenland verzocktes Geld dadurch wieder erhält, oder dem Euro.
Ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprengt, Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa unbegrenzt festschreibt, seine Mitbürger um den Gegenwert ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prellt, indem er es ermöglicht, daß europäische Pleitestaaten die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus der EU „ersetzen“ können und diese Generation und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken belastet – ein solcher Finanzminister wäre in jedem anderen Land politisch ein toter Mann. (Prof. Wilhelm Hankel)
Ein edles Wettrennen: Wer ist schwächer, der Euro oder der Dollar?
Früher ging der unseriöse Geschäftemacher in den Konkurs, um sich zu sanieren. Heute reicht die bloße Drohung mit der Insolvenz.
Wer ist nur gegen die heilsamen Staatsbankrotte? Die Bankenlobby und ihre Hilfstruppen in Politik und Ökonomie! Die Banken haben in verantwortungsloser Weise – statt die reale Wirtschaft mit Krediten zu angemessenen Zinsen zu versorgen – mit wesentlich höher verzinsten Staatsanleihen fallierender Staaten ihre guten Geschäfte gemacht. Das brachte den Bossen „Boni“. Auch unseren „Bankstern“.
Die Sparer werden ihr gutes, hart erarbeitetes und versteuertes Geld gegen eine Buchungszeile getauscht haben. Das Geld ist dann weg! Da die Staatsschulden samt und sonders (bis auf die Konkursquote!) uneinbringlich sind, werden auch die entsprechenden Guthaben allesamt auf Null gestellt. Dann kann der Zauber von Neuem losgehen.
Ein verantwortungsloses Management gefährdete Bestand und Gesundheit von Unternehmen, um kurzfristig hohe Gewinne einzufahren. Es wäre Aufgabe der Justiz, die Sachlage zu klären und verantwortliche Entscheidungsträger zur Rechenschaft zu ziehen. Doch in diesem Bereich mahlen die Mühlen der Justiz bestenfalls langsam, in vielen Fällen gleich gar nicht.
Sobald die hohe Finanzwelt im Spiel ist, scheint die Justiz jegliches Interesse an Aufklärung zu verlieren. Unsere Justiz sperrt dafür Leute, die das falsche Wort am falschen Ort sprechen, sonst aber niemanden ein Haar krümmen, geschweige denn auch nur einen Cent wegnehmen, für Jahre hinter Gitter.
Nachdem die EZB sich an Pleitebonds aus Griechenland und anderen
Pleitestaaten der Eurozone vollgesogen hat, herrscht dort die totale Panik vor dem Default dieser Papiere, was den eigenen Bankrott besiegeln würde. Normalerweise nimmt eine Zentralbank nur Papiere, die zumindest ein Investment-Rating haben. so ist die Panik im EZB-Turm unendlich groß. Real ist die EZB pleite und ihr Euro ist es auch. Kein Wunder, dass sogar schon große Zeitungen wie die Welt ihren Lesern laufend empfehlen, endlich aus dem Euro zu flüchten. Diesem Rat kann man nur zustimmen und jedermann empfehlen, sich in Rohstoffe (Gold usw.) oder Immobilien zu retten.
In den letzten Jahren erlebten wir neben wirtschaftlichem Wohlstand eine unglaubliche Welle von Globalisierung, EU-Gläubigkeit, Political Correctness, Abwertung der eigenen Nation, usw. Jetzt mit der überall einsetzenden Wirtschaftskrise geht es wieder zurück in die andere Richtung – zum eigenen Stamm. (Walter K. Eichelburg)
Katastrophen und Finanzkrisen haben einen neuen Typus von Spekulanten geschaffen: Sie setzen auf Horror-Szenarien und zocken ab, wenn der Ernstfall eintritt. Der kalifornische Hedge-Fondsmanager Mark Spitznagel freut sich, wenn andere leiden. Er freut sich, wenn Griechenland der Pleite näher rückt. Er freut sich, wenn die US-Konjunktur einbricht. Er freut sich, wenn der Nahe Osten im Chaos versinkt. Spitznagels Universa Investments, beheimatet im kalifornischen Santa Monica, bewegt insgesamt mehr als sechs Milliarden Dollar. Aber nichts für arme Kirchenmäause: Nur rund 15 Privatinvestoren sind dabei, mit je mindestens 50 Millionen Dollar. Sie setzen nicht auf einen Boom, sondern auf den nächsten Crash. Ihre Hoffnung: dass die Weltbörsen von einer neuen Katastrophe erschüttert werden.
Das Rettungspaket ist nicht nur ein Milliardengrab für die Geberländer. Die Vorgänge rund um das neue "Hellas" mutierten allmählich zur Bestattung von Demokratie und Mitbestimmung. Abgehoben und als wären sie ihren Völkern in keiner Weise verpflichtet, werden gewaltige Vermögenswerte quer durch Europa transferiert. Banken und Ratingagenturen haben begonnen, demokratisch legitimierte Regierungen in die Knie zu zwingen. Die Tradition der öffentlich-demokratischen Debatte wird durch unkontrollierte Mächte untergraben.
"Nicht weniger, sondern mehr Europa ist die Lösung der gegenwärtigen Stabilitätsfrage", so tönt es von Seiten unserer Euromaniker. Bis 195 tönte unsere Staatspropagande, daß Österreich so lebensfähig sei und keinerlei "Anschluß" brauche. Seitdem rufen dieselben für alles und jedes nach der EU. Welche Propadanga wahr jetzt war und welche lügt? An den Rahmenbedingungen kann es jedenfalls kaum liegen, daß wir jetzt um 180° anders "informiert" werden, denn diese haben sich nicht wesentlich geändert.
Die neoliberale Geldmengenvermehrung jenseits aller realistischer Deckung hat die Bedeutung des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel völlig ausgeblendet. Der Dollar hat seit der Gründung des US-Zentralbankensystems (FED) im Jahre 1913 rund 97 % seines Wertes verloren. Das vom Staat verliehene Privileg zur Teilreservehaltung der Banken (zuletzt nur 2 % der Verleisumme) heizt die Inflation oder vornehmer den "allgemeinen Preisauftrieb" an. Die Eigendynamik des Zineszins verschärft das weltweite Schuldgeldsystem, das nur solange weiter funktioniert, als das gläubige Vertrauen an das Fiat Money (Kunstgeld) aufrecht erhalten bleibt. Dieses schwindet aber zusehends.
Erst haben Staaten ihre Banken gerettet, jetzt sind Staaten selbst unterm Rettungsschirm. Aber über dem Rettungsschirm ist nur noch der blaue Himmel. Die Rettungsmaßnahmen haben die Krise bisher immer weiter verschärft. Hätte man sich im vergangenen
Jahr an den Lissabonner Vertrag gehalten, der Beistandszahlungen verbietet, dann hätte Griechenland umgeschuldet, genauso wie das Uruguay, Argentinien, Russland und andere Staaten in den letzten 15 Jahren getan haben.
Etliche Banken und Hedgefonds profitieren von folgendem Geschäftsmodell. Schritt eins: Sie verkaufen die Anleihen des betreffenden Landes. Schritt zwei: Sie bringen das Land ins Gerede. Schritt drei: Nachdem die Kurse derAnleihen gesunken sind, kaufen sie billig zurück. Und zuletzt jagen sie die Regierungen mit dem Unsinn ins Bockshorn, eine Insolvenz werde verheerende Folgen haben.
In der Marktwirtschaft geht es bis hin zum Klempner, dessen Kunde die Rechnung nicht bezahlt, nie um eine Beteiligung der Gläubiger, sondern darum, dass die Gläubiger im Ernstfall ausschließlich und allein auf ihren Forderungen sitzenbleiben. Nur dann haben sie einen Anreiz, ihre Schuldner sorgfältig auszuwählen. Marktwirtschaft kann ohne eigene Haftung nicht
funktionieren, Die staatlichen Rettungsmaßnahmen setzen Fehlanreize, die die Finanzmarktprobleme immer weiter verschärfen.
Würde eine Insolvenz des kleinen Griechenlands tatsächlich eine weltweite Finanzkrise auslösen, dann könnten neue Rettungsprogramme das Problem nicht lösen. Sie würden es vielmehr intensivieren, denn wenn kein Staat und keine Bank mehr pleite gehen darf, weil sonst eine Finanzkrise droht, sind wir am Ende. Dann schaukelt sich das Problem immer weiter auf und endet in
einer noch viel größeren Krise.
