Freiheitlicher Akademikerverband
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Weltwirtschaftskrise

Der freie Welthandel ist die Wunderwaffe zur Globalisierung der neoliberalen „Werte“. Ginge es wirklich nur um „Integration“ (und sei es bloß die europäische), so könnten Nationen und Staaten in wechselseitiger Achtung problemlos zusammenarbeiten. Doch der eigentliche Zweck der Übung ist der zivilisatorische Kahlschlag aller sinnvermittelnden Identitäten. Erst in der grenzenlosen und kulturell eingeebneten „one world“ sind Finanzströme zu jonglieren und Distributionswege zu leiten, die alleine der gewinnmaximierenden Perspektive ihrer machthungrigen Manipulanten folgen (für welche wieder immune Parlamentarier „Verantwortung“ tragen). Ganz nach den momentanen Erfordernissen der multinationalen Konzerne positioniert, verlagert oder schließt man Produktionen. Eine austauschbare, amerikanisiertes Pidgin-English radebrechende, „flexible“ und „mobile“ Arbeitnehmerschaft lässt sich nach Belieben „heuern“ und „feuern“ und dem Lohndumping unterwerfen.

Nicht die armen Fabrikanten sind die vom Marxismus perhorriszierten Ausbeuter, vielmehr werden sie selbst unter erbarmungslosem Konkurrenzdruck gesetzt und von ihren Kreditgebern in ständiger Abhängigkeit gehalten, ja ausgebeutet. Willkürlich werden Kredite fällig gestellt, die Existenzen der bisherigen „Partner“ vernichtet, die Produktionsanlagen selbst übernommen und dann filetiert oder im ganzen verhökert. Die Herren des Geldes, seine Verleiher, Verteiler, Manipulatoren und Erzeuger, die Geldhändler sind die wahren Kapitalisten.

Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Die Finanzwirtschaft, also der Handel mit Geld, überflügelt die Realwirtschaft (mit Gütern und Dienstleistungen) um ein Vielfaches. Nur mehr 10 % der täglich gehandelten Dollars beziehen sich auf Güter und Dienstleistungen, die restlichen 90 % auf Derivate, Futures und ähnliche Börsewetten. Auf diese Weise sind heute 75% aller Geldquantitäten der Welt Dollar, und 80% aller Dollar befinden sich außerhalb der USA. Zwei Drittel aller Währungsreserven der Welt basieren auf dem Dollar.

Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht schon längst zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden und zum Dollarabsturz geführt hat, ist keiner „unsichtbaren Hand“ der freien Marktwirtschaft, sondern kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Hochfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China u.a.) die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.

Die Hochfinanz hat mit den faulen Dollar vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen. Sie hat rechtzeitig ihr faules Geld in werthaltiges Vermögen umgeschichtet. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.

Kommentare und Meinungen unserer Leser:

Die EU-Kommission hat unter dem Titel „Proposal for an EU initiative on restrictions on payments in cash“ einen Vorstoß veröffentlicht, der EU-weite Obergrenzen für Bargeldzahlungen oder Meldepflichten für Bar-Transaktionen vorsieht. Begründet wird dies einmal mehr – man kennt das ja aus der Debatte längst – mit der Bekämpfung der Finanzierung von Kriminalität und Terrorismus. In Wahrheit geht es um zwei Dinge: Erstens gäbe es bei der großflächigen Einführung negativer Zinsen keine Möglichkeit mehr, dem schleichenden Vermögensverlust zu entkommen. Die Schuldenkrise würde mit Enteignung der Sparer „gelöst“. Und zweitens würde damit die totale Kontrolle der Bürger möglich werden.