Die Finanzökonomie hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von der Logik eines funktionierenden Marktes gelöst. Sie ist keine Triebkraft der Realwirtschaft mehr und ist zum Parasiten geworden, der die Realwirtschaft überwuchert und zu ersticken droht. Ist die Finanzwirtschaft also, in der es dem Anspruch nach rational zugehen soll, selbst zum Ausdruck des Irrationalen geworden? (Das Philosophische Quartett, ZDF 19.6.2011)
Die Erfahrungen in Griechenland, Irland und Portugal haben gezeigt, dass ab 7 Prozent Zinsen für Staatsanleihen der Absturz nicht mehr aufzuhalten ist. Dann wäre auch Spanien bald reif für den Rettungsschirm.
Das alles wird jetzt noch ergänzt durch die am Fronleichnamstag 2011 verkündete und von der Öffentlichkeit kaum bemerkte Übernahme der Garantien für die Beiträge des IWF durch die EURO-Mitgliedsländer, die am alten und neuen Griechenlandrettungspaket mitmachen. Ohne deren Haftung, so verlangt es der IWF, werden weitere Tranchen schon vereinbarter Kredite nicht ausbezahlt, geschweige denn wird sich der IWF an irgendwelchen Aufstockungen beteiligen.
Wiederum trifft das ganz besonders Deutschland, aber auch Österreich, die, so scheint es Absicht, an den Haftungsübernahmen ersticken sollen. Ihnen werden jetzt Horrorszenarien vorgespielt, die angeblich eintreten werden, wenn sie die Pleitestaaten nicht mehr unterstützen sollten. „Germany must perish“ und Österreich muss kuschen. Brüssel und Berlin werden regiert von Brüssel, Brüssel von Washington und Washington von der Wallstreet.
Der EURO sei nur zu retten durch einen „Europäischen Währungsfonds“ nach Muster des IWF, Begebung von Eurobonds, für die alle Mitgliedsländer haften und eine EZB, die „Geld aus dem Nichts“ in unbeschränktem Ausmaß schaffe und damit die Banken mit frischem Geld für die Staatseinleihen versorgen könne. Gewünscht wird also die Umwandlung der Europäischen Union in eine Transfer-, Haftungs- , Schulden-, Fiskal- und Sozialunion, geleitet von den „Hohen Kommissaren“, die wie einst der Oberste Sowjet mit einer Art Wirtschaftsregierung die Brüsseler „Gospläne“ durchsetzen. So also sieht Marktwirtschaft, europäische Kultur und humanistische Freiheit aus, jubilate!
Schäuble lässt sich von Herrn Ackermann vorschreiben, was er zur Rettung des EURO zu tun hat und wie er sich in Brüssel verhalten soll. Trichet wird jetzt durch Herrn Mario Draghi aus Italien ersetzt, der bei Goldmann & Sachs lernte, wie man in Brüssel trickst.
"Das Griechenretten nützt nichts. Es schadet nur. Der Rechtsstaat erodiert. Aus aufrechten Europäern wird eine Bande von Bestechern und Erpressern." (Aus einer Analyse von Rainer Hank in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung").
Kein müder Pfennig fließt in Wirklichkeit nach Portugal oder Griechenland. Das Geld geht an die Banken. Wir sind Zeugen eines fortgesetzten Raubzuges der Investmentbanken gegen die Steuerzahler der EU-Mitgliedsländer.
Jeder in Griechenland weiß, dass die ganzen "Rettungs"-Schulden, alle diese Milliarden, nicht in die wirkliche Wirtschaft Griechenlands fließen. Alles, was die Griechen an Schuldendienst aufbringen, geht für Wucherzinsen drauf. Das ist Raub und Diebstahl.
Die USA konnten in der Vergangenheit ihre Weltmacht mit ihrer militärischen Überlegenheit leicht sichern. Die enormen Kosten für die weltweiten Unterwerfungskriege der USA finanzierte der Rest der Welt durch den Zwangskauf von US-Dollars im globalen Handel. Als Weltleitwährung musste jedes Land im internationalen Handel mit US-Dollar bezahlen, somit dieses Papier ständig neu kaufen. Dadurch konnte Amerika beliebig viele Dollars drucken und alle seine verbrecherischen Militäraktionen somit auf den Rest der Welt abwälzen. Diese Situation hat sich geändert.
Geldumlauf: Das Geld läuft von den Arbeitenden zur Bank und in den Staatssäckel, vom Staatssäckel zur EU, von der EU nach Griechenland und von Griechenland zur Bank zurück. Es gibt sogar einen Rundenzähler, die Staatsverschuldung. Der ist so fleißig und steigt und steigt und steigt.
Wenn alle fleißig drucken, bleibt der Wert zwischen Dollar und Euro relativ stabil. Höchstens ein paar Störwährungen, wie Schweizer Franken, Kanadischer und Australischer Dollar oder Renminbi, die werden immer teuerer.
Die fast 4.000 Tonnen Gold der Deutschen Bundesbank lagern sicher in New York und London. Dort sind sie so sicher, daß wir selbst niemals mehr herankommen werden. Dieses Gold wird im Rahmen des Crash enteignet, ganz legal, natürlich, wie damals nach den Weltkriegen. Deutsche Firmen, die von den beliebten Heuschrecken gegen grüne Krätze, also Verfalldollar, gekauft wurden, sind natürlich weg. Die bleiben in fremden Händen, wie einstmals Opel. Und natürlich werden auch die Knebelverträge mit den dummdreisten Demokraten in deutschen Stadtparlamenten eingehalten, das "Cross-Border-Leasing".
Das Zinseszins-System verhält sich unerbittlich - es benötigt immer neue Schuldner, um ein bißchen weiterzulaufen und die Illusion des Reichtums ein wenig länger aufrechtzuerhalten. Unsere gute Oma Tüttelbek haftet als Bürgerin für jene Kredite, welche die Nettozahler bei der Deutschen Bank aufnehmen, um Geld nach Griechenland zu schicken, das postwendend bei der Deutschen Bank von Josef Ackermann ankommt.
Unsere Banken sind stockseriöse und vertrauenswürdige Firmen, da ging auch 1923 kein einziger Pfennig verloren. Alles Geld, wirklich alles, war noch da. Das einzige, was ein bißchen gelitten hatte, war die Sekundärtugend des Geldes, genannt "Kaufkraft". Diese regelte, ob ein Ei fünf Pfennig oder fünfzig Milliarden Mark kostet. Ururoma Tüttelbek mußte feststellen, daß ihre Lebensersparnisse von 2.134,63 (vormaligen Gold-)Mark leider nicht mehr ausreichen, um auch nur ein Streichholz zu bezahlen. Die Bank hat schließlich das Konto aufgelöst, wegen Wertlosigkeit.
Der Euro ist ein Verschnitt aus 17 Landeswährungen und dient als Prokrustesbett für 17 Volkswirtschaften. Dieses Esperanto-Geld paßt keiner Volkswirtschaft wirklich, es ruiniert alle Volkswirtschaften gleichermaßen.
In der Physik ist das Perpetuum Mobile als unmöglich bewiesen worden, in der Finanzwirtschaft scheint es wunderbar zu funktionieren: Deutschland leiht sich Geld, um damit die EU, die USA, Israel und sonstwen zu unterstützen. Dieses Geld ist verschenkt (auch wenn die offiziellen Posten "Beitrag", "Stationierungskosten" oder "Wiedergutmachung" heißen mögen) und damit weg. Die aufgenommenen Schulden hingegen bleiben.
Udo Ulfkotte: »Verschwörungstheorien« werden wahr. Armageddon als wirtschaftliche Kernschmelze: Die britische Bank Lloyds hat ihre Kunden gerade darüber informiert, dass Europa nun das finanzielle Armageddon drohe. Im Klartext: der Totalverlust von Bankguthaben und Lebensversicherungen. Denn es geht nicht mehr nur um Milliarden, es geht jetzt um Billionen.
Sahra Wagenknecht: "Die Währungsunion wird uns um die Ohren fliegen, wenn Sie Zockerbanken und Hedgefonds weiter spekulieren lassen, wenn Sie weiter zulassen, dass ganze Staaten in die Pleite spekuliert werden und wenn Sie die aberwitzigen Finanzinstrumente, die das alles ermöglichen, nicht endlich verbieten." Sogar die Linken haben es verstanden, nur die "Liberalen" stellen sich dumm (oder sind es).
Länder wie Griechenland sind aus der Eurozone auszuschließen, anstatt auf der einen Seite Milliarden Euro in marode Staaten zu pumpen und auf der anderen Seite über die Hintertür eine europäische Wirtschaftsregierung einzuführen. Dadurch würden die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gezwungen sein, ihre Budgets der demokratisch nicht legitimierten Europäischen Kommission zur Genehmigung vorzulegen.
Kaum ein Tag vergeht, an dem die Finanzminister Europas nicht eine Hiobsbotschaft für den Steuerzahler verkünden. Gestern (20.6.2011) wurde verfügt, dass weitere Milliarden nach Griechenland fließen. Einzige Bedingung: Das griechische Parlament muss nächste Woche Einsparungen und ein Privatisierungspaket beschließen. Die "Griechenland-Rettung" unserer Spekulationsbanken wird zusehends zu einem finanzpolitischen Abenteuer. Man darf gespannt sein, wohin diese abenteuerliche Reise geht und wie sie enden wird. Die zahlreichen manipulativen Eingriffe in die Märkte werden sich rächen. Das Geflecht aus Schulden, Haftungen und Krediten zwischen Geber- und Gläubigerstaaten wird immer undurchsichtiger – und gefährlicher.
Prof. Hankel: "Ein Ende mit Schrecken immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende. Es hat sich nach zehn Jahren Experiment, ich könnte auch sagen Abenteuer, gezeigt, dass eine Währungsunion gar nicht funktionieren kann, selbst wenn man sie politisch gesund betet. Eurokritiker werden im Fernsehen und auch in der Presse totgeschwiegen. Die einfachen Leute merken den Ernst der Lage und sie merken ihn viel direkter und viel kompetenter als unsere Regierenden."
Die EZB hatte bis vor wenigen Monaten einen griechischen Vizepräsidenten. Dieser hat, wenn man den offiziellen Bekundungen glauben darf, nicht Bescheid gewusst, was in seinem Heimatland vorgeht. Dies überzeugt nicht, er muss es gewusst haben. Und so wissen natürlich die EZB-Direktoren aus Griechenland, Spanien, Italien oder wo immer sie herkommen, genau, was in ihren Ländern los ist. Ganz offenkundig haben sie mit ihrer Stimmenmehrheit diesen statutenwidrigen Beschluss der Mitwirkung der EZB an den Rettungsaktionen bewirkt. Dass das keine bloße Vermutung ist, zeigt der Rücktritt des früheren Bundesbankpräsidenten von seiner Kandidatur für den Vorsitz des Präsidentenamtes der EZB. Er sagte: Ich möchte mich nicht pausenlos überstimmen lassen. Die ganze Konstruktion der EZB ist schief und garantiert weder Unabhängigkeit noch stabiles Geld.
In der aktuellen europäischen Schuldenkrise arbeitet man nach dem Prinzip: Schonung der privaten Gläubiger-Banken und Haftung bzw. Zahlung durch die solventen Staaten, das heißt durch die Steuerzahler. Nach dieser Methode gehen die Staaten der Euro-Gruppe bei dem überschuldeten Griechenland vor.
Um den Milliardenbetrag des Euro-Rettungsschirmes zu verdienen, müßten zwanzig Millionen Menschen ein Jahr lang arbeiten.
US-Hypothekenbanken verkauften ihre Schrott-Kredite mit Abschlägen an Investmentbanken wie die Bankrottbank ‘Lehman Brothers’. Diese Institute „verbrieften“ die faulen Kredite und verkauften sie als Hochglanz-Finanzprodukte an renditegierige Kunden. Zugleich traten die Rating-Agenturen als Fälscher auf, indem sie den Plunder als hochwertige Produkte zertifizierten. Dies "ehrlichen Makler" gehen noch heute ihrem Handwerk nach.
Griechenland, das kleine Fass, dem leider der Boden fehlt, mag die EU in eine tiefe, existenzielle Krise stürzen. Der deutsche Sonderweg beim Atomausstieg könnte Ähnliches bewirken. Und es wird ein Rätsel bleiben, warum man das in dem mit klugen Beraterstäben reich gesegneten Berlin partout nicht hat sehen wollen.
Plötzlich aber, seit Fukushima genau genommen, ist es aber nicht mehr, wie es eben noch war. Denn nun hat die Politik Siebenmeilenstiefel angezogen und sich in nur knapp drei Monaten in das größte energie- und damit industriepolitische Abenteuer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gestürzt.
Für künftige Historiker wird es eine so lohnende wie spannende Aufgabe sein herauszufinden, was in den Tagen nach dem 11. März 2011 - dem Tag, an dem Japan von einem Tsunami geschlagen wurde und das Wort Fukushima um die Welt ging - in der Herzkammer der Berliner Politik geschehen ist, was da ins Rutschen und Fallen kam. Heute kann man schon feststellen, dass es - entgegen den Beteuerungen einer ganz großen, parteienübergreifenden Koalition - wenig mit Vernunft, Nachhaltigkeit und geordnetem Verfahren zu tun gehabt hat. Dafür aber viel mit Stimmung, Hektik, nicht ökologischer, sondern parteipolitischer Konkurrenzangst.
Der Sachstreit füllt ganze Bücherregale, alle Argumente sind längst entwickelt, ausgetauscht und erwogen. Jede Eventualität ist durchdacht worden, jedes apokalyptische Szenario ist ermessen worden, jedes Restrisiko ist auf seinen realen Gehalt abgeklopft worden. In Fukushima - das die Deutschen im Übrigen weit mehr beschäftigt hat als der furchtbare Tsumani, der mindestens 20 000 Menschen das Leben gekostet hat - ist nichts geschehen, was man nicht vorher schon als Möglichkeit hat wissen können. Es gibt nicht die Spur eines vernünftigen Grundes, Fukushima zum Saulus-Paulus-Moment zu erhöhen. Wie umgekehrt die Katastrophe von Fukushima, die in dem regelmäßig von Erdbeben heimgesuchten Japan stattfand, nichts über die Verträglichkeit und Zulässigkeit von Kernkraftwerken in Deutschland aussagt. Dem plötzlichen Atomschwenk der Bundesregierung fehlt der rationale Kern.
Noch nie zuvor wurde in der Bundesrepublik ein Gesetzespaket, das zudem außerordentlich umfangreich ist, derart im Schweinsgalopp auf den Weg gebracht wie das zur Energiewende. Es konnte gar nicht schnell genug gehen, ein wahrer Überbietungswettbewerb im Ausstiegstempo kam in Gang. Da musste die Sorgfalt auf der Strecke bleiben - wie inzwischen und leider zu spät viele Sachkenner offen aussprechen.
Die Regierungspolitik nahm ihre Geiselnahme durch einen unterstellten Volkswillen bereitwillig, ja geradezu begeistert hin. Endlich einmal konnten große Linien gezogen werden, endlich einmal schien es legitim zu sein, Alternativen auszuschließen.
Es klingt fast ein wenig nach DDR, wenn jetzt beschlossen wird, dass der Ausbau erneuerbarer Energien bis 2020 von 17 auf 35 Prozent steigen soll. Nichts gegen kühne Ziele - viel aber gegen den Übermut von Politikern, die gesellschafts- und wirtschaftsfern verbindliche Planvorgaben machen. Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow hat nicht unrecht, wenn er sagt, dieser Atomausstieg sei "ein Fall von Planwirtschaft".
Deutschland verstößt mit seinem Sonderweg auf elementare Weise gegen ein EU-Prinzip, dessen Hüter in der Vergangenheit stets vor allem Deutschland gewesen war. Dieses Prinzip besagt, dass es in der EU keine Politik der Überrumpelung und unabgesprochener Sonderwege geben darf. Man hat die Langsamkeit und die klebrige Komplexität der Europäischen Union hingenommen, weil man - eine böse Geschichte im Rücken - mit Macht verhindern wollte, dass die alte und mörderische Staatenkonkurrenz der nationalistischen Epoche Europas wieder zurückkehrt. Es hätte daher bei einem derart säkularen Projekt wie der Energiewende alles dafürgesprochen, sie strikt im EU-Verbund anzugehen, Trippelschritt um Trippelschritt.
Der neue Bundesbankchef Jens Weidmann ist erst einige Wochen im Amt – doch er vollzieht den Rollenwechsel vom Top-Berater im Bundeskanzleramt zum Chef der Bundesbank mit aller Konsequenz. Würden die Hilfen für Griechenland eingestellt, wäre dieser Staat faktisch pleite: Er könnte sich die hohen Zinsen, die er an den Finanzmärkten für seine Schulden zahlen müsste, nicht leisten. Die deutsche Bundesregierung und andere EU-Länder fürchten dieses Szenario. "Der Euro würde auch diese, keinesfalls wünschenswerte Belastungsprobe überstehen", schreibt der Bundesbankchef in einem Gastbeitrag für die "SZ". Die Folgen einer Staatspleite wären allerdings weitreichend, räumt Weidmann ein.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann am 16.November 2009 auf der Euro Finance Week im Frankfurter Bankenviertel: "nicht zuletzt könnte solch ein Fonds, wenn man ihn auf europäischer Ebene errichtete, ein wesentlicher Baustein zur Lösung des `ewigen` Problems der innereuropäischen Lastenteilung sein – und uns somit dem Ziel einer wahrhaft europäischen Aufsichtsstruktur näherbringen." Das also ist des Pudels Kerner, der Bankster als Aufsichtsorgan!