Dass Unternehmen nicht nur um Kunden, sondern auch um fähige Mitarbeiter miteinander konkurrieren, wird von den Umverteilungsfanatikern übersehen. Denn kein Arbeitgeber, der dauerhaft im Wettbewerb bestehen will, kann es sich leisten, seine Angestellten schlecht zu behandeln oder zu bezahlen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die überwiegende Zahl der Unselbständigen Löhne bezieht, die deutlich über den kollektivvertraglichen Tarifen liegen. Die Genossen wissen zwar, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nicht nur bei Gütern den Preis bestimmt, sondern auch bei der menschlichen Arbeitskraft. Sie behaupten aber, hier seien „menschliche“, nicht ökonomische Maßstäbe anzulegen – als ob ein durch Markt bestimmter Preis freier Menschen kein Ergebnis menschlicher Entscheidungen wäre!
Die Vorstellung, per Ukas einen „gerechten“ Lohn, von dem man „in Würde leben“ kann, verordnen zu können, ohne dabei auf die einzelnen Branchen oder Betriebe Rücksicht zu nehmen, ist völlig weltfremd. Nur diejenigen, die entweder niemals begriffen haben, vor welchen kalkulatorischen Herausforderungen Unternehmer stehen, oder die zynische Machtmenschen sind, denen das Los derer, die sie angeblich vertreten, egal ist, können eine solche Maßnahme gutheißen. Dass sich keiner um das Schicksal vieler am Existenzminimum dahinwerkelnder Kleinstunternehmer schert, die der Segnungen des nur den Interessen Unselbständiger dienenden Wohlfahrtsstaats entraten müssen, sei hier nur am Rande vermerkt. Wer Preise diktiert, gleich ob für Löhne oder für Waren, schadet allen.

Italien steht auf der Kippe zur Zahlungsunfähigkeit. Bei einer Pleite wird Deutschland zur Kasse gebeten, denn über den Target 2 Mechanismus bürgt Deutschland mit 364 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt für 2017 beinhaltet Ausgaben in Höhe von 329,1 Milliarden Euro.

Bargeld gilt manchen Menschen als antiquiert und unkomfortabel. Es ist aber eine Garantie gegen eine noch stärkere Überwachung der Bürger und noch höhere Negativzinsen. Laut der Stiftung Marktwirtschaft haben mittlerweile 12 EU-Länder Bargeld-Obergrenzen für Konsumenten eingeführt. Zudem hat die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, auf die weitere Herstellung des 500-Euro-Scheins zu verzichten. Auch ausserhalb Europas steht das Bargeld unter Beschuss. So hat die indische Regierung im November handstreichartig beschlossen, 86 Prozent des umlaufenden Bargelds zu entwerten, was erhebliche wirtschaftliche Turbulenzen nach sich gezogen hat. Prominente amerikanische Ökonomen wie Lawrence Summers oder Kenneth Rogoff fordern derweil die komplette Abschaffung des Bargelds. Sie argumentieren mit der angeblichen Notwendigkeit, Kriminalität zu bekämpfen, sehen aber wohl ohne Bargeld vor allem die Möglichkeit, eine Geldpolitik mit noch höheren Negativzinsen durchzusetzen und die Bürger diktatorisch zu überwachen. Bargeld ist und bleibt gelebte Freiheit.
Deshalb besteht weltweit weiterhin eine grosse Nachfrage nach Bargeld – sei es für Zahlungstransaktionen, sei es für die Wertaufbewahrung. Zudem ist der Zins auf Bargeld immerhin null. In den derzeitigen «verrückten» geldpolitischen Zeiten, in denen Zentralbanken in der Schweiz, Japan, Dänemark oder Schweden negative Zinsen verhängt haben, wirkt das schon wieder attraktiv. Laut einer Untersuchung der Bundesbank schätzen viele Bürger das Bargeld als Hilfe beim Haushalten. Bei Barzahlungen haben Konsumenten das Geld physisch in der Hand, und sie müssen sich beim Bancomaten neues besorgen, wenn sie es aufgebraucht haben. Dieser psychologische Effekt ermöglicht eine bessere Kontrolle von Ausgaben.  Eigentlich geht es bei den Plänen zur Einschränkung beim Bargeldverkehr  um eine noch stärkere Kontrolle und Überwachung der Bürger. Dies könnte das Vertrauen in staatliche Institutionen schwer beschädigen. Das wird darf der Staat bzw. das Finanzsystem erst dann ignorieren, wenn er über das Geld die Bürger kontrolliert und zu Sklaven macht.