J.W. McAllister, ein Kenner der Erdölindustrie mit Verbindungen zum Hause Saud, schrieb in The Grim Reaper, nach Informationen, die er von einem saudischen Banker erhalten habe, gehörten 80 Prozent der New Yorker Federal Reserve Bank, der bei Weitem einflussreichsten der zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken, nur acht Familien, von denen vier in den USA lebten. Dabei handelte es sich um Goldman Sachs, Rockefeller, Lehman und Kuhn Loeb aus New York, die Rothschilds aus Paris und London, die Warburgs aus Hamburg, die Lazards aus Paris und Israel Moses Seif aus Rom.
Der Wirtschaftsprüfer Thomas D. Schauf bestätigt McAllister Behauptungen und fügt hinzu, zehn Banken kontrollierten alle zwölf Federal-Reserve-Regionalbanken. Er nannte N. M. Rothschild aus London, die Bank Rothschild aus Berlin, das Hamburger Bankhaus Warburg, das Amsterdamer Bankhaus Warburg, die Bankhäuser Lehman Brothers aus New York und Paris, die Bank Kuhn Loeb aus New York, das Bankhaus Israel Moses Seif aus Italien, die Bank Goldman Sachs aus New York und die Bank JP Morgan Chase ebenfalls aus New York. Schauf nennt William Rockefeller, Jacob Schiff und James Stillman als Einzelpersonen, die erhebliche Anteile an der Federal Reserve besitzen. (3) Die Schiffs sind Anteilseigner bei Kuhn Loeb und die Stillmans, die um die Wende zum 20. Jahrhundert in die Familie Rockefeller einheirateten, bei der Citigroup.
Das Mindestreservesystem erlaubt den Banken, das x-fache an Geld, welches sie selber haben, zu verleihen. Der Mindestreservesatz im Eurosystem beträgt derzeit zwei Prozent. Das heisst, für einen Kredit von 100'000 Euro muss die Bank nur 2'000 Euro an tatsächliche Geld bei der Zentralbank hinterlegt haben.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Absturz des Finanzmarktes ein Vermögenstransfer von den Armen und der Mittelschicht zu der regierenden Elite bedeutet. So eine Vermögensumschichtung passiert nicht einfach so, sie ist auch nicht das Resultat von Unfähigkeit und mangelnder Voraussicht. Ganz im Gegenteil, es ist bewusst gemacht und gut geplant. Im Zentrum des Vermögenstransfers liegt eine verbrecherische Korruption auf höchster Ebene des wirtschaftlichen und politischen Systems.
Wenn Griechenland seine Hausaufgaben gemacht hat, kann es eine Neuaufnahme in die EU beantragen. Dann sollte aber nichts blauäugig als wahr unterstellt, sondern alles genauestens geprüft werden. Noch einmal einen Betrügerstaat aufzunehmen, wäre fatal!
"Alternativlos" heißt ihre Devise. Wie viele Milliarden Euro bereits versenkt sind, einfach futsch, wissen sie nicht so genau. Was es noch kosten wird, wissen sie auch nicht. Und wie lange es noch dauern wird, natürlich auch nicht. Die "Geretteten" haben Verträge und Versprechen gebrochen. Aber unsere Politikaster wollen weiter "helfen" und "helfen" und "helfen". Immer noch. Den lieben Spekulationsbanken und levantinischen Betrügern. Wider besseren Rat der Ökonomen. Diese sprechen längst von gravierenden Fehlentwicklungen. Doch die Euromaniker sind beratungsrestistent. Stur.
Mit welchem Recht ist es "unseren" Politikern eigentlich erlaubt, so ungeniert mit unseren Steuergeldern umzugehen? Nur weil wir einmal eine clique als vermeintlich geringeres Übel aus einem sehr beschränkten Anegbot gewählt haben? Haben "unsere Politiker" vielleicht im Wahlkampf angekündigt und versprochen, unser Geld zu verschleudern?
John Adams, 1735-1826: "Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven - entweder durch das Schwert oder durch Schulden."
Einige Länder müssen aus der Euro-Gemeinschaft austreten, die auch ihren zunehmend zu Widerstand neigenden Bürgern immer mehr Lasten aufbürden.
Sobald nur einer der realen Pleitestaaten auch offiziell den
Staatsbankrott anmelden muss, ist auch die EZB offiziell pleite,
real ist sie es heute schon. Im Fall von Griechenland müssten
diese Papiere in der EZB auf vermutlich unter 10% des Nennwertes
abgeschrieben werden. Das bei einem Eigenkapital der EZB von nur 10 Mrd. Euro! In der Zwischenzeit sitzt die EZB sicher schon auf über 200 Mrd. an absolut faulen Papieren aus griechischen Banken und vom griechischen Staat.
Eine Mega-Zentralbanken-Pleite. Kein Wunder, dass Trichet nicht als der EZB-Präsident in die Geschichtsbücher eingehen möchte, der die EZB in die Pleite geführt hat. Sobald Panik einsetzt, wird dann beginnen eine Flucht aus allem Papier, egal ob Euro, Dollar, Pfund, Yen oder Franken draufsteht. Diese Run geht in die Realgüter, primär aber in Gold, dem neuen Geld.
Der Publizist Jürgen Elsässer warf Brüssel vor, eine „Diktatur
der Kommissare“ errichtet zu haben und immer mehr gutes Geld
in das Faß ohne Boden, den Euro, zu werfen. Durch Rettungsschirm und Bürgschaften für EU-Staaten habe Deutschland 170 Milliarden „vermeintliche Hilfen“ an die Großbanken „Goldmann Sachs, GP Morgan, Commerzbank, Deutsche Bank und die Betrüger der HRE“ gezahlt.
Jan Kneist: "Politik bedeutet heute Lügen, Gesetzesverletzung, das Zuschanzen von Milliarden an die Banken aus dem Beutel des Steuerzahlers, die Plünderung der eigenen Nation, den Weg in einen neuen Sozialismus! Hatte Erich Honecker doch recht, den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf? Es kann nur noch Ekel hervorrufen, von welchen Individuen dieses Land regiert wird. Von selbst werden diese Leute ihre Politik nicht ändern oder zurücktreten."
So ist es also passiert, was jeder längst wusste. Das Klatschvieh im deutschen Bundestag hat artig die Hände gehoben und dem fortgesetzten Rechtsbruch zum Schaden der eigenen Nation zugestimmt. Neue Milliarden werden bewilligt und die Bürgschaften werden gezogen.
In dieser ganzen Versammlung von Rechtsbrechern blieb nur eine buchstäbliche Hand voll echter Demokraten um FDP-Mann
Schäffler übrig. Er veröffentlichte eine bemerkenswerte Erklärung:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/7987-schaeffler-aufdem-
weg-in-die-knechtschaft. Deutschland als Kraftpaket wird einer Energie beraubt und die "Elite" reibt sich die Hände. Die Frage ist jetzt, ob auch wir warten wollen, bis das Geld über Nacht um die Hälfte abwertet, wie die Weißrussen? Politisch ist keine Hilfe zu erwarten, wir brauchen ein neues 1989, wo der Bürger seinen selbsternannten Zertretern zeigte, dass ihre Zeit abgelaufen ist.
Prof. Anton Zeillinger, Physiker: "Die aktuelle Hysterie gegen Kernenergie ist nichts anderes als kollektive Irrationalität."
Der Erwerb griechischer Anleihen ist zum steuerzahlergarantierten und -finanzierten Geschäftsmodell geworden. Die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells steht uns demnächst bei Schuldtiteln aus Zypern bevor. Doch Zypern ist klein. Wir werden die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells anschließend bei Anleihen aus
Italien und Spanien erleben. In allen drei Ländern sinkt die Sparquote. In Zypern und Italien ist sie bereits negativ. In allen drei Ländem existieren hohe Leistungsbilanzdefizrte. Fallende und schließlich negative Sparquoten bei hohen Leistungsbilanzdefiziten gingen jeweils dem Bankrott in
Griechenland und Portugal voraus.
Der Krug geht so oft zum Brunnen, bis er bricht. Doch bitte keine Krokodilstänen. Gewarnt wurde rechtzeitig und oft genug. Allein die herrschenden Parvenus wußten es ja besser!