Zur Gegenfinanzierung der notwendigen Ensparungen hat der Rechnungshof nahezu alle ausgabensei3gen Sparpotentiale aufgezeigt und wiederholt eingemahnt. Hier könnte die große Koalition durch Erledigung „ihren“ Sozialpartnern eine Steilvorlage legen. Machte sie das, ist den Arbeitgebern und Arbeitnehmern gedient, der Standort gestärkt und es ist der Anfang vom Ende der Umfragetefs, denn Leistung
lohnt sich!  Laut einer Untersuchung der Bundesbank schätzen viele Bürger das Bargeld als Hilfe beim Haushalten. Bei Barzahlungen haben Konsumenten das Geld physisch in der Hand, und sie müssen sich beim Bancomaten neues besorgen, wenn sie es aufgebraucht haben. Dieser psychologische Effekt ermöglicht eine bessere Kontrolle von Ausgaben. Zudem ist Bargeld weder von Cyberkriminalität noch von IT-Ausfällen betroffen

Zu Jürgen Elsässer: Links sein (und dennoch patriotisch) konnte man, solange die Weltrevolution noch nicht von den Globalkapitalisten übernommen worden war. Heute sind große Teile der alten Linken zu geldgeilen Steigbügelhaltern der Soros-Bande geworden, um den nach Profit suchenden „notleidenden“ Unternehmern neue Konsumenten und den abgehalfterten Blockparteien neue Wählerschichten zuzuführen. Das ganze Gefasel von den Menschenrechten, von dem Mitgefühl mit angeblich Schutzsuchenden und der Freiheit ist ein reines Ablenkungsmanöver.

Kaum ist in Österreich gerade erst ein Volksbegehren gegen die Handels- und Dienstleistungsabkommen TTIP, CETA und TiSA mit anschaulicher Beteiligung geschlagen, schon gibt die EU-Kommission das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mit den USA auch nach der Amtsübernahme durch US-Präsident Donald Trump nicht verloren.

Bundesfinanzminister Schäuble hat in einem Beitrag für die FAZ mitgeteilt, dass die gemeinsame europäische Einlagensicherung kommen wird. Der Artikel hat in den Bank-Etagen die Sektkorken knallen lassen: Denn ein offizielles Schreiben des für die Banken weisungsbefugten Finanzministers ist in der Banken-Praxis ein gültiges Dokument, das zur Kredit-Vergabe herangezogen werden darf. Damit stehen den EU-Banken die 2.000 Milliarden Euro der deutschen Sparer als Sicherheit für die abenteuerliche Politik der EUzur Verfügung.

Der globale Finanzfaschismus ist bereits ein offensichtliches und spürbares Faktum.

Ludwig Erhard(1897 – 1977): „Die Inflation kommt nicht über uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar verbrecherische Politik hervorgerufen.“

Wie der wirtschaftspolitische Paradigmenwechsel Großbritanniens nach dem Brexit wirklich aussehen wird, ist eine noch offene Frage. Auf der einen Seite wird die britische Regierung auf die Option, Großbritannien zum globalen „Steuerparadies“ zu machen, nicht verzichten können. Auf der anderen Seite will Premierministerin Theresa May eine aktive Industriepolitik forcieren. Die Regierung werde sich in Zukunft nicht mehr nur darauf beschränken, „die Unternehmen ihre Arbeit machen zu lassen“, sondern werde eine „neue, aktive Rolle übernehmen, um die Wirtschaft zu unterstützen“. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wirtschaftsleistung ist in Großbritannien seit 1990 von 17 auf unter 10 Prozent gefallen. Der Anteil ist damit niedriger als in anderen großen Volkswirtschaften wie Deutschland,
Frankreich und den USA. Die Arbeitsproduktivität in Großbritannien ist mittlerweile ein Viertel niedriger als in Deutschland und Frankreich.

Trump-Maßnahmen werden im wesentlichen erst 2018 wirken können. Es ist durchaus denkbar, dass Steuersenkungen, hohe Staatsdeizite durch Infrastrukturausgaben und Aussperren von Importen bzw. anschließende Produktion dieser Güter im Inland längerfristig das US-Wachstum – zu Lasten der Weltkonjunktur – erheblich steigern können. Ein festerer Dollar würde wohl auch zu Kapitalzuflüssen und Investitionen aus dem Ausland führen, was wiederum Konjunktur und Börsen überraschend stark ankurbeln könnte. Allerdings setzt dies voraus, dass die bestraften Ausländer sich nicht in einem Handelskrieg wehren und dass die USNotenbank die bei solchen Maßnahmen sicherlich steigende Inlation nicht durch höhere Zinsen bekämpfen würde. Ohne Trump würde die US-Börse sich in einer ähnlich günstigen Lage befinden wie in den vergangenen Jahren: Nur sehr schwacher Konjunkturaufschwung, der massive Liquiditätsunterstützung der Notenbank nötig machen würde. Diese Liquidität würde dann weiter in Aktien, Immobilien und Rohstoffe fließen.

Die italienische Bankenkrise erreicht Deutschland: Wegen eines Milliardenverlusts zieht die UniCredit einen Sonderdividende in der Höhe von 3 Mrd. EURO aus der Münchner HypoVereinsbank ab. Dazu kommt noch der Gewinn der HVB aus dem vergangenen Jahr, der im Juni als reguläre Dividende ebenfalls an die Mailänder Mutter ausgeschüttet wird, wie diese bestätigte. Die deutschen Aufsichtsbehörden sehen mit Sorge, dass die HVB durch den Mittelabfluss geschwächt wird. Die UniCredit erwartet für 2016 einen Verlust von rund 11,8 Milliarden Euro.

Deutschland wendete enorme Summen auf (oder ist Verplichtungen eingegangen, am Ende Billionen Euro), um den Euro zusammenzuhalten. Das kluge Norwegen (kein EU-Mitglied) hat dagegen 880 Mrd. $ – meist Aktien, deren Anteil gerade noch über 60% erhöht wird – in seinem staatlichen Pensionsfonds für schlechte Zeiten angehäuft. Deutschland besitzt noch gerade einmal gut 100 Mrd. € Goldwährungsreserven aus DM-Zeiten. Ohne Euro besäße Deutschland heute neben China die höchsten Währungsreserven der Welt.

Der IWF ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die den UN-Mitgliedsstaaten bei Finanzproblemen helfen soll. Wenn ein Mitglied in Zahlungsschwierigkeiten gerät, ist der IWF Lender of last resort (letztmöglicher Kreditgeber). Die Bedingungen des IWF für diese Hilfen kommen oft einem Raubzug nahe: Alles, was sich im „Westen“ zu Geld machen läßt, ist zu privatisieren, und das bedeutet die totale und bedingungslose Kapitulation vor den westlichen Finanzoligarchen, die sich das Staatsvermögen zu „Schnäppchenpreisen“ aneignen. Bezahlt wird dieser Raubzug von den Schuldnern über erhöhte Kreditzinsen. Der Ablauf dieser Hilfe ist immer gleich: Kürzung der Staatsausgaben durch Reduzierung des Staatsapparates und aller Sozialleistungen; „Liberalisierung“ und Privatisierung des Bankwesen und der öffentlicher Einrichtungen (Strom, Wasser, Telekommunikation, Bodenschätze etc.); aber auch Eliminierung der zum Schutz der eigenen Wirtschaft eingeführten Devisen- und Handelsbeschränkungen. Der IWF ist die „Sturmtruppe“ der Finanzoligarchen.

Fast alle Autohersteller setzen parallel zum Verbrennungsmotor auch auf Elektroautos und Hybride – manche sogar komplett. Der berühmte
Motoren-Entwickler Friedrich Indra ist völlig anderer Meinung. Er hält die E-Mobilität für einen gefährlichen Irrweg. Bei der Ermittlung des Verbrauchs hat man einfach darauf verzichtet, den (vorher) getankten Strom mit einzubeziehen.