Das ist der Fluch der bösen Tat: Zuerst auf Schulden Wahlgeschenke verteilen, dann pleite gehen und zuletzt die eigenen Bürger und dann noch die der "solidarischen Partner" für das Versagen der politischen "Demokraten"-Klasse zur Kasse rufen. Die Unfähigkeit des herrschenden Systems kann gar nicht besser demonstriert werden!
Griechenland sei Dank: Die laufenden Finanzhilfen und immer wieder nachgeschobenen Rettungsschirme führen den Euro zu Ende. Manche meinen sogar die EU. Was den Amis die Derivate, sind uns die PIIGS. Die "word democracy" wickelt sich selber ab!
Das Hotel Suvretta House in St. Moritz steht ab 9.6.2011 im Fokus der ganzen Welt. Drei Tage lang diskutieren dort rund 130 hochrangige Politiker und führende Köpfe aus Industrie, Finanzwelt und Akademie über die wichtigsten globalen Herausforderungen. Laut dem kanadischen Bilderberg-Experten Andrew Marshall versuchen sich die Teilnehmer im Engadin auch
auf einen Nachfolger von Dominique Strauss-Kahn an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einigen. «Das wird an der diesjährigen Bilderberg-Konferenz in St. Moritz entschieden
werden», sagt Marshall. Ach die Guten, sie werden die Welt noch einmal retten!
Österreich ist ein unheimlich reiches Land. Für Griechenland werden wir 2,3 Milliarden € spendieren, jetzt wird eine weitere Milliarde dazukommen. Unter diesen Summen kann sich keiner mehr was vorstellen. Das ist gut – für unsere Politiker. Würde nämlich einer der Steuerzahler begreifen, was wir hier den Griechen in den Rachen schmeißen, gäbe es wohl einen Volksaufstand. Vor allem dann, wenn man weiß, daß dieses Geld verloren ist. Weg – auf immer. Das kriegen wir nie mehr wieder zurück.
Durch die nächste Portion des Milliardenkredites an Griechenland wurde ein Staatsbankrott ein weiteres Mal hinausgezögert. Doch dieses Geld entlastet nicht etwa die griechischen Bürger - im Gegenteil: Die Aufgabe, das Geld zurückzuzahlen, das man für die Spekulantenrettung ausgibt, wird mittels drakonischer Sparmaßnahmen auf deren Rücken abgelegt. Das neue Sparpaket zweigt das Geld von Gehältern, Löhnen und Renten ab, zuerst das der Griechen und dann das aller Europäer. Die lachenden Gewinner sind die Plutokraten, die sich als Demokraten tarnen.
Die wirtschaftlichen Daten der USA müssten auf dem Rücken eines jeden Betriebswirtes einen kalten Schauer verursachen. Die Verschuldung des Landes hat sich innerhalb von acht Jahren auf hohem Niveau verdoppelt. 14 Billionen US-Dollar zählt der stattliche, staatliche Schuldenstand. Obamas Wahlkampfpopulismus kommt den Steuerzahler teuer zu stehen. Von einem strukturellen gesellschaftlichen Wandel – einem „Change“ – kann dennoch keine Rede sein. Zumindest nicht zum Guten.
Der "Krieg gegen den Terror" und seine imperialistischen Begleiterscheinungen übersteigen die Leistungskraft der Vereinigten Staaten. 60 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben werden von der letzten verbliebenen Supermacht bestritten und in angebliche Sicherheit investiert. Sein Versprechen einer friedlichen Außenpolitik hat Barack Obama jedenfalls glänzend gebrochen.
Bei der Verleihung des Aachener Karlspreises will sogar Trichet als scheidender Chef der EZB die Souveränität von Krisenstaaten beschränken. Besser als eine europäische Finanzregierung wären aber verantwortungsvolle nationale Regierungen. Wir brauchen keine internationale Interventionen, denn was hilft es schon, wenn in den internationalen Gremien dieselben Gauner sitzen wie zuvor in ihren nationalen? Wirtschaftsethik ist gefragt, sonst nichts!
Eugen Böhm-Bawerks Prophetie, inzwischen hundert Jahre alt, hat sich wieder einmal erfüllt: Politische Macht vermag das ökonomische Gesetz niemals außer Kraft zu setzen. Noch mögen die Staats- und Regierungschefs des Euroraums das Wort „Staatsbankrott“ nicht in den Mund nehmen, technisch vornehm spricht man lieber von „Schuldentragfähigkeit“. Sehenden Auges haben Europas Staaten die eigenen Verträge gebrochen, wonach wechselseitige finanzielle Hilfsaktionen („Bail-out“), für die man das Wort Solidarität lieber nicht strapazieren sollte, strikt untersagt sind: ein flagranter Rechtsbruch, der offensichtlichste und gravierendste in der Geschichte der europäischen Integration. Dass fast alle Politiker bis heute diesen Rechtsbruch leugnen und die Gerichte feige schweigen, ist nicht nur schändlich, sondern trägt auch bei zur wachsenden Entfremdung zwischen Eliten und Bevölkerung in Europa. Eine kriminelle politische Klasse vom Schlage „Nach mir die Sintflut“ bestimmt EUropas Geschicke.
Es gibt auch ein Euroshima: Die europäische Gemeinschaftswährung hat Deutschland bislang mehr als 2500 Milliarden gekostet. Österreich zieht mit. Wir schenken unsere im Außenhandel erzielten Überschüsse den „Südflanken-Minderleistern“, die es bis heute nicht geschafft haben, Überschüsse im Außenhandel zu erzielen. Wir bezahlen ihnen (über die EZB) ihre ungedeckten Importe.
Die wesentlichen systemischen Probleme sind in ihren Grundzügen schon längst erkannt. Der Widerstand der Profiteure des gegenwärtigen Systems ist jedoch so groß und ihr Einfluss so mächtig, dass sie die Meinungsbildung domminieren. Dabei haben wir auch heute mit dem Phänomen zu kämpfen das die akademische Wissenschaft immer „das Lied der Mächtigen singt“.
Wolfgang Hetzer, Europas oberster Korruptionsbekämpfer. Seit 2002 leitet Hetzer die Abteilung „Intelligence: Strategic Assessment & Analysis“ im Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) in Brüssel: "Diese Krise ist jedenfalls keine Naturkatastrophe. Sie ist kein Gottesurteil. Sie ist keine satanische Verfluchung, sondern hat ihre Wurzeln in menschlichem Handeln und in menschlichen Unterlassungen. Zu diesem Handeln gehört etwa, vereinfacht ausgedrückt, die Freigabe von Wetten mit hochspekulativen Finanzprodukten wie Derivaten. Und zu den Unterlassungen gehören neben vielen anderen Dingen, die fehlerhafte Aufsicht bzw. die Unterlassung eine wirksame Aufsichtsstruktur zu etablieren.
Da sind die Täter in der Finanzindustrie, die diese Wetten abschließen. Und da sind ihre Helfer in der Politik, die ihnen diese Wetten ermöglichten und nichts unternehmen, um die Investmentbanker in die Schranken zu weisen. Die Liste der Verfehlungen der Politik ist lang. Die Politik hat zugelassen, dass Finanzunternehmen nicht alle ihre Geschäfte in der Bilanz aufführen, sondern verheimlichen. Sie hat zugelassen, dass Banken ihre Risiken nicht mit ausreichend Eigenkapital unterfüttern mussten. Sie hat den Eigenhandel der Finanzinstitutionen mit Finanzprodukten nicht so eingeschränkt, wie es erforderlich gewesen wäre. Sie hat zugelassen, dass Kreditrisiken bis zu 100 Prozent weitergegeben wurden. Und oft genug überlässt sie die Gesetzesarbeit gleich den Finanzinstitutionen.
Die Politik hat sich von der Finanzwirtschaft am Nasenring über die Weltbühne ziehen lassen. Die Finanzwirtschaft hat ihre Interessen in Milliarden-Höhe bei der Politik durchgesetzt. Zu diesem Ergebnis kam schon die vom US-Kongress eingesetzte Kommission zur Aufklärung der Umstände, die zur Finanzkrise geführt haben." (Welt-Online, 01.06.2011)
Neues vom "homo oeconomicus": In europäischen Großkonzernen ist Bestechung üblich. Etwa jeder dritte Angestellte ist bereit, Geschäftsaufträgen mit Geld oder großzügigen Geschenken nachzuhelfen, zeigt eine Erhebung von Ernst & Young. Besonders ausgeprägt ist laut Studie die Bereitschaft zu „Geldgeschenken“ in Griechenland und Russland.
Am ehrlichsten geht es dagegen in Frankreich und Norwegen zu. Rund zwei Drittel der 2365 befragten Angestellten in 25 europäischen Ländern gaben an, dass Bestechung und Korruption in ihrem Geschäftsfeld weit verbreitet seien. Mehr als 40 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass die Bestechung mit Geld oder anderen Geschenken während der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Jahren zugenommen habe. In Portugal, Irland, Spanien und Griechenland forderten mehr als 80 Prozent der Befragten mehr Kontrollen durch Behörden, so die Umfrage. Das also ist aus Treu und Glauben geworden - es lebe der Neoliberalismus!
Im Frühjahr 2010 wurde bereits darüber berichtet, dass die griechische Postbank (TT Hellenic Postbank) Kreditausfallversicherungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro auf den Staatsbankrott Griechenlands gekauft hatte. Es wirkte ein wenig seltsam, dass ein griechischer Staatsbetrieb auf die Pleite des eigenen Landes setzte. In diesen Tagen stellt sich aber heraus, dass das erst die Spitze des Eisberges war. Premierminister Papandreou scheint in einen schier unglaublichen Skandal verwickelt zu sein. Über Umwege sind diese Credit Default Swaps in den Besitz seiner Familie und seines Freundeskreises geraten – und angesichts des tatsächlich drohenden Staatsbankrotts mittlerweile etwa 23 Milliarden Euro wert.
Dass die Postbank sich gegen eine Insolvenz Griechenlands schützen wollte, ist ja noch durchaus nachvollziehbar. Im August 2009 – zu der Zeit war Kostas Karamanlis Premierminister – wurden diese Papiere gekauft und mögen durchaus als Absicherung für den schlimmsten Fall gedacht gewesen sein. Mit dem Regierungswechsel zu den Sozialisten wechselten die CDS auch den Besitzer. Der neue Eigentümer war die Privatfirma Informed Judgement Partners in Genf, die die Papiere für 1,3 Milliarden um einen Gewinn ca. 35 Millionen für die TT Hellenic Postbank erwarb. Im Vergleich zu dem, was die CDS heute wert sind, aber ein verdammt schlechtes Geschäft. Die Kreditausfallversicherungen haben inzwischen eine Wertsteigerung von aktuell 2.700 Prozent erfahren, im Angesicht des in greifbare Nähe gerückten Staatsbankrott Griechenlands.
Jetzt könnte Griechenland so viel Geld gut brauchen. Das wäre eine ungeheure Hilfe, wo es an allen Ecken und Enden brennt. Doch, wie gesagt, die Sicherheitspapiere sind in der Hand von IJ Partners. Wer ist denn diese glückliche Eigentümerin des 23-Milliarden-Schatzes?
Das Genfer Unternehmen kümmert sich um eine erlesene Kundschaft von Millionären, und wie man sieht, mit Erfolg. Und erstaunlicherweise befinden sich viele Griechen darunter, griechische Banker und Exporteure und auch die Ökonomin Miranda Xafa, die in den griechischen Verhandlungen mit dem IWF vermittelte. Der Vizepräsident von IJ Partners, Jose-Maria Figueres, ist ein sehr guter Bekannter von Herrn Andreas Papandreou, dem Bruder von Premierminister Papandreou, unter dessen Ägide eben jene CDS an IJ Partners verkauft wurden. Besonders pikant ist der Zeitpunkt dieses an sich schon sehr merkwürdigen Geschäftes. Genau zu dieser Zeit nämlich verhandelte Papandreou mit dem IWF, genauer Dominique Strauss-Kahn (!), hinter verschlossenen Türen über ein Hilfspaket, das später als das berühmte »alternativlose« 110-Milliarden-Bailout-Paket zur Rettung Griechenlands durchgepeitscht wurde und in die Geschichte einging.
Der sozialistische (!) Premierminister Papandreou hat nicht nur den Verkauf dieser CDS an eine fremde Privatfirma geduldet bzw. sogar arrangiert, obwohl er bereits um die verzweifelte finanzielle Lage seines Landes wusste und als Inhaber des höchsten politischen Amtes diese immens wichtigen Sicherheiten hätte unbedingt zum Wohl des Landes einsetzen müssen. Dieses ungeheure Staatsvermögen wurde auch noch an eine Firma verkauft, zu der er und seine Familienmitglieder enge Beziehungen pflegen. Er hat nicht nur astronomische Profite für sich und die Seinen mit diesen Papieren erlangt, er hatte auch das Amt inne, die Geschicke seines Landes zu lenken. Da lässt sich gut Sozialismus spielen!
Es gehört keine Seherkunst dazu vorherzusagen, dass in Athen die Lunte am Pulverfass brennt. Die wütenden Griechen halten nicht mehr nur Transparente und Pappschilder hoch. Sie recken kleine Galgen mit baumelnden Henkerschlingen in die Luft. Daran steht: »Papandreou, Du bist fällig!«
Die Kreditversicherungsverträge werden anschließend von fünf bis neun Wall-Street-Instituten untereinander bis zum Tausendfachen der ursprünglichen Kreditsumme nach oben getrieben, als Wetten. Die Wetten werden am Markt für Kreditausfallversicherungen angenommen, der nur Profitanlegern zugänglich ist. Die Buchmacher sind fünf Investmentbanken. Selbst Aufsichtsbehörden dürfen ihnen nicht in die Bücher schauen, gehandelt wird außerhalb der Börse. Solange man sie gewähren lässt, wissen also allein die Buchmacher, wer welche Werte laufen hat.
Mit dem Fall der Investmentbank Lehman Brothers kamen Kreditausfallsversicherungen in aller Munde. Ökonomen bezeichneten sie gar als Massenvernichtungswaffen. Sollte ein mit CDS (Credit Default Swaps) besicherter Kredit ausfallen, erhält der Besitzer der Papiere Geld. So können Gläubiger sich und ihr Vermögen einerseits absichern, andererseits kann damit der Konkurs eines Betriebes aber auch zu einem lukrativen Geschäft werden. So macht man Geschäfte - eine gefährliche Pervertierung wirtschaftlicher Zusammenhänge.
Bruno Bandulet: Nachdem die PIGS von 1976 bis 2008 (netto) 287 Milliarden Euro geschenkt bekamen und damit in heutigen Preisen 430,5 Milliarden (mehr a1s die Hälfte davon aus Deutschland), und nachdem ihnen der
Euro jahrelang beispiellos tiefe Zinsen bescherte und dadurch die Bedienung der alten Sraatsschulden massiv verbilligte, hatten sie die einmalige Chance, ihre Finanzen zu sanieren. Sie haben davon keinen Gebrauch gemacht. Sie persönlich oder ihr verrottetes politisches System waren zu blöd dazu und haben schlecht gewirtschaftet. Sie haben die staatliche oder die private Verschuldung oder beide hochgefahren. Mit dem Ergebnis, dass sie jetzt zusäzlich zu den regulären Haushalnhilflen auch noch die Kredite des Rettungsschirms benötigen.
Der Binnenmarkt, eine der großen Errungenschaften der europäschen Einigung, kommt allen zugute, weshalb nicht einzusehen ist, warum dafür auch noch extra gezahlt werden muss. Ausgerechnet in die Länder, die den Euro nichr haben, hat Deutschland 2010 weitaus mehr als 2009 exportierr: plus 43,9 Prozent nach China, plus 27,8 Prozent nach Russland, plus 20,6 Prozent in die USÄ und nach Japan, plus 17,5 Prozent in dre Schweiz, die den Euro haben könnte, ihn aber nicht will. Die deutschen Ausfuhren in die Euro-Zone hingegen schrumpften sowohl 2008 wie 2009 und nahmen erst 2010 weit unterdurchschnittlich um 14,3 Prozent zu.
Selbst im Vergleich mit der Zeit vor 1914 hat sich an der Struktur des deutschen Außenhandels nichts Wesentliches geändert. In Wahrheit ist der Unterschied ein ganz anderer: Vor 1999 kamen die Exportüberschüsse Deutschland zugute, seit 1999 verschwinden sie im schwarzen Loch des Euro-Systems.
110 Milliarden Euro zinsgünstigen Kredits für die Griechen
(die Hälfte davon ist inzwischen vergeben) haben ihren Zweck
nicht erfüllt - verschenktes Geld der Steuerbürger, das sie aller
Voraussicht nach nicht mehr wiedersehen. Geld, das noch
nicht einmal etwas genützt hat. Sehenden Augus haben Europas Staaten die eigenen Verträge gebrochen, wonach wechselseitige finanzielle Hilfsaktionen ("Bail-out") strikt untersagt sind: eine flagranter Rechtsbruch, der offensichtlichste und gravierendste in der Geschichte der europäischen Integration.