Der Umstand, dass der Erhalt der Geldwertstabilität Institutionen anvertraut ist, die eine jährlich zweiprozentige Geldentwertung zu ihrem Ziel erklärt, ist zwar kurios, scheint niemanden zu stören. Dass die modernen Geldalchemisten unser aller Heil darin sehen, um jeden Preis eine angeblich hinter jeder Ecke lauernde Deflation zu verhindern, wird gar nicht mehr in Frage gestellt. Seltsam, bedeutet Deflation doch einen kollektiven Kaufkraftzuwachs. Wie dem auch sei, dass zwei Prozent Geldentwertung eine Halbierung des Geldwertes binnen nur 34 Jahren bedeutet, wird ausgeblendet.
Dass der US-Dollar seit Gründung der US-amerikanischen Zentralbank (die ebenfalls der Stabilität des Geldsystems verpflichtet ist) im Jahre 1913 rund 95 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt hat, beunruhigt keinen.

Laut Eurostat liegen die Lohnnebenkosten in Österreich mit 26,3 Prozent um vier Prozentpunkte höher als in Deutschland mit 22,3 Prozent. In den USA liegen sie noch niedriger. Ziehen wir die richtigen Schlußfolgerungen in Richtung Wirtschaftsentwicklung?

Marc Friedrich und Matthias Weik (Buch): „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“. Was wir erleben, ist ein Wandel sowohl in Europa als auch in den USA. Das spüren insbesondere die immer hilfloser agierenden Protagonisten in der Politik. Ihre sichere und privilegierte Welt gerät ins Wanken, und das Volk agiert anders als zuvor und vor allem anders als gewollt. Sowohl der Brexit als auch die Wahl Donald Trumps sowie das Referendum in Italien sind offensichtlich der Beginn einer deutlichen Zeitenwende. Ein weiter so und immer mehr vom Gleichen ist heute nicht mehr möglich.

Max Otte: „Argumente wie der Kampf gegen Terror, Kriminalität und Geldwäsche sind nur vorgeschoben. Tatsächlich will die Politik den gläsernen Bürger.“
Joachim Starbatty: „Ohne Bargeld gibt es für den normalen Bürger keine Möglichkeit seine Privatsphäre zu schützen. Jede Ausgabe, die sie tätigen, wird dann vom Staat einsehbar sein und dann in der Folge auch kontrolliert werden.“
Thorsten Polleit: „Die EZB will die Zinsen dauerhaft und für jeden in den negativen Bereich manipulieren. Bargeld steht diesem Ansinnen im Weg. Deshalb wird es bekämpft.“
Thorsten Schulte: „Die bargeldlose Gesellschaft ist keine freiheitliche, sondern eine totalitäre Gesellschaft. Wer nicht über sein Geld bestimmen kann, ist unfrei.“

In Indien wird ein Teil des Bargeldes in Form größerer Banknoten abgeschafft. Nun wird auch noch das dort obligatorische Gold verboten. Dies ist eine Katastrophe, die viele Inder – und hier höchstwahrscheinlich hauptsächlich die sowieso eher weniger zahlungskräftige Klientel – in große Probleme gestürzt hat und ihre Ersparnisse entwertet. Das Vertrauen in Regierung und die gesamte Geldwirtschaft ist dahin und es gibt nichts, was die Menschen dagegen unternehmen können.

Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat nach dem Urteil eines Pariser Gerichts in ihrer Zeit als französische Finanzministerin fahrlässig im Amt gehandelt. Der Vorwurf in dem Prozess lautete, Lagarde habe nachlässig gehandelt und damit eine Veruntreuung öffentlicher Gelder ermöglicht. Sie selbst hatte beteuert, nach bestem Gewissen gehandelt zu haben. Der Gerichtshof der Republik, der für die Vergehen von Ministern in Ausübung ihres Amtes zuständig ist, verzichtete aber auf eine Strafe. Er begründete dies mit der „Persönlichkeit“ Lagardes, ihrem „internationalen Ansehen“ und der Tatsache, dass Lagarde 2007 und 2008 mit der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen hatte. Sonderbehandlung und Begnadigung auf plutokratisch!

Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins, d.h. jenen Zinssatz, zu dem sie mit den Banken Geschäfte abschließt, um einen Viertelpunkt auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Seit Dezember 2015 hatte sie ihn in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent gehalten. Damit setzt die Fed ihren Kurs fort, die Geldpolitik nach der Finanzkrise 2008 zu normalisieren. Die extrem niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre sollten es Banken ermöglichen, zu günstigen Konditionen Geld zu leihen und damit die Wirtschaft mit billigen Krediten zu versorgen, um die Konjunktur zu stützen und der amerikanischen Hochfinanz zu ermöglichen, weiterhin für Fiat-Money die halbe Welt aufzukaufen. Für 2017 kündigte die Fed drei weitere Zinsschritte an.

Die skandinavische Staaten treiben Abschaffung des Bargelds massiv voran. In Schweden und Norwegen wurde die Herstellung von Münzen bereits eingestellt. Begründung der Notenbanker in Skandinavien: Nur noch 20 Prozent aller Transaktionen würden etwa in Dänemark mit Bargeld durchgeführt. Im Vergleich dazu liegt das Bargeldtransaktionsvolumen in Deutschland und Österreich aktuell noch bei 80 Prozent. In Dänemark wurde Geschäften bereits gesetzlich erlaubt, Bargeld als Zahlungsmittel einfach abzulehnen und somit die Kunden zu zwingen, auf den elektronischen Zahlungsverkehr umzusteigen. Die sozialdemokratische Art der Überwachung und Enteignung.

Jährlich kehren über 150.000 Leistungsträger Deutschland den Rücken und immer mehr Leistungsverweigerer machen es sich hier gemütlich. Denn unsere Mittelschicht stirbt aus. Sie kann auch gar nicht anders, denn sie wird soweit gemolken, dass das was zum Leben übrig bleibt, oft noch unter dem Sozialhilfesatz liegt. Nur reden will natürlich niemand darüber.

Ein großes Problem der Industriegesellschaft Deutschlands und Österreichs ist, daß an den Schaltstellen in Politik und Wirtschaft Leute sitzen, die keine Fachkenntnisse in Physik haben. Hierfür sind ein eklatantes Beispiel: Sie wollen den „Klimawandel bekämpfen“ (z. B. SPIEGEL, 17. 09.2016). Daraus geht klar hervor, daß Sie nicht wissen, was Klima ist. Sie wissen nicht, was die Sonne und die Wolken machen. Sie wissen nicht, was das Kohlendioxid in der Luft macht. Sie kennen nicht die Emissionen der Vulkane. Sie wissen nicht, was Klimasensitivität ist, deshalb wissen Sie auch nicht, daß das „Zwei-Grad-Ziel“ totaler Unsinn ist. Den Vogel hatte allerdings die ehemalige bundesrepublikanische Bildungsministerin Schavan abgeschossen, die allen Ernstes die „CO2-neutrale Stadt“ forderte. Eine solche Stadt hat weder Bier noch Blumen, weil beide CO2 brauchen. In einer solchen Stadt trägt jeder eine Gasmaske, um die ausgeatmete Luft zu entsorgen.