Dass fast alle Politiker bis heute diesen Rechtsbruch leugnen
und die Gerichte feige schweigen, ist nicht nur schändlich,
sondern trägt auch bei zur wchsenden Entfremdung zwischen
Eliten und Bevölkerung in Europa. Wahrscheinlich wird jetzt einfach nur neues Geld schlechtem Geld nachgeschmissen, ohne dass dies das Elend lindern würde. ("Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am 29. Mai 2011)
Der Gipfel der acht stärksten Industrienationen sendet erneut Botschaften der Machthaber in die Welt. Die aktuellen weltpolitischen Geschehnisse wurden erschöpfend behandelt, mit dem Ergebnis, dass die "Weltgemeinschaft" ihre Macht auf andere Systeme ausbauen müsste. Konkret wurden die weiteren Handlungsschritte bezüglich des arabischen Raumes, der weltweiten Atompolitik sowie der Bewältigung der Finanzkrise festgelegt. Eine gefährliche Drohung. Sich selber können sie nicht helfen, aber ihr System wollen sie trotzdem weltweit verbreiten, also die Weltherrschaft erobern. Andere sind wegen angeblich denselben Absichten hingerichtet worden.
Prof. Dr. Wilhelm Hankel: "Die entscheidende Bedrohung der Euro-Währung kommt aus dem Starr-, oder richtiger: Wahnsinn der EUPolitiker. Sie wollen die Eurozone zusammenhalten und sogar noch erweitern, obwohl längst der Beweis erbracht ist, daß dieses Konglomerat aus Industrieund (De-facto)-Entwicklungsländern nicht funktionieren kann. Letztere werden immer versuchen, ihren Rückstand durch Verschuldung auszugleichen." Einzige Nutznießer sind die tonangebenden Geldverleiher, -erzeuger und -spekulanten.
Für seine Verdienste um die Gemeinschaftswährung und deren Stabilität soll Jean-Claude Trichet den internationalen Karlspreis erhalten, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. Worin die Verdienste des scheidenden Präsidenten des Präsidenten des Europäischen Zentralbanksystems bestehen sollen, bleibt freilich zweifelhaft – zumindest was Währungspolitik anlangt. Seine Entscheidung, auf den Märkten unveräußerliche Staatsanleihen fast bankrotter Euroländer zu kaufen, könnte dem Euro den Todesstoß versetzt haben.
Die Lage innerhalb des Euroraumes bleibt angespannt. Durch Transferzahlungen, Barüberweisungen an Staaten und Haftungsübernahmen entstand ein undurchschaubares Finanzgeflecht. Schon der ungeordnete Ausfall eines volkswirtschaftlich gesehen unbedeutenden Landes wie Griechenland könnte den gesamten europäischen Wirtschaftsblock gefährden. Unverantwortliche Politik sowohl der Zentralbanken als auch der politischen Entscheidungsträger hat zum Entstehen eines milliardenschweren Dominosystems geführt, das ganz Europa umspannt und zum Wohle aller Beteiligten langsam entflochten werden muss. Das Primat der Politik ist ein für alle Mal gebrochen. Selbst Rettungsschirme, die mit hunderten Milliarden Euro dotiert werden, vermögen die längst übermächtigen Finanzmärkte nicht mehr zu beruhigen.
Nachdem die Finanzwirtschaft nun Griechenland in die Enge getrieben hat, kann das große Geschäft des Ausverkaufs (Privatisierung!) ja beginnen. Die Ausbeutung entwickelt sich vom Rande (in den Entwicklungsländern ist nichts mehr zu holen!) schön langsam ins Zentrum. Der parasitäre Finanzkapitalismus muss systemimmanent exponentiell wachsen (Geldschulden und Geldvermögen) und würgt daher wie ein Krebsgeschwür die Realwirtschaft ab, da er selbst keine Leistungen erbringt aber einen ständig steigenden Anspruch die die volkswirtschaftlich erbrachten (Real-)Leistungen stellt.
Bis zum 28. März 2011 waren alle deutschen Kernkraftwerke - so die Auffassung der Bundesregierung -sicher; sie genügten in jeder Hinsicht den strengen gesetzlichen Bestimmungen. Plötzlich nicht mehr! Fukushima und die desaströsen Wahlergebnisse für CDU/FDP in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen sollen neue physikalische und ethische Erkenntnisse gebracht haben? Was, wenn ein Flugzeug auf ein voll besetztes Fußballstadion fällt? Werden die jetzt auch geschlossen?
Danke, danke an unsere großartige Systempresse. Wenn wir sie nicht hätten, wäre der eine oder andere Bürger vielleicht schon auf die Idee gekommen, sein Geld von der Bank zu holen, so wie es die Griechen aktuell tun. Aber zum Glück werden wir zur Zeit umfassend mit EHEC, amerikanischen Tornados und auch mal wieder mit der japanischen Atomkatastrophe unterhalten. Sicherlich hat alles davon ein Recht auf mediale Verarbeitung, aber im Vergleich zu den aufziehenden Volksaufständen in den Mittelmeerländern, den drohenden Staatsbankrotten und den neuerlichen kriminellen Militäraktionen der NATO in Libyen ist das nur eine zu leicht durchschaubare Ablenkung.
Vergegenwärtigt man sich, dass die FED im Durchschnitt 75 Mrd. USD im Monat an Staatsanleihen aufkauft, dann ist sie zum Hauptfinancier (ca. 80 %) der laufenden US-Schulden geworden. Wie eine Kriegswirtschaft.
Also, was soll jetzt passieren ab Juli? Glauben Sie ernsthaft, dass die Amerikaner 80 Mrd. pro Monat einsparen werden, ihre wahnsinnige Kriegsmaschine zurückstutzen oder die Steuern für die Superreichen erhöhen? Oder die Chinesen wieder überreden, in US Papiere zu investieren? Sicher nicht!
Der IWF, im Allgemeinen Vollstrecker der Härtemaßnahmen, weigert sich, die nächste Tranche der Rettung auszuzahlen, wenn die EU Staaten nicht bürgten. Der Bürger weiß indessen, dass es keine Rettung gibt. Die nötigen „brutalen Opfer“ werden die Griechen nicht erbringen wollen.
Inzwischen melden die Medien, dass der schon seit Monaten laufende Bank Run in Griechenland sich in den letzten Tagen intensiviert hat. Man flüchtet aus den Banken und wenn es geht mit dem Geld ins Ausland. So bieten etwa deutsche Banken ihre Dienstleistungen schon in griechischer Sprache an. Dass die griechischen Banken so bald zusammenbrechen, dürfte klar sein. Der Staat wird sie nicht rekapitalisieren können, da er selbst bald nicht mehr Gehälter und Pensionen bezahlen kann.
Jede gebetsmühlenhafte Beteuerung der EU-Kommission, "Griechenland sei auf einem guten Weg" kann man getrost als Lüge abhaken und vom Gegenteil ausgehen. "Wie unendliche Mühsal wirkt Europapolitik heutzutage, weil von Sondergipfel zu Sondergipfel klarer wird: Was bisher unternommen wurde, wird schon wieder nicht reichen." (welt.de, 07.05.2011)
Griechenland, Portugal und auch Spanien lebten zumindest seit Einführung des Euro über ihre Verhältnisse. Die Zinssätze auf die Staatsanleihen der genannten Länder sanken erheblich. Der zusätzliche finanzielle Spielraum wurde nicht genutzt, um Altlasten abzutragen und die eigenen, starren Strukturen zu reformieren. Stattdessen wurden billige Kredite aufgenommen und in Form von Wahlgeschenken an die betrogene Bevölkerung verteilt. Insbesondere in Griechenland wuchs der Schuldenberg rapid an, bis es schließlich krachte. Die Finanzmärkte wollten den Griechen kein Geld mehr geben und das Land konnte sich nicht mehr refinanzieren.
Dem EFSF - „European Financial Stability Facility“ heißt das Monster - kommt die Rolle zu, pleitegegangenen Mitgliedern des Euroraumes auszuhelfen. Kann sich ein Staat nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren, soll diese Gesellschaft das nötige auf den Märkten Geld auftreiben. Insgesamt darf der Fonds 440 Milliarden Euro ausschütten, zusätzliches Geld – noch einmal 250 Milliarden Euro - kommt vom Internationalen Währungsfonds. Der Fonds transferiert das aufgenommene Geld in die „bedürftigen“ Länder und stellt es ihnen als Kredit zur Verfügung. Für diese Kredite haften die einzelnen Mitglieder des Euroraumes, jeweils adäquat zu dem Anteil, den sie an der Europäischen Zentralbank halten. Hinzu kommen jene Haftungen, die über die Beteiligung des IWF fällig werden können. Ein immer undurchsichtigeres Konstrukt, das für unsere wirtschaftliche Zukunft erhebliche Gefahrenmomente birgt.
Die Politik Europas hat damit ein bequemes Mittel gefunden, sich wechselseitig und über Umwege aus der Patsche zu helfen. Welche Regierung kann schon widerstehen, wenn es darum geht, das Wahlvolk mit teuren Geschenken zu verwöhnen? Schließlich sind auch unsere gewählten Volksvertreter nur Menschen und wollen wiedergewählt werden. Dem Rettungsfonds kommt die Rolle einer riesigen, innerhalb der Währungsunion agierenden, sozialistischen Umverteilungsmaschine zu. Auf seltsame Weise feiert der gelebte Sozialismus über die Hintertür sein europaweites Revival. Trotz zahlreicher Liberalisierungen und dem (Lippen-)Bekenntnis zur Marktwirtschaft droht uns ein Umverteilungsszenario, von dem Karl Marx und Genossen vermutlich nicht einmal zu träumen gewagt hätten.
Der Treichel ist wie ein Bettler, der zu seinem Spender statt Danke "Du Trottel" sagt. Recht hat er aber trotzdem. Am Meisten, wenn er sich mit einbezieht.
Warum ging es vor 60 Jahren trotz totaler Niederlage wieder aufwärts? Ich kann mich noch gut an die Nachkriegsjahre erinnern, als jeder arbeitslose Akademiker körperlich arbeiten mußte, um mit Familie nicht zu verhungern. Mit der Währungsreform begann der Wirtschaftsmotor wieder anzuspringen, nicht behindert von hohen Löhnen und übermäßigen sozialen Besitzständen. Alle mußten beweisen, daß sie arbeiten konnten und mancher Offizier legte mit eine Lehre die Grundlage für den Aufstieg in eine Managerstelle. Wir waren mit unserem Export eben besser und billiger. Ich erinnere nur an den 1000 -Dollar-Käfer. In der Schule zählte Leistung, nur die Hälfte aller Sextaner kam trotz Aufnahmeprüfung zu Abitur. Ganze 7% ( heute 35%) eines Jahrgangs kamen zu den Hochschulen aber 2/3 davon schafften das Examen und ein Arbeitsplatz war ihnen mit 900.-DM/brutto sicher. Selbst aus den Hauptschulen kamen noch Bankkaufleute und intelligente Handwerker, die immer die Chance zum Aufstieg hatten. Der Geburtenüberschuß von tüchtigen Jungen mit Arbeitsethos hat der Kriegsgeneration geholfen, Deutschland wieder aufzubauen. Die meisten arbeiteten schon ab 15 Jahren und zahlten in die Sozialkassen ein.
Leider haben die Kinder der Kriegsgeneration oft schon ab 1970 ihrem Aufstiegsstreben die zweiten und dritten Kinder geopfert. Der Verlust der deutschen Identität und der fehlende Stolz auf ihr Land standen dabei Pate. Die "Pille" erleichterte dieses verantwortungslose Handeln. Die Zerschlagung des dreigliedrigen Schulsystems hat vor allem Schuld an der Bevölkerungsentwicklung und dem durch reine Verschulung geschädigten Leistungswillen. Das sozialistische Egalitätsdenken hat die Leistung zerstört. Oft kommen die Kinder nicht mehr in die Schulen, die ihre Begabungsstärken fördern. Deutsche wollen für ihre Kinder nur noch Abitur, Studium und "weiße Kragen Arbeit". Dadurch entsteht ein ungeheuerer Ausfall von Sozialbeiträgen und Jugendliche werden gegen ihre Begabung ausgebildet. Viele Schmalspur - Akademiker müssen froh sein, unter Wert noch eine Arbeit zu finden, weil man ihren Kenntnissen und Arbeitseinstellungen nicht mehr traut. Eine wehleidige, "geparkte" Generation steht vor einer strukturellen Arbeitslosigkeit und muß erkennen, daß man Löhne nicht erstreiken kann und die "soziale Hängematte" ausgeleiert ist. Trickreiche Kürzungen von Sozialleistungen ersetzen nicht eine 40-45jährige Arbeitszeit!
Das wichtigste Vorbedingung für einen neuen Aufbruch ist unser Bildungssystem wieder an der Leistung auszurichten. Wir dürfen nicht weiter "Humankapital" unwiederbringlich verlieren. Allen Eltern, die Kinder mit guten und besseren Leistungen durch eine Schulart bringen, ist eine Ausbildungshilfe ohne Sicht auf das Familieneinkommen zu gewähren, damit mehr Tüchtige geboren und erzogen werden. Die Förderung des Mittelmaßes und der sozialen Fälle, darf nicht alleiniger Maßstab unserer Politik sein. Nur wenn Menschen mit Leistungswillen mehr Kinder großziehen, gehen unserem Volk nicht weiter gute Eigenschaften verloren, um die man uns früher in aller Welt beneidet hat.
Der besonders hohe Geburtenausfall bei Facharbeitern und Angestellten, die ja die Masse der Berufstätigen und Studenten stellen müssen, zerstört unsere Bevölkerungszusammensetzung. Die USA vertuschten es klug mit Qualitäts-Einwanderung.
Wir sollten uns ein Beispiel an unseren Eltern und Großeltern nehmen, die uns aus tiefster Erniedrigung herausgearbeitet haben und dabei die Zeugung und die Erziehung von tüchtigen Kindern nicht vergaßen. Nur wenn es in Zukunft genug leistungsbereite, intelligente Menschen gibt, werden wir die Strukturkrise überwinden und auch für unsere sozialen Fälle und die verdienten Alten ein menschenwürdiges Leben schaffen können. Wir müssen die Tüchtigen ermutigen mehr Kinder großzuziehen, um die deutschen Eigenheiten in Berufsbildung und Arbeitssamkeit zu erhalten, die in unserem rohstoffarmen, übervölkerten Land einen hohen Lebensstandard schaffte.
Nehmen wir endlich wieder einen Stolz auf unsere Leistungen für die Welt auf dem Gebiete der Wissenschaft, der Technik, der Arzneimittel, der Sozialversicherung, der öffentlichen Versorgung und der Berufsausbildung an. "Multikulti" und "Mea Culpa" helfen uns nicht weiter - sondern nur tüchtige Kinder und Enkel! (Georg K. Schmelzle, Dipl. Sozialwirt)
Griechenland hätte gerne mehr Geld. Dem Vernehmen nach sollen es 60 Milliarden Euro sein. Dabei hatte Athen schon vor rund einem Jahr von seinen europäischen „Partnern“ eine Finanzspritze in Höhe von 110 Milliarden Euro erhalten. Hinzu kommen Rettungspakte für Irland und für Portugal in Höhe von 80 bzw. 78 Milliarden Euro, und mit Belgien, Spanien und vielleicht auch Italien gibt es weitere Defizitsünder, die schon bald unter den sogenannten Rettungsschirm für den Euro schlüpfen könnten. Und ob die 750 Milliarden Euro, die für den „Europäischen Stabilitätsmechanismus“ vorgesehen sind, ausreichen werden, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Schließlich kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen, wie es um die Finanzen der Pleitestaaten tatsächlich bestellt ist, zumal sich Brüssel seit Ausbruch der Schuldenkrise in Beschwichtigung und Schönreden übt.
Für Aufsehen sorgte ein Antrag des liberalen Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler mit zwei Forderungen, die es in sich hatten: Einerseits wird der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) abgelehnt, und andererseits wird eine Möglichkeit für Länder gefordert, aus der Euro-Zone auszutreten.
EU-Reformvertrag und Weltpolitik
Mit Expertise zum EU-Reformvertrag in Kurzfassung wie im vollen Text (mit Kommentaren und Meinungen unserer Leser)
Phasenplan für eine nachhaltige Rückwanderungspolitik
Die ernsten, vielfältigen und miteinander vernetzten Probleme der Massenzuwanderung erfordern eine nachhaltige Rückwanderungspolitik in einzelnen Phasen. Dazu sind die existierenden Gesetze restriktiv anzuwenden und allenfalls neue gesetzliche Bestimmungen und Generalklauseln einzuführen. Ziel ist nicht Massenintegration, sondern Rückführung. (Mit Kommentaren und Meinungen unserer Leser)
Die Türkei in die EU ?
Die kulturellen und geographischen Konditionen (mit Kommentaren und Meinungen unserer Leser)
Kultur und Bildung
Was schief läuft und was getan werden müsste (mit Kommentaren und Meinungen unserer Leser)