Heute stimuliert bereits die US-Notenbank mit den niedrigsten Zinsen seit der Weltwirtschaftskrise 1929ff. Wichtig für einen Konjunkturaufschwung wäre ein gesundes Finanz- und Bankensystem.
Die beiden grössten angelsächsischen Nationen/ Völker, zunächst Grossbritannien und nun die USA nebst angeschlossenem Kanada, werden zum Gegenentwurf aller bisherigen wirtschaftspolitischen Überlegungen der Europäer, also des Kontinents. Das hat es seit dem letzten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Darin steckt mithin auch die eigentliche Dimension möglicher Konfl ikte. Würden die Amerikaner die europäische Form der Mehrwertsteuer übernehmen, reichte ein Steuersatz von weniger als 12 % aus, um das genannte Jahresdefizit komplett zu beseitigen. Würde man den deutschen Satz von 19 % verwenden, ergäbe es einen riesigen Überschuss. Der Spielraum für deut liche Veränderungen ist also beträcht lich.
Groß war die Aufregung als bekannt wurde, dass die Bawag rund 20.000 Kunden zu einer Kontoumstellung zwingt und dieses neue Angebot auch noch teurer ist. Die Richtung ist klar. Eine bargeldlose Gesellschaft, die ihr Vermögen auf Bankkonten hat, wo wiederum mit niedrigen Sparzinsen und Gebühren aller Art den Menschen ihr Verdientes genommen wird. Volle Kontrolle der politisch-finanziellen Komplexes gegen wehrlosen Menschen! Wer Vermögen ausschließlich am Konto oder in Form von Geldscheinen hat, ist bald der Dumme.
Trotz einer beispiellos geschlossenen Medienkampagne der gesteuerten Massenmedien hat das amerikanische Volk vorbei an den Diffamierungen (Sexist, Frauenhasser, inkompetent, Gefahr für die Sicherheit, Politclown) dem wirklichen Trump gewählt. Er ist gegen Nafta, er will die FED überprüfen, er will die 28 geheimen Seiten des 9/11 Berichts veröffentlicht haben. Trump will  TTP und TTIP stoppen. Neokonservative und alle, die Kriege für die Profite des militär-industriellen Komplexes anzetteln wollen, sind seine größten Kritiker. Trump ist der einzige, der entschieden gegen die Lobbys aufgetreten ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt und Trump seinen Mut überlebt.
In Indien scheint der Versuchballon für ein weltweites Experiment zur bargeldlosen Gesellschaft anzulaufen, um die „Untertanen“ nun völlig kontrollieren zu können.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/kampf-gegen-schwarzgeld-in-indien-modis-ueberraschungsangriff-ld.127472?mktcid=nled&mktcval=107_2016-11-10

Während der scheidende US-Präsident Barack Obama noch versuchte, das auf beiden Seiten des Atlantiks von der Bevölkerung abgelehnte sogenannte Freihandelsabkommen TTIP auf Biegen und Brechen durchzusetzen, veröffentlichte das für die US-Armee zuständige interne Kontrollgremium (Inspector General) des US-Verteidi-gungsministeriums im Zusammenhang mit amerikanischen Militärausgaben einen Bericht über ein »Schwarzes Loch« im Umfang von 6,5 Billionen Dollar. Dieses »Schwarze Loch« betrifft Ausgaben aus Steuergeldern, deren Verwendung gemessen an herkömmlichen Haushaltsbilanzierungsmethoden schleierhaft ist und nicht dokumentiert werden kann. Die genannte Summe entspricht etwa 40 Prozent des gesamten jährlichen Bruttoinlandsproduktes (BIP) der USA. »Missing in Action«?!

Wenn die Vereinigten Staatenin Schwierigkeiten sind, verwenden sie immer wieder dieselbe Methode der Tarnung ihrer Probleme mit Hilfe von Enthüllungen über die Probleme der anderen an und Europa ist regelmäßig am Ende der Dumme. Wenn also die erstaunte Welt von der Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar hört, die die Vereinigten Staaten von der Deutschen Bank fordern, dann richtet sich der Blick sicher mit Abscheu auf die Verfehlungen dieser Bank, aber man sollte sich auch die Interessen anschauen, denen diese Sanktion dient.
Viele Kommentatoren sehen in ihr einen kleinen Rachefeldzug nach der Strafe für Apple in Europa. Dies ist eine nicht zu vernachlässigende Erklärung, aber es gibt noch wichtigere. Indem die größte europäische Bank in Schwierigkeiten gebracht wird, lenken die USA die Debatte auf die Probleme den europäischen Bankensektor im Allgemeinen und von ihren eigenen ab.

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